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Haifischbecken online-Abstimmungen

Wer sich einer online Wahl zur Abstimmung stellt, betritt die Höhle des Löwen. Das habe ich schon damals gemerkt, als ich mich für eine Wildcard für die TV Total Crash Challenge 2010 beworben habe. Ich habe damals einen anständigen Wahlkampf gemacht – und ganz unbescheiden, ich hab das Ding ja letztendlich nicht selber produziert, sondern stand „nur“ vor der Kamera: Mein damaliger Werbespot war der Hammer.

Das war damals ein „Abfallprodukt“ neben einer Fotoproduktion für das Abgefahren Magazin. Konzeptlos, einfach mal draufgehalten, vom Kreidler gefilmt, geschnitten und vertont. Geile Sache. Ich steh auf so nen Scheiß.

Was damals rüberkommen sollte: Ja, klar, ich will das rocken, aber lasst uns dabei Spaß haben. Ich unterhalte Euch, Ihr stimmt dafür für mich. War ne tolle Zeit, über den Ausgang will ich nicht viel schreiben, da wurde mehr als offensichtlich vom Veranstalter manipuliert.

Aber was hinter den Kulissen abging, das war wirklich eine Sozialstudie vom Feinsten. Neid und Missgunst. Keiner gönnte dem anderen auch nur eine Stimme, Betrugsvorwürfe ohne Ende und die drei, die gewonnen haben, die haben es ja schon mal gar nicht verdient. Ich habe damals mit allen dreien telefoniert, weil alle drei auf mich zukamen, ob ich die Situation in dem Forum dazu etwas schlichten könne. Auf mich hören die User. Klar, ich hatte einen fairen Wahlkampf geführt und niemals gegen andere gehetzt.

Pro7 hat daraus gelernt: Dieses online Voting war alles andere als imagefördernd und hat das im folgenden Jahr nicht wiederholt. Ab 2011 gab es keine Wildcard mehr. Ab da wurden dann Blogger eingeladen. Blogger? Moment! Ich bin doch auch… Lassen wir das.

Auch aus anderen Ecken höre ich immer wieder solche Geschichten. Ein weiteres Beispiel aus meinem Bekanntenkreis: Ein Freund von mir hat als Hobby Amazon Rezessionen zu schreiben. Schräg, aber auch das scheint sich zu lohnen. Diese Bewertungen können andere Amazon Kunden bewerten, wie hilfreich sie waren. Und Amazon führt eine Hitliste, welcher User die hilfreichsten Rezessionen geschrieben hat. Und, wenn ich es recht verstehe, je besser man ist, umso größer ist die Chance, dass man von Amazon Händlern Ware kostenlos zugeschickt bekommt, damit man eine Bewertung schreibt. Bewertungen sind verkaufsfördernd. Die Top 50 ist wohl das reinste Haifischbecken. Da wird nicht versucht, die besten Rezessionen zu schreiben, nein, es werden zudem massiv die Rezessionen der anderen als nicht hilfreich geklickt. Warum? Weil es geht.

Und genau das ist das Problem bei der aktuellen Abstimmung zum Auto Blog of The Year 2015.

Erst einmal zur technischen Erklärung: Unter jedem Screenshot eines Blogs stehen 5 Sterne und man kann die Blogs bewerten. Die Sterne werden nicht zusammengezählt, sondern ein Durchschnitt der geklickten Bewertungen ermittelt. Klickt also User A auf 1 Stern und User B auf 5 Sterne gibt das 2,5 Sterne im Ergebnis. Je mehr negative Stimmen man hat, desto schwieriger wird es, den Durchschnitt zu verbessern, je mehr positive Stimmen man hat, desto schwieriger wird es, den Durchschnitt zu versauen. Abstimmen kann man für jeden Blog nur einmal pro IP, da aber die meisten Provider einmal am Tag zwangstrennen bzw. z.B. Fritz Boxen das automatisch tun, um dem vorzubeugen, können die meisten täglich neu abstimmen, weil bei der Wiedereinwahl normal eine neue IP vergeben wird.

Letztes Jahr war die Wahl relativ harmonisch. Wobei ich denke, die haben nicht mit der Fanbase des Fusselblogs gerechnet bzw. damit, dass ein Spielkind, wie der KLE, auf die Idee kommen, da einen echten Wahlkampf daraus zu machen. Aber was wichtig ist, es wurde letztes Jahr vornehmlich für die jeweiligen und nicht gegen die Konkurrenz gestimmt. Die Bewertungen waren dementsprechend wild verteilt, aber jeder der teilnehmenden Blogs durfte „mitspielen“.

