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Rückenwind 2017 – Rückkehr und Resümee

Gestern konnte ich eine meiner Lieblingsansichten von Mainz wieder genießen. Die, wenn man über die Theodor Heuss Brücke fährt und von der Staatskanzlei empfangen wird. Comming Home.

Mainz

Was eine Tour dieses Jahr wieder! Der Prat hat treu durchgehalten. Für die Statistiker unter uns: Insgesamt kamen 2.151 km zusammen.

Tacho

Ich werde wahrscheinlich noch ein wenig brauchen, um das alles zu verarbeiten, was in diesen knapp zwei Wochen so alles passiert ist. Ich wurde schon mehrfach gefragt, was mein Highlight der Tour war. Ich kann es nicht sagen. Das wird den Lesern, die die Tour verfolgt haben, wohl ähnlich gehen. Da hat jeder so seine persönliche Lieblingsgeschichte. Der eine feiert, dass wir die Flotte an Loadrunnern gefunden haben, der andere kann immer noch nicht glauben, dass es Menschen da draußen gibt, die einen Motorradmotor fast vollständig selbst bauen.

Manche Gastgeber meinten, was sie mir noch bieten könnten, weil gleich der erste Gastgeber so vorgelegt hat. Ich meine das ehrlich: Ich war von keiner Station enttäuscht. Was passiert, passiert und gerade die Vielfalt macht es aus. Ich habe auf meiner eigenen mitgebrachten Matratze in der Küche gepennt, auf dem Sofa, in Gästebetten, in einem Leichenwagen, einer räumte sein eigenes Bett, damit er mich nicht aufwecken muss, weil er früh rausmusste. Dieses Jahr habe ich kein Bett zerstört, gut, eine Plastikbank bei Dodo war kurz davor aufzugeben, aber Glück gehabt, sie hat gehallten.

Etwas hat aber nicht überlebt. In Meisen kaufte mir Carsten einen Fummel. Was es damit auf sich hat, steht im Begleitzettel:

Ich hatte nicht die Ambition, de Fummel bis in alle Ewigkeit zu hüten, aber bis zu meiner Rückkehr wäre cool. Ist aber in die Hosen gegangen.

Fummel

Dabei hab ich während der kompletten Fahrt nicht einen Tropfen Wein getrunken. Ich verstehe das nicht. Das heißt eigentlich schon. Ich hab auch ein paar Souvenirs mitgebracht. Da passierten so Geschichten… Bei Digga standen wir in seiner Fahrradwerkstatt und da stand eine Kiste mit einem Polo Getriebe. Das war bei einem Auto dabei, das er nicht mehr hat.

Getriebe

Wirklich ein schon fast absurder Zufall: Das ist das 5gang, dass zu dem Motor passt, den ich in meinen Prolo bauen werde. An dem hängt nur ein 4gang. Und ich durfte es mitnehmen, weil eh kein Auto mehr dazu da war. Natürlich kommt das jetzt in den Prolo.

Da war an einer Stelle Grundierung über, bei Dulle gab es ein Glas selbstgemachte Marmelade, … Nein, ich war wirklich nicht auf Abstaubertour, aber Danke sagen gehört sich einfach. Das größte Geschenk für mich war, dass man sich Zeit für mich genommen hat. Danke an alle meine Gastgeber! Danke für die Gelegenheit, einmal in Eure Welt reinschnuppern zu dürfen, Danke für Eure Zeit, Danke für Übernachtung, Speis und Trank! Ich hoffe, Ihr fandet meinen Besuch auch angenehm. Ich habe mich bei jedem wohl und willkommen gefühlt.

So eine Tour funktioniert natürlich nur, wenn sich genug Gastgeber finden, die mich einladen. Sehr geil, dass mir dieser kleine Blog dazu die Möglichkeit gibt, eine so vielfältige Schraubergemeinde zu besuchen. Aber es ist auch toll, dass es da draußen so viele Schrauber gibt, die unser Straßenbild auf ihre Art bereichern.

