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Posted in Passat TDH

Sag beim Abschied leise Servus

Es ist schon ein paar Tage her, dass der TDH bei eBay über den Tisch ging. Aus diversen Gründen kam es aber erst gestern dazu, dass ich den Schlüssel an Bernd weitergegeben habe.

Man kennt sich. Bernd hat schon mehrfach bei mir Teile für den 32er Passat geholt. Es ist nicht sein erster Urpassat, wie man auf seinem Instagram Profil sehen kann. Er arbeitet aber auch mit seiner Frau zusammen an einem VW T2 Bus. Ich denke, der TDH ist in guten Händen.

Er brachte eine Batterie mit und war gespannt, ob er anspringt. Ich war mir relativ sicher, er packt das. Und er sprang auch willig an. Raus aus der Tiefgarage und rauf auf den Hänger.

Ein wenig Smalltalk und dann fuhr er dahin…

Ich würde mich freuen, wenn Bernd den auf die Gasse bringt, er vom Standzeug wieder zum Fahrzeug wird. Optimistisch machte mich, als seine Frau, die Tina, meinte, sie könnte sich den als Alltagsfahrzeug vorstellen.

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Posted in VW Prolo

Too much

Es gibt Dinge, die wusste ich von VW noch nicht. Beim Prolo war, wie auch beim Pirat neulich, die Blende um den Lichtschalter gebrochen.

Ich hatte das schon einmal geklebt, hielt aber nicht wirklich. So hatte ich für kleines Geld auf der Veterama einmal eine solche Blende für kleines Geld gekauft. Waren sogar noch die Schalter drin. Ich musste nur den Taster einbauen für die Heckklappenverriegelung, den ich nachgerüstet hatte. Loch gebohrt, eingesetzt und rein mit der Blende – dachte ich. Aber irgendwie wollte das nicht passen.

Des Rätsels Lösung: Es gibt tatsächlich verschiedene Lichtschalter für den Polo. Die Pins sind anders angeordnet.

Von vorne sehen die gleich aus.

Den alten Schalter in die „neue“ Blende eingesetzt – alles wieder gut.

Die Batterie, die entladen im Polo war, habe ich an ein Dauerladegerät gehängt.

Ich gebe der eine 50% Chance, dass sie sich noch einmal fängt. Die bleibt jetzt erst einmal ein paar Tage an dem Gerät. Das CTEK kann keine Wunder, aber wenn es ein Gerät schafft, dann das.

Zeit, einmal die Opel Frontera A Kotflügel dranzuhalten, bzw. mit Klebeband festzukleben. Gerade die hinteren Radläufe sind sehr charakteristisch für den Polo 86C. Da spiele ich schon lange mit der Idee, die zu ändern.

Ist jetzt nicht wirklich die richtige Position gesucht, es geht um das Look & Feel. Erste Erkenntnis: Eigentlich sind sie zu lang und der Radausschnitt zu groß.

Und sie gehen schon sehr heftig nach außen. Ich habe gemessen – über 5cm vom jetzigen Radlauf.

Normalerweise würde ich jetzt recherchieren: Welche ET ist irgendwie auf dem 86C getestet, wo bekomme ich günstig die entsprechenden Felgen etc. Aber es ist ein Winterauto. Und da sind die derzeit montierten 165er Reifen für so einen kleinen Polo genau der richtige Kompromiss.

Die Frontera Kotflügel sind erst einmal verworfen, das ist einfach too much. Der Gedankengang aber noch lange nicht…

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Posted in VW Prolo

Wieder auf die Straße geholt

Ich war letzte Woche in Bayern, um für die Carmaniacs zu schrauben. Ich war mit dem Pirat unterwegs.

Das hatte einen einfachen Grund – während meinem Aufenthalt dort war Monatswechsel und das bedeutet bei mir, dass die Saisonkennzeichen von Titan auf Prolo gewechselt haben.

Jetzt war es aber an der Zeit, den Prolo aus der Tiefgarage zu holen. Also packte ich in der Werkstatt die Batterie ein und wunderte mich – da müsste noch eine andere da sein. Des Rätsels Lösung: Ich hatte vergessen, die Batterie auszubauen. Verdammte Hacke – und natürlich war die Batterie jetzt leer, obwohl ich sie abgeklemmt hatte. Was noch platt war, war ein Hinterreifen.

Ich hatte gelernt und habe inzwischen längst eine elektrische Pumpe am Start.

