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Die Situation doch etwas unterschätzt

Ich war gestern bei Marco, um meine Räder wuchten zu lassen. Ich hatte da so eine Unwucht auf den Vorderrädern. Keine große Sache dachte ich – aber dem war nicht so. Als wir das Rad auf der Fahrerseite abhatten, staunten wir nicht schlecht. Ganz innen war es abgefahren.

Analyse des Reifenprofis: „KLE, Dein Sturz passt nicht“. WTF! Das Bescheuerte an der Situation: An dem Bock kann man keinen Sturz einstellen. Ford. Einfach tolle Ingenieure bei dem Haufen.

Der Reifen war Schrott und wie sich herausstellte nicht nur innen, außen waren dünne Schnitte im Mantel – und die teilweise bis zur Karkasse. Wie kommen die dahin? Wohlgemerkt nicht nur die auf dem Bild sondern rundum.

Marco hatte noch zwei gute Gebrauchte, die er mir aufgezogen hat. Sehr geile Aktion – danke!

Ich habe mir die Situation angesehen und staunte nicht schlecht: Die Gummis im Stabi lösten sich auf!

Zur Erklärung: So ein Escort hat keine „richtige“ Vorderachse. Zum Federbein führt ein Querlenker mit einem Befestigungspunkt an der Karosserie und geführt wird das vom Stabi. Mehr ist da nicht und wenn der Stabi nicht richtig sitzt, weil der Gummi am Sack ist, der den Stabi im Querlenker puffert….

Kurz vor Ladenschluss der Teilehökerer. Jetzt schnell. Aber ohne Erfolg, niemand hatte die Gummis auf Lager – aber ich habe ja einen Schlachter. Gute gebrauchte Gummis sind besser als kaputte. In der Werkstatt aufgebockt und die alten Gummis raus. Das war der Schlimmste. Rund ist anders, damit sitzt der Stabi auch nicht mehr mittig und der Sturz verändert sich.

Ich habe die gebrauchten Gummis vom Schlachter erst einmal eingebaut. Beim Einbau hob ich das Federbein mit dem Wagenheber an, damit ich die möglichst gerade reinbekomme.

Die Unwucht war so gut wie weg bei der nachfolgenden Probefahrt. Ich werde heute nochmals die Spur checken lassen, ob die Reparatur Einfluss auf die Spur hatte. Nicht, dass die neuen gebrauchten Reifen auch bald im Sack sind….

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Pimp my Schweißgerät Part 2: Umbau auf Euro Zentraladapter

Nach 28 Jahren ohne Gnade war es Zeit, meinem Einhell SGA 175 Turbo ein neues Schlauchpaket mit Brenner zu gönnen. Wie inzwischen bekannt sein sollte – ich mag dieses Gerät und damit wurden alle meine Umbauten geschweißt, auch wenn man damit angeblich nicht vernünftig schweißen kann. Der Drahtvorschub hakte inzwischen, was vermutlich an dem total heruntergerittenen Schlauchpaket lag.

Schlauchpakete mit Brenner gibt es meist mit EU-Anschluss. Das macht das Wechseln leichter. Eigentlich ist das Schweißgerät nicht dafür gemacht, da einen Euro Zentralanschluss dranzupflanzen, aber es gibt Adapter zu kaufen. Leider fand ich im Netz kein Tutorial, keine Anleitung für den Umbau. Also Augen zu und durch. Sehen wir uns einmal die Ausgangssituation an. Das ist der Drahtvorschub vom Baumarkt Schweißgerät.

Das ist die Seite des Schweißgeräts, bei der eine zu öffnende Klappe ist, um den Draht zu wechseln, die andere Seite mit der Technik ist verschraubt. Noch einmal der Drahtvorschub im Detail:

Schraubt man den Plastikdeckel ab, sieht man, wo die Power an das Schlauchpaket geht. Klar, dass das ein mächtiges Kabel sein muss.

So sieht der Zentraladapter aus, den ich besorgt habe. Kostete ca. 17 Euro bei eBay. Und das ist kein spezieller Umbausatz für Einhell, Güde etc., sondern ein Universalteil, zu dem noch eine Plastikhülse gehört.