Ich hoffe, auch die Leser hatten auch wieder Spaß an meiner diesjährigen Rückenwind Tour. Ich muss mich jetzt erst einmal von der Tour erholen, denn etwas war Mangelware während der Zeit: Schlaf. Aber sie war es einfach wert…

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Rückenwind 2017 Tag 11: Höchstadt

Eigentlich wollte ich meine Tour ausschließlich durch die neuen Bundesländer machen, aber da einer wegfiel und der Markus auf dem Weg zurück nach Mainz lag, fuhr ich bei ihm vorbei in Hochstadt. Ich nahm noch einen kleinen Umweg, denn der Wohnort meiner Familie lag ebenfalls auf dem Weg und wenn man schon einmal da ist, lässt man sich zu Mittag gut bekochen.

Markus schraubt derzeit nicht so viel. Er hat durchaus ein paar Fahrzeuge herumstehen, wollte mir aber einmal eine andere Welt zeigen.

Im Alltag fährt er einen Audi 80, was ja vollkommen ok ist.

Audi

Als er seine Normgarage öffnete, kam sein Sommerauto zum Vorschein: Ein Mazda MX5.

Mazda

Ganz hinten in der Garage dann versteckt zwei Motorräder.

Motorrad

Hinter der Suzuki, die für ihn ein realisierter Jugendtraum ist, steht eine frühe Nachkriegszündapp. Die hatte er einst als Teilehaufen erworben und nach und nach wieder komplettiert.

Zündapp

Die Welt, die mir Markus aber zeigen wollte, war sine Motorsportseite. Früher fuhr Markus Rallye mit einem Golf 1. Irgendwann hängte er seinen Helm an den Haken, aber so wirklich losgelassen hat ihn das Thema nie, so dass er demnächst wieder als Beifahrer in den Sport einsteigt. Wir fuhren zu Hans, bei dem das Sportgerät – und einiges mehr – steht.

Gefahren wird mit einem Italo BMW M3.

Italo M3

In Italien wurden oder werden Autos über 2l besonders hoch besteuert, so dass BMW eine Variation des E30 für Italien baute mit 2l Motor, ohne Paustbacken etc. aber mit viel Motorsporttechnik. Für diesen Sport ideal, weil in der Klasse bis 2l gefahren wird.

Der Bock hat viele Modifikationen, wie Kunststoffhauben, Käfig etc. Der Motor hat weiterhin knapp 2l.

BMW M3

Besonderheit beim Schalten: Der Schaltknauf hat oben noch ein Gelenk. Winkelt man das ab, wird kurz die Zündung unterbrochen, man kann ohne Kuppeln durchziehen und spart so wichtige Zeit.

Italo M3

Diese Art zu schalten kostete einem Motor das Leben. Da passierte beim Schalten so ein winziger Fehler. Volle Drehzahl im 2. Gang und dann durchgerissen auf den ersten statt dem dritten. Der Wagen hat einen Computer, der alles aufzeichnet und das war der Highscore im BMW. Wenn ich mich recht erinnere 14.500 U/min. Und irgendwie ging das nicht lange…

Motorschaden

Motorschaden

Aber da wird schon der nächste Motor aufgebaut. Und dabei um jedes PS gekämpft, jede Lücke des Reglements ausgenutzt.

Neben dem Sportgerät fand sich bei Hans noch ein Serien M3. Und das ist heutzutage eine Wertanlage.

BMW M3

Und es stand noch ein Wagen mit M3 Maschine herum. Der mit einer 2,5l.

BMW 1502

Ein Traum. Ein BMW 1502 mit E30 M Technik und auch noch in Orange.

BMW M3

Hätte ich direkt eingepackt, hätte ich gedurft.

Hans fährt schon länger im Motorsport und in der nächsten Halle stand etwas ganz Besonderes: Ein Treser TR1.

Treser TR1

Dieses Auto kam nie über den Prototypenstatus hinaus, lediglich 23 Stück wurden gebaut, nur 4 davon hatten irgendwann eine Straßenzulassung und nur von 2 ist bekannt, dass sie noch zugelassen sind. Dies ist einer der zwei.

Treser TR1

Hans hat ihn nicht nur gefahren in der einen Saison, in der eine Rennserie damit aufgelegt wurde, er hat ihn auch im Werk selbst zusammengeschraubt, denn damals fehlten Treser die Arbeiter, um das zu schaffen und so bauten die Teams damals ihre Fahrzeuge selbst zusammen im Werk.

Das Ganze ist ein Verbund von GFK und einem Aluminiumskelet, im Heck arbeitet ein modifizierter Golf 16V Motor mit einem Seilzuggetriebe aus einem Passat.