Dieses Jahr ist es ein wenig gekippt. Ich fahre natürlich wieder meinen Wahlkampf. Auf FB versorge ich meine Freunde und die Seite des Fusselblogs täglich mit neuen Bildern mit der Bitte abzustimmen.

ABOTY

Und wie letztes Jahr unterstütze ich den Jens von Sandmanns Welt dabei ein wenig und umgekehrt. Miteinander nicht gegeneinander ist die Devise. Wie meinte ein anderer über uns: Da haben sich ja zwei gefunden…

ABOTY

Und schon nach den ersten Stunden waren wir wieder ganz vorne dabei. Klar, mit so persönlich geschriebenen Blogs geht man eine ganz andere Verbindung ein, als mit Newsblogs. Was aber auffällt dieses Jahr sind 2 Dinge:

Neben uns zwei und einem anderen Blog über Steckdosenautos krebsen alle anderen Blogs ganz unten mit maximal 2 Sternen Durchschnittsbewertung. Es sieht so aus, als ob die absichtlich nach unten bewertet werden, damit sie keine Konkurrenz sind. Gut. Manchen Betreibern geht das herzlich am Allerwertesten vorbei. Klar ist, so eine Abstimmung ist auch dafür da, Werbung für die betreibende Seite zu machen und einige sagen sich: Den Zirkus mache ich nicht mit. Andere sind wahnsinnig stolz, in diese Liste der letzten 15 Blogs zu kommen. Und gerade für die ist es natürlich deprimierend, wenn sie kein Land sehen.

Hand aufs Herz: Es ist eine mächtige Zeitfressmaschine, so einen Blog zu schreiben. Und da hängt viel Herzblut drin. Von jedem Schreiber. Und das kann man auch honorieren. Wenn man mit den Inhalten nichts anfangen kann, dann bewertet man eben gar nicht.

Am Abend des Mittwoch knallte es dann richtig. An nur einem Abend verloren der Sandmann und ich einen kompletten Stern. Fielen von Platz 1 und 2 auf Platz 2 und 3. Von ungefähr 4 Sternen Durchschnitt auf 3 Sterne Durchschnitt. Alle anderen blieben unberührt. Keiner ging nach oben. Ja, es gibt technischen Möglichkeiten dazu, das System zu überlisten. Aber ist es Sinn und Zweck der Abstimmung nach vorne zu kommen, indem man die anderen schlechter klickt?

Gestern Abend wiederholte sich das Spiel. Der Fusselblog hatte sich wieder auf 3,5 Sterne hochgekämpft, innerhalb einer Stunde war er wieder auf 3 Sternen.

Fair play

Das muss alles nicht sein. Auch wenn es etwas weltfremd ist, rufe ich zur Fairness auf, das muss auch so zu gewinnen sein. Denn ich bin ehrlich: Gewinnen will ich schon. Das bedeutet möglichst viele positive Stimmen sammeln, damit es immer schwieriger wird, von anderen heruntergezogen zu werden.

Die Krux der online Abstimmungen ist, mir ist kein System bewusst, das wirklich fair wäre und keinerlei Manipulationsmöglichkeiten bietet. IP Sperren und Cookies? Sind zu umgehen, wenn man ein wenig Ahnung hat. Wobei ich da klar trenne: Seine Fans zu animieren an jeden einzelnen Uni Rechner zu laufen und von dem, dem Rechner der Oma und dem Smartphone nacheinander zu voten, das sehe ich als Sport. Manipulationssoftware sehe ich als derbe unsportlich. Ich könnte dazu noch nähere Angaben machen, wie man arbeiten könnte, aber genau das will ich nicht, um niemanden auf dumme Gedanken zu bringen.

Also wer noch keinen Klickarm hat – ich würde mich über 5 Sterne freuen und auch darüber, wenn ihr die anderen ehrlich bewertet, nachdem ihr sie angesehen habt. Vor dem 18.11. ist nichts entschieden. Der „Attentäter “ vom letzten Mittwoch kann auch in der letzten Minute zuschlagen. Machen wir ihm es schwer.

www.directline.de/blog/auto-blog-of-the-year-2015

Ich verbringe viel Zeit damit, diesen Blog zu schreiben. Wäre schön, wenn Ihr täglich auch mal ein paar Momente für mich habt.

…auch ja: Den Sandmann natürlich nicht vergessen!

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Jetzt ist der Fusselblog vollständig

Ist Euch eigentlich einmal aufgefallen, dass im Fusselblog eine fast selbstverständliche Seite fehlt? Es gab bis heute keine Seite über den Autor, also über mich.

