Posted in VW Prolo

Materialsammlung

Der März geht zu Ende und damit das Saisonkennzeichen des Prolos. Und auch wenn das andere sicherlich anders sehen – der ist natürlich noch viel zu normal. Seht Ihr doch sicher auch so. Ist ja eigentlich „nur“ das Winterauto, aber längst Familienmitglied. Sieht aber noch sehr nach Polo aus. Wird sich auch nicht komplett ändern lassen, denn die „Minikombi“ Form ist schon sehr prägnant.

Ich will noch nicht alles verraten, was dem armen 86C noch so bevorsteht, aber vielleicht verrät ja schon einmal ein Detail auf der Einkaufsliste, was da so passieren wird. Ich such(t)e vier Opel Corsa 3türer Kotflügel. Und da ich nicht so wirklich einen Opel Corsa Schrauber  kenne, dann eben über eBay Kleinanzeigen und Facebook Gruppen. Man glaubt gar nicht, in welchen Gruppen ich bei Facebook für die Teilerecherche bin.

Kleiner Tipp, wenn man etwas per online Anzeige sucht: Ein Bild hilft immer, weil das viel mehr auffällt als eine Textanzeige, wenn potentielle Verkäufer die Liste der Gesuche überfliegen. Und ein fetter „Gesucht“ Schriftzug zeigt auch gleich, dass man sucht und nicht anbietet.

Bei eBay Kleinenzeigen kurz nach der Veröffentlichung gleich der erste Erfolg.

Unglaublich, was Tag für Tag bei EKZ passiert. Der User hatte definitiv Langeweile. Und auch viele Anbieter haben Preisvorstellungen jenseits von gut und böse. Der teuerste gebrauchte kostet derzeit bei EKZ 100 Euro, bei eBay sogar 130 Euro – da aber mit Versand. Ein neuer hingegen keine 60 Euro.

Gut, wenn der gebrauchte Kotflügel kratzerfrei ist und in der Wunschfarbe lackiert, macht das vielleicht Sinn, für mich natürlich nicht. Mich würde auch nicht stören, wenn so ein Zubehörteil nicht zu 100% passt. Sind ja eh nicht für einen Corsa.

Letztendlich habe ich vier Kotflügel gefunden. Zwei liegen auf halber Strecke zu unserem Drehort, zwei konnte ich gestern abholen, lagen gleich um die Ecke.

Sollten zusammen 35 Euro kosten, was der Verkäufer glaubhaft nicht wusste: Der graue hat einen derben Knick im Radlauf, der rote ein paar Dellen – scheiße gelagert und wohl einmal unglücklich abgestürzt. Was mir wichtiger war: so gut wie kein Rost. Wir konnten uns auf faire 25 Euro einigen.

Was ich damit vorhabe? Ich erkläre es einmal mit zwei Bildern.

Da es aber ein Winterauto ist momentan, soll es eben nicht so extrem werden.

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Wischi Waschi

Die Stufe 1 des Scheibenwischers des Piraten ging ja nicht. Also habe ich einmal im Fundus gekramt. Für meiner Verhältnisse ist da inzwischen relativ wenig über.

Einer der Blinkerschalter war kaputt. Warum hebe ich so etwas auf? Direkt in die Tonne damit! Der Austausch war easy – und brachte den erhofften Erfolg.

Auch den ersetzten Lenkstockschalter – direkt in die Tonne, damit ich nicht auf die dumme Idee komme, den noch einmal zu verbauen.

Dann ging es daran, alles wieder zusammenzubauen. Alles schön mit Kabelbinder etwas ordnen, Luftleitung für die seitliche Düse wieder rein, … Fummelei unterm Armaturenbrett. Nicht die angenehmste Arbeitsposition. Dann Verkleidungen drangeschraubt, Radio wieder rein unterm Armaturenbrett. Und das ging nicht. Da war schon vorher ein paar Mal die Sicherung geflogen, nachdem ich das Radio an den Kabeln hängend im Beifahrerfußraum temporär abgelegt hatte, aber nicht wegen des Radios, sondern wegen des Zigarettenanzünders.

Also neue Sicherung rein. Ich war verblüfft, denn die Sicherung, die ich vermutete, dass es sie war, war heil. Also Zentralelektrik wieder raus und nachgesehen, ob alles draufsitzt. Und ich fand tatsächlich ein Massekabel, das nicht auf dem Verteiler steckte. Eigentlich gut, dass ich mich geirrt hatte – es war eine andere Sicherung und die war auch durch.

