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Folienregal

Bevor ich gestern loslegen konnte, stand wie üblich Materialbeschaffung auf den Plan. Nicht nur, dass ich Holz und Schrauben vom Baumarkt geholt habe, auch war ich auf der Suche nach Brettern auf dem Sperrmüll. Das gibt es so massig, ich war nicht wirklich lange dafür unterwegs.

Eigentlich eine Schande, was da alles entsorgt wird. Klar, manches war auch Bruch und lag begründet auf dem Müll.

Ich baute zunächst einen zweites Regalelement, wie das erste, dann schraubte ich mit Winkeln und Schrauben durchs Holz. Nach den Leitern kamen die Rechen.

Ich habe so einiges aus meiner letzten Wohnung gelernt. Ich habe einen Schneidplotter und wohin immer mit den Folienrollen? Ganz klar! Über den Plotter.

Für eben diesen Schneidplotter habe ich auch eine Lücke im Regal gelassen. Das dritte Regalelement teilt sich inzwischen mit dem zweiten einen Träger, ist aber nicht ganz so tief. Und über die Folienablage kam noch eine Ablage.

Das ist dem Platz geschuldet, denn an der angrenzenden Wand kommen zwei Arbeitstische hin – zudem hat man ja einige Dinge, die nicht so tief sind.

Kann sein, dass ich den einen oder anderen Boden noch versetze, aber das Upcycling Regal steht jetzt erst einmal. Es kommt sicherlich noch das eine oder andere Wandregal dazu, Stauraum kann man nicht genug haben. Die restlichen Möbel sind aber dann Standardmöbel. Einiges ist ja noch gut aus meiner alten Wohnung. Und ich gebe es zu – manches ist auch von Ikea. Im Büro ist das ok.

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Holzschlacht

Nach dem Streichen kommt immer diese leidige Arbeit das Klebeband zu entfernen, Farbspritzer entfernen etc. Nicht mein Lieblingsjob. Aber er muss getan werden. Dann habe ich die Tür wieder eingehängt. Da fehlte die innere Türklinke. Ich hätte da gerne etwas Altes, aber die Flohmärkte finden gerade nicht statt. Eine Billigklinke aus dem Baumarkt passte zunächst nicht, weil der Dorn nicht lang genug war. Ich hab die Klinke stumpf mit der Flex gekürzt, damit ich mich nicht einsperren kann.

Nicht wirklich schön, aber irgendwann öffnen wieder die Flohmärkte ja wieder. Ich mag diese alte Türmechanik.

Apropos Türmechanik, der Kleber der Jägermeister Flaschen war natürlich jetzt fest.

Dann flogen die Sägespäne. Alles, was ich an überflüssigen Spanplatten hatte, habe ich auf 40cm x 60cm gesägt. Reste von der Küche, Sperrmüllfunde. Zudem habe ich Rahmenhölzer und Latten besorgt. Ungehobelt. Richtig schön Grobschlächtig. Auch das musste zurechtgesägt werden.

Die Bretter waren Müll, nennt man wohl Upcycling. Dann ging es dran, Träger aus den Latten zusammenzuschrauben – Quasi eine Art Leitern.

Die Querlatten hatte ich vorgebohrt, mit dem Akkuschrauber geht der Zusammenbau recht fix. Zwei dieser Leitern, die zurechtgesägten Bretter vorgebohrt draufgeschraubt. Das Regal mit zwei Winkeln an der Wand fixiert, dass es in der Waage steht und das erste Element stand.

Ich finde es gut, dass die Bretter verschiedene Farben haben, mal sehen, was sich da die nächsten Tage noch so findet.

Was ich nicht eingerechnet hatte, war mal wieder der schiefe Boden. Die Schräge machten die Regalböden natürlich mit. Und die Schräge war nicht unerheblich.

Aber kein Thema, Schrauben lösen von jeweils einer Querstrebe, ausrichten und wieder anspaxen. Ich hätte gerne weitergebaut, aber mir gingen die Schrauben aus. Und das kurz nach Baumarktschließung.

Half nix. Das war´s an der Regalfront für gestern. Ich habe mich noch um die Fliesen im Bad gekümmert. Die sind wirklich fies durchlöchert.