KLE

Das habe ich mal geändert. Anfängerfehler. Den Blog gibt es ja erst seit knapp 11 Jahren  😉

www.fusselblog.de/index.php/Bloginterna/ueber-den-autor-1

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Über den Autor

Der Fusselblog wird geschrieben von „KLE“, bürgerlich Bernd Frank. Jahrgang 1968, natural born Oberfranke und Wahlmainzer.

KLE

Bevor ich 1986 meinen Führerschein machte und anfing mein erstes Auto zu verunstalten, habe ich aus Sperrmüll Fahrräder zusammengeschraubt. Das Chaotischste war immer mein Lieblingsfahrrad. Es gab Fahrräder mit 3 Gangschalthebeln, oder welche mit 20 Zoll Rad hinten und 28 Zoll vorne. Gerüchten zufolge hatte ich auch einmal temporär den Sonnenschirm eines Kinderwagens am Lenker. Ich weiß nicht, ob es schade oder besser so ist, dass es davon keine Bilder gibt.

Seitdem ich Autos fahre, individualisiere ich diese auch. Die einen mehr, die anderen weniger. Es gab sogar eine Phase in meinem Leben, da waren meine Autos fast normal. Also aus meiner heutigen Sicht.

Ich habe nie etwas in Richtung KFZ Technik gelernt. Alles was ich kann, habe ich bei anderen abgesehen, angelesen oder mir selbst mit der Zeit beigebracht. Und so ist es nicht verwunderlich, dass ich manches recht unkonventionell löse. Auch schäme ich mich nicht, einmal fremde Hilfe anzunehmen oder zuzugeben, dass ich etwas nicht kann. Mein Haupttalent liegt eher in der Improvisation und im kreativen Gestalten

In meiner Automobilen Jugend hatte ich eine Doppelgarage als Werkstatt – viel realisiert habe ich da aber nicht. 2001 habe ich im Mainzer meine erste Scheune zum Schrauben angemietet und seitdem wurden meine Schraubereien immer intensiver, die Umbauten immer gewagter. Seit Dezember 2004 blogge ich darüber.

Dabei habe ich gemerkt, dass mir Schreiben wirklich Spaß macht. Gut, man merkt, ab und an habe ich mehr Lust dazu, ab und an weniger, aber es gehört für mich längst zum Schrauben dazu. In der Schule war ich in Deutsch eigentlich nie die große Leuchte. Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich lieber schreibe, als lese. Und wie kann ich über Literatur schreiben, wenn ich sie nicht gelesen habe? Damals hatte ich eben andere Prioritäten. Kleine nette Privatfeiern organisieren z.B. zu der nur meine 1.500 besten Freunde kommen durften. Das war rein privat versteht sich. Auch wenn ich im Schulfach Deutsch eher im unteren Drittel des Klassendurchschnitts war, den Posten des Chefredakteur der Schülerzeitung hatte ich trotzdem. Das ist natürlich Ehrensache. Da konnte mich wunderbar kreativ austoben. Auch wenn ich heute all meine Texte und Zeichnungen von damals heute hochnotpeinlich finde.

Inzwischen schreibe ich auch für andere. Ich habe für das Motor Maniacs Magazin geschrieben, für das Abgefahren Magazin, aktuell schreibe ich noch für die VW Speed und für den driving-news Blog. Wenn mich jemand als Autor sucht, kann mich über meine Journalisten Homepage kontaktieren. Ich suche in dem Bereich immer wieder neue Herausforderungen.

Ich bin aber auch studierter Grafiker und habe eine kleine Agentur, ich betreibe den Fusselshop und bin nebenher seit 1994 mobiler DJ auf Hochzeiten, Privat- und Firmenevents etc.

Fassen wir es als Künstler zusammen.

Warum ich diesen Blog schreibe ist schwer zu erklären. Es ist eine Art Sucht. Wenn hier zwei oder gar drei Tage nicht Neues steht, dann habe ich ein echt unwohles Gefühl. Denn ich weiß: Es gibt da draußen viele Leser, zu deren normalen Tagesablauf dieser Blog gehört. Und ich habe weiterhin Spaß daran. Und solange sich das nicht ändert, wird es auch weiterhin fast täglich Neues im Fusselblog geben…

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Autoblog of the Year 2015 – Projekt Titelverteidigung

Es ist wieder so weit. Die Versicherung Direct Line und Motor Talk haben zur Wahl des Autoblogs of the Year aufgerufen. Und ich bin glücklich, dass der Fusselblog wieder nominiert ist, hat er doch letztes Jahr dank Eurer Hilfe die Wahl mit Abstand gewonnen.

