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Upcycling

Bevor ich weitermachen konnte mit der Gestaltung der Rikscha, musste ich erst noch schweißen. All das, was ich von oben geschweißt hatte, musste ich unten ebenfalls verschweißen. Und da waren noch die Schwerter, an denen die Hinterachse ursprünglich am Auto befestigt war. Die wollte ich weiter nutzen. Leider hatten sie aber Abstand zum Gestell. Aber zu was gibt es Vierkantrohre, Schweißgerät und eine Flex?

Danach abgeschnitten – auch die überstehende Teile nach vorne.

Das sollte jetzt wirklich stabil genug sein.

Jetzt kommt, warum ich Kennzeichen gesucht habe. Doch zuerst Holzarbeiten. Ich brauchte eine Schablone von einer Rundung, größer als die verbauten Räder. Da waren noch die Räder, die ursprünglich drauf waren. Das reichte zum Anzeichnen auf einer Holzplatte, die eh auf den Sperrmüll sollte.

Das mit der Stichsäge ausgeschnitten gab meine Form.

Nun aber zu den Kennzeichen. Ein paar meiner Ex-Kennzeichen hatte ich noch. Andere zu organisieren – dazu war ich noch nicht gekommen, obwohl einige schon welche zurücklegen. Gemessen und dann 2x geknickt.

Jetzt kam die Schablone zum Einsatz. Die diente dafür, die Kennzeichen in einem Bogen aneinanderzunieten.

Ich arbeite gerne mit Kennzeichen. Das weiche Alu lässt sich so schön Formen und mir macht es Spaß, Sachen zu verbauen, die sonst weggeworfen werden würden. Nach und nach entstand so ein Kotflügel.

Das liegt jetzt nur auf, aber man sieht, auf was es hinausläuft. Für den zweiten Kotflügel fehlten mir die Kennzeichen aber auch die Zeit.

Ich hätte ja echt mit dem Gedanken gespielt, Anhängerkotflügel zu besorgen. Aber Hand aufs Herz – das ist doch viel abgefahrener so.

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Umdenken

Ich habe einige Dinge bei meiner Rikscha überdacht. Da war zunächst die Breite der Räder. Es haben ja viele der Meinung, dass Noträder die beste Lösung wären, aber erstens habe ich keine Aufgetrieben auf die Schnelle und zweitens sehen die mal ehrlich gesagt auch ziemlich beschissen aus. Aber ich hatte noch 2 Fiat Panda Räder. Das sind auch nur 135er. Deutlich schmäler als die 185er, die ich ursprünglich drauf hatte.

Ich pumpte sie auf 3 bar auf für weniger Auflagefläche. Und die Räder haben einen weiteren Vorteil: Die gehen nicht so weit nach innen. Der Stuhl passte drüber.

Leider haben die zwei Räder, die ich noch hatte, verschiedenes Profil. Gefällt mir nicht, aber bevor ich Geld ausgebe… Der Lochkreis ist knapp daneben. Die Trommeln, an denen ich das festgeschraubt habe, haben 4×100, Fiat hat 4×98 – aber das lässt sich festschrauben und für Schritttempo – drauf geschissen.

Ich habe ebenfalls verworfen, die dritte Achse fest anzubinden, damit sich das besser lenken lässt. Die einfachste Lösung ist wohl eine Anhängekupplung. Also habe ich einen Kugelkopf besorgt.

Ging gerade so rein an meine Strebe, die ich vorbereitet hatte. Ich musste die Schrauben direkt nach der Mutter abflexen.

Als nächstes musste eine Deichsel her. Ich habe ein Vierkantrohr mittig an der Achse festgeschweißt.

Ein Zugmaul daran verschraubt und „schon“ hing die Achse an dem Dreirad.

Wie man sieht – die Achse steht jetzt weiter hinter dem Dreirad. Klar, sonst würden beim Einlenken die Räder kollidieren. Damit man den Stuhl drauf stellen kann, mussten als nächstes 2 Querstreben drauf.

Ich versuche übrigens soweit möglich nur Material zu verbauen, das noch rumliegt. Die meisten Vierkantrohre stammen von einem zerlegten Reifenregal, das ich mal als Rohmaterial geborgen hatte. Test, ob der Stuhl draufpasst:

O.k. – anders als geplant, aber auch ganz cool. Einfach zwei Streben quer – das war mir nicht stabil genug. Als noch zwei Querstreben rein, die mit einem Sockel ebenfalls auf der Achse aufliegen. So 100% fluchtete das alles nicht, aber für was gibt es Schraubzwingen?

So sieht das schon viel stabiler aus.