Also neue Sicherung und alles wieder zusammen:

Auf der Heimfahrt eine Bodenwelle und zack, Radio wieder aus. Angehalten, neue Sicherung und eine Minute später wieder Sicherung raus. Die Platte mit dem Radio/Zigarettenanzünder abgeschraubt und festgestellt, das Innere des Zigarettenanzünders ist komplett locker – da ist im Inneren irgendwas gebrochen. Ich hatte eine Kombizange im Auto und hab das Kabel des Zigarettenanzünders einfach durchgezwickt.

Danach war Ruhe. Da kommt eine andere Steckdose rein. Die ist definitiv hin.

Bei der Elektrik bleibt jetzt noch die Tankuhr, die nicht funktioniert. Warum hab ich die nur vergessen, als ich bei Michael war, anzusprechen?

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Doppelt hin

Gestern hatte glücklicherweise Michael Zeit, sich mein Elektrikproblem anzusehen am Pirat. War nötig. Ich kam einfach nicht weiter. Wobei ich eigentlich gar nicht so weit weg von der Lösung war. Jetzt legte sich der Profi in den Fußraum.

Logisch an die Sache rangehen. Er sah sich die alte Zentralelektrik an, die ich ausgebaut und mitgebracht hatte. Und tatsächlich – bei genauerem Hinsehen erkennt man Schmelzspuren – genau am Anschluss des Lüftungsgebläses.

Wieso ging jetzt mit neuer ZE die Lüftung nicht? Das hätte mir auffallen sollen – der Stecker war ebenfalls angeschmort. Wenn ich ein Auto schlachte, schneide ich für Michael alle Stecker ab. Ich habe eh nicht das Werkzeug dazu, da die Kabel neu einzuziehen. Die Stecker landen dann in dieser Schublade.

Dann ist das bei Michael und wir haben hoffentlich immer den richtigen Stecker. Und wenn er selber einen davon brauchen kann, oder jemand anderem damit helfen kann – warum nicht? In irgendeinem meiner Autos ist sicherlich auch ein Stecker, der aus seinem Fundus stammt.

Also Ersatzstecker von den Kabelresten auspinnen und dann Kabel für Kabel vom alten Stecker auf den „neuen“ switchen.

So sah der Stecker aus, der verbaut war. Dass mir das nicht aufgefallen war schiebe ich auf die enge, dunkle Situation im Fußraum. Hätte man sehen sollen. War aber eben auch unten.

Mit dem neuen Stecker sollte die Lüftung jetzt gehen. Ging sie aber nicht. Immer noch kein Strom. Das Rätsels Lösung: Die neue ZE war ein Griff ins Klo. Ebenfalls verschmort. Ich hatte eine kaputte ZE durch eine kaputte ZE ersetzt. Aber ich hatte meinen ganzen Fundus dabei, also haben wir uns angesehen, was am besten erhalten ist.

Nächste ZE rein und siehe da: Die Lüftung läuft und nichts wird heiß. Auch der Scheibenwischer geht nicht mehr an, wenn die Lüftung an ist. So wie es sein soll. Nicht wird heiß, als wäre nie etwas gewesen.

Die zwei kaputten ZE flogen direkt in den Müll. Direkt? Ne, jetzt wollten wir sehen, was da los war. Also die ursprüngliche ZE einmal aufgebrochen. Wer das noch nie gesehen hat: Das sind dicke Leiterbahnen auf mehreren Ebenen getrennt von Kunststoffplatten.

Und wir haben die Ursache gefunden: An einer Stelle wurde es heiß und das hat sich zur Ebene darunter durchgeschmolzen.

Und wen wundert es – das war die Verbindung zwischen Lüftung und Scheibenwischer.

Man konnte in der Umgebung ein Grollen hören. Das war der Stein, der mir von Herzen fiel. Mein großer Dank geht an Michael. Gut, Experten im Netzwerk zu haben.