Das sagt natürlich nicht so viel darüber aus, dass der Fusselblog jetzt der phänomenalste Blog im Universum ist. Aber es sagt für mich aus, dass die Fusselblogleser die treusten Blogleser sind. Meint Ihr, wir bekommen das dieses Jahr wieder hin? Es geht darum, dass möglichst viele auf die 5 Sterne auf der Abstimmungsseite klicken.

ABOTY

Abstimmen geht so: Unter dem Screenshot vom Fusselblog sind 5 Sterne. Klickt bitte auf den 5. Stern um mir ganze 5 Sterne zu geben, also das beste Ranking. Wenn die Sterne beim Mouseover die Farbe verändern, dann kann man stimmen, wenn nicht, ist eine weitere Stimmabgabe nicht mehr möglich an dem Tag.

Voten

Der Durchschnitt der abgegebenen Votings bestimmt die Reihenfolge. Wenn man weniger Sterne gibt, votet man herunter. Seid fair und votet die anderen Seiten nicht absichtlich herunter, sondern bewertet sie wenn, dann fair.

Letztes Jahr war es so, dass man täglich erneut eine Stimme abgeben kann. Keine Ahnung, ob das dieses Jahr auch wieder möglich ist. Versuchen kann man es. Wäre doch gelacht, wenn die Titelverteidigung nicht zu schaffen wäre. Deshalb DANKE für jeden Klick auf die 5 Sterne. Vielleicht könnt Ihr ja auch Euren Freundeskreis, Foren etc. dazu animieren. Das Voting geht bis zum 18. November 2015.

Und ich bin auch nicht bös, wenn Ihr wieder dem Sandmann ein wenig unterstützt. Auf meiner Rückenwindtour haben wir es ja endlich geschafft eine Siegeszigarre für letztes Jahr zu rauchen. Der Mann ist anders aber auch schön welk im Kopf, genau wie ich.

Sandmann

Schauen wir mal, ob dieses Jahr einer an uns beiden Chaoten vorbeikommt…

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Was fahrt Ihr denn so?

Fusselblog Leserkarren

Mir ist bewusst: So krank, was Autos angeht, sind nicht soooo viele Menschen da draußen. Und viele der Leser dieses kleinen Blogs fahren ganz normale Autos, wagen aber einen Blick über den Tellerrand. Andere kommen aus den Scenen, in denen ich mich bewege, also aus dem Oldtimerbereich, aus dem Fusselforum, fahren alte Passat oder Leichenwagen, …

Weil ich einfach ein neugieriger Mensch bin, was Ihr so privat fahrt, habe ich auf Facebook eine Leserkarren Galerie angelegt, in der Ihr ausstellen könnt, was bei Euch so in der Garage, der Werkstatt oder unter der Laterne steht. Keine Angst, die Galerie kann jeder sehen, auch wenn er nicht bei Facebook registriert ist. Aber über die Fusselblog FB Seite sehen die angemeldeten User sofort, wenn eine neue Karre dazugekommen ist. Deshalb dieser Weg.

Mitmachen kann jeder Leser, egal ob er nur einmal im Monat vorbeisieht, oder den Fusselblog täglich konsumiert. Und es gibt keinerlei Regeln für die Autos: Egal wie alt, original, gefusselt, getuned.. Schickt mir einfach Eure Bilder an leserkarre@fusseltuning.de. Gerne mit einem kurzen Beschreibungstext und wenn Ihr hier kommentiert, dann bitte auch mit dem Alias, unter dem Ihr postet. Das wird sicherlich eine sehr bunte Liste der verschiedensten Fahrzeuge.

Ich habe die Aktion gestern auf der Fusselblog Facebook Seite gestartet, die ersten Leserkarren sind bereits online und werden teiweise auch diskutiert. Ich freue mich auf Eure Karren!

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Der Fusselblog Jahresüberblick 2014

Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Zeit mal wieder Revue passieren zu lassen, was dieses Jahr so alles passiert ist.

Der EuroHotRod

Ganz klar: Das Jahr 2014 stand bei mir im Zeichen des EuroHotRod. Ein derartiges Monsterprojekt hatte ich noch nie durchgezogen. Wobei durchgezogen? Noch fährt der Wagen nicht. Mal sehen, wann das der Fall sein wird. Ich werde daran weiterbauen. Am Anfang des Jahres war da nicht viel mehr als ein Rahmen und ein begonnenes Fahrerhaus.

