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Posted in Fahrzeugportraits

Fahrzeugportrait: Der VW Prolo

Mir ist aufgefallen, dass ich die Kategorie Fahrzeugportraits lange nicht mehr gepflegt habe. Gut, nur 11 Jahre – was ist das schon? Ich hatte diese Kategorie gar nicht mehr verlinkt. Aber da ich grad nicht zum Schrauben komme – da kann ich das ja mal wieder hervorholen. Den Einführungstext werde ich irgendwann mal wieder löschen, aber auch mal bei Gelegenheit die anderen Fahrzeuge updaten, soweit erforferlich. Ein Fahrzeug, bei dem ich noch nie einmal die Fakten zusammengefasst habe, ist der VW Prolo.

Basis

VW Polo Fox
EZ 5/1990
1l / 45PS / 4gang
im Dezember für 100 Euro inkl. RestTÜV gekauft

Motor/Antrieb

1,3l / 54PS /Motorkennbuchstabe AAV
Mini Kat nachgerüstet, Euro 2
5gang Getriebe
Originale Auspuffanlage mit aufgeschweißtem Bosi Endrohr

Räder

Originale VW Hockenheim Felgen 5,5J13 ET 38, Deckel gecleant und umlackiert
Winterreifen 165/65R13

Fahrwerk

KAW Sportfahrwerk (static)
Domstrebe JOM Alu
Untere Querlenkerstrebe Wichers Stahl

Karosserie

Teile von einer Haube von Mercedes /8 aufgeschweißt
Kühlergrill aus 2 Mercedes /8 Grills zusammengesetzt
Von außen zu öffnende Haubenverschlüsse statt Fanghaken
Scheinwerfer VW Santana
Vordere Stoßstangenecken aus DKW Stoßstange und Resten des zweiten Mercedes Kühlergrills zusammengesetzt
Hintere Stoßstange angepasste Derby 1 Stoßstange
Heckklappe um Kennzeichenmulde und Heckklappenschloss gecleant
Lack speziell angemischter Lack von Glasurit

Interieur

Opel Kadett E Sportsitze
Raid 13, 32cm

Kurze Geschichte des Wagens

Eigentlich nur auf die Schnelle als billiges Winterauto gekauft, weil der Titan noch zerlegt war, der damals als das Auto für den Winter gedacht war. Und wie das so ist, ganz original darf er bei mir nicht bleiben. Und weil so viel Ideen mit dem Wagen existierten, darf er bleiben.

Status

Angemeldet als Winterauto (11/03)

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Posted in Werkstatthölle

Ein Lebenszeichen zwischendrin

Ich muss einfach zwischendrin hier mal wieder etwas schreiben, weil sicherlich der eine oder andere die Beiträge im Fusselblog vermisst.

Traditionell gehört die Zeit zwischen dem 1.1. und dem Aschermittwoch bei mir der Fastnacht. Wie? Ist die nicht abgesagt wegen Corona? Nun erst einmal: Fastnacht kann man nicht absagen, denn die steht im Kalender, wie Ostern und Weihnachten. Und wer mich ein wenig verstanden hat, der weiß, dass für mich erst einmal alles ein Gestaltungsanlass ist, kreativ zu werden. Nicht heulen, dass ja alles ausfällt, sondern sehen, was man aus der Situation machen kann.

Und dafür war ich auch einmal in der Werkstatthölle am Schaffen.

Da hier natürlich die wenigsten Fastnachter sind, muss ich einiges erst erklären. In Mainz gibt es Fastnachtsgarden. Uniformierte Narren, die ursprünglich eine Persiflage auf das Militär waren. Die älteste, die Mainzer Ranzengarde, wurde bereits 1837 gegründet. Die Mainzer Garden und Vereine laden sich gegenseitig zu Ordensempfängen ein. Illustre Veranstaltungen zu denen je zwei Vertreter der anderen Garden/Vereine eingeladen werden. Bei diesem Empfängen wird berichtet, was sich seit dem letzten Jahr innerhalb der Garde getan hat, es gibt Beförderungen und Ehrungen, Sponsoren werden gebauchpinselt, ab und an gibt es ein Entertainmentprogramm und am Schluss ein Essen mit gemütlichem Ausklang. Jeder geladene Gast bekommt als Anerkennung, dass sein Verein oder Garde dem Gastgeber die Ehre gibt, einen Orden des Gastgebers verliehen.