Also machen wir erst einmal die mechanische Lösung. Das alte, fest installierte Schlauchpaket abgebaut und das neue durchgesteckt.

Auf dem Bild habe ich die verchromte Röhre in der Mitte für den Draht schon herausgenommen. Die war mit einer Madenschraube befestigt. Man sieht: Die Messingröhre war zu lang. Also angezeichnet eingekürzt. Ebenso habe ich die Röhre eingekürzt und zwar alles so, dass das Rohr zum Drahtvorschub fluchtete.

Dann die Plastikführung von außen verschraubt. Die Ausbuchtung zeigt nicht nach unten, aber das ist mir egal, denn ich wollte, dass alle drei Schrauben auf der Seite der Drahtrolle verschraubt werden können. Auf der anderen Seite ist wenig Platz und ich wollte das mit metrischen Schrauben verschrauben.

Der Anus Schriftzug ist übrigens ein gekürzter Ford Taunus Schriftzug – ich konnte mal wieder nicht anders. Und es gibt ja immer noch Leute, die meinen, das Schweißgerät wäre eh für den Arsch.

Dann ging es an die anderen Anschlüsse. Dazu musste die andere Seite auf und der Schlauch an das Magnetventil für das Schutzgas.

Etwas Kopfzerbrechen machten mir die zwei Kabel. Denn beim Einhell war da nur ein Kabel – wohin mit dem zweiten? Es gab eigentlich nur zwei Möglichkeiten, wenn man logisch darüber nachdenkt: Entweder sind beim Zentralanschluss Gasventil und Drahtvorschub getrennt geschaltet, oder das Einhell verbindet den Kontakt mit dem dicken Kabel.

Also testete ich die erste Option – je eines der Kabel an den Stecker des Schweißgeräts verbinden und dann testen. Reaktion: Null. Also musste es das zweite sein. Der Test war erfolgreich. Doch wo anschließen? Ich wählte die Option auf der verborgenen Seite, wo das Kabel an der anderen Seite verschraubt ist.

Alles sauber verbaut.

Als Schlauchpaket habe ich mich übrigens für ein 4m langes Schlauchpaket mit MB 15  Brenner. 1m länger, als mein bisheriges Paket. Schafft mehr Flexibilität. Anstecken, verschrauben und gut.

Der Brenner ist eigentlich auch für den Hobbybedarf, aber etwas hochwertiger, als das bisherige System. Und es hat den Vorteil, dass die Verschleißteile (Gas- und Stromdüsen, Düsenstock) identisch sind und überall zu haben sind. Der alte hat ausgedient.

Ein kurzer Test: Schweißt gut, man merkt den Unterschied. Der Draht kommt wieder gleichmäßig. Das Massekabel habe ich erst einmal beibehalten, aber die Masseklemme hatte es hinter sich.

Da kam eine neue dran.

Wie man auf einem der vorherigen Bilder sehen kann, kam noch ein altes Wohnwagenschild an die Seite, das ich mal irgendwo abgeknibbelt hatte.

Warum? Ich hatte da Bock zu. Und es ist eh in keinem guten Zustand, aber auf das Gerät passt es vom Zustand.

Ich denke mal, jetzt ist das Schweißgerät für die nächsten Jahre gewappnet. Wenn es 28 Jahre gehalten hat – wieso nicht länger?

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Die Innereien rausreißen

Deutschland im Hitzefieber. Klar, da musste ich gestern in die Werkstatthölle. Die braucht immer ein wenig, bis sie warm wird. Draußen fast 40°C, in der Werkstatthölle…

Der Schlachter muss weg, damit ich fürs Hallengrillen aufräumen kann. Die Beifahrertür war noch gut. geschraubt? Nein, man muss die Scharnierbolzen ausschlagen. Und da das nicht wirklich gelingen wollte und ich nicht weiß, ob ich die je brauche, wurde ich nach ein paar Fehlversuchen radikal. Einfach die Scharniere am Fahrzeug durchgeflext.