EuroHotRod

An dem Projekt sieht man schön, dass Autos aus meiner Schmiede nicht vom Start an durchgeplant sind, sondern vieles einfach beim Bauen entsteht. So habe ich das Antriebskonzept noch einmal überdacht und letztendlich kam ein Schlachtvolvo in die Werkstatthölle, der nicht nur Motor und Getriebe gespendet hat. So ist z.B. das Bodenblech des Fahrerhauses und noch andere Partien aus der Dachhaut von dem Bock zusammengesetzt.

Volvo Schlachter

Auch beim Heck musste ich umdenken. da sollte ursprünglich etwas vom 911er Porsche drauf, dann ein Goggo Heck.

Goggo

Aber letztendlich hat das beides nicht geklappt – und ich wollte ja zur Automechanika eine komplette Karosserie stehen haben. Eine Möderchallenge.

Einer der Helden am EuroHotRod war sicherlich Thomas, der an vielen Abenden Am Rahmen und der Hinterachse geschweißt hat.

Thomas

Ein großer Schritt war, als endlich der Motor drin war.

Motor

Lenkung, Pedalerie – wirklich nichts ging Plug & Play. Eine neue Erfahrung für mich, aber auch eine reizvolle Aufgabe. Und man unterschätzt es, was diese Dinge an Zeit fressen. Ein persönliches Highlight ist sicherlich das Armaturenbrett aus einem Kupferbild.

Armaturenbrett

Letztendlich fand sich auch ein Heck in Form eines Käfer Vorderwagens.

Heck

Aber bis daraus tatsächlich ein Fahrzeugheck wurde, war ein langer Weg.

Heck

Jetzt war die heiße Phase – und der Support seitens der Leser war phänomenal. Es kamen Helfer zum Arbeitseinsatz vorbei, aber es kamen auch Spenden in Form von Blech, Vierkantrohren, etc. Finde ich nach wie vor Hammer.

Schön fand ich auch, dass sich die Leser an den Türverkleidungen beteiligt haben. Da kamen viele Einsendungen, die ein Zufallsprodukt entstehen ließ.

Türverkleidung

Türverkleidung

Pünktlich zur Automechanika hatte ich eine komplette Karosserie – knapper hätte es kaum sein können.

EuroHotRod

Aber das ist nur ein Zwischenergebnis. Da werden noch VIELE Arbeitsstunden reinfließen bis zum fahrfertigen Fahrzeug.

Sackratte

Viele Leser verwundert mein Durchhaltevermögen, wenn Karren anfangen zu nerven. Und ich muss zugeben, die Sackratte, mein 1990er Fiat Panda konnte wirklich nerven. Aber ich hatte so viel Zeit in die Gestaltung des Bocks gesteckt. Aber im März war das Fass übergelaufen. Vor allem, weil ich die Idee mit dem Focht Titan interessant fand.

Bevor die Sackratte gehen durfte, gab es noch ein fettes Photoshooting zusammen mit der Kollekivmaschine und Miss SixSixSix.

Sackratte

Sinn der Aktion? Wir hatten Spaß und ich habe schöne Erinnerungsfotos an die Karre.

Im April habe ich die Sackratte letztendlich verkauft.

Sackratte

Sie ging nach Wetzlar.

Focht Titan

Ich habe ja ein Herz für Randgruppenautos. Und irgendwie fand ich die Idee cool, einen ollen Saugdiesel zu fahren, der trotzdem die grüne Umweltplakette erreicht. So kam im März der Titan, ein 1990er Ford Escort 1,8D, in meinen Fuhrpark.

Ford Titan

Dass ich auch mit dieser Karre so viel „Spaß“ haben würde, war nicht abzusehen.

Zunächst stand der TÜV auf dem Plan. Dazu musste ich etwas Schweißen und die hintere Bremse machen. Das war relativ schnell erledigt.

Der Titan bedankte sich, indem er bei einer der ersten Fahrten fast ein Hinterrad verlor. Radlager gefressen. Achszapfen am Arsch, Bremstrommel musste ich abflexen. Kein toller Einstand.

Panne

Innen habe ich angefangen, die Türverkleidungen zu gestalten.

Türverkleidungen

Es ist übrigens bis heute nur die Beifahrertür fertig. Es hatte immer etwas anderes Vorzug. Einerseits der EuroHotRod, andererseits die Technik und die Außengestaltung.

Über den Sommer habe ich den Titan nicht bewegt. Irgendwie war das nicht mein Auto. Ich musste erst einmal wieder Motivation für den Bock sammeln. Und er machte es mir wirklich schwer. Als ich ihn reaktivieren wollte, riss der Zahnriemen.