Ich bin seit 2014 eine Garde. Also nicht Mitglied in einer Garde, sondern ich bin eine Garde, die Meenzer Jägergarde. Kennt ihr ja schon vom Design meines Prolo. Nur ein Mann und direkt nach der Gründung Aufnahmestopp. Und seit 2018 gebe ich ebenfalls einen Ordensempfang. Am Anfang für einen Witz gehalten, hat sich das zur echten Kultveranstaltung entwickelt.

2021 darauf verzichten? Kommt nicht in die Tüte! Da haben wir unseren Gestaltungsanlass.

Ich bin gegen den Sand in den Kopf stecken, sondern dafür, die neuen Möglichkeiten darin entdecken. Es muss kontaktlos sein und wirklich keinerlei Ansteckungsrisiken in sich bergen. Also habe ich etwas geschweißt. Und damit der Aha-Effekt größer ist, wenn man es vorher nicht weiß, habe ich es auch hier noch nicht gepostet, es könnte sich ja doch schon vorher herumsprechen.

Ich ging durch meinen Fundus und fand einen Plastikstuhl mit mit Metallgestell. Nur dieses Metallgestell brauchte ich.

Genauer gesagt brauchte ich die zwei U-förmigen Stangen an der Seite. und die brauchten zusätzlich je zwei Knicke. Biegen ließ sich das doch relativ stabile Material nicht mit meinen Möglichkeiten, also schnitt ich das entsprechend ein, um es danach zu knicken und zu verschweißen.

Danach die beiden entstandenen Teile mit einer Querstange verbunden und mit einer Stange nach unten. Nur grob angeschliffen und Graffiti Lack orange lackiert.

Das Rohr nach unten war genau in dem Durchmesser, wie ich es brauchte, um das Ganze auf ein Lichtstativ aus meinem DJ Equipment zu stecken. Das wurde im letzten Jahr nicht wirklich genutzt, so hat es endlich mal wieder eine Aufgabe zwischendrin.

Manch einer fragt sich, was soll das Ganze? Nun, ich habe nicht einen Ordensempfang veranstaltet, sondern viele sehr kurze. Immer nur mit einem, maximal zwei Gästen, die dann aber zwingend aus einem Haushalt stammen mussten. Das Ganze in einem Hinterhof unter freiem Himmel mit schon fast übertriebenem Hygienekonzept. Alles nach jedem Besuch beispielsweise strikt desinfiziert, was mit Personen in Kontakt kommen konnte.

Zwischen mir und meinen Gästen – ich habe es nicht nachgemessen – sagen wir einmal 11 Metern Abstand.

Zu was jetzt das Gestell? Nun, ich wollte den Gästen ja einen Orden umhängen. Und da ich strikt Abstände einhalten wollte, hatte ich jetzt ein Ordenverleihungsgestell. Und es hat funktioniert!

Letztes Wochenende fanden so 17 Ordensempfänge statt – am kommenden Wochenende werden, wenn nicht am Dienstag nicht noch weitere Verschärfungen des Lockdowns beschlossen werden, weitere folgen. Aber da schon genug Bilder ins Netz von den bisherigen Empfängen gefunden haben, kann ich da hier auch posten.

Fastnacht fällt nicht aus, es ist eben nur, genau wie letztes Weihnachten oder Silvester, anders.

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Posted in VW Prolo

So ein Polo ist auch nur ein Passat

Ich war wieder einmal eine Woche drehen für die Carmaniacs. Natürlich bin ich mit dem Polo gefahren. Das Ding rennt ja schon gut für seine paar PS.

Und das ist noch nicht einmal Vmax. Wobei ich zugeben muss: Das Sportfahrwerk ist jetzt nicht ultra komfortabel auf Langstrecken, aber ich bin ja nicht aus Zucker.

Der Trip war ein guter Test, ob jetzt die Batterie hält. Da wir zu dritt im Hotel waren und der Prolo keine Rücksitzbank on Board hatte, nahmen wir unter der Woche einen Volvo 760 der Produktionsgesellschaft für den Weg zur Arbeit.

Also stand der Wagen fast eine Woche und es war wirklich kalt. Die Straße am Hotel ging bergab, also hätte ich ihn nach der Woche auch anrollen lassen können. Brauchte ich aber nicht. Nach der Woche war die Batterie immer noch 100% einsatzbereit. Ich denke, ich hab da erst einmal Ruhe.