Das Manometer ist nach wenigen Einsätzen bereits platt, aber egal, Hauptsache Luft zum Fahren. Beobachten muss ich das Rad auf jeden Fall, muss auch mal nachsehen, wie alt die Reifen inzwischen sind. Gerade bei Winterreifen auf Schnee bin selbst ich immer etwas skeptisch, was überalterte Pneus angeht.

Die erste Fahrt ging zum Waschplatz. Orange ist eher undankbar, was Schmutz angeht.

Auf der Fahrt war das Fahrwerk buckelhart. So hart hatte ich das gar nicht in Erinnerung. Und dann kam mir die Erkenntnis: Ich hatte ja die Reifen vor dem Einsommern auf 3 bar aufgepumpt und drei Räder hatten die noch. Wahrscheinlich. Denn ich bin zur Tanke, ein paar Tropfen Sprit einwerfen und wollte den Luftdruck checken, aber der Reifenfüller war kaputt. Muss ich nachholen bei der nächsten Tankstelle an der ich vorbeifahre.

Auf der Fahrt nach Bayern habe ich einen großen Neuteileposten für den Prolo eingesammelt.

So viele Neuteile? Spinnt der KLE jetzt? Nun, das ist eine längere, auch eher traurige Geschichte, denn die Teile waren für einen anderen Polo gedacht, der leider das Zeitliche gesegnet hat.

Hand aufs Herz: Wer hätte den noch erkannt? Ursprünglich hörte der Wagen auf den Namen Ford Locus und sah so aus:

Der stand so auf unserem Clubstand auf der Techno Classica als Baustellentoilette zum Thema „Pfusch am Bau“.

Der einzige Wagen auf der Welt vermutlich, der einen Handtuchhalter eingetragen hatte.

Ronny, der Erbauer und bis zuletzt Eigentümer, hatte ihn innerhalb des Fusselforums sozusagen als Wanderhure als Dauerleihgabe weitergegeben in der Hoffnung, dass er immer weiterentwickelt wird. Grundkonzept war übrigens ursprünglich: Es muss nicht gut aussehen und Perfektion war verpönt (nicht, was die Technik angeht), es sollte einfach das Machbare ausgelotet werden.

So wurde aus dem Wagen unter den Händen von Christoph und der Hilfe von Ronny „POW“. Man erkennt den Locus im POW noch, aber er hat trotzdem einen komplett eigenen Look entwickelt.

Er machte einen Raketenwagen aus dem Bock.

Leider war Christoph mit dem Wagen in einen Unfall verwickelt. Mit vereinten Kräften wurde er wieder auf die Straße gedengelt. Christoph wurde mit dem Wagen aber nicht mehr glücklich, so sollte er zum nächsten Fahrer und in die nächste Evolutionsphase gehen. Eigentlich eine spannende Geschichte. Dafür wurden die Neuteile angeschafft, weil Ronny sicher gehen wollte, dass das Auto technisch zu 100% fit ist. Auf der Bühne stellte sich aber heraus, dass der Wagen einfach zu krumm war und dass der Aufwand, das zu richten einfach zu groß war. Eigentlich wollte ich nur ein paar Teile für meinen Prolo, wenn die eh in die Tonne wandern. Unter anderem die Windschutzscheibe als Backup. Die habe ich auch geborgen.

Der Anlasser hat den Ausbau nicht überlebt, den Tank habe ich vergessen anzufragen. Den hatte Ronny mal erneuert, eine Sollbruchstelle am Polo. Was ich auch vor dem Schrott gerettet habe, waren zwei rostige Opel Frontera A Kotflügel.

Die wären in der nächsten Evolutionsphase an den äh ja, wie der Polo dann eben geheißen hätte, gekommen. Was ich damit mache? Ich weiß es noch nicht. Sind schon schrottig, aber wunderbar, um zu testen, ob das am Polo aussehen würde. Denn gerade die hinteren Radläufe sind so markant am Polo, das muss ich irgendwann ändern. Eigentlich würden mit Corsa A Radläufe gefallen, die vom Frontera sind breiter. Aber ob ich das brauche? Breite Reifen auf einem Winterauto sind ja unsinnig, da wird es bei dem Kompromiss 165er bleiben…

Die Neuteile brauche ich aktuell nicht, aber es sind ja Verschleißteile und der Prolo wird ja gefahren. Da konnte ich der Gelegenheit nicht widerstehen.

