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Zündende Garderobe

Also als Autofreak hat meine Wohnung noch viel zu wenige automobile Akzente. Es war Zeit, das einmal zu ändern. Und ich brauchte eine Garderobe. Nun dachte ich zunächst daran, etwas mit Schraubenschlüsseln zu machen. Im Netz kursieren dazu einige Bilder, allerdings waren mir die nicht genug gebogen. Inzwischen weiß ich warum. Versucht man so einen billigen Schraubenschlüssel zu sehr zu biegen, brechen sie.

Gut, mit heiß machen hätte es vielleicht funktioniert. Aber ich suchte in der Werkstatt nach Alternativen. Und wurde fündig. Zündkerzen. Ich hatte da ein paar Restbestände, die ich nicht zuordnen konnte und die habe ich stumpf auf eine Chromstoßstange geschweißt.

Alles eher frei Schnauze – gut, die Abstände sind gemessen, aber der Rest Pi x Daumen. Ich finde so einer selbergebauten Garderobe aus Schrott soll man ruhig ansehen, dass sie selbst gebaut ist. Zu perfekt sieht das industriel angefertigt aus.

Die Stoßstange ist irgendetwas von Fiat. Lag einmal auf einem Müllhaufen bei der Veterama, weil der Verkäufer sie nicht losgeworden ist. Ich hatte auch versucht, sie zu verkaufen – ohne Erfolg. Also genau die richtige Basis, keiner will sie haben und sie war kostenlos.

Fehlten noch Halter – ich hab da so eine Grabbelkiste. Fragt mich nicht, für was dieser Halter ist.

In der Mitte geteilt gab das die Basis für meine Halter. Dann einen zurechtgeklopften Lima Halter und je einen Gabelschlüssel als Stütze. Fertig waren die Wandhalter.

Oder sagen wir fast – ich habe sie noch weiß grundiert. Hat doch Gesicht!

Daheim habe ich erst einmal das Chrom geputzt, bevor ich das Teil an die Wand geschraubt habe.

Leider ist bei einem Halter die Wand bröselig, da muss ich nacharbeiten, damit das dauerhaft hält. Aber ein paar Jacken hält das auch so.

Ich finde das gar nicht so schlecht für Plan B.

Ins Büro sind auch Autoteile eingezogen. Mir war die Magnetpinnwand schlichtweg zu klein. Was lag da näher, als eine Motorhaube aufzuhängen? Die am schnellsten Greifbare war eine Polo 86C, die ich als Reserve besorgt hatte, falls etwas schief läuft beim Umbau des Prolo. Oder anders ausgedrückt: Ich hatte sie mitgenommen, weil sie günstig war.

Hat ein paar Dellen, aber als Pinnwand ist das ok. Zum überlackieren war ich zugegebenermaßen zu faul. Eigentlich wollte ich eine Buckelvolvo Haube nehmen, aber die vom Polo passt einfach von den Abmessungen besser.

Die Kühlschranktür hat damit natürlich nicht ausgedient, die hat nur die Wand gewechselt.

Noch sind beide relativ leer – ich kenne mich aber, das erledigt sich relativ schnell von selbst.

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