Vor der Abfahrt habe ich noch einmal das Radio rausgerissen und die Anschlüsse von Dauerplus und Zündungsplus vertauscht. Ich hatte mich da vertan und musste die Sender immer neu suchen. Dabei passierte mir ein Malheur. Als ich das Radio ruckartig herauszog, brach mir der Heizungsregler ab.

Ich musste den Rest mit einer Spitzzange herausoperieren. Eigentlich sehen die so aus, wie die Heizungsregler vom Passat 32B. Und wenn ich etwas habe, dann 32B Teile.

Was soll ich sagen? Der Heizungsregler vom Polo sieht nicht nur so aus, wie einer aus dem Passat, es ist ein Passatregler – identische Teilenummer, beginnend mit 321.

Hoch lebe der Fundus! Da können mir noch einige abbrechen. Wobei: Es gibt im Passat 2 verschiedene Regler. Zwei haben den Schieber in der Mitte des Steges, einer außermittig, damit die Regler nicht aneinanderstoßen und natürlich ist der untere vom Polo der außermittige.

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Posted in KLEs Home

Leuchtorange

Nicht, dass Ihr denkt, ich bin mit meiner Wohnung fertig, weil ich lange nichts mehr hier darüber geschrieben habe. Ich miste immer noch aus und tüftle an Lösungen. Beispielsweise für meine Jägermeister Krawatten. Ja, es gibt Jägermeister Krawatten.

In meiner alten Wohnungen hatte ich die in einer Art Minivitrinen von IKEA, wenn ich richtig recherchiert habe, heißt das Modell BAS.

Problem 1: Ich habe inzwischen mehr als 2 Krawatten von Jägermeister, Problem 2: Die Vitrinen gibt es nicht mehr bei IKEA. Die Suche war gar nicht so einfach. Entweder waren solche Vitrinen, oder wie man sie in flacher auch nennt: Objektrahmen nicht tief genug, oder ich war nicht bereit, den Preis dafür zu zahlen. Wenn die Vitrine teurer als der Inhalt ist, hört bei mir der Spaß auf.

Ich wurde fündig in einem Billigmarkt: Teekisten für 2,91 Euro.

Für den Preis riskierte ich es einfach. Wäre die Scheibe Plexiglas, hätte ich vermutlich abgeloost. Aber ich hatte Glück: Die Scheiben sind Echtglas. Die Beschriftung war von innen. Mit einer Klinge flach über die Scheibe geführt, ließ sich das abkratzen. Die Einteilung raus, einen Aufhänger hinten dran und ich hatte meine Vitrinen.

Problem war noch, dass die Türen nicht geschlossen blieben an der Wand. Ich behalf mir erst einmal mit doppelseitigem Klebeband.

Diese Wand ist einigermaßen komplett.

Auch eine andere Wand hat ihre Jungfräulichkeit verloren. Da hängt jetzt vieles unter dem Motto: Hauptsache rund.

Für die Tabletts musste ich mir dafür eine Halterung ausdenken. Ich habe sie aus Draht gebogen.

Von hinten gesehen nicht sehr hübsch – aber das sieht man ja nicht. Billig und tut seinen Zweck.

Neben den ganzen Jägermeister Sachen hatte ich noch etwas unterzubringen: Meine Autopokale. Da habe ich länger nach einer passenden Vitrine gesucht, die neben Besenschrank im Flur passt. Irgendwann fand ich eine gebrauchte Vitrine aus dem schwedischen Möbelhaus für einen 10er. Für das Wohnzimmer wäre mir die zu unspektakulär, für den Flur taugt sie mir.

Damit sie neben den Besenschrank passt, musste ich die Stecker für DLAN etc., die links neben dem Besenschrank waren, in den Schrank verlegen. Sogar die FritzBox hängt jetzt da drin.

Die Beleuchtung der Fenstervitrine war mir zu kalt, zu unangenehm das Licht. Was hilft? Tönungsfolie.

Dass die orange ist, hat nichts mit Jägermeister zu tun. Das ergibt eben warmweißes Licht. Hier ein Vergleich – die linken drei Fenster sind mit Folie, die rechten zwei ohne.

Und so alle getönt.