Klar, ganz weg bekomme ich das nicht. Es geht ums kaschieren. Ich hab ein Fliesenreparaturset geordert, mit dem die Schadstellen per Wachs gefüllt werden und so die Fehlstellen optisch verschwinden lassen. Ich bin gespannt, wie gut das funktioniert. Ich habe das erst einmal mit Spachtelmasse für Kachelfugen aufgefüllt.

Fällt schon mal weniger auf als vorher.

Auf der Heimfahrt fuhr ich an zwei Sperrmüll Hotspots vorbei. War an Brettern leider nicht viel zu holen, da muss ich morgen noch einmal los und suchen. Das meiste war einfach zu dünn oder zu verrottet. Früher lag an den Stellen immer mehr Sperrmüll. Aber wenn man es braucht…

Aber ich habe wieder drei verschiedene Kreuzplatten geborgen. Da hat wirklich jeder Hersteller ein anderes Modell.

Das ist wahrscheinlich aussichtslos, auf dem Sperrmüll die passende zu finden. Aber ich sehe eine andere Chance. Die Einbauküche ist von einem Markenhersteller.

Und in Mainz gibt es einen Händler, der diese Küchen führt. Ich werde wohl mal mit einem Muster bei dem vorstellig werden müssen…

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Die Sache mit der Kreuzplatte

Ich bin ja schon fast gewohnt, dass ich fast täglich in den Baumarkt fahre, aber gestern war Sonntag und mir fiel auf: Scheiße, ich will streichen und habe vergessen ein neues Abstreifgitter zu holen. Eigentlich eine Vorsichtsmaßnahme, denn ich hatte meines für die blaue Farbe benutzt und nicht sauber bekommen und ich hatte ein wenig Angst, dass das die neue Farbe verfälscht, wenn das angelöst wird. Aber ein Aufruf auf Facebook und ich hatte ein gebrauchtes. Carolin, eine Freundin aus der Fastnacht, gab mir ihres.

Ich konnte anfangen, das Büro zu streichen. Wieder ein Problemzimmer, weil dunkel gestrichen. Aber als erstes kam die Decke dran. Fiese Styropordecke, von der auch eine Platte abgefallen war.

Die hatte ich vorab schon wieder festgeklebt. Ich hatte erwägt, die Platten rauszureißen, aber Peter, mein Malermeister, warnte mich: Der Kleber könnte lösungsmittelhaltig sein und dann habe ich ein Problem, weil das beim Streichen durchschlagen könne, wenn ich nicht lösungsmittelhaltig grundiere. Ich ging den Weg des geringsten Widerstandes, spachtelte einige Beschädigungen bei und strich die Decke neu.

Immer noch nicht mein Favorit bei Wohnungsdecken, aber erträglich. Und es ist ja „nur“ das Büro. Dann ging es weiter mit den Wänden – die waren ja knallbunt.

Aber ich hatte ja jetzt Profifarbe. Die abgetönten farbigen Stellen deckte es wirklich beim ersten Streichen, nur bei den dunkelblauen und intensiv roten Teilen musste ich ein zweites Mal drüber. Aber da die Farbe sehr schnell trocknete, konnte ich das direkt im Anschluss machen.

Viel heller – gefällt mir. Das war mein Tagesziel gestern – war ja Sonntag. Aber um ein paar Kleinigkeiten habe ich mich dann doch noch gekümmert. Ich hatte inzwischen genug leere Jägermeisterfläschchen. Ich konnte die restlichen Griffe in der Küche kleben.

Was immer noch fehlt ist das Scharnier des Eckschranks, bzw. ist da die Kreuzplatte gebrochen. Gussteil, kann man leider nicht reparieren. Im Baumarkt gibt es so etwas zu kaufen – ist aber zu klein – rechts die andere Kreuzplatte aus dem Schrank zum Vergleich:

Irgendwie scheint da jeder Hersteller andere Maße oder Systeme zu haben. Und bei eBay etc. finde ich keine Maße. Ein Fischen im Trüben. Bei der Anfahrt sah ich Küchenschränke auf dem Sperrmüll. Vielleicht habe ich ja Glück?