Treser TR1

In dem Auto haben sowohl Hans, als auch sein Sohn geheiratet. Heute gehört er ihm nicht mehr, aber er hat ihn weiterhin in Pflege.

Der Sohn fährt übrigens auch Rallye, sein BMW – was sonst – steht neben dem Treser.

BMW 316

Weiter ging es beim nächsten Motorsportverrückten. Auch bei dem stand ein BMW M3 auf der Bühne. Man mutmaßt, der Gegner, bei dem er sich im letzten Rennen angelegt hat, hätte ein grünes Auto gehabt.

BMW M3

Ja, es gibt so Leute, da stehen im Freien Autos rum…

Escort

BMW

Eine Welt von Motorsporverrückten, mit denen man sich aber herrlich normal unterhalten kann.

Abend ging es dann zum nächsten aus der Motorsportclique zum Grillen. Und was steht da im Hochregal? Eine Golf 1 Karosse, aufgebaut für den Motorsport.

Golf 1

In dieser Halle, in der eigentlich LKWs gewartet werden, schraubte Markus in seiner aktiven Zeit mit eigenem Auto. Aber er kehrt ja jetzt als Beifahrer zurück.

Gegrillt wurde im Begehbaren Grill mit überdachter Terrasse daneben.

Markus

Gute Location für den letzten Abend, denn das Wetter war schon den ganzen Tag sehr durchwachsen.

Heute geht es zurück nach Mainz. Mal sehen, wie lange es braucht, bis ich all die Eindrücke alle verarbeitet habe, die ich sammeln konnte. Ich freue mich auf jeden Fall jetzt auf eines: Ausschlafen. Denn Schlaf kam die letzten 11 Tage irgendwie zu kurz, aber das aufbleiben hat sich jedes Mal gelohnt….

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Rückenwind 2017 Tag 10: Treuen

Ich habe Sachsen verlassen, nächste Station war Thüringen, um es genauer zu nehmen Treuen, wo mich Dodo empfing. Dodo hat eine Schwäche für alte Opel Astras. Das hier ist sein aktueller:

Astra

Aber wie das im Osten so ist, er hat natürlich auch diverse Simsons. So führte er mich in eine Garage, wo unter anderem diese Schwalbe stand.

Schwalbe

Ja, die ist so tief, ja, sie steht nicht auf dem Ständer und nein, sie ist ihm noch nicht tief genug. Ist wohl auch so ein Ost Ding 😉

Nach kurzer Besichtigung der Garage ging es zu den Gemeinschaftshallen und was soll ich sagen: SO habe ich mir das vom Klischee her vorgestellt. Abgerockte Halle, Scheiben eingeschlagen, ehemalige LPG.

Davor diverse Autos, man könnte den eine oder anderen auch einfach Schrott nennen.

Die Halle mit den eingeschlagenen Scheiben – ich hab es irgendwie stellenweise nicht gerafft. Diverse Autos, teilweise in zwei Lagen gestapelt und dann so Aussagen, wie „so richtig weiß von einigen irgendwie keiner, wem die gehören“. Offenbar haben zu viele den Schlüssel für die Halle.

In der Halle stand auch Dodos zweiter Astra, den er lange gefahren hat. Innen bis auf die Sitze fast vollkommen leer. Man erkennt, da gehört einer zur Ratten Scene.

Astra

Der soll auch wieder auf die Straße irgendwann. Macht wohl Laune, ist aber im Winter etwas kalt ohne Dämmung – und auch laut innendrin.

Dann ging die eigentliche Halle auf. Da stehen die aktuellen Projekte – bei dem Trabi in zweiter Lage steht eine Wette, ob er zu einem fixen Termin wieder läuft.

Ein Golf eines anderen Schraubers, der gerade nach einem Unfall wieder gerichtet wird.

Golf 2

Äh ja, schrieb ich schon Ratten Scene? Da stand wieder von einem anderen das Winterauto, Ein Polo 6N, der wohl auch diesen Winter wieder ran muss, um den Sommer Ascona C zu schonen.

Polo Ratte

Ein wenig weiter in die Halle geschaut und ich staunte nicht schlecht, was da diverse Leute abgestellt haben. Da standen beispielsweise einige Robur.

Robur

Robur

Und Traktoren – ohne Ende Traktoren.

Besonders interessant finde ich wieder ein Ost Phänomen: Eigenbau Traktoren, einer davon stand da auch rum.