Wenn jetzt nur die Vitrinenbeleuchtung an ist, hat man nicht mehr das Gefühl, im OP zu stehen. Sortiert ist das jetzt auch einigermaßen, was in der Vitrine ist – ich komme voran. Fertig wird das wohl nie, aber ich sag mal, ich bin fertig, wenn keine Kartons mehr herumstehen. Ich habe zu viel Zeug. Immer diese Sammler…

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Posted in Stricher Leiche

Feuer & Flamme

Mir war der Stellplatz in der Tiefgarage gekündigt, in der die Leiche stand. Besitzerwechsel. Bisher kostete der 20 Euro/Monat, ich könne ihn aber für 50 Euro im Monat wieder mieten. Der Stallplatz, auf dem der TDH stand, ist günstiger – zeit, die Leiche umzuziehen.

Immer wieder spannend. Springt sie an? Batterie rein und etwas georgelt. Dann war sie da. 48 Jahre altes Vergaserfahrzeug, was sollte schon passieren? Gut, er lief etwas unrund, was ich dem alten Sprit schulde, der im Tank ist. Alles funktionierte, so, wie es sollte nach einem kurzen Check, also ab zur neuen. Ich sollte das nächste Mal neueren Sprit draufkippen, der ist echt langsam durch.

Angekommen an der Einfahrt der anderen Tiefgarage stieg dann Rauch aus der Motorhaube. WTF!

Ich dachte zuerst, dass ein Wasserschlauch geplatzt wäre, Motorhaube auf und da sah ich schon die Flammen. Offensichtlich bin ich kein Vollblutblogger – ich habe nicht das Handy gezückt, um den Brand zu fotografieren, sondern gleich das Feuer gelöscht bzw. ausgeblasen.

Was war passiert? Offenbar eine Fehlzündung hatte den Schaumstoff eines der Edebrock Luftfilter angezündet.

Und der war eben jetzt weggebrannt – glücklicherweise ohne weitere Teile in Mitleidenschaft zu ziehen. Brandgefährlich die Dinger, hätte ich nicht gedacht, dass die so schnell Feuer fangen. Würde sagen mit dem Schrecken davongekommen.

Nach dem Ausblasen des Feuers war kein technischer Defekt spürbar. Also rein in die Tiefgarage.

Wenn ich mir das so ansehe – gut, dass der Kippmechanismus in der Tiefgarage außer Betrieb gesetzt ist…

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Posted in VW Prolo

Elektrik ist ein – na Ihr wisst schon…

Am Prolo ist hie und da etwas zu machen. Es ist eben ein 30 Jahre altes Auto. So war mir kürzlich der Lichtschalter verreckt. Das Licht blieb einfach aus bzw. es ging nur das Standlicht. Ein neuer Schalter hat´s gerichtet, gibt es online für unter 10 Euro. Ebenso habe ich die Scheibenwischer erneuert, weil sie nur noch geschmiert haben. Lauter Sachen, die mir keinen Blogeintrag wert waren.

Was mich mehr belastet hat: Durch die gefallenen Temperaturen sprang der Prolo immer schlechter an. Und dass ich viel Kurzstrecke fahre derzeit, also nur zum Einkaufen, macht die Sache nicht besser. Da wird die Batterie nicht durchgeladen, wenn sie schon halb leer ist. Bis gestern gar nichts mehr ging. Ich hatte noch die Batterie aus dem Titan im Fußraum stehen – dann eben mit der. Die Batterie ist aber eigentlich viel zu groß für den Prolo.

Gut, für die Fahrt in die Werkstatthölle würde es schon gehen. Pappe auf den Batteriepol und ab dafür. Die Haube ging so lala zu.

Die bessere Batterie vom Prolo hatte ich ja leer an das Dauerladegerät gehängt. Hat sie es geschafft? Nun, sie hatte knapp 13 V – die Chancen stehen nicht so schlecht…

Doch woran lag es, dass die Batterie immer leer wurde? Das ist jetzt kleines Mechaniker 1×1. Ich packte ein Messgerät zwischen Batteriepluspol und maß den Strom der bei ausgeschalteter Zündung floss.

0,68 Ampere? Eindeutig zu viel! Kein Wunder, dass es die Batterie ständig leer zieht. Bedeutet Sicherung nach Sicherung rausziehen und dann wieder den Strom messen. Bei der, bei der der Strom abfällt, ist der schuldige Stromkreis.