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Erhöhung

Letzthin habe ich die Tischkreissäge in der Werkstatthölle angeworfen – in der Wohnung will ich inzwischen wegen den Sägespänen nicht mehr sägen – es steht schon zu viel rum, das ich danach wieder putzen müsste.

Holzreste, die ich noch hatte oder vom Sperrmüll geholt hatte in verschiedenen Stärken. Ich brauchte lauter kleiner Bretter in bestimmten Höhen.

Ich wollte damit ein optisches Problem lösen – ja ich weiß, ich verliere mich ab und an in Details. Teilweise habe ich sie auf dem Balkon lackiert, teilweise war es nicht nötig, weil man die Brettchen eh später nicht mehr sieht. Sie waren für verschiedene Vitrinen, wie zum Beispiel hier eine Seite des Buffetschranks.

Mich nervte einfach, dass der Rand mancher Vitrinen viel zu viel verdeckte. Also habe ich das hochgeholt bis zur Kante.

Die zwei größeren Vitrinen bekamen zusätzlich Glaseinlegeböden – ich habe noch genug Glasplatten zum Verschneiden. Da kann ich ruhig verschwenderisch arbeiten und immer so eine geschliffene Kante vorne behalten.

Uhrenkasten? Kann man gerne wissen, aber als Vitrine funktioniert das auch super.

Selbst die dreigeteilte untere Hälfte des anderen Regulatorgehäuses – das ist doch 1000x besser als eine schnöde IKEA Vitrine.

So langsam zieht die Sammlung ein. Und ich habe immer noch nicht alles in der Wohnung.

Passt überhaupt nicht zu mir, aber ich habe jetzt die Chance, das mal vernünftig zu ordnen und so einen Überblick zu bekommen, was man so alles hat. Es fällt einem auf, dass so manches doppelt in Vitrinen war. Das wird jetzt radikal aussortiert und zum Tausch oder Verkauf angeboten.

Und ich habe immer noch Sachen, von denen ich bis heute nicht weiß, wo ich sie unterbringen kann…

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Posted in Pirat

Das wird wohl eine größere OP

Der Pirat musste hart ran die letzte Zeit bei meinem Umzug auf Raten. Was der alles wegschleppen musste… Ging nicht spurlos an ihm vorbei, aber eigentlich hat das nix mit diesen Aufgaben zu tun.

Zunächst verabschiedete sich der Lichtschalter. Also er ging nicht kaputt, er verschwand im Armaturenbrett.

Die Tachoblende war gebrochen – über 30 Jahre altes Plastik gibt eben schon einmal auf. Kein Problem dachte ich mir. Da habe ich was im Fundus. Jein. Ich hatte solche Blenden, aber da gibt es wieder einen Unterschied von Vorfacelift zu Nachfacelift. Eine Variante – ich denke Nachfacelift, hat eine zusätzliche eingeklipste Blende über dem Lichtschalter. Und natürlich hatte ich nur die Variante.

Die zusätzliche Blende? Irgendwo tief in irgendeiner Kiste – ich fand sie auf die Schnelle nicht und irgendwann fehlte mir der Nerv das zu suchen. Also erst einmal ohne.

Die Blende ist aber schon organisiert für überschaubares Geld. Bleibt ja quasi bei jeder Schlachtung über – man muss sie nur finden.

Aber da gibt es schwerwiegendere Probleme – ohne die das Auto zwar auch zuverlässig fährt, aber die tierisch nerven.

Die Tankuhr geht nicht. Erste Herangehensweise – checken, ob der Tankgeber hin ist. Das passiert schon einmal. Dazu schließt man den am Tankgeber kurz. Geht vom Kofferraum aus.

Die Tankuhr bleibt tot. Gemessen, ob Masse da ankommt – ist gegeben. Also sollte es die Tankuhr im Tacho sein. Aus einem Schlachttacho eine andere ausgebaut, getestet – die geht und eingebaut.

Auch die Tachofolie angesehen – keine Beschädigung der Leitung zu erkennen. Und siehe da: Die Tankuhr bleibt weiter tot. Eigentlich kann es jetzt ja „nur“ noch am Kabelbaum liegen, oder?

Und da ist ja auch noch das Problem der Lüftung, die nach wie vor spackt. Ich fuhr bei Regen, Lüftung ging temporär bis zwei Sicherungen flogen. Nicht nur die von der Lüftung, sondern auch die vom Scheibenwischer. Es ist echt lustig bei strömendem Regen unterm Armaturenbrett Sicherungen auszuwechseln.