Eigenbau Traktor

Das Schöne: Die haben teilweise Straßenzulassung. Und da tickert natürlich das Kopfkino, was man da so alles draus bauen könnte. Ich wollte ja schon immer einmal einen tiefergelegten Traktor. Aber der hier führt vielleicht 15 km/h – das wäre mir doch viel zu langsam.

Ach ja – LKWs. Da waren da auch so ein paar wenige herumgestanden.

Dazu noch unzählige Achsen, Motoren Anhänger, ….

Der pure Wahnsinn, was da an Material stand. So frei nach dem Motto: Haben ist besser als brauchen. Irgendjemand kennt sich da sicher aus, wem was gehört, Dodo blickte nicht immer durch. Das Schöne dort: Die Mieten für so ein Objekt sind eher lächerlich. Aber es ist eben thüringische Provinz und nicht Mainz City.

Hatten wir auf meiner Tour eigentlich schon einmal gegrillt? Ich kann mich nicht genau erinnern, diesen Abend haben wir auf jeden Fall. Ich kann ja 5 Wochen lang durchgrillen. Männer, Feuer und Fleisch – eine unschlagbare Kombination!

Beinahe hätte ich noch groß eingeladen. Vor dem Gebäude lag ein Schwerlastregal und keiner wusste, wem es gehört. Es einfach einzupacken war mir zu Joker. Am Ende gibt es Ärger. Und das war gut so, dass ich skeptisch war, letztendlich fand sich über diverse WhatsApp Anfragen der Eigentümer. Einerseits schade, andererseits auch wieder gut. Ein Schwerlastregal auf dem Dach bis nach Mainz, das hätte Mecker von der Rennleitung geben können…

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Rückenwind 2017 Tag 9: Rosenthal-Bielatal

Rosenthal-Bielatal? hatte ich vorab nie gehört. Ist auch irgendwo im Nirgendwo, fast an der Grenze zu Tschechien. Oder anders ausgedrückt: Einmal bekam ich eine SMS vom Netzwerkanbieter für das benachbarte Ausland. Eingeladen hatte Benjamin. Er fährt einen Opel Astra Caravan, LKW Zulassung, höher gelegt und optisch ein wenig ähnlich meinem Piraten.

Astra

Man könnte meinen abgekupfert, aber es gibt die Idee des Haifischmauls ja schon ewig und seine Variation basiert auf einem Buggy aus dem Film Mr. & Mrs. Smith.

Die Gegend ist sehr ländlich, aber auch sehr idyllisch gelegen in der sächsischen Schweiz. So richtig mit Dorfladen, den jeder Konsum nennt.

Konsum

Benjamin machte mit mir eine Rundfahrt durchs Dorf, wie aßen bei einem Bäcker ein Stück Erdbeertorte für 1,59 Euro und nur um einmal dieses beschauliche Leben da zu beschreiben: Während wir Kuchen aßen und ich ein Kippchen rauchte, kam kein anderer in die Bäckerei, in die man durch einen stinknormalen Hausflur gelangte. Da ist die Welt noch in Ordnung, wie man so nett sagt.

Wir kamen auch an einem inzwischen geschlossenem Lokal vorbei, vor dem absurderweise Dinos stehen. Ich meine, das Material ist Beton, dem Klang nach waren die Figuren innen hohl.

Binos

Benjamin erzählte mir auch Geschichten, die Städtern mehr als absurd vorkommen, wie dass Nachbarn nach dem Winter in die neu klaffenden Schlaglöcher auf der Straße auch schon einmal Blumen pflanzen, bis es provisorisch repariert wird,

Geschraubt wird in einer Art Gemeinschaft am Waldrand. Dort stehen eine Halle und mehrere Nebengebäude, in denen Fahrzeuge der unterschiedlichsten Art geschraubt werden. Es ist auch viel Ost“blech“ dabei.

Trabant Kübel

Es ist eigentlich alles da: Hebebühne, Reifenmontiermaschine und Wuchtmaschine, Drehbank, etc.

Klar entstehen hier auch Eigenbauten, wie dieser Traktor.

Traktor

Dieses Monster hilft wohl beim Zerkleinern von Bäumen, alles selbst konstruiert.

DDR Anhänger mit zusätzlicher Achse:

Anhänger

Da ist schon so einiges unterwegs.