Ganz ehrlich: Was sind diese Torpedosicherungen doch für Scheißdinger. Eine elendige Fummelei, die rein und rauszubekommen. Und dass die unteren Sicherungen schräg drinsitzen, erleichtert es nicht wirklich. Was hab ich geflucht. Mit einer Spitzzange geht es einfacher – doof, wenn man die in der Wohnung liegen hat. Und – Murpheys Gesetz – es war natürlich die drittletzte. Erstaunlich auch: Eine Sicherung war durchgebrannt. Mir war aber bisher nicht aufgefallen, dass irgendetwas nicht funktioniert.

Ich hatte es mir fast gedacht: Das Radio war der Schuldige. Das habe ich von Dauerplus auf Zündungsplus umgeklemmt und siehe da…

Damit kann ich leben. Womit ich weniger leben konnte war, dass ein Rad Luft verlor. Das war ja schon beim Aussommern platt und verlor stetig wieder Luft. Kann zu gefährlichen Situationen führen. Also fuhr ich bei Marco, meinem Reifenmann vorbei. Mit Lecksuchspray fand er heraus, dass am Ventil Luftverlust festzustellen war. Also raus mit dem Ventil.

Er hatte eine spezielle Bürste, die er auf den Akkuschrauber zog, um den Ventilsitz zu reinigen. Dichtungsmasse um ein neues Reifenventil und der Luftverlust sollte Geschichte sein. Es wird übrigens die letzte Saison für die Reifen – sie haben zwar noch gut Profil, werden aber langsam zu alt.

Als ich nach Hause fuhr, hatte ich ein neues Phänomen: Als ich den Wagen abstellen wollte und den Zündschlüssel zog, lief der Motor weiter, als hätte ich den Schlüssel nicht gezogen. Schaltete ich das Licht aus, ging auch der Motor aus. Elektrik ist eben ein Arschloch…

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Posted in Scene

Mein persönliches Fundstück des Jahres

Wie Ihr wisst, habe ich gleich mehrere Schrauben locker. Eine ist meine Liebe zu alten Passat, eine andere meine Jägermeister Sammelleidenschaft, die sich auch in meiner Autoschrauberei schon mehrfach gezeigt hat. Kombiniert habe ich das mit dem Jägervari damals, den ich für meinen Patensohn zum 18. Geburtstag gebaut hatte.

Information am Rande: Der Wagen lebt noch, ist aber abgemeldet, weil die Hinterachsaufnahmen durchgerostet sind und wartet auf seine Wiederbelebung.

Der Jägervari ist ein reines Phantasieprodukt. Wenn man Modelle von Jägermeisterautos sieht – ein Passat Variant aus der damaligen Zeit ist da nie dabei. Wird es wahrscheinlich nie gegeben haben. Dachte ich. Wenn man alte Bilder von Jägermeisterautos sieht, die nicht im Motorsport, sondern als Firmenfahrzeug unterwegs waren, dann sind die eigentlich immer dunkelgrün oder dunkelgrün/orange, aber nie ganz orange, wie mein Jägervari. Das passt auch zu den Verpackungen aus der Zeit. Der Karton im Hintergrund stammt übrigens von 1973.

Ich habe meinen Vari aber komplett orange lackiert, weil ich a) bekennenderweise die Farbe orange mag und b) die Fahrzeuge im Motorsport orange waren. Aber keiner wäre damals auf die Idee gekommen, mit einem Kombi Rennen zu fahren.

Und was musste ich gestern entdecken? Dieses Bild.

Im Hintergrund die grünen LKW, aber davor, leider nicht komplett aus dem Foto, eindeutig ein Passat Variant. Und nicht nur einer – eine ganze Flotte. Und sie sind orange! Zwar nicht 1:1, aber offenbar habe ich unbewusst ein Auto nachgebaut, das es tatsächlich gab.

Kleine Info am Rande unter Passatkennern: Es handelt sich natürlich um etwas ältere Modelle, als „mein“ Jägervari. Erkennbar an den Stoßstangen, die gab es nur im ersten Modelljahr des Variant: 1974. Der Jägervari ist Bj 1978.

Ich gehe einmal davon aus, dass das die Fahrzeuge der Außendienstmitarbeiter von Jägermeister waren. Und die fahren bis heute VW Passat. Die Fahrzeuge aktuellen Fahrzeuge sind aber schwarz.

Wer mehr Bilder von dieser Flotte hat: Ich würde mich sehr darüber freuen! Vielleicht gab es ja auch den Passat 32B als Außendienstmitarbeiter Fahrzeug?