Die Fahrertür ist krumm, deshalb hab ich die geschlachtet. Fällt in die Kategorie, man muss nicht jeden Scheiß retten. Aber so eine Seitenscheibe im Fundus – mir haben sie ja schon einmal die Seitenscheibe vom Prolo eingeschlagen. Und da staunte ich nicht schlecht, als ich die Tür von innen sah. Scheibe einfach rausschrauben? Geht nicht. Man muss es zusammen mit dem Kurbelmechanismus ausbauen – und das ist mit insgesamt 7 Blindnieten fest.

Muss man alle ausbohren – nervig.

Das Armaturenbrett habe ich ebenfalls rausgerissen. Lenksäule evtl. für den Framo, andere Teile für den Fundus.

Gaszug, Kupplungszug – alles raus, auch der HBZ samt Bremskraftverstärker.

Für die Sitze hat sich niemand gemeldet, die bleiben drin. Ich denke mal noch ein Abend Schlachten und der Bock ist von allem beraubt, was ich einlagern oder verkaufen wollte.

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Die Leiden eines Frontspoilers

So ein Frontspoiler an einem tiefergelegten Auto hat schon ein schweres Leben. Und man sieht es dem Titan an, dass er schon Feindkontakt hatte. An einigen Stellen ist der Lack ab. Das hängt aber auch damit zusammen, dass er vor mir schlecht lackiert war. Als ich dir Front gebaut habe, war er blau.

Blättert jetzt Lack ab, dann kommt nicht das blau, das ich nur angeschliffen hatte, zum Vorschein, sondern das schwarz des Plastiks darunter.

Am Wochenende stand ich staunend vor dem Auto, der Spoiler hing an einer Seite über der Stoßstange.

Ich dachte zuerst an den Schaden mit einem zweiten Fahrzeug und Fahrerflucht – es könnte aber durchaus sein, dass er da bei einem Aufsetzen sich losgerissen hat. Und ich setze doch des Öfteren auf. Besonders, weil ich gerade zwei Umleitungen fahren muss, sowohl zur als auch von der Werkstatthölle weg. Und das führt über Geschwindigkeitshügel, bei denen sie es echt übertrieben haben. Und das, obwohl er eigentlich „nur“ 40mm Federn drin hat. Der Dieselmotor ist eben doch schwerer, als die Benziner. Wie es passiert ist, kann ich nicht sagen.

Keine soooo große Sache, aber ärgerlich. Da sitzt innen eine Blechschraube und das Plastik ist durchgerissen. Blech mit Loch einkleben und damit wieder verschrauben und gut. Doof aber, dass ich die Vorhölle nicht voll nutzen kann derzeit zum Schrauben. Da liegt noch massig Brennholz meiner Vermieterin und eigentlich gehört die Vorhölle nicht so wirklich zu meinem Mietumfang.

Es geht nur mit offenem Tor, aber ich will nicht so viel Wärme reinlassen bei den Temperaturen. Noch ist es erträglich in der Werkstatthölle.

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Pimp my Schweißgerät Part 1

Welches Schweißgerät man benutzt, ist fast schon eine Religionsfrage. Ich bin kein Profischweißer, aber ich bekomme haltende Verbindungen hin und ich arbeite mit einem verfickten Baumarktgerät. So ein Ding, das nur von 12 Uhr bis mittags hält. Meines hält seitdem ich es gekauft habe – und das war 1991. Aber es braucht dann doch mal Liebe. So hat es etwas „gehinkt“.

Kommt daher, dass ich mal durch eine heruntergefallene Schweißperle einen Lappen angezündet habe und das nicht sofort gemerkt habe. Das Rad ist weggeschmolzen, das Gerät hat es damals überlebt. Ein billiges Rad, das zufällig einigermaßen die gleiche Höhe hatte, löste das Problem.

Im Gehäuse fehlten inzwischen sechs Blechschrauben, die ich in den lächerlichen 28 Jahre Nutzung irgendwie verloren habe. Ein bisserl Schwund ist eben immer. Die zu ersetzen war einfach. Genauso, wie es einfach gewesen wäre, wieder irgendeinen Griff dranzuschrauben, weil die Plastikhalterungen des Griffs nach so kurzer Zeit weggebrochen war. Aber ich dachte mir – so ein wenig Stil muss sein. Schließlich bin ich ein Spielkind. Da stand noch der kaputte Motor aus dem Prolo rum.