Muss natürlich alles noch von der anderen Seite verschweißt werden, die eine oder andere Strebe werde ich noch setzen. Aber das erste Grundgerüst steht. Und es lässt sich aus lenken.

Mit dem Design der Räder habe ich noch gespielt. Ringe vom Golf 2 GTD und Passat Nabenkappen.

Schon viel besser. Wenn alles stabil ist, muss ich mich ums Design kümmern. Ein paar Ideen habe ich schon – weiß einer, wo ich kostenlos einen ganzen Stapel Kennzeichen herbekomme?

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Unter Druck…

Irgendwie hat mich die BBILD Zeitung ganz lieb gerade. Am 2.1. berichtete sie schon über meine Meenzer Jägergarde, bei meinem letzte Schraubereinsatz war sie auch in meiner Werkstatthölle. Ich dachte eigentlich, da kommt ein Artikel, wenn die Rikscha fertig ist, aber offensichtlich fehlte gestern noch ein Lückenfüller.

Jetzt wissen nicht nur Blogleser von dem Projekt, jetzt ist der öffentliche Druck noch größer, das Teil bis Rosenmontag fertig zu bekommen.

Die Verbindung zu der dritten Achse habe ich übrigens noch einmal überdacht. Ich muss einigen Kommentaren recht geben – verbinde ich das zu starr, wird vermutlich das Lenken fast unmöglich. Also habe ich mir bei eBay einen günstigen Kugelkopf und ein billiges Zugmaul für einen Anhänger bestellt. Bei dem Preis kann das eigentlich kaum TÜV haben. Aber ist in dem Fall ja egal, es soll nur mich ziehen – im Schritttempo. Und da sollen die 750kg, die das Zugmaul angeblich abkann und die 3,5 to, die der Kugelkopf angeblich verträgt ausreichen, auch wenn sie weit übertrieben sein sollten.

Leider wird dadurch das Gespann länger. Denn wenn der Anhänger schwenken kann, müssen die Räder weiter auseinander sein.

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Ich geb Euch einen Korb

Weiter geht’s mit der Fahrradrikscha. Ich war mir noch nicht sicher? Auf was will ich hinten sitzen? Ein Plastikstuhl? Ein richtig fetter Sessel? Ich kramte einmal auf eBay Kleinanzeigen was so billig zu schießen ist und blieb bei Korbsesseln hängen. Kann auch was hermachen, saugt sich nicht voll Wasser, sollte es regnen und man kann es in Wunschfarbe lackieren. Gesucht, gefunden für 8 Euro.

Hat Gebrauchsspuren, aber für meine Zwecke vollkommen ausreichend.

Stellprobe – ja, das könnte etwas werden.

Aber zunächst muss die Achse schmäler werden. Nicht lang fackeln, her mit der Flex. 61cm mussten raus. Damit fluchten die Schwerter mit den Aufnahmen am Rahmen des Dreirades.

Ich habe das stumpf auf Stoß verschweißt. Muss ja nicht so viel abkönnen, wie in einem Auto.

Jetzt mussten Räder her. Ich dachte erst an möglichst schmale, wegen dem Rollwiderstand. Aber dann hab ich erst einmal einen Mittelweg genommen – 185er auf 5,5 Zoll.

Mal sehen, wie schwer sich das fahren lässt. Räder sind ja schnell umgeschraubt. Und da muss ich auch etwas tun, denn die ET ist zu positiv, der Korbsessel passt nicht mehr dazwischen.

So konnte ich aber einmal einen Preview zusammenstecken. Hat irgendwie etwas von einem Streitwagen.

Motivationsschub trotz dem Ärger mit der Breite. Da muss ich wohl noch andere Bereifungen testen – oder irgendwelche Distanzscheiben nutzen, die ich noch rumliegen habe.

Die Achse steht aber noch dahinter, das muss verbunden werden. In der Hinterachse laufen Lager, zerlegen wollte ich sie nicht, also wollte ich da nicht schweißen. Ich baute zwei Halter.

An der Hinterachse sind Befestigungsplatten – ich habe da eine Querstrebe mit diesen Haltern zusammengebraten. Ein massiver Ankerpunkt.

Da stumpf dranzugehen, das wird nix, da könnte man eventuell den Gripp verlieren an Buckeln. Da muss eine Art Scharnier rein. Aber etwas, was was kann. Dann setzen wir mal die Flex bei einem Schrottfahrrad an.

Das Lager von so einer Gabel ist kugelgelagert. das Kann was. Eigentlich brauche ich nur diesen Part:

Und das auch noch 2x. Links und rechts. Demnächst geht´s an der Baustelle weiter.