Ich hatte nur große Sicherungen im Auto – also temporär stärkere rein. Ging für den Moment. Was dann passierte ließ nur einen Schluss übrig: Ich habe einen Poltergeist. Schaltete ich die Lüftung ein, ging der Scheibenwischer mit an – und nicht wieder aus.

Verzweiflungstat. Vielleicht zieht der Lüftermotor Masse über den Scheibenwischer. Also habe ich es mit einem Bypass für das Massekabel am Lüftermotor probiert.

Ohne Erfolg. Den nächsten Verdächtigen, die Zentralelektrik habe ich durchgemessen – kein Kurzschluss zwischen den Sicherungen. War auch nur so halb logisch.

Meine derzeitige Vermutung: Da ist ein Kabelstrang unterm Armaturenbrett zusammengeschmolzen. Das würde eventuell auch das mit der Tankuhr erklären, denn auch da scheint der Fehler in der Zuleitung zu liegen. Und das wird eine größere OP das alles auseinanderzuschneiden. Hab ich da Bock drauf…

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Lückenfüller

Die Decke meines neuen Vitrinenaufsatzes gefiel mir nicht. Ich habe ein wenig umhergedacht, was so passen könnte und entschloss mich, da in die Lücken irgendwelche Bretter einzupassen. Ich wollte die direkt im Baumarkt sägen lassen und musste dazu in einen anderen Baumarkt. Mein Stammbaumarkt sägt nur Platten bis minimal 30cm Breite. Aus Sicherheitsgründen hieß es, als ich das einmal versucht hatte zu bestellen. Also ging ich eben in einen anderen Baumarkt, der nicht wusste, wie todgefährlich das ist, Bretter in 27cm Breite zu sägen. Das war meine Breite und die Stärke musste 15mm sein, damit das bündig abschließt. Was gibt es für kleines Geld? OSB Platten in der Stärke. Kosteten keine 5.- Euro zusammen.

So OSB Platten haben schon eine interessante Oberfläche, das passte aber nicht so recht zusammen. Also habe ich es lasiert – und da die Leisten drumrum schon dunkel waren, eben dunkel in Nussbaum. Natürlich vorher die OSB Platten angeschliffen.

Nein. das war es noch nicht, erst die zweite Schicht brachte ein interessant aussehendes Ergebnis. Ich habe das übrigens gerollt, mit dem Pinsel hatte ich zu sichtbare Streifen.

Als ich im Baumarkt wollte ich auch Möbelmagnete kaufen und da sah ich, dass es für kleines Geld Möbelschlösser gab, die mit meinen identisch auszusehen schienen. Also eines mitgenommen. Als ich das alte Schloss abgeschraubt hatte, wusste ich warum die so billig sind. Es zerfiel in seine Einzelteile.

Das neue Schloss reingeschraubt – äh, da passt was nicht!

Das neue Schloss ist kleiner – zum Vergleich die andere Seite:

Ein lösbares Problem. Ich muss eben ein Blech biegen als Gegenstück, das einen cm weiter reinreicht. Ärgerlich ist es trotzdem.

Über der Vitrine habe ich die vorbereiteten Regulatoren Gehäuse aufgehängt, andere gesammelte Vitrinen vom Flohmarkt, einen umfunktionierten Humidor und meinen eigentlichen Regulator.

Der Humidor ist eigentlich kein „richtiger“ Humidor, es fehlen Belüftung etc. Ich denke, das war mal ein Verkaufsregal für Zigarren. Man erkennt in ihm den Inhalt schlecht, weil die Scheibe getönt ist und dann auch noch das dunkle Holz. Deshalb habe ich ihn innen weiß rausgestrichen.

Er bekommt noch eine zweite Farbschicht, das hat nicht 100% gedeckt.

Der Regulator ist etwas ganz Besonderes für mich.

Zunächst erscheint er eher schmucklos gegenüber anderen Pendeluhren. Man muss schon genauer hinschauen, um die Besonderheiten zu erkennen. Da ist dieses Rad, das sich mitdreht.

Hier kann man Stifte einstecken. Wozu das? Das ist eine alte Werksuhr. Obwohl eine mechanische Uhr, ist sie verkabelt, denn sie steuerte sie Werkssirenen und vielleicht sogar noch mehr. Am faszinierenden finde ich diesen Schalter.