Um die erste Stufe des Scheibenwischers haben wir uns nicht mehr gekümmert. Da ist wahrscheinlich der Lenkstockschalter defekt – er geht auch sehr schwer. Da kümmre ich mich noch drum, hoffe, ich habe noch einen. Ich bin mir gerade nicht sicher, ob es da nicht wieder Unterschiede zwischen Vor- und Nachfacelift gibt. Ich habe vornehmlich Nachfacelift Passat 32B geschlachtet…

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Es treibt mich in den Wahnsinn…

Ich und Autoelektrik. Wir werden wohl nie Freunde. Nicht auszumalen, wenn das Elektronik wäre. Eigentlich ist die Elektrik doch simpel an so einem 39 Jahre alten Passat. Aber eigentlich hilft mir nicht weiter.

Eine Idee zu meinem Problem, dass Lüftung und Scheibenwischer gemeinsam angehen: Zwei Kabel, die miteinander verschmolzen sind. Das war die Vermutung von Olaf und logisch klang das auch. Laut Schaltplan haben Scheibenwischer und Lüftung wenig miteinander zu tun. Sie Kabel sind in unterschiedlichen Steckern mit der Zentralelektrik (Sicherungskasten) verbunden und sie hängen an unterschiedlichen Sicherungen. Einzige Gemeinsamkeiten: Sie werden beide vom X Relais (Stromunterbrechung während des Startvorgangs) geschaltet und ihre Sicherungen liegen in der ZE nebeneinander.

Also in den Fußraum unters Armaturenbrett gelegt. Die Kabel zum Lüfter? Die laufen in keinem Verbund. Da kann kein Kurzschluss zum Wischermotor entstehen.

Es half nix – mit Isolierband zusammengefasste Kabel freilegen und suchen.

Nein, das ist kein Spaceshuttle, das ist nur ein oller Passat. Und die Suche ging los – die erfolglose Suche. Denn kein Kabel klebte an einem anderen. Auch wenn diese Lösung logisch war – sie war nicht die Ursache zu meinem Dilemma.

Nächster Verdächtiger: Die Zentralelektrik. Nicht, dass da der Fehler logisch erscheint, aber ich wollte jetzt alle potentiellen Störquellen ausschließen. Und da die ZE ein verschweißtes Plastikgehäuse hat, kann man da auch nicht reinsehen, ob darin etwas verschmort ist. Es gibt mehrere Versionen der alten ZE – laut Teilekatalog brauche ich Version „C“. Nachgesehen, was ich drin habe – Version „BC“. Die Nummern sind stets identisch bis auf den Buchstaben.

Von der Version „BC“ hatte ich nur eine angeschmorte Version, aber mehrere der Version „B“ – und im direkten Vergleich konnte ich keinen Unterschied feststellen.

Augen zu und durch – wechseln wir die ZE. Schön nach und nach, Kabel für Kabel, Stecker für Stecker, Relais für Relais. Checken, das an jeder Stelle die richtige Sicherung sitzt.

Ergebnis: Nun fliegt die Sicherung der Lüftung nicht mehr – sie funktioniert gar nicht mehr. WTF! Überprüft, ob irgendwo ein Stecker fehlt etc. Nichts gefunden. Scheibenwischer? Intervallscheibenwischer geht, Stufe 2 auch, Stufe 1 nicht. Schaltet man auf Stufe 1, wenn der Wischer mitten in der Scheibe ist, bleibt der stehen. Doch irgendetwas verkehrt gesteckt? Diese ZE auch kaputt?

Telefonate mit zwei Telefonjokern. Mit MainzMichel und mit Olaf. So richtig einen Reim konnte sich keiner von beiden darauf machen. immerhin bestätigten mir beide, dass die ZE „B“ mit „BC“ identisch ist.

Erneute Sichtprüfung und nichts gefunden. Ich brach an der Stelle ab, ein paar Ideen kamen mir schon noch, wie an der Sicherung des Lüfters zu messen, ob da Strom anliegt den Lenkstockschalter des Scheibenwischers durchzumessen etc. Aber ich war einfach zu angepisst, um konzentriert weiterzuarbeiten.

Dieses Problem macht mich wirklich wahnsinnig…

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Posted in Pirat

Ich komm nicht drauf…

Weiter an meinem Pirat. Die Handbremse zog erst so richtig auf der letzten Raste. Kein großes Ding, ich musste das einfach nur nachstellen. Ich weiß gar nicht, ob das serienmäßig so ist, aber ich habe die Mutter vorsichtshalber gekontert.

Die Handbremse hält jetzt auf der zweiten Raste. Knackig.