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Posted in Passat TDH

Sag beim Abschied leise Servus

Es ist schon ein paar Tage her, dass der TDH bei eBay über den Tisch ging. Aus diversen Gründen kam es aber erst gestern dazu, dass ich den Schlüssel an Bernd weitergegeben habe.

Man kennt sich. Bernd hat schon mehrfach bei mir Teile für den 32er Passat geholt. Es ist nicht sein erster Urpassat, wie man auf seinem Instagram Profil sehen kann. Er arbeitet aber auch mit seiner Frau zusammen an einem VW T2 Bus. Ich denke, der TDH ist in guten Händen.

Er brachte eine Batterie mit und war gespannt, ob er anspringt. Ich war mir relativ sicher, er packt das. Und er sprang auch willig an. Raus aus der Tiefgarage und rauf auf den Hänger.

Ein wenig Smalltalk und dann fuhr er dahin…

Ich würde mich freuen, wenn Bernd den auf die Gasse bringt, er vom Standzeug wieder zum Fahrzeug wird. Optimistisch machte mich, als seine Frau, die Tina, meinte, sie könnte sich den als Alltagsfahrzeug vorstellen.

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Posted in VW Prolo

Too much

Es gibt Dinge, die wusste ich von VW noch nicht. Beim Prolo war, wie auch beim Pirat neulich, die Blende um den Lichtschalter gebrochen.

Ich hatte das schon einmal geklebt, hielt aber nicht wirklich. So hatte ich für kleines Geld auf der Veterama einmal eine solche Blende für kleines Geld gekauft. Waren sogar noch die Schalter drin. Ich musste nur den Taster einbauen für die Heckklappenverriegelung, den ich nachgerüstet hatte. Loch gebohrt, eingesetzt und rein mit der Blende – dachte ich. Aber irgendwie wollte das nicht passen.

Des Rätsels Lösung: Es gibt tatsächlich verschiedene Lichtschalter für den Polo. Die Pins sind anders angeordnet.

Von vorne sehen die gleich aus.

Den alten Schalter in die „neue“ Blende eingesetzt – alles wieder gut.

Die Batterie, die entladen im Polo war, habe ich an ein Dauerladegerät gehängt.

Ich gebe der eine 50% Chance, dass sie sich noch einmal fängt. Die bleibt jetzt erst einmal ein paar Tage an dem Gerät. Das CTEK kann keine Wunder, aber wenn es ein Gerät schafft, dann das.

Zeit, einmal die Opel Frontera A Kotflügel dranzuhalten, bzw. mit Klebeband festzukleben. Gerade die hinteren Radläufe sind sehr charakteristisch für den Polo 86C. Da spiele ich schon lange mit der Idee, die zu ändern.

Ist jetzt nicht wirklich die richtige Position gesucht, es geht um das Look & Feel. Erste Erkenntnis: Eigentlich sind sie zu lang und der Radausschnitt zu groß.

Und sie gehen schon sehr heftig nach außen. Ich habe gemessen – über 5cm vom jetzigen Radlauf.

Normalerweise würde ich jetzt recherchieren: Welche ET ist irgendwie auf dem 86C getestet, wo bekomme ich günstig die entsprechenden Felgen etc. Aber es ist ein Winterauto. Und da sind die derzeit montierten 165er Reifen für so einen kleinen Polo genau der richtige Kompromiss.

Die Frontera Kotflügel sind erst einmal verworfen, das ist einfach too much. Der Gedankengang aber noch lange nicht…

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Posted in VW Prolo

Wieder auf die Straße geholt

Ich war letzte Woche in Bayern, um für die Carmaniacs zu schrauben. Ich war mit dem Pirat unterwegs.

Das hatte einen einfachen Grund – während meinem Aufenthalt dort war Monatswechsel und das bedeutet bei mir, dass die Saisonkennzeichen von Titan auf Prolo gewechselt haben.

Jetzt war es aber an der Zeit, den Prolo aus der Tiefgarage zu holen. Also packte ich in der Werkstatt die Batterie ein und wunderte mich – da müsste noch eine andere da sein. Des Rätsels Lösung: Ich hatte vergessen, die Batterie auszubauen. Verdammte Hacke – und natürlich war die Batterie jetzt leer, obwohl ich sie abgeklemmt hatte. Was noch platt war, war ein Hinterreifen.

Ich hatte gelernt und habe inzwischen längst eine elektrische Pumpe am Start.