Kapiert, was der macht? Das ist tatsächlich ein mechanischer Schalter. wird er durch einen Stift gekippt, fließt in dem Glaszylinder mutmaßlich Quecksilber auf die andere Seite und schließt den Kontakt. Habe ich nirgendwo anders gesehen.

Leider läuft die Uhr nicht. Wenn man das Pendel anschmeißt, tickt sie, der Sekundenzeiger will sich drehen, hängt aber. Zudem ist leider die Kette zu weit durchgezogen, so dass ich das Gewicht nicht anhängen kann.

Neben der faszinierenden Technik begeistert mich aber noch mehr an der Uhr. Zum einen die Geschichte, wie ich zu ihr gekommen bin. Sie stammt aus der selben Fabrik, aus der auch meine Lampen im Büro sind. In diesem Fabrikgebäude, das damals zum Teil schon eingestürzt war, haben wir Anfang der 90er eine große Party veranstaltet. Ein Stück Jugenderinnerung. Die Fabrik wurde danach eingerissen. Und im Gehäuse fand sich ein Wartungszettel.

Der Regulator wurde am 14.05.1968 das letzte Mal gewartet – exakt einen Tag vor meiner Geburt…

Vielleicht finde ich irgendwann jemanden, der die Uhr wieder zum Laufen bringt. Scheint nur ein kleines mechanisches Problem zu sein – aber ich bin eben kein Uhrmacher.

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Aufsätze

Begonnen haben die Begehrlichkeiten mit diesem Buffetschrank.

Der stand letzten Freitag in der Gruppe „Free Your Stuff“ bei Facebook zu Verschenken. Er hatte einige Schäden, aber ich wollte nur den Aufsatz und die zwei Abplatzer – dafür findet sich eine Lösung. Da aber niemand sonst den Schrank wollte, ließ sich der Verschenker darauf ein, dass ich auch nur den Aufsatz bekommen könnte. Anfangs. Wir telefonierten, da ich das erst gestern hätte abholen konnte, alles kein Problem. Bis gestern die Meldung kam, der Schrank wäre kaputt gegangen.

Kann man jetzt glauben oder nicht, besonders wenn die Nachricht über den Messenger kommt und niemand mehr ans Telefon geht. Aber es änderte ja nichts am Umstand, dass ich den Schrankaufsatz nicht bekommen konnte. na dann schauen wir mal bei eBay Kleinanzeigen, ich war im Abholmodus.

Anderer Style, die Vitrine nicht bis nach unten, aber auch für umme. Rufen wir doch mal an, ob ich auch da nur das Oberteil haben könne. Konnte ich. Also hin und was stand da? Ein weiterer Schrankaufsatz. „Was ist mit dem?“ „Ach, nehmen Sie ihn mit, der fliegt sonst auf den Sperrmüll.“ Dann kam mein Sprachfehler zum Zug – ich konnte nicht nein sagen. Passte nicht mehr in den Kofferraum neben dem anderen Aufsatz, aber ich hatte die Dachträger mit.

Den kleineren Aufsatz konnte ich alleine in die Wohnung tragen.

Zu dem mache ich mir noch Gedanken – der war ja eigentlich gar nicht geplant. Für den anderen brauchte ich einen Helfer, um ihn in die Wohnung zu tragen, aber auch der fand sich.

War schon etwas mitgenommen, viele Kratzer etc. Zudem fehlte eine Blende am Schlüsselloch.

Ich griff zum Leinöl, 1:1 mit Terpentinersatz gemischt. Die Blende hatte ich vom Unterteil geklaut. Die Verschenkerin hatte das erlaubt. Die Schraubenlöcher waren natürlich ausgerissen, die habe ich erst einmal mit Holzleim aufgefüllt. Muss ja nicht viel halten. Ist doch gleich ein komplett anderes Bild:

Die Schlüssel, die dabei waren, passen natürlich mal wieder nicht zum Schloss. Ich denke mal, ich lass die Schlösser weg und mache dezente Griffe und Magnetschnapper dran. Ich verstehe das eh nicht, warum an solchen Schränken immer Schlüssel dran sind. Wer sperrt schon seine Schränke daheim ab? Also außer man hat Kinder und sperrt beispielsweise den Alkohol oder die Pornosammlung weg.

Das war ein Küchenbuffetschrank. Und diese Schränke haben meist Einsätze für Schütten für Mehl, Zucker, … Meiner machte da keine Ausnahme.