Zahnriemen

Ohne den Engländer (Peter) wäre ich wohl aufgeschmissen gewesen. Er half mir bei der Motorinstandsetzung.

Engländer

„Nebenbei“ baute ich eine geänderte Front.

Opferanode

Leider hatte ich nicht lange Spaß dran. Aus eigener Dummheit baute ich mit dem Bock einen Unfall.

Unfall

Wohlgemerkt: Bis zu dem Unfall war ich noch keine 500km mit dem Titan gefahren! Aber das war der Punkt, wo ich mir sagte: Jetzt erst recht! Richtig gut wird der Wagen nie wieder, jetzt versauen wir ihn gründlich. So fanden Chevy Malibu Heckleuchten ihren Platz im Heck.

Focht Titan

Der Unfallschaden wurde weggepfuscht und der Wagen lackiert, ein Crash Test Auto Design angefangen.

Focht Titan

Dass am Ende des Jahres die Bremsen Probleme machten wirft mich jetzt auch nicht mehr aus der Bahn. Ich zwinge den jetzt einfach zu funktionieren und mache da jetzt ein vollwertiges Mitglied meiner Flotte draus. Arschlecken. Und inzwischen macht der Titan genau das, für was ich ihn gekauft habe: Kilometer fressen.

Der Pirat

Vor der Tuning World Bodensee bekam der Pirat eine Colorverglasung aus einem Schlachter. Robby half beim Einbau.

Robby

Der Wechsel wurde akut, weil ich Depp beim Einladen eines Regalträgers die Windschutzscheibe getötet hatte. Na wenigstens war das der Gestaltungsanlass den lang geplanten Umbau auch durchzuziehen.

Gegen Ende des Jahres fing ich an, den Pirat für die nächsten Jahre herzurichten. 5 Jahre Alltagseinsatz haben deutliche Spuren hinterlassen. Die Ecke des Kotflügels, die ich ersetzt habe, war da nur die Spitze des Eisberges.

Kotflügelecke

Letztendlich zog der Wagen zu Andy um, wo wir den Wagen komplett wieder aufbauen. Er bekam neue Stoßdämpfer vorne, neue Reifen, die hintere Bremse wurde mit Neuteilen gefüttert, … Aber die Großbaustelle ist noch lange nicht erledigt. Denn das Hauptproblem ist Rost. Und davon hat er mehr, als mir recht ist. Das komplette Heckblech ist weg.

Heckblech

Radläufe, Bodenblech, Stoßdämpferdom hinten rechts – die Liste ist lang. Ich habe schon deutlich bessere Autos geschlachtet. Aber es ist mein Baby. Ich glaube der Pirat steht wie kein anderes Auto für das, was ich mache. Anfang nächstes Jahr legen wir da mal einen Gang zu, der Bock muss der Nachwelt so lange, wie möglich erhalten bleiben.

Messen/Treffen/etc.

Auf der Techno Classica hatten wir wieder vom Fusselforum einen Stand. Erstmals ohne ein Fahrzeug von mir, da habe ich ein Jahr ausgesetzt, weil ich einfach keinen neuen VW am Start hatte. Aber wir haben einen schaurig schönen Stand aufgebaut: Das Fussel-Wohnzimmer, das auch prominente Besucher anlockte.

Techno Classica

Erstmals wurde unser Stand sogar mit einem Pokal ausgezeichnet. Was aber noch wichtiger ist: Wir vom Fusselforum haben gemeinsam etwas auf die Beine gestellt und hatten eine Woche mächtig Spaß.

Ich war am Carfreitag in Limburg.

Carfreitag

Wenn man Freunde dabei hat immer wieder ein lustiger Tag mit einer großen Bandbreite. Naturbelassene Fahrzeuge, Oldtimer, gut gemachte Karren bis hin zu den derbsten Tuning-Kevins. Und das Ganze in erreichbarer Nähe. Wenn es der Terminkalender hergibt, werde ich da immer wieder hinfahren.

Regelmäßig war ich natürlich beim Altautotreff in Darmstadt.

Altautotreff

Für mich ist das Familie. So in etwa. wie man 1x im Monat zu Oma zum Kaffeetrinken fährt. Leute, die sich gegenseitig unterstützen, immer wieder einmal neue Leute mit interessanten Fahrzeugen. Ein toller Anlaufpunkt. Gäbe es den Altautotreff nicht, man müsste ihn erfinden.

Das erste Mal stellte ich bei der Tuning World Bodensee ein Fahrzeug aus.