Ich habe übrigens inzwischen eine Zugnummer für den Rosenmontagsumzug in Mainz. Eine Fahrradrikscha haben sie auch abgesegnet. Aber ob DIE abgesegnet wird, drückt die Daumen!

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Wir arbeiten am Konzept…

Schauen wir uns das Dreiradfahrrad mal näher an. Ich habe erst einmal den Korb und das Gestell dafür abgebaut, an dem auch die Schmutzbleche befestigt sind und das Blech über dem Antrieb abgemacht. Da steckt tatsächlich ein Differenzial drunter.

Ich habe darüber nachgedacht, wie man da eine Rikscha draus bauen kann. Ursprünglich dachte ich daran, den Rahmen zu verlängern, die Hinterachse nach hinten zu verlegen. Aber erstens habe ich etwas Angst, dass das nicht stabil genug wird und zweitens ist mir das nicht absurd genug.

Nachdenken. Eine zweite Fahrradachse? Wieso nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen? Ich hatte da eine Achse aus einem Passat Typ 32 rumliegen.

Ja, das ist schön absurd, würde man die dahinerbauen. Ich habe einmal angefangen, sie zu strippen. Panhardstab ab, Stoßdämpfer ab und auch die Bremstrommeln habe ich leergeräumt.

Ich weiß ehrlich gesagt noch nicht wie lang das Ding werden soll etc. Aber man muss mal anfangen.

Viel weiter bin ich nicht gekommen, ich musste noch ein paar Dinge für Fastnacht bauen. Aber eine Anfangsidee steht schon einmal.

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Mal ein kleines Zwischenprojekt…

Ich weiß noch nicht, ob das wieder ausartet, aber ich hab da was geborgen am Ende des Jahres…

Hatte ich noch nie so ein Teil und ich muss ehrlich zugeben: Ich bin nur ein paar Meter damit gefahren und es fährt sich – na sagen wir mal „komisch“. Aber interessante Technik. Das Teil hat tatsächlich eine funktionierende 7gang Schaltung. An der Hinterachse sitz eine Art normale Fahrradnabe und überträgt dann die Kraft auf eine Starrachse mit einer zweiten Kette.

Was will ich mit dem Rotz?

Nun, da ich beim Rosenmontagsumzug in Mainz nicht mit dem Prolo fahren darf – dann bau ich mir eben eine Art Fahrradrikscha. Wie das letztendlich aussehen wird? Ich weiß es noch nicht. Ideen entstehen bekanntlicherweise beim Bauen.

Ich hoffe einmal, ich bekomme das Ding bis zum Umzug gebaut. Natürlich bräuchte ich dann aber auch einen Fahrer, der für mich strampelt. Aber der wird sich wohl finden lassen…

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Ich habe einmal zum Thema Hoffmann Fahrräder recherchiert

Ich wusste inzwischen: Der Hersteller meines ollen Fahrrads ist gar nicht so unbekannt. Also machte ich mich ein wenig auf Recherche. Und ich fand eine Informationsquelle: Die Hoffmann Freunde Siebengebirge. Der einzige Verein, den ich gefunden habe, der sich eigentlich um Hoffmann Motorräder kümmert. Ich dachte mir, wer sich um die Marke kümmert, hat vielleicht auch Infos zu den von der Firma hergestellten Fahrräder. Und Bingo! Ich bekam tatsächlich Infos. Unter anderem einen Scan eines Prospektes von 1949.

Prospekt Hoffmann Fahrräder 1949

Ich finde das sehr aufschlussreich. So weiß ich jetzt, dass mein Zahnkranz leider nicht mehr original ist. Ich finde solche Details schon geil, dass die Firma Hoffmann damals auch den Zahnkranz individualisiert hat.

Zahnkranz

Auch weiß ich jetzt: Meine Beleuchtung passt, denn ab Werk gehörte die nicht zur Serienausstattung. Und das Emblem vorne auf dem Schutzblech zeigte ein ausgeschnittenes Firmenemblem.

Schutzblechemblem Hoffmann Fahrräder

Das könnte man sich einmal nachlasern lassen aus Schwarzblech und rosten lassen. Dann passt das zum Fahrrad. Ich habe tatsächlich auch eine abgelaufene eBay Auktion zu so einem Emblem gefunden – das Geld (27,12 Euro) ist mir das Emblem nicht wert, das schnell wieder geklaut werden kann. Hat aber keinerlei Priorität. Weiterhin bekam ich die Info, dass anhand der Rahmennummer das Baujahr bestimmen kann. Also schickte ich ihnen meine Nummer, die übrigens oben am Rahmen angebracht ist.