Da war doch noch etwas bei der Fahrt in die Werkstatthölle? Ach ja, das Handbremsseil schliff am Reifen und ich hatte das provisorisch gefixt mit den Mitteln, die ich dabei hatte.

Die Blechlasche, die das normal hält, ist noch da, aber sie leidet wohl unter Materialermüdung. Zwei dicke Kabelbinder sollten es halten. Doppelt hält besser.

Die Fahrertür bekam eine neue gebrauchte Türdichtung, die war echt durch, davon habe ich vergessen Bilder zu machen.

Das lästigste Problem, mein Elektrikproblem, konnte ich aber nicht lösen. Ich bekam den Tipp vielleicht hat der Wischermotor schlechte Masse – Versuch war es wert.

Um das Problem noch einmal zu schildern: Die Sicherung der Lüftung brennt sofort durch, schaltet man sie ein. Steckt man eine überdimensionierte Sicherung rein und schaltet die Lüftung ein, geht der Scheibenwischer an und nicht wieder aus, bis man die Zündung abschaltet.

Michael, der KFZ Elektriker meines Vertrauens, hatte leider keine Zeit, was ich ihm natürlich nicht krumm nehme, bin ja froh, wenn er überhaupt hilft. Er meinte aber, es wäre besser, ich komme mit dem Wagen zu ihm, also nahm ich den Pirat mit nach Hause, um schneller zu ihm zu kommen, sollte er Zeit haben.

Parallel fing ich an, das bei Facebook und einem Passat Forum zu diskutieren. Verdächtige derzeit: Zusammengeschmolzene Kabel, der Lenkstockschalter und das X-Relais. Hoffen wir mal, dass sich dieser Drecksfehler finden lässt. Es ist echt lästig.

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Posted in Carmaniacs

Projekt 2 der Carmaniacs ist fertiggestellt

Uh! Was eine schwere Geburt! Der Umbau von unserem zweiten Projekt bei den Carmaniacs hat sich wirklich lange hingezogen. Es ist nicht so, dass wir uns treffen und dann in einem Rutsch so ein Auto umbauen. Meist drehen wir inzwischen fünf Tage am Stück, dann muss der nächste Drehtermin gefunden werden, was bei vier Beteiligten (plus Kameramann und Ton), Pandemie etc. nicht immer so einfach ist. Oft verzögern auch Teilelieferungen oder externe Dienstleistungen, die erst einmal fertiggestellt werden müssen, die nächsten Einsätze.

Ich würde gerne jetzt ein wenig vom Umbau dieses Fahrzeuges berichten, darf ich aber natürlich aus vertraglichen Gründen nicht. Wir wollen den Spannungsbogen erhalten.

Letzte Woche startete die letzte Schrauberwoche. Und die war Hardcore, denn wir hatten einen fixen TÜV Termin. Und ihr kennt das sicher. Irgendwie passiert dann irgendetwas, wie beispielsweise ein abgebrochener Gewindebohrer und der Zeitplan hinkt.

Wir schrauben ja im tiefsten Oberbayern und müssen dann erst einmal anreisen. Ich im Prolo, die zwei Kieler mit dem Flugzeug ab Hamburg. Also begann es diesmal damit, dass ich Adele am Flughafen abholte.

Wir haben da unten inzwischen auch einige tierischen Freunde. Wir haben, wenn wir draußen vor dem Hotel sitzen können, eine Katze, die uns immer besucht und der Wirt hat Schafe, ein Lama und ein Alpaka, das sich immer freut, wenn wir da vorbeikommen.

Vor dem Dreh brauchen wir alle negative Corona Tests, sonst würden wir gar nicht drehen dürfen ohne Maske. Unser Arbeitstag beginnt immer relativ spät, was alles verschiebt. Selten ein Mittagessen vor 14 Uhr. Abwechslung? Eher Fehlanzeige. Wir machen sozusagen eine Pizza Diät. Komischerweise habe ich dabei nicht abgenommen.

Nach einer Woche Dreh könnten wir vermutlich die komplette Werkstatt mit Pizzakartons auslegen. Ich sehe das eher so: Hauptsache satt, wir sind zum Arbeiten da. Aber ab und an träumt man nachts von einem Schnitzel. Und es geht noch schlimmer: Dadurch, dass in der Pandemie man Essen an Restaurants nur abholen kann, haben die Restaurants nicht so lange offen. Wir waren an einem Abend dann so verzweifelt auf der Suche nach einer Mahlzeit, dass wir aus purer Not uns an der Tankstelle versorgen mussten.