Trabant

Das Schöne: Die Gemeinschaft scheint zu funktionieren. Während ich da war, kamen 2 von der Gemeinschaft vorbei und fuhren auf die Hebebühne. Der eine schweißte mal schnell seinen Auspuff, der andere sah nach den Bremsen. Ein ständigen Kommen und Gehen. Einige blieben auf ein paar Bier und Schraubergeschichtenaustausch. Wir haben gegrillt, geklönt bis sich die Runde auflöste. Müssen ja die meisten heute wieder arbeiten und z.B. als Bäcker bedeutet das verdammt früh raus.

Wir (Benjamin, seine Freundin und ich) tranken noch einen Absacker bei ihnen in der Wohnung, bevor ich mich wieder zum Abschluss des Tages an den Blogbericht machte. Einen Tag treibe ich mich noch in den neuen Bundesländern herum, bevor es wieder in die gebrauchten geht, wo ich noch einen Schlenker fahren werde.

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Rückenwind 2017 Tag 8: Kreischa

Der Rückenwind trug mich gestern nach Kreischa bei Dresden zu Daniel. Als ich in den Hof einbog, sah ich schon, ich bin richtig. Da lachte mich das Heck von einem 1303 aus der Garage an.

1303

Daniel hatte den vor Jahren restauriert, nun soll er nach längerer Standzeit wieder auf die Gasse, er bereitet ihn gerade für die H-Abnahme vor. Einen Passat 32B konnte ich auch gleich ausmachen.

Passat 32b

Das ist ein 5zylinder Frontkratzer, den er im Alltag bewegt hat, bevor er diesen Mitsubishi L300 bekam.

L300

Auch schon fast wieder cool, vor allem für den Preis: Er bekam ihn von einem Rentner geschenkt. Und das Ding hat viele Extras etc. und ist auch ganz passabel beieinander. Er diente uns als Expeditionsfahrzeug in Daniels Autowelt. Er arbeitet in einem Oldtimerbetrieb, in den ich kurz reinschnuppern durfte. Da standen u.a. zwei Lotus 7 Derivate im Aufbau.

Daniel

Kurzer Test mit erwartungsgemäßem Ausgang: Auch kein Auto für Leute über 2m.

Ich bekomme meine Haxen gar nicht in den Fußraum zu den Pedalen.

Von fremden Autos zu den eigenen. Er hat da 2 Schuppen mit allerlei Altblech. Unter anderem einen Polo 86C in schön bemost.

Polo 86C

Da ist ein 3F Herz (75PS) unter der Haube und der Motor soll irgendwann in einen Polo 1, der da irgendwo unter Decken und darauf zwischengelagerten Teilen vergraben sein soll. Der Platz könnte die richtige Größe haben, vermutlich steht der da auch, sehen kann man ihn nicht. In Schuppen eins etwas zu sehen ist bauch echt schwer.

Scheune

Diverse Mopeds, 2 Framo Fahrerhäuser und andere Framoteile, irgendwo davor steht wohl ein Traktor. Teile und Fahrzeugtetris vom Feinsten. Im zweiten Schuppen kommt man wenigstens rein. Da steht der ausrangierte Polo 2F der Mutter, immerhin ein Sondermodell und mit überschaubaren Kilometern, der hat die Talsohle im Wert längst überschritten.

Polo

In diesem Schuppen hat Daniel mit Helfern den Käfer der Schwester restauriert, das fertige Fahrgestell steht da, das Häuschen beim Lackierer.

Käfer

Bei seiner Oma im Garten in einer Laube steht der Rest des Framos, zu dem die Häuschen gehören.

Frano

Also stapeln können die 😉

Erneuter Ortswechsel nach Inhalieren einer Currywurst. Auf einem Gelände, das gerade umgebaut wird, steht einer der 32B Syncros von Daniel.

Syncro

Nicht perfekt, aber mit brauchbarer Substanz hat er den günstig geschossen bei einem, bei dem er Syncro Teile ersteigert hatte. Soll evtl. sein Winterauto werden – vorher natürlich gut konserviert.

Auf dem Gelände stand diverses Ostblech. Viele Wartburg, Barkas und Co.

Barkas

Aber auch richtig große Spielzeuge, wie dieser seltene Muldenkipper, der auf seine Restaurierung wartet.

Muldenkipper

Mir wurde es erklärt, aber wisst Ihr, was das für eine komische Felge auf einem IFA LKW ist?