Hatte ich nicht. Da waren gar keine Kreuzplatten verbaut, sondern Halter aus Plastik.

Mein Jagdinstinkt war geweckt. Wo steht noch Sperrmüll? Etwas herumgefahren – und da stand schon der nächste Haufen. Diesmal ein Kleiderschrank.

Das sah besser aus. Ich hab eine Kreuzplatte mitgenommen, auch wenn die auch nicht exakt meine Maße hatte. Diese Kreuzplatte ist aus Blech und nicht aus Guss.

Aber ich muss demnächst eh nach Sperrmüll suchen. Ich werde Regale für das Büro bauen. Massiv, aber wie sie aussehen, ist eher zweitrangig. Wozu da Bretter kaufen? Einige stiftete bereits dieser Kleiderschrank.

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Gut gebettet

Weiter geht’s mit dem Bett. Das war mir ja zu niedrig. Ich habe zwei Kanthölzer an jeder Ecke verleimt. 15cm höher.

Kann sein, dass ich da noch eine Halteplatte, wie auf den Seiten verschrauben muss, weil die Auflagefläche nicht reicht – ich werde sehen, wenn der Leim angezogen hat.

In der Mitte fehlte noch eine Strebe. Ein Kantholz, ein paar Winkel, zwei Stützen, Problem gelöst.

Jetzt konnten die Lattenroste drauf. Einen hatte ich noch, der andere war kaputt und wurde feierlich dem Sperrmüll überlassen. Also einen bei eBay geordert. Ein Puzzle XXL.

Ging alles, bis auf den mitgelieferten Inbusschlüssel, der war nach 4 Schrauben rund.

Mattratzen drauf und siehe da, ich habe ein Bett.

Bei der Bergung des Kleiderschranks habe ich den dazugehörigen Spiegel mit abgestaubt. Gemessen, Löcher gebohrt und er hing vollkommen schief. Schon wieder vermessen? Das kann doch nicht sein? Nein. da war ein anderer Künstler am Werk, der sich vermessen hatte – die Halter an der Rückseite wurden den Schrauben in der Wand angepasst und waren auf vollkommen unterschiedlichen Höhen.

Die richtigen Löcher waren schon auf der Rückseite. Der Spiegel hängt gerade.

Das Schlafzimmer ist bis auf ein paar Korrekturarbeiten und die Lampe komplett. Kümmern wir uns wieder einmal um das Bad. Da reichte die Dusche nicht für meine Größe. Ich entschied mich wieder für einen eBay Einkauf. Eine Regendusche, die kann ich schön bis unter die Decke packen. Wieder kam ein Puzzle mit einer Aufbauanleitung, die vollkommen für die Füße war.

Es waren mehr Teile, als in der teileliste und 4 Schrauben blieben übrig. Wohin die gehören, keine Ahnung. Aber ich habe ein funktionierendes System draus basteln können.

Ich musste dafür neue Löcher bohren, aber wie man sieht – da waren schon viele am Bohren – grausam. Da muss ich noch etwas machen. Ich habe die Duschstange nicht nur höher montiert, ich habe das vor allem weiter nach links versetzt. Denn so, wie es vorher war, war die Dusche zu nah am Boiler. Darauf hatte mich Peter bei seinem Besuch hingewiesen.

Ich habe online recherchiert – Mindestabstand zum Boiler sind 60cm. Vorher waren es 50cm, jetzt habe ich 90cm. Sicher ist sicher…

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Gesockelt

Ok, ich hatte mich vermessen beim Sockel, aber ich musste auch die Bodenunebenheit anpassen – schon schräg im wahrsten Sinne des Wortes. 1cm Unterschied auf 60cm Länge.

Ich habe der Stichsäge ein neues Sägeblatt gegönnt, war dringend nötig. Trotzdem: So sauber, wie in der großen Säge im Baumarkt, werden die Schnitte nicht. Augen zu und durch. Normal wird so etwas verdübelt Hatte ich keinen Bock drauf. Ich hab das mit Winkeln gelöst. und verschraubt.