Ich wollt die Nockenwelle ausbauen. Dazu müsste ich das Blech an der Stirnseite abbauen, aber weil ich eh nur ein kürzeres Stück brauchte, habe ich das direkt am Zylinderkopf abgeflext.

Zwei Halter drangebraten und fest verschraubt.

Mehr Optik muss nicht sein. Tut seinen Zweck. Technisch bekommt es auch noch ein Update. Da warte ich auf eine Teilelieferung. Demnächst also mehr in diesem Kino.

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Freigefahren?

Ich pendle in letzter Zeit öfters zwischen Mainz und Oberbayern. Das hat auch etwas mit Autos zu tun, aber darüber berichte ich irgendwann später.

Und der Titan läuft und läuft und läuft… Also bis auf diese dumme Elektrikgeschichte ohne Probleme. Gut, er hat auf der VA eine Unwucht, aber es ist alles fest, das habe ich kontrolliert. Eventuell lasse ich die Räder noch einmal wuchten. Bei diesen Touren hat er im letzten Monat sicherlich über 3.500km gefressen.

Witzige Geschichte am Rande: Mir passiert es öfters, dass Leute, die mich überholen mir den Daumen hoch zeigen. Der Wagen hat seine Fans. Aber man muss wirklich in Bayern unterwegs sein, dass der Fahrer neben einem mit Bierflasche in der Hand zuprostet – auf der Autobahn!


Hatte ich anfangs die Vermutung, dass die ESP vom Titan verstellt ist, komme ich immer mehr zur Einsicht: Wenn, dann nur minimal, denn der Karren rennt immer besser mit der Zeit. Immer öfters sehe ich die 160km/h auf dem Tacho, an den Bergen kämpft er aber nach wie vor. Muss an den lächerlichen 60 Gäulen liegen. Aber auf der Ebene bin ich immer zufriedener.

Das kann zwei Gründe haben:

Entweder hat der Motor vor mir noch nie richtig Feuer bekommen, weil ihn beispielsweise ein Rentner vor mir gefahren hat und ich habe ihn jetzt langsam freigefahren. Oder es ist eben so, dass man sich an alles gewöhnt.

Was soll´s! Der Titan muss in den nächsten Wochen noch viele Strecken fahren und wenn ich Bock dazu habe und der Verkehr es hergibt, bekommt er voll auf die Fresse. Ich habe ja jetzt für den Notfall wieder einen Reservemotor stehen….

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Die erste Teilewanderungen

Ich hatte es mir so einfach vorgestellt. Sicherungskasten aus dem Schlachter reißen und in den Titan einbauen. Aber Pustekuchen! Als VW Schrauber bin ich gewohnt, dass die Zentralelektik hinten Stecker hat und relativ einfach gewechselt werden kann. Beim Escort MK4? Da ist der Sicherungskasten Teil des Kabelbaums. Will man ihn wechseln, muss man den kompletten Kabelbaum wechseln. Und wenn ich komplett schreibe, dann meine ich komplett. Vom Motorkabelbaum bis zu den Heckleuchten. Was eine Scheiße!

Also habe ich mich entschlossen, erst einmal nachzusehen, ob sich das Problem mit der ausgefallenen Lüftung und dem Blinkern nicht anders lösen lässt. Vielleicht ist nur ein Relais hin? Ich zog ein Relais nach dem anderen, um zu checken, welches nicht klackt beim Einschalten der Zündung. Denn auch das Reparaturhandbuch für Laien ist sehr lückenhaft, was die Verteilung der Relais angeht. Und da fiel mir etwas auf. Einen Bypass hatte ich bereits im Sicherungskasten und da war kein Widerstand vom angeschlossenen Kabel beim Abziehen.

Den Stecker etwas zusammengebogen und wieder alles rein.