Felge

In eine Halle dann Highlights, wie ein vollrestaurierter Barkas Abschlepper.

Barkla

Barkas Abschlepper

…und andere hübsch hergerichtete Karren.

Die Jungs dort waren gerade dabei einen Trabi zu strippen, um ihn schweißen zu können. Da sieht man mal, wie das ohne Beplankung aussieht.

Daniel

Rechts im Bild übrigens Daniel.

Daheim zeigte er mir noch andere Basteleien. Selbstgebaute Röhrenverstärker und Synthesizer und auch etwas Modellbau war dabei. Vielseitig der Junge.

Leider hatte der Metzger, bei dem wir auf der Heimfahrt das Grillfleisch für den Abend besorgen wollten, geschlossen, aber auch das etwas einfachere Grillfleisch mundete hervorragend zusammen mit Daniel und seiner Frau.

Wieder mal so eine Station mit vielen Facetten, wo ich mich wunderbar willkommen gefühlt habe. Heute geht es weiter nach Rosenthal-Bielatal, runter an die tschechische Grenze.

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Rückenwind 2017 Tag 7: Meißen

Tag 7 begann in Luckau. Nachdem ich im Leichenwagen wie ein Toter geschlafen hatte, wollte Dulles Freundin Franzi einmal eine Runde mit dem Passat fahren, bevor ich mich auf die Piste machte. Dann ging es auf nach Meißen zu Carsten.

Der ist jetzt nicht der Megahardcoreschrauber, aber er steht auf Fahrzeuge mit Stern. So zeigte er mir als erstes seinen Strich Acht, 280 Vergaser.

Mercedes /8

Der Benz ist wirklich noch ungeschweißt und trägt auch größtenteils noch Originallack. Er stammt auf Frankreich. Kurios: Der Erstbesitzer hat sein altes Autoradio in den Neuwagen einbauen lassen, für das es auch Belege gibt und das Radio kann nur Mittelwelle.

Mercedes /8

Carsten pendelt beruflich zwischen Meißen und München, aber man merkt ihm an, sein Herz schlägt für Meißen, wo er sich auch engagiert, teilweise auch mit satirisch angehauchten Aktionen. Also zeigte er mir sein Meißen, stilgerecht mit seinem Benz G Modell, aber einem ganz besonderen.

Mercedes GE 500

Das ist nicht irgendeine Mercedes G Klasse, sondern ein 500 GE V8. Eine kleine Sonderserie von 1993, von der nur 497 gebaut wurden, 300 davon für Deutschland. Das Besondere: Der aktuelle V8 von Mercedes damals passte nicht in den G, also nahmen sie kurzerhand Motoren aus dem nicht mehr aktuellen W126. Ganz klar ein Sammlerstück, aber eines, das genutzt wird und mit dem er beispielsweise auch schon in Russland war.

Meißen ist natürlich bekannt für die Porzellanmanufaktur. Aber es ist z.B. auch der Ort, an dem der Freistaat Sachsen ausgerufen wurde, hat die älteste freiwillige Feuerwehr Deutschland und irgendwie hatte ich das Gefühl, dass hier ALLES erfunden wurde 😉

Aber es hat wirklich eine sehr schöne Altstadt, die nach der Wende auch schön saniert wurde bzw. teilweise noch wird.

Meißen

Klar sieht man hier auch Spuren der Porzellanmanufaktur. Die Frauenkirche hat ein Porzellan Glockenspiel.

Meißen

Die Burg ist eine Stadt in der Stadt mit vielen schönen Gebäuden,

Meißen

Noch nicht alles saniert, aber vieles.

Ich lasse mich bei der Tour auch gerne auf Experimente ein, so aß ich zu Mittag das erste Mal in meinem Leben Tote Oma – eine Art Grützwurstgericht. Weiter ging die Tour vorbei an einer Garage, in der das abgelegte Auto von Carstens Frau untergestellt ist: Ein 190er Mercedes.

Babybenz

Der wurde gegen einen W124 Kombi ersetzt, aber sie hängt an dem Wagen, also durfte er leiben. Er steht übrigens in einer Garagenanlage. Kuriosum, was ich so nicht kannte: Die Garage gehört zu einer Garagenanlage, wie sie typisch für die DDR damals war.