Ich weiß nicht, wie lange es her ist, dass ich Würstchen aus dem Glas gegessen habe – kalt versteht sich. Da hilft nur noch Bier.

Ausgangsbasis war letzte Woche, dass wir den Wagen vom Lackierer abgeholt haben. Das war wirklich ein erhebender Moment. Es ist immer wieder toll, wenn man etwas gebaut hat und das in den verschiedensten Farben, also Originallack, Grundierung, blankes Metall, Farbe der Fremdteile etc. abgibt und dann einheitlich lackiert zurückbekommt. Vor allem, wenn dann der Lack auch noch gut gelungen ist.

Einige Momente sind dann wirklich erhebend. Wenn die Rücklichter und Scheinwerfer in das Fahrzeug wandern und man so langsam ein immer kompletteres Fahrzeug sieht. Es gibt aber auch Arbeiten, die wirklich nerven, wenn man beispielsweise Teile, die man wiederverwendet, für den Einbau aufbereiten muss und die sich hartnäckig weigern, sich von Kleberesten zu trennen.

Meine Nerven…

Apropos Nerven: Dass ich das eine oder andere Filterzigarillo mehr konsumiere, als andere Menschen, ist ja bekannt. Fiel auch anderen auf, dass ich quasi immer einen Glimmstengel im Mundwinkel habe. Das musste ich vor der Kamera reduzieren. Besonders wenn ich rede vor der Kamera. Wenn ich mit beiden Händen schaffe, stört angeblich die Kippe im Maul meine Verständlichkeit. Kaum nachzuvollziehen 😉

Der Freitag war dann wirklich Schrauberakkord. Der TÜV Termin war unverschiebbar, alles sollte perfekt sein. Als wir soweit fertig waren, um uns sehen lassen zu können, war es bereits Samstag. Dann hieß es den TÜV das Ganze zu präsentieren. Und natürlich war vieles vorbesprochen, ein Restrisiko bleibt aber immer.

Zugegeben – dieses Foto vor der Prüfstelle ist gestellt.

Aber ich musste einfach mal mit meiner Körpergröße spielen. Die junge Dame ist noch in der Ausbildung beim TÜV und durfte die Abnahme deshalb nicht machen. Aber Frauen in dem Job sollten ja eigentlich nichts Besonderes mehr sein. Die junge Dame war zufällig bei der Prüfstelle und machte da Videos für soziale Medien, um genau mit dem Klischee aufzuräumen, dass Prüfer männlich sein sollten.

Die Abnahmen machte dann doch ein Prüfer mit der entsprechenden Ausbildung und Erfahrung.

Klar ist das Auto ausgepixelt und die Pixel zudem noch schwarz/weiß. Auch die Farbe bleibt noch geheim. Was bei der Abnahme passiert ist, erfahrt Ihr im TV.

Nach der Abnahme gab es noch die bekannten Sitdowns. Das sind unsere Kommentare, die immer dazwischen gestreut werden.

Diego ist kein großer Fan der Sitdowns. Jens und ich haben da eher Spaß dran. Ein Produzent macht sich immer Notizen während des Drehs, aber auch, wenn er das Material sichtet, wo noch einmal nachgehakt werden sollte, was noch einmal erklärt werden sollte und stellt uns dann Fragen, oder fordert uns auf zu berichten. Ihr werdet übrigens nie dabei das Projekt im Hintergrund sehen. Das hat einen einfachen Grund: Ab und an ist das Auto schon weiter, als der Schritt, über den wir in den Sitdowns reden. Wäre ja irgendwie doof, wenn man im Hintergrund schon verrät, wie es weitergeht.

Das Auto ist soweit fertig, jetzt muss aber natürlich erst einmal alles geschnitten werden, die Off-Texte gesprochen werden, … und danach ein Sendetermin gefunden werden. Wenn es ausgestrahlt wird, werde ich Euch natürlich hier informieren.

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Posted in Pirat

Alles raus, was keine Miete zahlt

Gestern konnte ich meine Hosenrohrdichtung abholen, es konnte weiter gehen.

Turbo dran, Hosenrohr dran, aber bevor ich den LLK wieder anschließen konnte, war da doch noch etwas zu tun. Der Kühler leckte etwas. Noch nicht so viel, aber doch so, dass der Wasserstand erheblich gesunken war in der Standzeit. Wenn nicht jetzt, wann dann? Und vor allem, ich hatte einen niegalnagelneuen Kühler liegen, den ich geschenkt bekommen hatte aus altem Lagerbestand.

Also raus mit dem alten Kühler!

Beim Wasserablassen war der Ölkühler im Weg, den ich beim letzten Motorwechsel nicht mehr angeschlossen hatte. Ich hatte keine Temperaturprobleme, zu was also der Ölkühler? Raus damit!

Auch hatte ich den zweiten Lüfter nicht angeschlossen, weil beim Anspringen die Sicherung flog. Zu was den drin lassen? Der normale Lüfter hat einen kleineren Luftkasten. Und an dem war der Ladeluftkühler dran befestigt. Also baute ich eine Strebe als Halterung aus massivem Alublech.

Der LLK war eh schlecht befestigt. Auf der einen Seite an einer Strebe mit Gummipuffern. Und davon war einer abgerissen.

Im Fundus gekramt: Ich hatte massivere Gummipuffer. Die sollten mehr abkönnen.

Auf der anderen Seite war der Rand zum Festschrauben teilweise abgebrochen.

Auch da behalf ich mich mit dem dicken Alublech. Einen Winkel gekantet und festgenietet. Beim Bohren der Löcher schön aufgepasst, dass ich keine Leitung anbohre.

So konnte das Komplettpaket dann wieder in den Motorraum.

Der LLK ist jetzt wieder schön fest und trotzdem gepuffert aufgehängt.

Jetzt konnte ich auch den LLK wieder anschließen, den Luftfilter einbauen. Das Rohr-/Schlauchgewimmel ist alles wieder drin.

Sieht wild aus, funktioniert aber. Wobei der LLK jetzt nicht soooo viel Mehrleistung bringt.

Bevor ich den Motor wieder anlassen konnte, habe ich natürlich noch das Kühlsystem gefüllt.

Alles dicht, ich habe den Motor länger laufen lassen. Wobei es mich wundert: Der untere Kühlerschlauch wurde nicht warm. Ob es daran lag, dass er nur im Standgas lief, oder dass das Thermostat hängt – ich kann es derzeit nicht sagen. Aber ich werde es prüfen, wenn ich ihn einmal unter Last testen.

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Posted in Pirat

Entkrümmern

Dann fangen wir mal an am Pirat zu arbeiten. Ich habe ehrlich gesagt noch keine Ahnung, wo ich suchen soll mit meinem Lüfter Problem. Die Sicherung fliegt dauernd, setze ich eine stärkere Sicherung ein, was ich einmal tun musste, weil unterwegs keine andere zur Hand, geht mit der Lüftung der Scheibenwischer an – und nicht mehr aus. Ein Kumpel vermutete den zentralen Massepunkt im Fußraum, ich nenne ihn mal Masseigel. Ab und an ist der verrostet – bei mir aber nicht.

Ich suchte unter dem Armaturenbrett nach verschmorten Kabeln, ich fand nichts. Auch prüfte ich einmal alle Stecker der ZE – hier auch nichts Auffälliges.

Ein weiteres Elektrikproblem: Die Warnblinkanlage funktionierte nicht. Sicherung war heile, Das Relais steckte ich einmal ab und wieder rein, dann ging der Warnblinker, aber nur mit eingeschalteter Zündung. Telefonjoker Michael meinte, das könnte der Schalter sein. Er war es. Einen gebrauchten Schalter aus dem Fundus und das Problem war Geschichte.

Schon mal ein wichtiges Problem gelöst. So ohne Warnblinkanlage ist nicht nur doof für den TÜV, das ist auf Piste schon ganz nützlich.

Elektrik – mir fiel weiter keine Lösung ein, aber weitere Probleme. Die Krümmerdichtung war der nächste Patient. Ein Problem, das ich lange aufgeschoben hatte und ich weiß auch inzwischen warum. Ziemlich viel im Weg, um da vernünftig dranzukommen.

Nicht nur die ganzen Schläuche des Ladeluftkühlers, leider auch der Turbo etc. Das musste alles dafür rausgeschraubt werden. Half ja nichts. Also ran an den Speck! Ich wollte den Hobel dafür anheben, um eine angenehmere Arbeitsposition zu bekommen, zudem kam ich an einige Schrauben nur von unten dran. Aber zu was hat man eine Hebebühne ausgeliehen in der Werkstatt stehen. Verlängerungskabel dran und der Motor läuft, aber die Hebebühne bleibt unten. Was war denn jetzt los? Ging doch bisher. Ich rief Andy an, von dem ich die Bühne geliehen habe, bis seine Werkstatt fertig ist und der rein Zufällig auch im Vertrieb dieser Bühnen arbeitet. Der meinte Phasen vertauscht vom Drehstrom. Des Rätsels Lösung: Ich habe ein neues Verlängerungskabel für den Drehstrom und beim alten waren die Phasen vertauscht, was die offenbar verkehrt angeschlossene Drehstromsteckdose ausgleicht. Dadurch war der Fehler nie aufgefallen. Schnelle Lösung: Das neue Kabel auch mit den Phasen verkorksen.

Und siehe da – es ging nach oben!

Ich habe mit Rostlöser geschafft, es dauerte seine Zeit, aber irgendwann war der Krümmer ab.

Und Halleluja! Ich habe keine einzige Schraube abgerissen. Selbstverständlich ist das bei so einem Motor nicht.

Der Krümmer war an zwei von vier Töpfen undicht. Was auch kein Wunder war, denn die Mutter, an die man am beschissensten drankommt, war lose, beim anderen Auslass fehlte die Mutter sogar komplett. Es waren die zwei äußeren Auslässe – sieht man auch ganz gut am Krümmer.

Mit einem Schleifvlies sauber gemacht und dann konnte der Krümmer mit 4 neuen Dichtungen (beim 827er Block von VW hat jeder Auslass seine eigene Dichtung) wieder an den Kopf. Dichtungen hatte ich noch da – sind ja alles die selben bei den normalen 827er VW Motoren. Ich nahm neue Muttern – selbstsichernde Kupfermuttern, die bekommt man auch nach Jahren wieder auf.

An dem Punkt hörte ich auf. Mir fehlte die Dichtung zwischen Turbo und Hosenrohr. Die bestellte ich bei einem lokalen Teiledealer, da er sie nicht auf Vorrat hatte. Geht trotzdem schneller, als beim online Versand und ist sogar billiger. Ich war mir nicht sicher, ob der überhaupt öffnen darf, aber wenn Autoteilehandel nicht zum Bedarf des täglichen Lebens zählt, was dann?

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Posted in Pirat

Manchmal ist der Wurm drin…

Es wird endlich wärmer und mit der Wärme kommt auch die Lust am Schrauben wieder. So eine ungeheizte Werkstatt ist nicht so einladend. Also beschloss ich den Pirat in die Werkstatt zu überführen. Da stehen so einige Reparaturen an und ich will den Prolo nach Ende der Wintersaison weiter umbauen und dann wird der die Werkstatthölle blockieren. Also ab in die Tiefgarage. Batterie angeklemmt und erst einmal von der Wippe gefahren. Was musste ich feststellen? Ein Hinterrad war fast platt. Aber inzwischen bin ich ja dafür gewappnet. Also erst einmal Luft drauf.

Losgefahren und der Bock machte Geräusche. Was war denn da los? Hatte er vor dem Abstellen nicht gemacht. Das Geräusch war unabhängig von der Motordrehzahl, sondern abhängig von der Geschwindigkeit und kam von hinten links. Also nichts vom Motor, sondern vom Fahrwerk. Auf einen Parkplatz gefahren und unters Auto gelegt. Ok, nur eine Kleinigkeit. Das Handbremsseil hatte sich losgerissen und kam an das Hinterrad.

Ich suchte im Auto und fand leider keinen Kabelbinder, aber immerhin eine Schnur. Damit das Handbremsseil an der Hinterachse gebunden. Das Geräusch war damit weg. Ist natürlich nur ein Provisorium. Aber Memo an mich: Wieder Kabelbinder ins Auto packen!

In der Werkstatthölle angekommen gleich das nächste Problem. Ich wollte das Rolltor aufschieben, es hakt und dann war es passiert: Die eine Rolle war aus der Schiene.

