Automechanika – ein Blick in die Zukunft

Es könnte durchaus sein, dass wir in naher Zukunft so in der Werkstatt stehen…

Datenbrille

Doch von Anfang an. Ich war letzthin auf der Pressekonferenz der Automechanika, die vom 13.-17.09.2016 in Frankfurt stattfinden wird.

Pressekonferenz

Auch dieses Jahr wird es eine Messe mit vielen Highlights, über die ich nach und nach berichten werde.

In der Festhalle wird es eine Ausstellung zum Thema Innovationen geben. Ein paar Innovationen und Visionen präsentierte Dr. Axel Glanz vom Innovationen Institut. Ich weiß, die meisten Leser des Fusselblogs schrauben eher an Young- und Oldtimern. Was interessieren uns Systeme, bei denen zwei Fahrzeuge miteinander kommunizieren (auch in dem Bereich gibt es Fortschritte). Aber es gibt durchaus Entwicklungen, die auch für „uns“ sinnvoll sind. Eine davon ist die Brille, die ich auf dem ersten Bild aufhabe.

Das Ganze nennt sich „Augmented Reality Datenbrille“ und bietet neben der normalen Sicht auch den Blick auf einen Monitor in der Brille, auf der man sich z.B. die Reparaturanleitung oder einen Schalplan anzeigen lassen kann und dabei die Hände frei hat zum Arbeiten. Aber es geht noch weiter.

Mit einer Chat- und Videofunktion kann man einen Helfer in seine Arbeit mit einbeziehen.

Brillenansicht

Das kann im Falle einer Werkstatt z.B. der Kundendienst des Herstellers sein, oder auch bei uns Hobbyschraubern ein Freund, oder ein Experte, der am heimischen Rechner oder im Büro direkt übertragen bekommt, an was man gerade arbeitet. Als wäre er live dabei.

Servicemitarbeiter

Der eröffnet neue Möglichkeiten, wenn man einmal nicht weiterkommt. Neue Technik, clever angewendet. Innovationen kann man auch als Oldtimerschrauber nutzen…

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3 thoughts on “Automechanika – ein Blick in die Zukunft

  1. schöne neue Welt.
    Wenn ich daran denke, was heute schon so in den Werkstätten rumpfuscht, stumpfe Teiletauscher und Fehlerspeicherausleser, Einhaltung der Richtzeit vor fachgerechter Ausführung, da graust’s mir schon genug.
    Wenn jetzt mit solchem Gedöns die Eintrittsschwelle zum „Fachmann“ nochmals heruntergesetzt werden sollte, stirbt ein weiteres Handwerk aus.

    Ohne Content ist so ein System übrigens nichts, wo kommt der für den Hobbyanwender bzw. im Klassikbereich eigentlich her?

  2. Einen guten Mechaniker kann so ein System natürlich nicht ersetzen. Das ist und bleibt das Non pluus Ultra in der Werkstatt. In der Hinsicht ist de Kritik durchaus berechtigt. Ein Guter Mechaniker ist immer noch der, der versteht, wie was funktioniert und aufgrund dieses Wissens Fehlern auf den Grund geht.

    Wer am anderen Ende des Supports bei Hobbyschraubern und Oldtimerwerkstätten sitzen wird – das wird die Zukunft zeigen. Evtl. eröffnet das ein neues Berufsfeld, wenn man Oldtimer-, Elektrik-, Karosserieexperten etc. bei solchen Fragen (kostenpflichtig) konsultieren kann. Ab und an wäre auch mir so eine Hilfe ein paar Euro wert.

    Und der Gedanke an eine Smartphone App, die der Kumpel, der einem hilft, auf seinem Handy hat, ist nu wirklich nicht aus der Luft gegriffen. Gegenseitige Hilfe mit modernen Mitteln ist doch eine gute Sache…

  3. Es ist doch wie bei vielen Dingen: Kommt drauf an was man draus macht.

    Unqualifizierte Leute mit sowas auf eine Ebene versuchen zu heben die sie sonst nie erreichen würden ist sicherlich der Falsche weg.
    Das grundlegende Verständnis über aufbau und funktion der Systeme muss da sein.
    Dann kann sowas aber eine richtig gute Hilfe sein. Im Oldtimerbereich sehe ich da vornehmlich ne gute sache im Pannenhilfebereich für nichtschrauber drin, um fehler besser eingrenzen zu können, oder eben einfach für hilfestellungen unter freunden und bekannten, bei modernen Maschinen würde es aber sicherlich eine sehr gute Hilfe sein, da diese oft so komplex sind, das einer alleine garnicht in der Lage ist das gesamte system auswenig kennen zu können. Mit so einer Brille wäre eine super Unterstützung durch einen Experten für den jeweiligen Anlagenteil möglich ohne das dieser vor Oet sein muss.

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