Garagenanlage

Die Garage hat er gekauft, aber das Grundstück, auf dem sie steht und die Zufahrt sind nur gepachtet. Nach der Wende stand dieses Modell der Eigentumsverteilung wohl unter Schutz, der so langsam ausläuft. Es kann also passieren, dass der Grundstückseigentümer die Pacht kündigt, die Garage könnte man dann behalten, dass die da nicht wegkommt ist eine andere Sache…

Wir waren dann noch bei einem Freund von Carsten, der auch mit außergewöhnlichen Fahrzeugen handelt und die 2 Benze besorgt hatte. Der reparierte gerade an seinem /8.

Strich 8

700 verschiedene Grüntöne, diverse Patina besonders am einen Kotflügel, aber ein echter 3l Diesel Automatik.

Strich 8

Ich fand den cool, auch wenn die Farbe furchtbar ist und die blaue Innenausstattung meiner Meinung nach null zur Außenfarbe passt.

Abend wurde gegrillt mit seiner Familie (Frau/Tochter), aber nicht standardmäßig Steaks und Würstchen, sondern Lachs, Maiskolben, Fleischspieße… Es waren auch 2 befreundete Pärchen da und die Gesprächsthemen gingen viel um Expeditionsfahrzeuge, Touren in den tiefsten Ostblock oder durch verlassene Wüsten. Nicht 100% mein Thema aber auch mal interessant.

Heute geht es weiter nach Kreischa. Den Ort habe ich noch nie gehört und ich will das gar nicht googeln, ich will es erleben. Mal sehen, was da auf mich wartet…

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Rückenwind 2017 Tag 6: Luckau

Am gestrigen Tag hatte ich erst einmal Zeit. Mein nächster Gastgeber war am Haus renovieren und wir hatten ausgemacht, dass ich etwas später komme. Gleichzeitig wollte mir Nils vom Vortag noch einen Schrottplatz zeigen, der nur Samstag offen hatte. Guter Plan dieser Platz.

Schrottplatz

Da hat sich ein Platz die Mühe gemacht nicht gleich alles zu Schreddern, sondern einige Dinge wieder zum Verkauf anzubieten. Coole Sache da drin zu kramen. Gut, einiges wird verkauft unter dem Motto: Ist selten, hat deshalb seinen Preis.

Schrottplatz

Aber es macht einfach Spaß in dem Ganzen zu wühlen, um Brauchbares zu finden.

Schrottplatz

Schrottplatz

Schrottplatz

Was würde ich da kramen, wenn ich da wohnen würde und dein Projekt am Laufen hätte. Aber wenn man nicht konkret weiß, was man demnäxt braucht, kauft man eben trotzdem… So wanderte ein wenig in meinen Kofferraum.

Beute

Nach dem Schrottplatz hatte ich Zeit. Einige Zeit. Also ließ ich mich mal wieder treiben, tuckerte gemütlich durch den Spreewald, sah mir die Gegend an, Irgendwo an einem Imbiss gab es chinesisches Essen, an einem Ausflugslokal einen Eisbecher. Ich wollte noch an einer Autoverwertung vorbei, aber die war zu und nach einem Kaffee und einem Stück Kuchen bei einem Bäcker war genug Zeit vertrödelt, um bei Dulle einfallen zu können. Der hat mit seiner Freundin Franzi einen Resthof in Luckau. Da findet sich wieder einmal viel Altblech. Dulles Herz schlägt eindeutig für alte Fords. Auf dem Hof fand sich auch gleich ein Knudsen Kombi.

Knudsen

Ich glaube, die haben das Anwesen nur wegen den Autos gekauft, weil überall alte Ford, Schwerpunkt Einser Granadas.

Granada

Es ist faszinierend, man zieht das nächste Tor auf, da steht auch wieder ein oller Ford.

Granada

Dazu unzählige Teile und Motoren.

Dulle

So ist das eben, wenn man das Thema lebt. Irgendwo steht auch ein wenig amerikanisches Blech.

Dulle

Sehr kurios, auffällig, außenstehend, wie auch immer man das bezeichnen mag, ist der Granada Pickup, der leider vollkommen Blechtot ist.