Und Tatsache: Das war es schon. Blinker und Lüftung funktionieren! Und das ohne den improvisierten Bypass. Es war sozusagen ein alter Fehler, der wieder aufgetreten ist.

Den Motorraum vom Schlachter habe ich weiter ausgeräumt. Die Federbeine sind raus, auch das Lenkgetriebe und ein paar weitere Kleinigkeiten. Den Kabelbaum will ich weitestgehend komplett rausreißen. Ein Kabel ist dabei nervig. Läuft es doch tatsächlich einmal um den Motorraum und geht dann ins Fahrzeug. Ford. Muss ich das wirklich kommentieren?

Und die ersten Teile aus dem Schlachter wanderten schon in den Titan. Kleinigkeiten, wie ein Pedalgummi. Das waren nur noch Fragmente im Titan. Gebraucht würde ich sowas nicht kaufen – aber wenn man es hat… Der alte war wirklich für die Tonne.

Und auch die Uhr wanderte in den Titan. Bei der alten Uhr war beidseitig das Plastik um die Schrauben gerissen. Das hat mich nicht sooooo gestört, aber dass die Beleuchtung der Uhr nachts nicht ging, nervte mich wirklich. Bei der aus dem Schlachter geht alles.

Für solche Sachen liebe ich es, einen Schlachter zu haben…

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Test: BGS technic Kotflügel Bördelgerät

(Beitrag enthält „bezahlte“ Werbung, ich durfte das Gerät nach dem Test behalten)

Ich hatte immer noch das Problem, dass auf der Fahrerseite des Titan der Radlauf bei Vollbeladung am Reifen schliff. Eine gute Gelegenheit ein Werkzeug zu testen: Das Kotflügel Bördelgerät von BGS technic. Die Firma war so nett, mir eines dieser Werkzeuge für einen Test zur Verfügung zu stellen.

Das Gerät kommt demontiert sauber verpackt in einer Styroporverpackung.

Die Montage ist kinderleicht, man braucht lediglich einen 17er Schlüssel für eine Mutter, für den Rest braucht man kein Werkzeug. Es ist jetzt kein High-End Gerät, aber es macht einen sehr stabilen Eindruck. Und ganz ehrlich – mehr braucht man nicht.

Es ist geeignet für Autos mit 4 oder 5 Lochkreis von 95 bis 120 mm. Das deckt die meisten gängigen PKW ab. Doch wie arbeitet man jetzt damit. Zunächst muss man das Auto aufbocken und das Rad abnehmen, dann wird das Gerät mit den Radschrauben festgeschraubt. Fünf Unterlegscheiben mit Konus liegen bei.

Dann wird das Gerät auf Spannung gesetzt, die Walze ausgerichtet parallel zum Radlauf. Ich empfehle vorher die Kanten mit dem Hammer umzulegen, denn sonst drückt man auf die Kante. das ist a) dumm für die Auflageflüche, b) hat der Radlauf mehr Steifigkeit und c) würde man die Gummiwalze ziemlich schnell abrocken.

Auch empfiehlt es sich, den Lack vorher mit einem Heißluftföhn zu wärmen, dass er nicht platzt. Dann setzt man das Ganze unter Spannung. Immer in kleinen Schritten. Nicht zu viel auf einmal, dann geht es schwerer und der Lack ist auch in Gefahr.

Am Obersten Punkt ist die Spannung an geringsten, dann ist Kraft angesagt. Die Rolle immer wieder auch beide Seiten rollen, nachspannen und wieder mehrmals rollen. So drückt man nach und nach den Radlauf nach außen.

Sieht man jetzt auf dem Bild schlecht, aber der Radlauf ist nach außen gewandert.

Die Verletzungen des Lacks kamen vom Hammer, nicht von der Walze. Ich habe bei mir noch die Heckschürze bearbeitet für mehr Platz.

Wenn’s nicht reicht, werde ich nochmal drangehen. So lange, bis auch in der extremsten Situation nichts mehr schleift.

Das Gerät tut genau das, was es soll. Hatten mir schon andere bestätigt, die sich das Bördelgerät gekauft hatten unter dem Motto „für zwei Radläufe wird es schon halten“ – und bis heute im Einsatz haben.