Mehl im Speisezimmer? Raus mit allem, das keine Miete zahlt!

Die Einlegeböden muss ich noch versetzen – der Aufsatz hat die ideale Tiefe für Aktenordner. Für was ich mir noch Gedanken machen muss, ist die Fläche oben.

Das war eben nicht dafür gedacht, dass man da draufsieht, entsprechend lieblos ist das gemacht, die Flächen zwischen dem Gerippe ist nur Sperrholz. Vielleicht sollte ich das kacheln? Ob mich dann der Zentralrat der Fliesentischbesitzer aufnehmen würde?

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7 Jahre Pech

Ich hatte ja meine restlichen großen Möbel in die Wohnung geholt, aber die bedeuten weitere Arbeit. Fangen wir mit dem Sofa an. Das stammt von meiner Ur-Uroma. Entsprechend alt ist es. Nicht aber der Bezug. Meine Oma – die übrigens letzten Samstag 100 Jahre alt geworden wäre – hatte sich damals so gefreut, dass ich das Sofa haben will und es nicht nach ihrem Tod auf den Sperrmüll geht, dass sie es auf ihre Kosten neu beziehen lies.

Ich find es extrem cool, auch wenn es bequemere Sofas gibt. aber über 100 Jahr gehen nicht spurlos an so einem Möbelstück vorbei. An einer Seite der Lehne war das Holz schon einmal geklebt. Und da war es bei Transport wieder auseinandergebrochen.

Nicht komplett ab, aber das musste ich natürlich Fixen. Wie anpressen dafür? Ich wählte einen Spanngurt. Um die Ecken habe ich beidseitig ein Handtuch gelegt, damit der Spanngurt das Holz nicht beschädigt.

Holzleim rein und festratschen. Ich denke, das Sofa macht wieder mächtig etwas her.

Nächster Patient ist ein hoher Schrank mit Spiegel.

Gerade am unteren Rand sieht man: Der hat gelebt! Es handelt sich um einen Schrank komplett aus Fichtenholz. Bin mir jetzt gar nicht sicher, ob er von einer Großtante stammt, oder von meinen Urgroßeltern. Nun darf man in meinen Augen einem Möbelstück ruhig sein Alter ansehen, aber dass das so rausblitzt gerade am unteren Rand, das war mir zu viel.

Ich griff zu Beize in Nussbaum dunkel. Mit dem Pinsel aufgetragen und danach abgewischt.

Ich wiederholte den Vorgang mehrmals, bis ich der Meinung war, das ist ok für mich.

Die freigeschliffene Stelle kam daher, dass die Tür da heftig klemmte. Ich habe sie ein wenig abgeschliffen. Es ist noch nicht ganz weg, aber inzwischen nicht mehr so heftig.

Natürlich hatte ich wieder mit den schiefen Böden. Ich behalf mir mit der Lochsäge, um entsprechende Scheiben zu sägen in verschiedener Dicke.

Natürlich mussten auch die Stützen mit Beize dunkel gemacht werden.

Dazu mussten die Stützen wieder raus und da passierte es. Der Schrank kippte nach vorne, ich stütze ihn an der Tür und KNACK. Was hab ich mich geärgert, Der Spiegel war das geilste an dem Schrank. Schön mit einem geschliffenen Rand.

Wäre ich abergläubisch, würde das 7 Jahre Pech bedeuten. Mir reicht das Pech, dass der Spiegel jetzt hin ist.

Und wie nennen wir das? Gestaltungsanlass! Orangefarbener Streifen, Jägermeisterkleber drüber, die Schadstelle ist überklebt.

Ohne den Kleber und stattdessen einen heilen Spiegel fände ich 1000x besser, aber das ist eben jetzt so. Aber gerade wenn man den unteren Rand sieht – das sieht deutlich besser aus, als vorher. Und ich habe dem Schrank nicht die Seele geraubt.

Die Ausgleichscheiben schauen sich jetzt auch einigermaßen weg.

Eventuell spende ich dem Schrank noch etwas Leinölfirnis.

Am oberen Rand fehlte seitlich ein Teil des Rands. Den hatte ich auch, aber der war zu groß. Keine Ahnung, wie es zu dieser Konstellation kam.