Wo soll es denn hin? Bei der Anfahrt erneuter Ärger im Baumarkt. Im einen waren die breiten Umleimer ausverkauft (ich habe 22mm Spanplatten genommen), der alternative Baumarkt führt sie gar nicht. Das Projekt deshalb verschieben oder weitere Baumärkte abklappern? Ich behalf mir mit Umleimern für Arbeitsplatten.

Der Sockel war fertig. Nun den Kleiderschrank drauf aufbauen. Nur wie ohne zweiten Mann? Ich behalf mir, dass ich die zwei gebauten Sockel nach vorne zog, so konnte ich auch an der Rückwand, die bei dem Schrank aus Sperrholz und nicht aus Presspappe ist, verschrauben konnte. Die Seitenteile rein und mit der Rückwand unten verschraubt, dass sie von selbst stehen. Die Mittelteile habe ich mit Farbeimern gestützt.

Dann das Dach obendrauf und die restliche Rückwand verschraubt. Ich hab dazu moderne Schrauben verwendet. Original waren Schlitzschrauben, mit Torx/Kreuzschlitz geht es mit dem Akkuschrauber einfach schneller.

Ich musste nicht mehr an die Rückseite dran, ich konnte alles auf Position schieben. Dann kamen die Türen und die „Innereien“ dran. Die Geschichte steht.

Ist sicherlich nicht jedermanns Geschmack, ich finde es gut. Ich will aber noch den grünen Stoff im Schrank gegen dunkelblauen auswechseln, dann ist das Bild noch besser.

Mich hat tierisch genervt, dass ich von Oben auf den Schrank sehen konnte, der ist von Oben nicht wirklich schön. Früher waren die Leute eben kleiner. Kleiner Funfact: Die blaue Fläche ist fast exakt so hoch, wie ich groß bin. Und ich habe eine Kommode für meine Socken etc. Denn wirklich groß ist das Schlafzimmer nicht. Reicht mir aber.

Beim Bett musste ich nachlegen. Nur die Dachlatte wäre nicht stabil genug als Verbindung. Also noch weiter verschraubt.

Innen zur Matratze – da muss ich dem gestrigen Kommentar von Skankhunt42 – muss ich noch etwas anbringen, dass das Bettlaken keinen Schaden nimmt.

Zusammengebaut habe ich das Gestell einmal. Damit ist das Schlafzimmer auch schon voll.

Für die Mitte brauche ich noch ein langes Kantholz, das ich min. 1x abstützen muss. Da hatte ich keines da, das lang genug war. Aber insgesamt ist mir das Bett eigentlich zu niedrig. Da muss noch etwas getan werden!

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Bin ich langsam überarbeitet?

Der gestrige Tag begann wieder mit eine Kaperfahrt. Diesmal auf der Jagdliste: Eine zweiteilige TV Kommode. Natürlich wieder aus eBay Kleinanzeigen, natürlich wieder zum kleinen Preis.

Fängt der KLE nun mit dem Wohnzimmer an? Mitnichten. Ich hatte mir Gedanken dazu gemacht, welche Kommode für Socken etc. ich in mein Schlafzimmer stelle. Nimmt natürlich wieder Stellfläche. Wieso Platz verschenken? Packen wir die Kommode doch unter den Kleiderschrank. Der ist nur 1,80m hoch, da ist doch Platz nach oben!

Nachdem ich die Bodenleisten im Schlafzimmer montiert hatte, machte ich die erste Stellprobe.

Moderne trifft Klassiker – ich mag solche Kontraste ja. Natürlich ist das zu schmal, aber checken wir erst einmal, wie gerade der Boden ist. Krumm wie erwartet.

Aber diese Konsolen hatten einstellbare Füße. Geduldspiel mit der Wasserwage, aber machbar. Ich entschied mich diesmal, Holz im Baumarkt zuschneiden zu lassen, machte eine Zeichnung, rechnete die Materialstärken ein. Ich war mir zu 100% sicher, alles richtig zu haben. Während das Holz zugesägt wurde, musste ich feststellen: Der Umleimer für die Kanten ist ausverkauft. Ärgerlich. Zu dem Zeitpunkt dachte ich noch, ich könnte die Sockelwerweiterung gestern noch fertig bauen.