Das Manometer ist nach wenigen Einsätzen bereits platt, aber egal, Hauptsache Luft zum Fahren. Beobachten muss ich das Rad auf jeden Fall, muss auch mal nachsehen, wie alt die Reifen inzwischen sind. Gerade bei Winterreifen auf Schnee bin selbst ich immer etwas skeptisch, was überalterte Pneus angeht.

Die erste Fahrt ging zum Waschplatz. Orange ist eher undankbar, was Schmutz angeht.

Auf der Fahrt war das Fahrwerk buckelhart. So hart hatte ich das gar nicht in Erinnerung. Und dann kam mir die Erkenntnis: Ich hatte ja die Reifen vor dem Einsommern auf 3 bar aufgepumpt und drei Räder hatten die noch. Wahrscheinlich. Denn ich bin zur Tanke, ein paar Tropfen Sprit einwerfen und wollte den Luftdruck checken, aber der Reifenfüller war kaputt. Muss ich nachholen bei der nächsten Tankstelle an der ich vorbeifahre.

Auf der Fahrt nach Bayern habe ich einen großen Neuteileposten für den Prolo eingesammelt.

So viele Neuteile? Spinnt der KLE jetzt? Nun, das ist eine längere, auch eher traurige Geschichte, denn die Teile waren für einen anderen Polo gedacht, der leider das Zeitliche gesegnet hat.

Hand aufs Herz: Wer hätte den noch erkannt? Ursprünglich hörte der Wagen auf den Namen Ford Locus und sah so aus:

Der stand so auf unserem Clubstand auf der Techno Classica als Baustellentoilette zum Thema „Pfusch am Bau“.

Der einzige Wagen auf der Welt vermutlich, der einen Handtuchhalter eingetragen hatte.

Ronny, der Erbauer und bis zuletzt Eigentümer, hatte ihn innerhalb des Fusselforums sozusagen als Wanderhure als Dauerleihgabe weitergegeben in der Hoffnung, dass er immer weiterentwickelt wird. Grundkonzept war übrigens ursprünglich: Es muss nicht gut aussehen und Perfektion war verpönt (nicht, was die Technik angeht), es sollte einfach das Machbare ausgelotet werden.

So wurde aus dem Wagen unter den Händen von Christoph und der Hilfe von Ronny „POW“. Man erkennt den Locus im POW noch, aber er hat trotzdem einen komplett eigenen Look entwickelt.

Er machte einen Raketenwagen aus dem Bock.

Leider war Christoph mit dem Wagen in einen Unfall verwickelt. Mit vereinten Kräften wurde er wieder auf die Straße gedengelt. Christoph wurde mit dem Wagen aber nicht mehr glücklich, so sollte er zum nächsten Fahrer und in die nächste Evolutionsphase gehen. Eigentlich eine spannende Geschichte. Dafür wurden die Neuteile angeschafft, weil Ronny sicher gehen wollte, dass das Auto technisch zu 100% fit ist. Auf der Bühne stellte sich aber heraus, dass der Wagen einfach zu krumm war und dass der Aufwand, das zu richten einfach zu groß war. Eigentlich wollte ich nur ein paar Teile für meinen Prolo, wenn die eh in die Tonne wandern. Unter anderem die Windschutzscheibe als Backup. Die habe ich auch geborgen.

Der Anlasser hat den Ausbau nicht überlebt, den Tank habe ich vergessen anzufragen. Den hatte Ronny mal erneuert, eine Sollbruchstelle am Polo. Was ich auch vor dem Schrott gerettet habe, waren zwei rostige Opel Frontera A Kotflügel.

Die wären in der nächsten Evolutionsphase an den äh ja, wie der Polo dann eben geheißen hätte, gekommen. Was ich damit mache? Ich weiß es noch nicht. Sind schon schrottig, aber wunderbar, um zu testen, ob das am Polo aussehen würde. Denn gerade die hinteren Radläufe sind so markant am Polo, das muss ich irgendwann ändern. Eigentlich würden mit Corsa A Radläufe gefallen, die vom Frontera sind breiter. Aber ob ich das brauche? Breite Reifen auf einem Winterauto sind ja unsinnig, da wird es bei dem Kompromiss 165er bleiben…

Die Neuteile brauche ich aktuell nicht, aber es sind ja Verschleißteile und der Prolo wird ja gefahren. Da konnte ich der Gelegenheit nicht widerstehen.

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