Die Walze hat das Ganze schadlos überstanden. Das sah ich noch als kritischen Punkt. Das Dunkle ist Fett, mit dem ich den Radlauf konserviert habe.

Aus Erfahrung kann ich sagen, dass es an vorderen Kotflügeln deutlich einfacher geht. Hinten hat man eben auch noch den Innenradlauf. Aber es geht.

Das Gerät gibt es online bei diversen Händlern zu kaufen und kostet ca. 90-100 Euro.

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Hach ja, diese eBay Kleinanzeigen…

Teil des Konzeptes, sich einen Schlachter zu holen, ist es, den Kaufpreis zu refinanzieren, indem man Teile verkauft, die man nicht braucht. So kam ich teilweise zu meinem großen Ersatzteillager. Es kostet Arbeit, aber kaum Geld. Und ich hab bereits ein paar Teile verkaufen können mit total vernünftigen, netten Menschen. So macht das Spaß, aber manchmal…

Da kam beispielsweise diese Anfrage:

Da sitzt man am Handy oder am Rechner um beißt sich auf die Lippen, um nicht sarkastisch zu antworten. Zur Erklärung: Zum Schutz des Lacks ist auf die Schweller eine Schutzfolie aufgeklebt. Eine Folie. Von einem Auto Bj 1989, also 30 Jahre alt. Die soll man verzugfrei ablösen, verschicken ohne dass sie an der Verpackung festklebt und der will sie wieder aufkleben. Hand aufs Herz – wie realistisch ist das?

Manche Anfragen versteht man schlichtweg nicht.

Bevor Du jetzt weiterliest. Was meint der User? Ein Kassettendeck? Also ein Autoradio mit Kassettenlaufwerk? Oder doch etwas anderes? Es war etwas anderes – so ein Fischer C-Box Einsatz. Aber er will auch keinen kompletten Einsatz, sondern nur ein Fach.

Da konnte ich letztendlich nicht helfen.

Mein Favorit ist aber der Verkauf des Stellmotors für die Leuchtweitenregulierung der heilen Seite. Hatte ich für 12 Euro angeboten. Offenbar zu billig, denn in kürzester Zeit meldeten sich zwei User. Einer ohne zu Handeln, der bekam den Zuschlag. Mit dem, der Handeln wollte, ergab sich diese Konversation:

Gut, dann hab ich eben einen scheiß Charakter. Amüsiert mich.

Immer wieder interessant, was da so alles abgeht bei den Kleinanzeigen. Und irgendwie auch kurzweilig…

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Motor ausgekotzt

2 Tag bei der Filetierung des Schlachters. Einiges war noch im Weg, den Motor auszubauen. Der Stabi war im Weg, der Kat, der direkt am Krümmer sitzt, … Ich habe ja inzwischen Erfahrung beim Ausbau vom Motor aus dem Escort.

Die Federbeine wollte ich auch gleich ausbauen, aber die haben mich wieder geärgert. Zuerst ging die Mutter oben mit Ringschlüssel und Inbus ein paar Windungen auf, dann war der Inbus rund. Vielzahn eingeschlagen, ein paar Windungen, rund. Dritte Stufe war Torx.

Ein paar Windungen und dann war endgültig Fluchen angesagt.

Das Paket mit Bremsscheibe, Querlenker etc. habe ich abgebaut, aber der Dämpfer ist noch drin. Eventuell bohre ich das noch aus.

Für die zweite Seite fehlten mir dann die Nerven. Ich wollte den Motor draußen haben.

Motorkran geholt. Angebunden und die Halterungen weggeschraubt. Und dann runter auf den Boden.

Tatsächlich habe ich diesmal wirklich nichts vergessen.

Aber trotzdem muss ich etwas dazwischenschieben, bevor ich weitermache. Ich hatte in aller Eile für den Schlachter Platz gemacht. Bedeutet aber nicht, dass Platz war. Jetzt heißt es den zu schaffen, denn ich kann nirgends den Motor hinschieben.

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