Wieder in der Wohnung kam ich dann nicht aus dem Fluchen raus – um 10cm vermessen. Ich glaube ich brauch langsam Urlaub.

Jetzt muss ich doch selber sägen. Wobei – ich muss auch den schiefen Boden ausgleichen.

Das wird wieder so ein Gefrickel.

In Sachen Farbe habe ich mir professionelle Hilfe geholt. Auf Facebook bot Peter Hilfe an bei der Beschaffung von der Farbe. Fastnachter helfen Fastnachtern. Was ich vorher nicht wusste: Peter ist nicht nur der Schweigefuchs in der Fastnacht, er ist auch Malermeister.

War cool, dass der einmal meine Baustelle besichtigt hat und Tipps vom Profi gegeben hat. Farbe hatte er auch im Gepäck.

Klar, teurer, als das Material aus dem Baumarkt, aber wenn es deckt und ich nur 1x streichen muss, dann rechnet sich das schon wieder. Ich bin gespannt.

Ich habe mich dann noch um das Bettgestell gekümmert. Teile des alten Bettgestells waren einfach auseinandergefallen. Das war nur verleimt – das ist es jetzt wieder.

Um das zu verbinden und eine Auflage für die Lattenroste zu haben, habe ich je eine Dachlatte verleimt und verschraubt.

Natürlich habe ich auch das Zwischenteil eingeleimt. Sieht schon sehr gepfuscht aus – ist es ja aber auch 😉

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Ich mache blau

Als ich das Streichen der Wohnung angefangen habe, kam ein Shitstorm gegen die Alpina Farbe. Was soll ich sagen? ich muss den Kommentaren Recht geben – JETZT habe ich das erste Mal mit der Farbe gestrichen.

Was steht da? Hohe Deckkraft. Ich hatte NEUE Tapete, keine alten Farben, die ich abdecken musste. Und es hat nicht gedeckt. Schwaches Bild. Von einer Billigfarbe – gut, da hätte ich nichts erwartet, aber das war immerhin Mittelklasse. Half nix, noch einmal streichen.

Derweilen hatte ich ja noch genug Aufgaben. Ich habe ein zu kurzes Bett – Standardmaß 180 x 200cm – ich brauche aber 2,20m. Ich bin derzeit auf dem Trip: Man soll es derbe sehen, dass es verlängert wurde. Ich steh ja ab und an auf so einen Trash. Also das Ikea Bett zersägt – besser gesagt die Seitenteile.

Ich muss nicht erwähnen, dass der Ikea Kram innen hohl ist, oder? Irgendwoher muss ja der Preis kommen. Was hab ich als Material da? Na beispielsweise Reste der alten Arbeitsplatte. Kann man ja verwenden.

Leider einen cm zu dünn, aber da hatte ich noch eine Sperrholzplatte, also ein Puzzle zusammengesägt.

Alles zusammengeschraubt für die Zwischenstücke, so könnte es gehen.

Als nächstes bräuchte ich Dachlatten. Wieder in den Baumarkt? Ach nö. Ein Baumarkt freier Tag muss auch mal sein – gibt ja noch genug andere Baustellen. Schlendern wir einmal in die Küche. Erster Versuch mit den Schrankgriffen. Eine 0,02l Flasche Jägermeister – natürlich heldenhaft geleert – wie befestigt man die? Ich habe es einmal mit so einem Kleben statt Bohren Zeug probiert. Wenn das Regale an der Wand halten soll, dann kann das sicherlich auch Flaschen an Schränke kleben.

Damit es beim Aushärten nicht abrutscht, habe ich es mit Klebeband gesichert.

Hält inzwischen gut, ich hoffe langfristig.

Zum Fliesenspiegel hatte ich noch etwas rumliegen. Ein Ortsschild. Ich hab das vom Flohmarkt. Habe es auf jeden Fall eigentlich mitgenommen, weil es dickes Alublech ist. Nein, ich habe das nicht geklaut. Ich war noch nie in dem Ort. Der Verkäufer sagte, er hätte es vom Wertstoffhof. Glauben wir ihm einmal. Zugeschnitten, Steckdosen ausgespart und die etwas höher wieder reingeschraubt.

