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Fahrzeugportrait: Der VW Prolo

Mir ist aufgefallen, dass ich die Kategorie Fahrzeugportraits lange nicht mehr gepflegt habe. Gut, nur 11 Jahre – was ist das schon? Ich hatte diese Kategorie gar nicht mehr verlinkt. Aber da ich grad nicht zum Schrauben komme – da kann ich das ja mal wieder hervorholen. Den Einführungstext werde ich irgendwann mal wieder löschen, aber auch mal bei Gelegenheit die anderen Fahrzeuge updaten, soweit erforferlich. Ein Fahrzeug, bei dem ich noch nie einmal die Fakten zusammengefasst habe, ist der VW Prolo.

Basis

VW Polo Fox
EZ 5/1990
1l / 45PS / 4gang
im Dezember für 100 Euro inkl. RestTÜV gekauft

Motor/Antrieb

1,3l / 54PS /Motorkennbuchstabe AAV
Mini Kat nachgerüstet, Euro 2
5gang Getriebe
Originale Auspuffanlage mit aufgeschweißtem Bosi Endrohr

Räder

Originale VW Hockenheim Felgen 5,5J13 ET 38, Deckel gecleant und umlackiert
Winterreifen 165/65R13

Fahrwerk

KAW Sportfahrwerk (static)
Domstrebe JOM Alu
Untere Querlenkerstrebe Wichers Stahl

Karosserie

Teile von einer Haube von Mercedes /8 aufgeschweißt
Kühlergrill aus 2 Mercedes /8 Grills zusammengesetzt
Von außen zu öffnende Haubenverschlüsse statt Fanghaken
Scheinwerfer VW Santana
Vordere Stoßstangenecken aus DKW Stoßstange und Resten des zweiten Mercedes Kühlergrills zusammengesetzt
Hintere Stoßstange angepasste Derby 1 Stoßstange
Heckklappe um Kennzeichenmulde und Heckklappenschloss gecleant
Lack speziell angemischter Lack von Glasurit

Interieur

Opel Kadett E Sportsitze
Raid 13, 32cm

Kurze Geschichte des Wagens

Eigentlich nur auf die Schnelle als billiges Winterauto gekauft, weil der Titan noch zerlegt war, der damals als das Auto für den Winter gedacht war. Und wie das so ist, ganz original darf er bei mir nicht bleiben. Und weil so viel Ideen mit dem Wagen existierten, darf er bleiben.

Status

Angemeldet als Winterauto (11/03)

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Posted in Werkstatthölle

Ein Lebenszeichen zwischendrin

Ich muss einfach zwischendrin hier mal wieder etwas schreiben, weil sicherlich der eine oder andere die Beiträge im Fusselblog vermisst.

Traditionell gehört die Zeit zwischen dem 1.1. und dem Aschermittwoch bei mir der Fastnacht. Wie? Ist die nicht abgesagt wegen Corona? Nun erst einmal: Fastnacht kann man nicht absagen, denn die steht im Kalender, wie Ostern und Weihnachten. Und wer mich ein wenig verstanden hat, der weiß, dass für mich erst einmal alles ein Gestaltungsanlass ist, kreativ zu werden. Nicht heulen, dass ja alles ausfällt, sondern sehen, was man aus der Situation machen kann.

Und dafür war ich auch einmal in der Werkstatthölle am Schaffen.

Da hier natürlich die wenigsten Fastnachter sind, muss ich einiges erst erklären. In Mainz gibt es Fastnachtsgarden. Uniformierte Narren, die ursprünglich eine Persiflage auf das Militär waren. Die älteste, die Mainzer Ranzengarde, wurde bereits 1837 gegründet. Die Mainzer Garden und Vereine laden sich gegenseitig zu Ordensempfängen ein. Illustre Veranstaltungen zu denen je zwei Vertreter der anderen Garden/Vereine eingeladen werden. Bei diesem Empfängen wird berichtet, was sich seit dem letzten Jahr innerhalb der Garde getan hat, es gibt Beförderungen und Ehrungen, Sponsoren werden gebauchpinselt, ab und an gibt es ein Entertainmentprogramm und am Schluss ein Essen mit gemütlichem Ausklang. Jeder geladene Gast bekommt als Anerkennung, dass sein Verein oder Garde dem Gastgeber die Ehre gibt, einen Orden des Gastgebers verliehen.

Ich bin seit 2014 eine Garde. Also nicht Mitglied in einer Garde, sondern ich bin eine Garde, die Meenzer Jägergarde. Kennt ihr ja schon vom Design meines Prolo. Nur ein Mann und direkt nach der Gründung Aufnahmestopp. Und seit 2018 gebe ich ebenfalls einen Ordensempfang. Am Anfang für einen Witz gehalten, hat sich das zur echten Kultveranstaltung entwickelt.

2021 darauf verzichten? Kommt nicht in die Tüte! Da haben wir unseren Gestaltungsanlass.

Ich bin gegen den Sand in den Kopf stecken, sondern dafür, die neuen Möglichkeiten darin entdecken. Es muss kontaktlos sein und wirklich keinerlei Ansteckungsrisiken in sich bergen. Also habe ich etwas geschweißt. Und damit der Aha-Effekt größer ist, wenn man es vorher nicht weiß, habe ich es auch hier noch nicht gepostet, es könnte sich ja doch schon vorher herumsprechen.

Ich ging durch meinen Fundus und fand einen Plastikstuhl mit mit Metallgestell. Nur dieses Metallgestell brauchte ich.

Genauer gesagt brauchte ich die zwei U-förmigen Stangen an der Seite. und die brauchten zusätzlich je zwei Knicke. Biegen ließ sich das doch relativ stabile Material nicht mit meinen Möglichkeiten, also schnitt ich das entsprechend ein, um es danach zu knicken und zu verschweißen.

Danach die beiden entstandenen Teile mit einer Querstange verbunden und mit einer Stange nach unten. Nur grob angeschliffen und Graffiti Lack orange lackiert.

Das Rohr nach unten war genau in dem Durchmesser, wie ich es brauchte, um das Ganze auf ein Lichtstativ aus meinem DJ Equipment zu stecken. Das wurde im letzten Jahr nicht wirklich genutzt, so hat es endlich mal wieder eine Aufgabe zwischendrin.

Manch einer fragt sich, was soll das Ganze? Nun, ich habe nicht einen Ordensempfang veranstaltet, sondern viele sehr kurze. Immer nur mit einem, maximal zwei Gästen, die dann aber zwingend aus einem Haushalt stammen mussten. Das Ganze in einem Hinterhof unter freiem Himmel mit schon fast übertriebenem Hygienekonzept. Alles nach jedem Besuch beispielsweise strikt desinfiziert, was mit Personen in Kontakt kommen konnte.

Zwischen mir und meinen Gästen – ich habe es nicht nachgemessen – sagen wir einmal 11 Metern Abstand.

Zu was jetzt das Gestell? Nun, ich wollte den Gästen ja einen Orden umhängen. Und da ich strikt Abstände einhalten wollte, hatte ich jetzt ein Ordenverleihungsgestell. Und es hat funktioniert!

Letztes Wochenende fanden so 17 Ordensempfänge statt – am kommenden Wochenende werden, wenn nicht am Dienstag nicht noch weitere Verschärfungen des Lockdowns beschlossen werden, weitere folgen. Aber da schon genug Bilder ins Netz von den bisherigen Empfängen gefunden haben, kann ich da hier auch posten.

Fastnacht fällt nicht aus, es ist eben nur, genau wie letztes Weihnachten oder Silvester, anders.

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