Ich hatte das immer verschoben, das einmal zu fixen. Doch jetzt einmal Nägel mit Köpfen. Ich habe mit einem Cuttermesser beidseitig etwas weggeschnitzt, bis es passte. Das war schon mehrfach geklebt, so dass beide Seiten Leimspuren hatten. Da hält kein Holzleim mehr, deshalb entschied ich mich für Montagekleber. Der hält im Gegensatz zu Uhu Alleskleber, den vermutlich als letztes meine Oma verwendet hat.

Dritte Baustelle sind eine Anrichte und ein Buffetschrank aus dem Vorbesitz meiner Urgroßeltern. Am vergangenen Freitag haben wir das einfach in die Wohnung getragen.

Problem: Der Aufsatz von dem Buffetschrank musste auf das Unterteil. Vorher wollte ich aber erst das Unterteil an den schiefen Boden angleichen und dann das Teil hochheben. Aber alleine? Vergesst es. Also habe ich am Sonntag auf Facebook einen Aufruf in einer „Free Your Craft“ Gruppe losgelassen. War je keine große Aktion. Und tatsächlich stand 20 Minuten später ein mir vollkommen unbekannter Helfer in meiner Wohnung und hob das Teil mir an.

Ursprünglich wollte ich den hohen Schrank direkt daneben stellen, deswegen hatte ich die Anrichte in die Mitte platziert. Denn Buffetschrank und der Spiegelschrank haben unterschiedliche Höhen. Meine Oma hatte die nebeneinander stehen und das sah richtig depp aus. Aber ich habe mich umentschieden und den Spiegelschrank gegenüber gestellt. Und je mehr ich mir das angesehen habe, desto mehr kam ich zur Einsicht: Die müssen anders herum stehen. Der Buffetschrank klaut zu viel Licht.

Ich wollte auch hier den Lack, der anders als am Spiegelschrank ist, mit Beize nacharbeiten. Ging aber nicht, anscheinend ist das Holz geölt oder gewachst, es nimmt die Beize nicht an. Da muss ich mir weitere Gedanken dazu machen.

Bei den Schlüsseln für all den Vitrinenaufsätzen und Schränken habe ich soweit alles wiedergefunden. Nur ein Vitrinenaufsatz war zugeschlossen und es passte ums Verrecken kein Schlüssel. Des Rätsels Lösung: Der alte Schlüssel war abgebrochen. Kaum zu glauben – er hakelt ein wenig, aber es schließt ein eigentlich vollkommen anders geformter Möbelschlüssel aus der Grabbelkiste.

Glück gehabt! Sind die 7 Jahre Pech schon rum?

 
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Ich hab ja noch mehr…

Es wurde langsam Zeit, meine restlichen Möble, die ich eingelagert hatte, in die neue Wohnung zu bringen. Vorher hieß es aber erst einmal wieder Platz zu machen – einen kompletten Pirat mit Sperrmüll und Elektronikschrott habe ich zusammenbekommen.

Wenigstens ist Sperrmüll und Elektrokschrott zu entsorgen kostenlos. Und es tut manchmal weh, was weggeworfen wird. Diese Kühlschranktür – schon abmontiert – hätte eine schöne Magnetpinnwand abgegeben.

Aber einmal dort abgegeben, darf man es nicht mehr mitnehmen – glaubt mir, ich habe gefragt.

Ich wollte eine große Aktion anzetteln, die restlichen Möbel zu bergen – es war den meisten zu kurzfristig. letztendlich habe ich gestern „nur“ zwei Helfer zusammenbekommen. Doro und Calli. Der kam stilvoll im VW T2a.

Und er brachte seinen Anhänger mit. Kein Riesending, offen, aber mit 2x Fahren war es zu schaffen.

Einige meiner Wohnzimmermöbel sind Familienerbstücke. Einige Schränke stammen aus dem Besitz meiner Urgroßeltern. Aus dem Holz der damals eigenen Wälder von einem Schreiner gebaut. Trotzdem wollte sie außer mir niemand in der Familie – zu dunkel. Ich bin sentimental, ich steh auf Möbel mit Geschichte.

Mein Sofa stammt von meiner Ur-Urgroßmutter und meine Oma durfte als Kind auf dem guten Stück nicht sitzen.

Macht das Zeug nicht leichter. Aber ehrlich gesagt: Die drei Mann, bzw. eine Frau und zwei Männer, waren genug. Eine fiese Schlepperei in den 2. Stock durch eine enge Treppe war es trotzdem. Aber es ist alles da.

