Posted in VW Prolo

So ein Polo ist auch nur ein Passat

Ich war wieder einmal eine Woche drehen für die Carmaniacs. Natürlich bin ich mit dem Polo gefahren. Das Ding rennt ja schon gut für seine paar PS.

Und das ist noch nicht einmal Vmax. Wobei ich zugeben muss: Das Sportfahrwerk ist jetzt nicht ultra komfortabel auf Langstrecken, aber ich bin ja nicht aus Zucker.

Der Trip war ein guter Test, ob jetzt die Batterie hält. Da wir zu dritt im Hotel waren und der Prolo keine Rücksitzbank on Board hatte, nahmen wir unter der Woche einen Volvo 760 der Produktionsgesellschaft für den Weg zur Arbeit.

Also stand der Wagen fast eine Woche und es war wirklich kalt. Die Straße am Hotel ging bergab, also hätte ich ihn nach der Woche auch anrollen lassen können. Brauchte ich aber nicht. Nach der Woche war die Batterie immer noch 100% einsatzbereit. Ich denke, ich hab da erst einmal Ruhe.

Vor der Abfahrt habe ich noch einmal das Radio rausgerissen und die Anschlüsse von Dauerplus und Zündungsplus vertauscht. Ich hatte mich da vertan und musste die Sender immer neu suchen. Dabei passierte mir ein Malheur. Als ich das Radio ruckartig herauszog, brach mir der Heizungsregler ab.

Ich musste den Rest mit einer Spitzzange herausoperieren. Eigentlich sehen die so aus, wie die Heizungsregler vom Passat 32B. Und wenn ich etwas habe, dann 32B Teile.

Was soll ich sagen? Der Heizungsregler vom Polo sieht nicht nur so aus, wie einer aus dem Passat, es ist ein Passatregler – identische Teilenummer, beginnend mit 321.

Hoch lebe der Fundus! Da können mir noch einige abbrechen. Wobei: Es gibt im Passat 2 verschiedene Regler. Zwei haben den Schieber in der Mitte des Steges, einer außermittig, damit die Regler nicht aneinanderstoßen und natürlich ist der untere vom Polo der außermittige.

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Posted in KLEs Home

Leuchtorange

Nicht, dass Ihr denkt, ich bin mit meiner Wohnung fertig, weil ich lange nichts mehr hier darüber geschrieben habe. Ich miste immer noch aus und tüftle an Lösungen. Beispielsweise für meine Jägermeister Krawatten. Ja, es gibt Jägermeister Krawatten.

In meiner alten Wohnungen hatte ich die in einer Art Minivitrinen von IKEA, wenn ich richtig recherchiert habe, heißt das Modell BAS.

Problem 1: Ich habe inzwischen mehr als 2 Krawatten von Jägermeister, Problem 2: Die Vitrinen gibt es nicht mehr bei IKEA. Die Suche war gar nicht so einfach. Entweder waren solche Vitrinen, oder wie man sie in flacher auch nennt: Objektrahmen nicht tief genug, oder ich war nicht bereit, den Preis dafür zu zahlen. Wenn die Vitrine teurer als der Inhalt ist, hört bei mir der Spaß auf.

Ich wurde fündig in einem Billigmarkt: Teekisten für 2,91 Euro.

Für den Preis riskierte ich es einfach. Wäre die Scheibe Plexiglas, hätte ich vermutlich abgeloost. Aber ich hatte Glück: Die Scheiben sind Echtglas. Die Beschriftung war von innen. Mit einer Klinge flach über die Scheibe geführt, ließ sich das abkratzen. Die Einteilung raus, einen Aufhänger hinten dran und ich hatte meine Vitrinen.

Problem war noch, dass die Türen nicht geschlossen blieben an der Wand. Ich behalf mir erst einmal mit doppelseitigem Klebeband.

Diese Wand ist einigermaßen komplett.

Auch eine andere Wand hat ihre Jungfräulichkeit verloren. Da hängt jetzt vieles unter dem Motto: Hauptsache rund.

Für die Tabletts musste ich mir dafür eine Halterung ausdenken. Ich habe sie aus Draht gebogen.

Von hinten gesehen nicht sehr hübsch – aber das sieht man ja nicht. Billig und tut seinen Zweck.

Neben den ganzen Jägermeister Sachen hatte ich noch etwas unterzubringen: Meine Autopokale. Da habe ich länger nach einer passenden Vitrine gesucht, die neben Besenschrank im Flur passt. Irgendwann fand ich eine gebrauchte Vitrine aus dem schwedischen Möbelhaus für einen 10er. Für das Wohnzimmer wäre mir die zu unspektakulär, für den Flur taugt sie mir.