Dass das nicht mittig zum Herd ist, liegt an den Steckdosen, so konnte ich das seitlich einschneiden. Ist stumpf mit Silikon festgepappt.

Das Coole an so einem Ortsschild: Der Stadtname ist geklebt – ich hatte keinen Föhn da, sonst hätte ich den Namen schon entfernt. Da kommt mein Heimatort drauf, von dem es eigentlich gar kein Ortsschild gibt.

Lauter solche Schilder wären auch cool, aber nein ich werde keines abschrauben und bitte macht das auch nicht für mich.

Dann war das Alpina Zeug endlich trocken. Ich konnte ans Abkleben im Schlafzimmer gehen.

Gibt spezielles Klebeband für Tapeten. Sicher ist sicher. Vorher hatte ich es mit Bleistift angezeichnet, die Linie mit der Wasserwage ermittelt, das Klebeband sitzt minimal höher, damit der Strich wieder verschwindet.

Damit keine Farbe unter das Klebeband läuft, habe ich erst einmal weiß über das Klebeband gepinselt.

Dann wurde es brutal – also farbentechnisch. Dunkelblau. Ich finde das gut, wenn das Schlafzimmer dunkel ist und blau beruhigt. Den meisten ist das wahrscheinlich zu dunkel – ich finde es gut.

Auf den Bildern wirkt es fast schwarz, ist aber dunkelblau. Durch die weiß abgesetzten oberen Wände und Decke wirkt der Raum noch höher. Das mit dem Vorstreichen auf dem Klebeband hat bedingt geklappt, ein paar Stellen hatte ich, wo trotzdem blaue Farbe darunter gerutscht ist – oder ich die weiße Farbe mit abgezogen habe. Ein Fall für ein kleines Pinselchen…

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Montagsmaler

Ich habe einen Tag Bloggen ausgesetzt – was nicht heißt, dass am Sonntag nichts passiert ist. Ich hatte sogar Helfer, auch wenn wir nur ein paar Stunden am Nachmittag geschafft haben. So wanderte der Spiegelschrank an die Wand, die Lampe drauf und verkabelt.

Meine Unterstützung war weiblich – ja, es klingt etwas Macho, aber ich hab die Mädels die Küche putzen lassen, bevor ich anfange sie einzuräumen. Nein, ich verkneife mir den Spruch, dass das Frauen einfach besser können, aber ich war für die Hilfe sehr dankbar. Sind eben auch Dinge, die auch gemacht werden müssen.

Einerseits vom Sägemehl, andererseits vom Fett der Jahre – wirklich gepflegt war die Küche nicht. Jetzt kann das erste Geschirr einziehen. Nach und nach nehme ich Umzugskisten schon einmal mit. Und ich hab ja zwei Spülmaschinen, um alles erst einmal durchzuspülen… Nebenbei habe ich die Kabel für die Dunstabzugshaube und die Mikrowelle gezogen.

Die letzte Bahn konnte ich sonntags nicht mehr tapezieren, ich habe keinen Rest Tapete aufgetrieben. Also tapezierte ich das schnell gestern noch, bevor ich mich auf Kaperfahrt machte. Meinen alten Kleiderschrank habe ich entsorgt – der war kaputt und vor allem hässlich. In solchen Situationen liebe ich ja eBay Kleinanzeigen. Suche Kleiderschrank, sortiert nach Preis. Und ich sehe da ja immer aus einem anderen Blickwinkel als andere. Was kostet wenig und was kann man daraus machen? Ich dachte an einen Trash Schrank, den man pimpt, aber was sahen meine entzündeten Augen? Einen 50er Jahre Kleiderschrank zum Verschenken. Ernsthaft? Sehr cool. Sofort angeschrieben. Ja, kann ich holen.

Es stand zwar Mainz als Standort in der Anzeige, aber letztendlich stand das Ding in Oestrich-Winkel. Halbe Stunde Fahrt, aber bei dem Angebot egal. Der Schrank stand in einem kleinen geerbten Häuschen, das jetzt ausgeräumt wird.

