Posted in Fahrräder

Kennzeichen Massaker

Manche haben sich vielleicht schon gedacht, warum ich die Deichsel des Fahrradanhängers hinten überstehen lassen habe. Nun, ich habe da ein Rohr draufgeschweißt samt zwei Stabilisierungsstreben, die im ersten Leben ein Motorhaubenaufsteller war.

Was soll das? Nun, ich will ja meine Standarte von meiner Garde mitnehmen. Und die stelle ich da rein. Und damit sie sich nicht verdreht, kam noch ein Loch mit einer aufgeschweißten Mutter dran.

Zu dem Zeitpunkt waren das Fahrgestell und der Korbsessel noch keine Einheit, das sollte sich jetzt ändern. Dazu fertigte ich je eine Schablone an von den Lücken zwischen den Beinen.

Ich hatte noch eine Kennzeichenlieferung bekommen. Die musste ja auch irgendwie weg. Also habe ich mehrere Kennzeichen zusammengenietet für die Abdeckplatten.

Nach Schablone ausgeschnitten und am Anhänger angepasst. Zur Verbindung habe ich die mit Draht am Korbstuhl verflochten. Klingt easy, hält aber extrem auf. Mal etwas das keinen Spaß machte bei dem Projekt. Wenn ich bedenke, dass dieser Stuhl komplett geflochten ist, habe ich einen Heidenrespekt vor der Arbeit der Korbflechter.

So 100% perfekt war der Spalt zwischen Kotflügel und Seitenblech nicht. Von innen habe ich in der Mitte ein Verbindungsblech eingenietet, Dann habe ich den Spalt stumpf mit Dichtmasse zugeschmiert.

Das war erst eine Seite, es folgten noch zwei. Nur vorne bleibt das offen für Marschproviant.

Es war schon spät geworden, eigentlich wäre Feierabend angesagt, aber ich lief um das Gefährt und dachte mir: Irgendwie ist das noch nicht wirklich stimmig.

Das wollte ich einfach nicht so stehen lassen, ich probierte und kam zu einer Lösung. Hinten muss das geschlossen sein, dann gibt das ein Bild. Ich hab wirklich alles, was an Kennzeichen da noch war verbaut, hat ums Arschlecken gereicht.

Jetzt ist das eine Einheit. Hatte ich so nicht geplant, aber wie so oft entstehen Ideen eben erst beim Gestalten.

Share: