Auf der Suche nach dem Knall

Ich habe beim Pirat derzeit folgendes Problem: Wenn ich über Kopfsteinpflaster, Gullideckel etc. fahre, dann höre ich derbe Schläge aus Richtung Hinterachse. Gesund kann das nicht sein. Zeit, sich dem Problem anzunehmen. Erster Verdächtiger war der hintere Stoßdämpfer.

Federbein

Eigentlich ist der noch nicht als. Leider war es regnerisch, als ich mich dem angenommen habe – ist das Wasser oder doch Öl? Try & Error. Ich habe provisorisch einen gebrauchten Dämpfer aus dem Fundus genommen und verbaut. Wirklich an den Erfolg habe ich nicht geglaubt, denn der ausgebaute Dämpfer machte eigentlich einen fitten Eindruck.

Federbein

Bei der Gelegenheit habe ich gleich das „Michelin-Männchen“ gegen ein gebrauchtes aus dem Fundus ersetzt – das alte zerfiel in meinen Händen.

Federbein

Effekt: Keiner. Das Krachen ist immer noch da. Ich befürchte das wird eine größere Reparatur, wahrscheinlich hat das Hinterachslager nach geschätzten 500.000km (genaue Laufleistung nicht bekannt, da der Wagen beim Kauf nicht mehr den originalen Tacho hatte) den Schlappen in die Luft geworfen. Das ohne Bühne zu reparieren ist ein Unding. Wird Zeit, dass ich die endlich aufstelle.

Ein weiteres Problem: Die Hupe und der Rückfahrscheinwerfer funktionierten nicht mehr. Ein Blick in die Betriebsanleitung: Ah, die hängen auf der selben Sicherung – Bingo!

Sicherung

Also die erneuert. Aber es muss ja einen Grund haben, warum die Sicherung geflogen ist. Der Rückfahrscheinwerfer funzte sofort wieder, ohne dass die Sicherung flog. Aber die Hupe – die krächzte nur noch wie ein 90jähriger Rentner nach einem Marathonlauf. Wahrscheinlich hat die zu viel Strom gezogen. Also eine andere aus dem Fundus gezogen und getestet.

Hupe

Klingt jetzt wieder nach einer Hupe. Irgendwie schon komisch. Ich habe noch nie an einem Auto die Hupe auswechseln müssen. Am Pirat ist das bereits der 2. Wechsel. Hupe ich wirklich mit dem Bock so oft?

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13 thoughts on “Auf der Suche nach dem Knall

  1. Hupen sind mir im Lauf der Zeit schon einige kaputt gegangen wenn ich sie nicht benutzt habe – ich hab mir deswegen angewöhnt sie öfter mal unterwegs wenns keinen stört zu testen, seitdem keine Probleme mehr. Ich denke das die sonst einfach zuoxidieren…

  2. Entweder du hupst zu wenig, dann gehen die fest und erreicjen beim schwingen nicht oder nir schwer den umkehrpunkt der membrane, oder die einbauposition ist kacke, dass das spritzwasser das teil regelmäßig flutet….

  3. Witzig. Mein 32B war auch schon als Hochzeitsauto im Einsatz. Und da hatte die Hupe Dauerfeuer, bis zur Überhitzung. Da krächzte sie auch nur noch voer sich hin. Nach ein paar Minuten ging sie aber wieder. Und tuts bis heute.

    Mach doch sone Funk FB rein, die kurz die Hupe betätigt. Dann ist sie immer in Bewegung.

    :]

  4. Die können auch so einfach ma verrecken. Ich hupe üblicherweise mehrmals pro Woche und trotzdem is die im Bulli und im Jetta verreckt. Im Bulli schon die 2.
    Die im Jetta hat aber noch ne chance. Seit ich vor kurzem sone Olle auf der B1 angehupt habe bis sie heiser war funzt se wieder wie se soll und nicht nur Sporadisch oder nach mehrfachem drücken erst.

    Wieso ist beim Passat ein unding die Hinterachslager ohne Bühne zu tauschen, so aus Intersse gefragt?

    Beim Jetta hab ich das schon mehrfach gemacht. Aufbocken, Bremse ab, Achse abschauben, Lager tauschen und wieder rein. Geht mittm Wagenheber zum Achse ablassen und wieder hochdrücken ganz gut. Da finde ich viele andere sachen ohne Bühne deutlich scheisser.

  5. weil die scheiß Hinterachslager entegen Gilf und co beim 32B arschfest sind und man eigntlich IMMER Spirenzchen machen muss. Grade wenns die erstn sind. Da brauchste Platz zum Agieren. Und für die Flamme.

    Da gegen is bei Gilf und Jutta Ringelpietz. Und beim Golf 3 Variant fallen sie fast so raus.

  6. Brauchste normal nich und wenn, haste immer noch ne Achse mit fiese Lagerfestsitzung auf Böcken vor der Nase. Es sind die Gummimetallllllager, die im Achskörper festrotten.

    Da kannste alles erleben.

    Ich zähl ma auf, chronologisch:

    Einziehwerkzeug.
    Kleiner Motek.
    Rostlöser, kleiner Motek. Großer Motek. Flamme (Lötlampe), Motek. Motek.
    Rostlöser, Flamme (Lötlampe), Motek. Flamme (jetzt ATZE!!!), Motek. Nochmal Rostlöser. Motek. Motek. Motek.
    Gummi tot. Gummi raus.
    Bügelsäge. Auseinanderbauen. Verkehrtrum mit Blatt durch Außenbuchse in Achse wieder zusammenbauen. Bügelsäge.Bügelsäge.Bügelsäge.Bügelsäge.Bügelsäge.
    Wutanfall.
    Bügelsäge.Bügelsäge.Bügelsäge.Bügelsäge.Bügelsäge.
    Meißel. Motek.Motek.Motek. Meißel. Motek.
    Meißel. Motek.Motek.Motek.Motek.Motek.Motek.Motek.Motek.
    Hülse fällt. Bügelsäge raus. Schleifpapier.
    Einziehwerkzeug….

    Nochmal.

  7. Kingt nach dem gleichen Zauber wie beim 2er. Ohne Bühne ist es nur erheblich vorteilhafter die Achse mit der fiesen Lagerfestsitzung ohne Auto dran vor sich zu haben.
    Ich fange allerdings sofort mit Gummi durch fetten Bohrer töten und rauspopeln an, um direkt mit der Bügelsäge einzusteigen. Spart ne Menge Mottek, Feuer, qualm, Gestank und Rostlöser ein. Fänd ich nicht schlimm wenn nicht das Achse aus und wieder einbauen dazu gehören würde.

  8. Burts Methode ist an sich nicht schlecht…
    Meine ist auch nicht so anders! Manchmal aber noch mehr Mottek und Flamme…..
    Das Gemeine ist ja, das die zweiteilig sind. Dadurch bekommt man so schlecht einen Ansatz zum rausprügeln.
    Golf & Co ist tatsächlich sehr viel einfacher. Ich hab beim Passat auch schonmal einen ganzen Tag gebraucht. Irgenwann hab ich mal nen Blöden gefunden, der das für 100,-DM Festpreis gemacht hat. Danach hab ich das beim 32b nie wieder selbst gemacht…;-)

    Ein halbwegs passendes Einziehwerkzeug ist bei den Lager auch Pflicht, anders bekommt man die kaum unbeschädigt wieder rein!

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