Grund dafür, dass der untere Rand inzwischen ziemlich verrottet ist. Deswegen hakt das ständig und es wird nicht besser, sondern quasi bei jedem Aufziehen schlimmer.

Da ist ein Tor einmal 100 oder noch mehr Jahre alt und schon ist es hin. Früher war mehr Lametta. Irgendwann komme ich nicht mehr drum rum und muss da einmal etwas tun. Irgendeine Platte draufschrauben, über die das gleiten kann. Nur wie die oberste Schicht abtragen, um etwas Flaches draufzubauen? Ich tüftle noch an der Lösung für das „wie“. Das Tor besteht aus mehreren aufeinander geschraubten Lagen und am besten wäre wohl, die unteren 15cm-20cm der obersten Lage wegzuschneiden und zu ersetzen. Zum Ausbauen ist das Tor aber zu schwer. Das merkte ich beim Einhängen. Da halfen nur ein Rohr und ein Rangierwagenheber zum Anheben.

Und ich brauchte eine Leiter, um da hochzuklettern. Arbeitete mit Schraubzwingen etc., um das irgendwie wieder draufzubekommen. Irgendwann war das dann wieder drin. Was für eine verschenkte Zeit.

Tor auf, um den Pirat mit Rangierhilfen reinzurangieren. Und während ich so am Hochpumpen war, roch es plötzlich verbrannt. Rauch aus der Motorhaube. Äh, das war jetzt unerwartet. Motorhaube auf und da war Feuer im Motorraum. Ich weiß. Erst fotografieren, dann löschen. So verlangt es ein altes Bloggergesetz. Nein, ich habe sofort die Flammen ausgeblasen. Bei der Motordämmmatte ging das aber nicht.

Ich habe das dann mit einem nassen Lappen gelöscht. Mehrfach. Denn die Matte fing immer wieder neu an zu kokeln. Letztendlich rupfte ich den kokelnden Rand von der Matte ab, die war jetzt eh hin. Dann war Ruhe und ich konnte den Pirat in die eigentliche Werkstatthölle rangieren.

Der Schaden sieht schlimmer aus, als er tatsächlich ist.

Von einem zusätzlich gezogenen Massekabel ist die Isolierung weggebrannt, die Dichtung zum Wasserkasten ist hin und das Gehäuse der Batterie leicht angeschmolzen. und natürlich ist diese dämliche Dämmmatte, die in der Mitte eh schon zerfetzt war.

Doch was war da passiert? Beim Anklemmen war mir die Batteriepolabdeckung abgebrochen und die Strebe, die die Motordämmmatte hält, hat einen Kurzschluss fabriziert, es wurde heiß und deshalb fing das Feuer. Und ja, liebe Passat 32B Freaks, es gibt eine isolierte Strebe für die Matte über der Batterie, ich hatte beim Einbau leider keine und ja, ich hatte das Risiko unterschätzt. Vielleicht ist das ja eine Warnung für alle anderen.

Fassen wir das Ganze in einem Wort zusammen: Dummheit.

Glück im Unglück, dass nicht mehr passiert ist. Der Wagen sprang ohne Probleme danach an. Trotzdem habe ich die Batterie ausgebaut und ans Ladegerät gehängt. Und wenn auch lange nichts mehr kokelte, baute ich die Matte aus, machte sie nass und deponierte sie, wo nichts Brennbares in der Nähe ist.

Ein Platten, ein losgerissenes Handbremsseil, ein ausgehängtes Tor, ein brennender Motorraum – das war mir zu viel für einen Tag, irgendwie war das nicht mein Tag, also entschloss ich mich, das für den Tag sein zu lassen und nicht wie geplant mit den Arbeiten am Pirat anzufangen. Wer weiß, was da noch passiert wäre?

Was steht eigentlich an? Ich muss dem Fehler in der Elektrik auf die Spur kommen. Also ich, der Elektrik Legastheniker. Und da stehen noch ein paar andere Arbeiten an. So bläst der Krümmer irgendwo ab, das schiebe ich auch schon ewig vor mir her, die Handbremse könnte ich mal nachstellen, das heckklappenschloss löst sich immer wieder… Mal sehen, was mir noch so auffällt, wenn ich schon einmal drüber bin. Ist eben ein Auto, das seit 1982, also seit 39 Jahren, im Alltag bewegt wird. Da braucht er eben ab und an auch mal Liebe…

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