Tuning World Bodensee

Waren abwechslungsreiche 4 Tage in einer anderen Welt mit einem Fahrzeug, das die Meinungen spaltete. Und genau das machte die Tage da so interessant. Ich überlege da kommendes Jahr den EuroHotRod auszustellen, um noch mehr fragende Gesichter zu sehen.

Im Mai sperrte ich wieder meine Werkstatthölle auf für mein traditionelles Hallengrillen.

Hallengrillen

Immer wieder schön mit Freunden, Bekannten und auch unbekannten Bloglesern ein paar Stücke totes Tier auf den Grill zu werfen und zu schnacken bis spät in die Nacht. Und immer wieder faszinierend, welche Anreisestrecken die Besucher teilweise auf sich nehmen, um dabei zu sein. Auch 2014 wird es voraussichtlich im Mai ein Hallengrillen geben.

Ich war ohne Fahrzeug zu Gast beim Kustom Kulture in Herten.

Kustom Kulture

Mal sehen, vielleicht wird es ja 2015 klappen, dass da der EuroHotRod steht.

Das Fusselforum Treffen am Edersee, das wir absichtlich nicht öffentlich ausschreiben, war wieder ein Fest.

Fusselforum Treffen

Leute, teilweise mit sehr individueller Auslegung des Hobbys, treffen sich real und verstehen sich wahrscheinlich m wahren Leben noch besser, als anonym vor dem Rechner.

Die Automechanika war eines der besonderen Highlights des Jahres für mich. Ich betreute die Blogger Lounge und konnte den EuroHotRod ausstellen. Und mit „Schnittchen“ als Messehostess war wieder einmal das Dreamteam am Start.

Schnittchen

Ich habe wichtige Kontakte geknüpft, Kontakte gepflegt und mal wieder die automobile Welt auf den Kopf gestellt. Ich war in meinem Element 😉

Auf der Herbst-Veterama hatte ich einen Stand, um die Werkstatthölle etwas zu entrümpeln.

Beladen

Längst ist dieser Markt für mich eher eine Veranstaltung, um Leute zu treffen und Spaß zu haben – das Verkaufen steht an Platz 2.

Rund um den Blog

In diesem Jahr war der Fusselblog das erste Mal zur Wahl zum Autoblog of the Year nominiert. Und dank der Unterstützung der treuen Leser hat der Blog den ersten Platz erreicht.

Auto Blog of the Year

Im Oktober habe ich das Design etwas angepasst, so dass die Bilder nun etwas größer sind. Man merkt es an dieser Zusammenfassung, bei der noch viele kleine Fotos vor der Umstellung zu sehen sind.

Und ich kann genau heute den 10 Geburtstag feiern, auch wenn ich das schon vor ein paar Tagen vorab getan habe.

10 Jahre Fusselblog

In meiner Adventsauktion konnte ich insgesamt 154,. Euro für die Kinderkrebshilfe einspielen.

Auktion

Ich finde es gut, wenn ich meine Pseudoprominenz für einen guten Zweck funktioniert.

BTW: Bei Facebook hat der Fusselblog immer noch knapp unter 500 Fans. Ob ich die magische Marke noch bis zum Jahresende knacke? Nicht, dass das wirklich wichtig wäre 😉

Presseecho

Als elendige Medienschlampe war ich auch 2014 wieder einmal in verschiedenen Medien zu sehen.

Den Auftakt machte 2014 das Motoraver Ausgabe #33. Da waren ich und der 5ender mal unkonventionell zu sehen als Comic. Fand ich cool. Wer hat schon ein Comic von sich?

Motoraver

Der EuroHotRod schaffte es während der Automechanika in die BILD Zeitung.

Bild

Volkswagen Classic machte mit mir und dem Pirat ein Feature.

VWC

Am Ende das Jahres erschien ein Sonderheft der AMS zum Thema Tuning und auch da war ich vertreten – wenn auch nur in einer Randnotiz.

AMS Spezial

Danke!

Am Ende das Jahres ist es auch einmal wieder Zeit, Danke zu sagen.

Da sind zunächst die Sponsoren, ohne die der EuroHotRod nicht möglich gewesen wäre. Sowohl kommerzielle Sponsoren, aber auch Privatleute, die dem Projekt und auch anderen Projekten Material und Teile zukommen lassen haben. Den Helden, die persönlich vor Ort waren, um zu helfen. Menschen, wie dem MainzMichel, zu denen ich immer kommen konnte, wenn ich Elektrikprobleme hatte. Den Helden, die geholfen haben, sperrige Teile quer durch Deutschland zu karren. Leute, die mir z.B. spontan mit günstigen teilen weitergeholfen haben z.B. nach dem Unfall mit dem Titan. Meine Telefonjoker, die ich anrufen konnte, um nach Rat zu fragen.