Damit sie neben den Besenschrank passt, musste ich die Stecker für DLAN etc., die links neben dem Besenschrank waren, in den Schrank verlegen. Sogar die FritzBox hängt jetzt da drin.

Die Beleuchtung der Fenstervitrine war mir zu kalt, zu unangenehm das Licht. Was hilft? Tönungsfolie.

Dass die orange ist, hat nichts mit Jägermeister zu tun. Das ergibt eben warmweißes Licht. Hier ein Vergleich – die linken drei Fenster sind mit Folie, die rechten zwei ohne.

Und so alle getönt.

Wenn jetzt nur die Vitrinenbeleuchtung an ist, hat man nicht mehr das Gefühl, im OP zu stehen. Sortiert ist das jetzt auch einigermaßen, was in der Vitrine ist – ich komme voran. Fertig wird das wohl nie, aber ich sag mal, ich bin fertig, wenn keine Kartons mehr herumstehen. Ich habe zu viel Zeug. Immer diese Sammler…

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Posted in Stricher Leiche

Feuer & Flamme

Mir war der Stellplatz in der Tiefgarage gekündigt, in der die Leiche stand. Besitzerwechsel. Bisher kostete der 20 Euro/Monat, ich könne ihn aber für 50 Euro im Monat wieder mieten. Der Stallplatz, auf dem der TDH stand, ist günstiger – zeit, die Leiche umzuziehen.

Immer wieder spannend. Springt sie an? Batterie rein und etwas georgelt. Dann war sie da. 48 Jahre altes Vergaserfahrzeug, was sollte schon passieren? Gut, er lief etwas unrund, was ich dem alten Sprit schulde, der im Tank ist. Alles funktionierte, so, wie es sollte nach einem kurzen Check, also ab zur neuen. Ich sollte das nächste Mal neueren Sprit draufkippen, der ist echt langsam durch.

Angekommen an der Einfahrt der anderen Tiefgarage stieg dann Rauch aus der Motorhaube. WTF!

Ich dachte zuerst, dass ein Wasserschlauch geplatzt wäre, Motorhaube auf und da sah ich schon die Flammen. Offensichtlich bin ich kein Vollblutblogger – ich habe nicht das Handy gezückt, um den Brand zu fotografieren, sondern gleich das Feuer gelöscht bzw. ausgeblasen.

Was war passiert? Offenbar eine Fehlzündung hatte den Schaumstoff eines der Edebrock Luftfilter angezündet.

Und der war eben jetzt weggebrannt – glücklicherweise ohne weitere Teile in Mitleidenschaft zu ziehen. Brandgefährlich die Dinger, hätte ich nicht gedacht, dass die so schnell Feuer fangen. Würde sagen mit dem Schrecken davongekommen.

Nach dem Ausblasen des Feuers war kein technischer Defekt spürbar. Also rein in die Tiefgarage.

Wenn ich mir das so ansehe – gut, dass der Kippmechanismus in der Tiefgarage außer Betrieb gesetzt ist…

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Posted in VW Prolo

Elektrik ist ein – na Ihr wisst schon…

Am Prolo ist hie und da etwas zu machen. Es ist eben ein 30 Jahre altes Auto. So war mir kürzlich der Lichtschalter verreckt. Das Licht blieb einfach aus bzw. es ging nur das Standlicht. Ein neuer Schalter hat´s gerichtet, gibt es online für unter 10 Euro. Ebenso habe ich die Scheibenwischer erneuert, weil sie nur noch geschmiert haben. Lauter Sachen, die mir keinen Blogeintrag wert waren.

Was mich mehr belastet hat: Durch die gefallenen Temperaturen sprang der Prolo immer schlechter an. Und dass ich viel Kurzstrecke fahre derzeit, also nur zum Einkaufen, macht die Sache nicht besser. Da wird die Batterie nicht durchgeladen, wenn sie schon halb leer ist. Bis gestern gar nichts mehr ging. Ich hatte noch die Batterie aus dem Titan im Fußraum stehen – dann eben mit der. Die Batterie ist aber eigentlich viel zu groß für den Prolo.

Gut, für die Fahrt in die Werkstatthölle würde es schon gehen. Pappe auf den Batteriepol und ab dafür. Die Haube ging so lala zu.

Die bessere Batterie vom Prolo hatte ich ja leer an das Dauerladegerät gehängt. Hat sie es geschafft? Nun, sie hatte knapp 13 V – die Chancen stehen nicht so schlecht…

Doch woran lag es, dass die Batterie immer leer wurde? Das ist jetzt kleines Mechaniker 1×1. Ich packte ein Messgerät zwischen Batteriepluspol und maß den Strom der bei ausgeschalteter Zündung floss.

