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Rohr frei!

Der Rohrreiniger war da.

Er fluchte nicht schlecht, weil er wirklich all sein Equipment brauchte. Mit der Handpumpe holte erst einmal ein wirklich schönes Sammelsurium an Haaren aus dem Siphon der Badewanne. In der Länge? Nicht von mir.

Dann mit der Spirale ins Rohr der Toilette, was offenbar zusammenhing und auch seine Kamera kam zum Einsatz.

Ich liebe Profis mit ihren Profiwerkzeugen – vor allem, wenn ich es nicht selber bezahlen muss. Er war fast eine Stunde am Werkeln, jetzt läuft alles wieder sauber ab. Seine Diagnose: Damenhygieneartikel. Wieder: Sicherlich nicht von mir. Haken dran.

Dann mal ran an die Tapezierfront. Vorher noch die Abdeckung des Rollokastens zurechtgesägt, angebracht und tapeziert.

Von der Decke fehlte noch ein ganzes Stück. Wie üblich: Keinen rechten Winkel in dem Raum. Ich mache das immer so: Großzügig ankleben, die Kanten mit einem Bleistift markieren und abschneiden. Und in der letzten Ecke war es wirklich eine Punktlandung. Ging genau auf.

Die Decke ist fertig tapeziert. Das trocknet jetzt und dann kann ich es streichen.

Natürlich habe ich auch den zweiten Rollokasten tapeziert, die Spalte vorher mit Acryl abgedichtet.

Ich hatte am Abend einen Termin, das Streichen anzufangen machte keinen Sinn, also widmete ich mich einer anderen Baustelle. Die Badewanne sieht schlimm aus.

Laut Vermieter ginge das nicht mehr zu reinigen, wenn ich es lackiere, zahlt er den Lack. Aber das wollte ich nicht sofort machen. Vielleicht geht es ja auch anders. Lackieren kann ich immer noch. Ich besorgte mir einen Kalkreiniger und fing an zu schruppen. Eine Fleißaufgabe, denn der Dreck ist hartnäckig. Aber es geht einigermaßen. Links nach der ersten Reinigung, rechts im Rohzustand.

Nicht perfekt, aber erträglich. Aber die Oberfläche ist echt fies rau. Das wird nicht lang dauern, bis sich der Dreck wieder festsetzt. Ob da wohl eine gute Autopolitur/Hartwachs helfen? So rauhen Autolack hatte ich nie – und das ist Email.

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