Die „Verkäuferin“ sprach von Kindern, die da auch sein sollten, also nahm ich eine große Packung Gummibärchen als Dankeschön mit. Kommt immer gut so eine Geste. So konnte ich auch gleich noch den dazugehörigen Spiegel abstauben. Ich hatte gehofft, dass in so einer Wohnung noch irgendwelche abgefahrenen Lampen hängen – leider Fehlanzeige.

Zerlegt mit dem Akkuschrauber und eingeladen – Boden und Dach auf den Dachträger, der Rest in den Kofferraum. War erstaunlich leicht, das ist Sperrholz. Kam mir gelegen, schließlich musste ich ihn alleine in den zweiten Stock tragen.

Aufgebaut wird er aber erst, wenn das Schlafzimmer fertig ist. Die Tapete war inzwischen trocken, ich konnte das Streichen anfangen. Erst schön die Ecken rauspinseln und dann gib ihm mit der Rolle.

Glücklich war ich, dass die Farbe an der Decke gehalten hat. Kenne ich auch anders. Zu oft überstrichen und dann blättert die alte Farbe beim Streichen – hatte ich schon. Und ich wollte die Decke nicht auch noch tapezieren müssen. Aber das blieb mir erspart.

Mal sehen, ob es gut gedeckt hat. Das sieht man ja erst, wenn die Farbe trocken ist. Wer jetzt denkt, warum ich mittendrin aufgehört habe zu streichen – das ist Absicht. Der Rest bekommt eine andere Farbe.

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Verkalkuliert

Neben der Renovierung bin ich immer auf der Suche nach Einrichtungsgegenständen, die mir fehlen. Dabei hatte ich gestern wieder eine kuriose Geschichte erlebt. Bei eBay Kleinanzeigen suchte ich einen Spiegelschrank fürs Bad. Und fand einen ganz hübschen für 15 Euro. Ich machte einen Abholtermin aus und staunte nicht schlecht, als ich da aufschlug. Nicht nur dass der Schrank noch an der Wand hing – er war auch noch eingeräumt.

„Sie haben doch sicherlich Werkzeug dabei?“ WTF! Hatte ich natürlich nicht. Als ich der Dame erklärte, dass ich nur einen Schraubenzieher brauchte, hatte sie glücklicherweise einen. Sie räumte das Ding aus, ich schraubte es mir ab. Sie war klein und konnte nicht obendrauf sehen. Den dort liegenden Schwangerschaftstest, legte ich dezent ins Waschbecken – nein ich habe das Ergebnis nicht gecheckt 😉

Der Spiegelschrank hat keine Lampe – aber ich hab da was aus meinem alten Bad.

Die ursprüngliche Verwendung der Lampe kenne ich nicht. Ist mir auch egal. Ich finde die stylish – ein Flohmarktfund für kleines Geld. Der Verkäufer wusste auch nicht, woher sie stammt. Damals hatte ich die stumpf an die Wand geschraubt, aber mein neues Bad ist komplett gefliest und hat schon jetzt viel zu viele Bohrlöcher für meinen Geschmack. Also habe ich mir einen massiven Winkel besorgt, um das oben auf den Spiegelschrank zu montieren.

Ich habe das gestern gemacht, falls ich heute noch dazu komme das zu montieren. Denn ich musste den Halter abflexen und sonntags will ich in der Wohnung nicht flexen wegen den Nachbarn.

Das Hauptziel war aber gestern das Schlafzimmer zu tapezieren. Also legte ich los.

Ich glaube tapezieren muss ich jetzt hier nicht erklären. Tapete schneiden, einkleistern, einweichen lassen,… Ich hab lange nicht mehr tapeziert, aber das ist ja kein Hexenwerk, allerdings habe ich mich von der Packung des Kleisters blenden lassen. Ich hatte zwei Rollen Raufasertapete besorgt, sollte Pi mal Daumen reichen habe ich grob errechnet und auf der Packung steht: Reicht für bis zu 6 Rollen. Also ausreichend.

Ich habe keine Ahnung, was das für 6 Rollen sein sollen. Ich hätte nach der qm Zahl gehen sollen. Nach der ersten Rolle war der Kleister so gut wie alle. Ich finde, langsam sollte der Baumarkt mir einen persönlichen Parkplatz einrichten.

Tapezieren macht mir nichts aus, es ist so ein gaaanz klein wenig auch eine angenehme Aufgabe. Und so zog ich es durch – dauert doch ein paar Stunden, ein ganzes Zimmer zu tapezieren. Es war spät nachts, als ich fertig war.

Fertig? Nicht ganz. Ich hätte kotzen können. Die grob errechnete Menge benötigter Raufasertapete reichte um eine Bahn nicht.

Ich wollte heute eigentlich die erste Schicht streichen. Vielleicht bekomme ich über eine Free Your Stuff Gruppe auf Facebook einen Rest Raufasertapete, ansonsten hat sich das für heute erledigt.

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Es ist eben Altbau

Die neue Armatur musste in das Spülbecken. Eigentlich kein Ding denkt man.

Die Niederdruckarmatur hat drei Anschlussleitungen. Warum eine kürzer davon war, erschießt sich mir nicht. Fakt war aber, dass sie zu kurz war, um den Wasserhahn anzuschließen.

Schon wieder zum Baumarkt? Ernsthaft? Musste ich wohl – ich wartete ab, sicherlich brauche ich noch mehr. Und leider sollte ich Recht behalten, dazu weiter unten mehr. Tun wir an der Stelle mal so, als ob ich direkt den Schlauch geholt hätte. Der nächste Schritt war, die Spülmaschinen jeweils mit einem Wasseranschluss zu versorgen. Ich behalf mir mit einem Y-Stück.

Für die Abflüsse habe ich ebenfalls eine Art Y-Stück an den Siphon geschraubt. Den konnte ich weitestgehend von der Küche übernehmen, ich brauchte nur 2 weitere HD Rohre, weil der Abfluss seitlich sitzt und 50mm Durchmesser hat, die anderen Rohre 40mm.

Alles dicht, die dazugekaufte Spülmaschine läuft, die zur Küche gehört – da muss ich erst die Gebrauchsanweisung lesen, irgendwie werde ich nicht schlau, ist nicht selbsterklärend das Teil. Warmwasser funzt auch. Und der Kühlschrank läuft inzwischen auch, die Birne war leicht ersetzt.

Kümmern wir uns um das Schlafzimmer. Kein riesiger Salon, aber ein Doppelbett passt rein und ein Kleiderschrank – was will der Mensch mehr? Das war die Ausgangssituation:

Plan war die Wände einfach zu streichen, weil doch an manchen Stellen verdreckt und gut. Und ich wollte mein Schlafzimmer wieder dunkel, ich mag es in einer Höhle zu pennen. Also habe ich entsprechend Farbe gekauft.

Bevor ich das Steichen begonnen habe, schaut man sich die Ausgangssituation etwas genauer an. Und ich staunte nicht schlecht. Vielleicht erkennt Ihr es an diesem kleinen Video:

Die Tapete war lose! Wenn ich das jetzt noch mehrfach überstreiche, kommt das runter. Ich will länger Freude an dem Zimmer haben. Drei Minuten später sah die Wand so aus:

Ohne jegliches Werkzeug, die Tapete fiel fast ohne Zutun von der Wand. Ganz klar: Ich werde das neu tapezieren. Und diese Wand werde ich vorab mit einem Tiefengrund behandeln, damit die neue Tapete auch hält. Die Wand wurde nachträglich gedämmt, da sitzt eine Art Styropor drauf mit einer SEHR dünnen Schicht Putz auf einem Netz.

Aber wenn, dann Rundumschlag. Also die ganze Tapete ab. Und auf der gegenüberliegenden Seite kam nicht nur die Tapete runter.

Schön ist anders, aber auch nett mal zu sehen, wie das früher gestaltet wurde – da wurde das Muster mit einer Walze direkt auf den Putz gemalt.

Ich liebe ja solche historischen Spuren zu entdecken. Die Löcher im Putz natürlich weniger. Inzwischen sind die Lücken verspachtelt, alle Tapete ab und die Reste in Mülltüten verstaut.

Ich kann mit dem Wiederaufbau beginnen.

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