Rahmennummer

Laut Archivliste des Vereins ist das Fahrrad aus dem zweiten Halbjahr 1951. Also doch kein 40er Jahre Rad. Ist nicht schlimm. Es bleibt für mich einfach „mein“ Fahrrad, aber ich finde es trotzdem interessant zu wissen, was ich da eigentlich habe. Mein Dank gilt den Hoffmann Freunden Siebengebirge. Toll, wenn sich jemand um das Erbe dieser Firma kümmert.

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Zwischendrin einmal wiederbelebt…

Ich weiß gar nicht mehr, was es war, aber vor geraumer Zeit war ich in Mainz in der Stadt abends unterwegs und irgendwas war an dem Fahrrad nicht in Ordnung, so dass ich es nach Hause schieben musste. Seitdem stand es ungenutzt auf dem Hof. Ich hatte ab und an Situationen, da wäre ein Rad praktisch gewesen, aber es war ja kaputt und bis ich es repariert hätte, war ich auch schon gelaufen.

Ich habe den gestrigen Feiertag genutzt, es mal wieder zu reaktivieren.

Hoffmann Fahrrad

Die Kette war ab, das Hinterrad schief im Rahmen, so dass es schliff – ach ja, das war es. Luft musste ich aufpumpen, Gangeinstellung revidieren, aber da war noch mehr. Der Sattel – er funktionierte, aber irgendwie sah er schepp aus.

Fahrradsattel

Da fehlte eine Schraube, die den vorderen Teil mit der Feder verband. Die war schnell ersetzt.

Fahrradsattel

Das Fahrrad steht das ganze Jahr draußen. Ein wenig überdacht, aber draußen. Das nimmt das Leder übel, es war total trocken. Ich habe es 3x nachgefettet mit Bodylotion. Die verwende ich auch für Lederlenkräder, das ist deutlich billiger als Lederfett und hat den selben Effekt.

Fahrradsattel

Das war ruck zuck eingezogen. Das hatte es dringend nötig. Ich denke, ich muss da noch ein paar Mal nachfetten. Man glaubt gar nicht, dass der Sattel gar nicht so alt ist, wie man denkt. Den habe ich neu gekauft, als mir das Fahrrad zugelaufen ist. Aber es war eben billigster Chrom, der taugt nix.

Das Schutzblech der Kette habe ich einmal zurechtgedengelt, dass es nicht mehr bei jeder Pedalumdrehung schleift.

Kettenschutzblech

Irgendwann muss ich das doch einmal schweißen. Aber das wird wieder so eine Operation, das zum Schweißen abzubekommen. Sieht so aus, als ob das nie ab war – seit über 70 Jahren. Ich denke mal, dass die Schrauben eine feste Symbiose eingegangen sein werden. Da werde ich kaum ums Aufbohren drumrumkommen. Wobei: Solange das nicht wieder irgendwie zu Schleifen anfängt, ist mir der Riss egal. Das Rad ist nun wirklich in Würde gealtert.

Das Fahrrad ist jetzt wieder einsatzbereit.

Hoffmann Fahrrad

Ich habe ein wenig recherchiert zu der Marke. Der Hersteller ist Hoffmann.

Hoffmann Fahrrad

Ich dachte ursprünglich, das ist ein total unbekannter Hersteller, aber weit gefehlt.

Neben Fahrrädern wurden von den Hoffmann Werken in Lintdorf Motorräder produziert und es ist diese Firma Hoffmann, die 1950 bis 54 in Lizenz in Deutschland Vespas gebaut hat.

Vielleicht hat ja der eine oder andere schon einmal davon gehört. Das sind wohl die gesuchtesten Vespas in Deutschland. 1954 ging das Werk in Konkurs. Und da ich beim Googeln ein Hoffmann Fahrrad mit moderneren Bremsen gefunden habe, gehe ich davon aus, dass ich mit meiner Vermutung, dass das Fahrrad aus den 1940ern stammt, gar nicht so verkehrt liege.

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Das hätte eine Gesichtsbremsung werden können

Ich fahre echt selten mit dem Fahrrad, gehöre eher zu den Sportmuffeln. Aber wenn ich mal das Fahrrad nehme, dann doch bitte mit Stil. Deshalb habe ich ein uraltes Fahrrad der Marke „Hoffmann“. Dürfte laut Aussage eines Altfahrradexperten wohl so aus den 40er Jahren sein.

Hoffmann Fahrrad

Hoffmann Fahrrad

Das Händlerschild nicht ernst nehmen, das habe ich hinzugefügt, weil da ein Loch im Schutzblech war.