0,68 Ampere? Eindeutig zu viel! Kein Wunder, dass es die Batterie ständig leer zieht. Bedeutet Sicherung nach Sicherung rausziehen und dann wieder den Strom messen. Bei der, bei der der Strom abfällt, ist der schuldige Stromkreis.

Ganz ehrlich: Was sind diese Torpedosicherungen doch für Scheißdinger. Eine elendige Fummelei, die rein und rauszubekommen. Und dass die unteren Sicherungen schräg drinsitzen, erleichtert es nicht wirklich. Was hab ich geflucht. Mit einer Spitzzange geht es einfacher – doof, wenn man die in der Wohnung liegen hat. Und – Murpheys Gesetz – es war natürlich die drittletzte. Erstaunlich auch: Eine Sicherung war durchgebrannt. Mir war aber bisher nicht aufgefallen, dass irgendetwas nicht funktioniert.

Ich hatte es mir fast gedacht: Das Radio war der Schuldige. Das habe ich von Dauerplus auf Zündungsplus umgeklemmt und siehe da…

Damit kann ich leben. Womit ich weniger leben konnte war, dass ein Rad Luft verlor. Das war ja schon beim Aussommern platt und verlor stetig wieder Luft. Kann zu gefährlichen Situationen führen. Also fuhr ich bei Marco, meinem Reifenmann vorbei. Mit Lecksuchspray fand er heraus, dass am Ventil Luftverlust festzustellen war. Also raus mit dem Ventil.

Er hatte eine spezielle Bürste, die er auf den Akkuschrauber zog, um den Ventilsitz zu reinigen. Dichtungsmasse um ein neues Reifenventil und der Luftverlust sollte Geschichte sein. Es wird übrigens die letzte Saison für die Reifen – sie haben zwar noch gut Profil, werden aber langsam zu alt.

Als ich nach Hause fuhr, hatte ich ein neues Phänomen: Als ich den Wagen abstellen wollte und den Zündschlüssel zog, lief der Motor weiter, als hätte ich den Schlüssel nicht gezogen. Schaltete ich das Licht aus, ging auch der Motor aus. Elektrik ist eben ein Arschloch…

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Posted in Scene

Mein persönliches Fundstück des Jahres

Wie Ihr wisst, habe ich gleich mehrere Schrauben locker. Eine ist meine Liebe zu alten Passat, eine andere meine Jägermeister Sammelleidenschaft, die sich auch in meiner Autoschrauberei schon mehrfach gezeigt hat. Kombiniert habe ich das mit dem Jägervari damals, den ich für meinen Patensohn zum 18. Geburtstag gebaut hatte.

Information am Rande: Der Wagen lebt noch, ist aber abgemeldet, weil die Hinterachsaufnahmen durchgerostet sind und wartet auf seine Wiederbelebung.

Der Jägervari ist ein reines Phantasieprodukt. Wenn man Modelle von Jägermeisterautos sieht – ein Passat Variant aus der damaligen Zeit ist da nie dabei. Wird es wahrscheinlich nie gegeben haben. Dachte ich. Wenn man alte Bilder von Jägermeisterautos sieht, die nicht im Motorsport, sondern als Firmenfahrzeug unterwegs waren, dann sind die eigentlich immer dunkelgrün oder dunkelgrün/orange, aber nie ganz orange, wie mein Jägervari. Das passt auch zu den Verpackungen aus der Zeit. Der Karton im Hintergrund stammt übrigens von 1973.

Ich habe meinen Vari aber komplett orange lackiert, weil ich a) bekennenderweise die Farbe orange mag und b) die Fahrzeuge im Motorsport orange waren. Aber keiner wäre damals auf die Idee gekommen, mit einem Kombi Rennen zu fahren.

Und was musste ich gestern entdecken? Dieses Bild.

Im Hintergrund die grünen LKW, aber davor, leider nicht komplett aus dem Foto, eindeutig ein Passat Variant. Und nicht nur einer – eine ganze Flotte. Und sie sind orange! Zwar nicht 1:1, aber offenbar habe ich unbewusst ein Auto nachgebaut, das es tatsächlich gab.

Kleine Info am Rande unter Passatkennern: Es handelt sich natürlich um etwas ältere Modelle, als „mein“ Jägervari. Erkennbar an den Stoßstangen, die gab es nur im ersten Modelljahr des Variant: 1974. Der Jägervari ist Bj 1978.

Ich gehe einmal davon aus, dass das die Fahrzeuge der Außendienstmitarbeiter von Jägermeister waren. Und die fahren bis heute VW Passat. Die Fahrzeuge aktuellen Fahrzeuge sind aber schwarz.

Wer mehr Bilder von dieser Flotte hat: Ich würde mich sehr darüber freuen! Vielleicht gab es ja auch den Passat 32B als Außendienstmitarbeiter Fahrzeug?

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