Aber ich danke auch denjenigen, die im Kleinen meinen kleinen Blog unterstützt haben, wie z.B. denen, die ihre Stimme z.B. bei der Abstimmung zum Blog of The Year abgegeben haben.

Und natürlich danke ich allen, die mich in persönlichen Gesprächen, in Blogkommentaren etc. motivieren weiterzumachen.

Ich freue mich auf ein erfolgreiches Schrauberjahr 2015 mit Euch!

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76,- Euro + 78,- Euro = 154,- Euro für die Kinderkrebshilfe

Ich hatte ja das Opferanode Blechstück, das ich für den guten Zweck versteigert hatte, erneut bei eBay eingestellt. Motto: Mal sehen, ob einer es toppt. Der erste Auktionserlös wurde getoppt, wenn auch knapp:

Auktion

Das macht zusammengerechnet 154,- Euro Erlös für die Kinderkrebshilfe. Das ist doch mal ein anständiger Betrag!

Gewinner der 2. Runde ist übrigens Blogleser AndreasF. Gratulation und danke für die großzügige Spende. Er will Anfang des kommenden Jahres das Teil persönlich in der Werkstatthölle abholen kommen. Das geht natürlich klar. Ich freue mich!

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Ich wünsche Euch schöne Feiertage!

Frohes Fest!

Ich sitze inzwischen schon unterm Weihnachtsbaum bei meiner Familie. Ich bin gestern mit dem Titan quer durch Deutschland gebrettet. Das Ding lief wie ein Uhrwerk und gar nicht mal soooo langsam für einen Saugdiesel.

Weihnachtsauszeit. Alltag ausschalten, ebenso auch einmal das Autohobby und den Computer. Die Hardware besteht diese Tage aus der Weihnachtsgans, Schraubenschlüssel wird mit dem Besteck getauscht. Freunde aus der Jugend treffen, mit der Familie bis in die Nacht Karten zocken. Ich wünsche Euch, dass auch Ihr einen Anlaufpunkt zu den Festtagen habt, bei dem Ihr Euch voll und ganz wohl fühlt.

Genießt die Tage, lasst Euch reich beschenken, wobei die Geschenke meiner Meinung nach eher Nebensache sind. Viel wichtiger ist für mich Zeit mit den Menschen zu verbringen, die einem viel bedeuten und die man teilweise leider viel zu selten sieht, wenn die Familie quer über das Land verteilt ist.

Wir lesen uns nach den Feiertagen wieder, bis dahin wünsche ich Euch ein frohes Fest!

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Adventsauktion – Runde 2!

Meine kleine Adventsauktion war ein Erfolg. Gewinner war Nenad, der mich nach der Auktion bat, das erneut einzustellen. Der Bitte kam ich nach.

Auktion

Nein, er wollte sich nicht um die Spende drücken, natürlich hat er überwiesen, wie es sich gehört.

Überweisung

Er war der Meinung, mit dem Stück Opferanode kann man noch mehr Gutes tun. Coole Sache. Herausforderung: Wer zieht mit ihm gleich, oder toppt sogar sein Gebot?

Also: Die Spiele sind wieder eröffnet, das kultige Blech ist wieder zu haben!

www.ebay.de/itm/331416660013

Der Link darf gerne auf allen Kanälen geteilt werden!

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Immerhin 76 Euro für den guten Zweck!

Opferanode

Gestern lief meine Adventsauktion aus. Immerhin 76,- Euro sind zusammengekommen. Und dafür, dass ich normal die Haube komplett entsorgt hätte, ist das doch ein ganz anständiges Ergebnis. Und wie ich schon in der Auktion geschrieben habe: Ich hätte das auch für einen Euro herausgegeben, wobei es mich immer freut, wenn ein nettes Sümmchen für den guten Zweck rauskommt.

Die Auktion habe ich ja in Verbindung zur Oldtimer Spendenauktion der Zeitschrift Oldtimer Markt gestartet.

Spendenauktion

Neben der Hilfe für krebskranke Kinder kann man da auch viele wertvolle Preise gewinnen ab einer Spende von 5,- Euro nimmt man an der Verlosung teil. Die drei Hauptpreise sind auch dieses Jahr je ein wertvoller Oldtimer.

Spendenauktion

Ich gönne dem Gewinner meiner kleinen eBay Auktion, dass er dort auch noch einmal gewinnt. Wer aber auf jeden Fall gewinnt, das ist die Kinderkrebsforschung.

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