Ursprünglich einmal auf dem Sperrmüll gefunden und nach meinen Bedürfnissen umgebaut und mit stilsicherem Zubehör gespickt. Letzthin wollte ich es wieder einmal verwenden und stellte fest, ich habe vorne einen Platten. Als ich das Aufpumpen wollte, fiel ich fast vom Glauben ab, als ich die eine Seite der Gabel sah.

Hoffmann Fahrrad

Wie geht das denn? Die Gabel fast komplett durchgerissen. Hätte leicht passieren können, dass das noch komplett abreißt und dann wäre ein unsanfter Abstieg garantiert. Die Idee an dem Tag das Rad zu nutzen hab ich dann vernünftigerweise verworfen.

Gestern nahm ich das Rad mit in die Werkstatthölle, um das zu richten. Bei demontiertem Rad kam raus, warum das gerissen war – da hatte wohl über Jahre etwas beim Vorbesitzer geschliffen und das Material an der Gabel abgetragen.

Hoffmann Fahrrad

Beim Vorbesitzer deshalb, weil ich damals andere Felgen verbaut hatte, weil auf dem Sperrmüll bei den Felgen die Naben fehlten und ich neue Felgen mit Dreigangschaltung eingesetzt hatte. Bei mir hat nix geschliffen, seitdem ich das Rad habe.

Also erst einmal den Riss zuschweißen.

Hoffmann Fahrrad

Damit das auf lange Zeit hält, habe ich ein Rohr halbiert und die Hälften als Verstärkung drum rum geschweißt.

Hoffmann Fahrrad

Noch heiß vom Schweißen bekam die Gabel eine Einbrenngrundierung und eine Einbrennlackierung in matt schwarz.

Hoffmann Fahrrad

Klar hätte man die Gabel auch ersetzen können, aber ich wollte die Gabel erhalten, denn wo finde ich schon eine Gabel mit entsprechender Patina und der gleichen Linierung.

Weil ich das Fahrrad eh in der Werkstatthölle hatte, habe ich mich auch noch um andere Dinge gekümmert. Zwei der Schrauben des Gepäckträgers waren locker – und in der Stellung komplett festgerostet. Da half nur Ausbohren und ersetzen.

Hoffmann Fahrrad

Wirken ein wenig wie Störkörper diese neuen Schrauben – werden schon beipatinieren. Das Fahrrad steht immer draußen. Dafür klappert das ab jetzt aber nicht mehr.

Bei der Beleuchtung hatte ich einen Wackler, das ließ sich nur beheben, indem ich ein neues Kabel zum Scheinwerfer gezogen habe. Offenbar ein Kabelbruch. Die Kette habe ich abgeschmiert, ebenso die Mechanik des Dynamos. Und auch die Mechanik meiner Dauerklingel habe ich beigebogen, die funktioniert jetzt wieder einwandfrei.

Die ist zwar nicht passend zum Baujahr des Fahrrads, aber die muss einfach sein. Fand ich schon als Kind lustig.

Das Fahrrad ist soweit durchgewartet – bis auf einen Punkt: Das Aufpumpen des Vorderrads hat es nicht gebracht. Der Schlauch hält keine Luft, da ist wohl ein neuer fällig. Aber da gestern Feiertag war…

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4. Rollator Flashmob Mainz 2014 – das war wohl nix

Ich gebe zu, ein wenig habe ich es geahnt. Die Vorzeichen für den 4. Internationalen Rollator Flashmob in Mainz waren schlecht. Kaum Feedback und dann sagte der eigentliche Veranstalter auch noch ab. Aus mehr als verständlichen (beruflichen) Gründen, deshalb kann man ihm keinerlei Vorwurf machen. Das ist das Risiko, wenn man den Termin ein Jahr vorher festlegt.

Letztendlich kamen nur 4 Personen mit 2 Rollatoren zum Mainzer Bahnhof.

Rollator Flashmob 2014

Sehr mager für ne Tour durch Mainz. Gut, ein Bier muss sein. Letztendlich standen wir 2 Stunden vor dem Mainzer Hauptbahnhof und lästerten über die Mode der Passanten. War auch lustig. Auf den Zug durch Mainz verzichteten wir. Wäre mit zwei Rollatoren ein wenig lächerlich.

War´s das mit dem Rollator Flashmob?

Irgendwie ist das Interesse gerade am Totpunkt angelangt. Sowas macht nur Spaß in einer größeren Truppe. Wir werden sehen, ob es einen 5. Rollator Flashmob geben wird.

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