Bei dem Ohrlehnensessel (ohne Geschichte) hatte ich Bedenken, dass er durch die Türen passt. Aber es ging ums Arschlecken.

Ich zog es vor, dann etwas zu chillen, das Sofa beispielsweise schraube ich später wieder zusammen.

Auch muss ich die Möbel ausrichten – die schiefen Böden. Aber ein was konnte ich mir nicht verkneifen – Vitrinen stapeln.

Das sind drei Vitrinenaufsätze von Buffetschränken, die mich schon länger begleiten. Wenn so etwas beim Sperrmüll an der Straße steht, kann ich nicht vorbeigehen. Die klobigen Teile darunter lasse ich immer stehen. Früher standen die bei mir in einem schmalen Flur – an der Wand in einem größeren Raum kommen sie aber erst richtig zur Geltung.

 
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Ich geb mal Gas

Im Bad über der Toilette war bereits eine Lampe, als ich meine Wohnung bezog. Naja, positiv ausgedrückt, ich fand die langweilig.

Ich hab das erst einmal gelassen, aber als eine der Birnen kaputt gegangen ist, hatte ich meinen Gestaltungsanlass. Eine Lampe kaufen? Wollte ich nicht. Ich erinnerte mich an eine Lampe, die ich eher mal zwischen 12 und Mittag für die Werkstatt gebaut hatte, aber nicht nutze- Ein Vergaser mit Ansaugbrücke, eine gebrauchte Keramikfassung rein, fertig.

Schockte nicht wirklich, aber eine gute Basis. Da das viel zu schräg hing, flexte ich den Krümmer erst einmal schräg ab. Aber da fehlte schon noch etwas – ein Sockel. Ich flanierte durch die Vorhölle, da stand irgendein Rest herum von einer alten Tür oder whatever. Müll, aber altes Holz.

Ein Brett herausgetrennt, abgesägt auf richtige Länge, Löcher gebohrt zur Verschraubung des Krümmers. Aber was noch fehlte, war der Platz für den elektrischen Anschluss. Das Brett war dick genug. Ich habe mit so einem Dosenbohrer, oder wie man das nennt, erst ein kleines Stück reingesägt, dann den Bohrer in der Mitte kürzer eingestellt, damit ich das Brett nicht durchbohre und tiefer gebohrt. Mit dem Stechbeitel habe ich dann das Holz in der Mitte herausgestemmt.

Das Holz auf der Sichtseite habe ich nur etwas angeschliffen, um die Patina zu erhalten. Zwischen Vergaser und Krümmer habe ich ein Erdungskabel geschraubt – sicher ist sicher.

Alles zusammengeschraubt, sah schon einmal viel besser aus.

Die „Technik“ habe ich mit einer kleinen Drahtbürste etwas sauber gemacht, das Brett mit Leinöl behandelt. Und je mehr ich mir das ansah, desto mehr kam ich auf den Gedanken, dass die Birne nicht nach oben, sondern nach unten zeigen sollte. Die Löcher zum Verschrauben, ermittelte ich vor Ort – ich wollte nicht mitten in den Kacheln bohren. Und ich besorgte eine dekorative Birne, die von den Proportionen passt.

Fertig ist die Lampe und natürlich leuchtet sie auch.

Wenn wir gerade beim Leuchten sind. Ich hatte da schon länger billige „Leuchtstoffröhren“ besorgt. Also keine „echten“ Leuchtstoffröhren, sondern natürlich LED Leuchten. Damit wollte ich die Fenstervitrinen illuminieren.

Für den kleinen Preis sind die Gar nicht schlecht. Vor allem haben sie je ein Verbindungskabel dabei, um sie in Reihe zu schalten, das macht das Verkabeln sehr easy.

Doof nur, dass die für meinen Zweck viel zu kurz waren. Aber ab Lampe zwei brauchte ich ja das eigentliche Kabel nicht, also lötete ich mir einfach längere Verbindungskabel zusammen.

Was die Beleuchtung bringt, sieht man am besten an einem Bild, bei dem noch nicht alle Lampen angeschlossen sind.

Jetzt zahlen sich auch die Glasböden aus, denn sie lassen das Licht durch zu den unteren Ebenen.

Noch muss ich das in der hintersten Vitrine einstecken, aber ich will da einen Stecker einbauen, der mit Fernbedienung – oder noch besser mit irgendeiner Handy App funktioniert. Denn ich weiß genau – die Fernbedienung werde ich wieder ständig suchen…

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