Granada Pickup

Granada Pickup

An dem Ding sind die unmöglichsten Dinge eingetragen, was nichts daran ändert, dass das Blech einfach tot ist und er eigentlich als Motorenspender angeschafft wurde. Wird wohl trotzdem wieder zum Laufen gebracht, wenn auch nur zu irgendwelchen spaßigen Aktionen abseits der öffentlichen Straßen,

Bei Dulles wurde Abend richtig aufgetischt und es waren auch einige Nachbarn mit am Tisch, was ich großartig empfand. So dieser Dorfzusammenhalt. Man wohnt zusammen in einer Gemeinde, man feiert zusammen. Findet man selten. Viel zu selten. Ich hatte meinen Spaß und wurde gleich integriert, Tolle Gemeinschaft.

Da störte auch nicht weiter mein ungewöhnliches Nachtquartier – ein Consul Leichenwagen.

Consul Leichenwagen

Das ist tatsächlich Dulles Alltagswagen und war diese Nacht mein Hotel, Ich hatte schon stillosere Übernachtungsmöglichkeiten….

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Rückenwind 2017 Tag 5: Mittenwalde

Der nächste Tag auf meiner kleinen Rundreise galt Nils, den ich aus dem Fusselforum kenne, aber noch nie daheim besucht habe. Und das ist dann doch schon echtes Brandenburg. Ortsdurchfahrten mit fies grobem Kopfsteinpflaster etc. Er hat eine Halle gemietet, in der er schraubt, derzeit an seiner Flosse.

Flossenbenz

Von vorne sieht der töfte aus, aber von hinten sieht man den Ärger.

Flossenbenz

Wobei vor allem das Seitenteil der Patient ist – zentimeterdicker Spachtel von einem der Vorbesitzer.

Teile einer zweiten Flosse stehen auch rum.

Flossenbenz

Daraus soll irgendwann einmal ein Anhänger entstehen.

Das Kart kennt Ihr vielleicht noch von meinem Bericht vom Fusselforentreffen – inzwischen ist es zugelassen, aber wieder teilzerlegt.

Kart

Auf der Straße stand sein Gespann von Passat und Leichenanhänger. Er hat einen Pfefferkorn Rheinland A.

Pfefferkorn Rheinland A

Zugfahrzeug ist ein VW Passat 32B in der relativ seltenen 3türigen Ausführung.

Passat

Hat Patina, scheint aber eine gute Basis zu sein.

Ja, was macht man an so einem Tag? Wir wollten zu einem Schrottplatz, aber der hat nur Samstag geöffnet. Es war ja Freitag. Dann wollten wir zu einer Trödelhalle. Die öffnet nur Donnerstag seine Pforten, aaaaaaber….

Als wir diese Trödelhalle suchten, kamen wir auf ein Gelände das vollgestopft war mit hauptsächlich französischen Fahrzeugen. Hauptsächlich Citroen CX und DS.

Citroen

Citroen DS

Mittendrin ein auffällig großes Auto – das wird doch nicht?

Citroen Loadrunner

Es war einer – ich weiß nicht, ob mir bewusst schon mal einer über den Weg gelaufen ist: Ein Citroen Loadrunner, also diese 3achsigen Schnelltransporter.

Citroen Loadrunner

Damit nicht genug. Weiter hinten stand noch einer.

Citroen Loadrunner

Noch nie zwei auf einem Grundstück gesehen? Aufgepasst!

Citroen Loadrunner

Scheint ein Spezialist für die Dinger zu sein. Wir waren begeistert, das mal zu sehen. Leider standen die letzten Drei auf einem abgesperrten Bereich. Ich fragte höflich, ob wir uns das näher ansehen dürfte, was uns leider nicht erlaubt wurde. Dabei stand in der Ferne etwas mit noch viel mehr Achsen…

Citroen Loadrunner

Ich schwöre – kein Photoshop.

Tolles Gelände, viel gesehen.

Kamen wir zu etwas ganz anderem. Im Wald steht da eine Art Fernsehturm, der nie in Betrieb ging.

Lost Places

Nirgendwo ein Verbotsschild, also quer durch den Wald gefahren und auch das Grundstück war offen. Da hatten wohl Generationen gewütet.

Lost Places

Das mit dem Müll dort ist schon echt ein Armutszeugnis für unsere Gesellschaft, andererseits hat dieser Ort auch seine eigene Art Charme. Da muss wohl auch eine Zeit lang eine Kommune in Wohnwagen gelebt haben, die zerstörten Wohnwagen stehen verstreut auf dem Gelände.

Lost Places

Lost Places

Auch ein Zirkuswagen war dabei.

Lost Places

Total unverständlich: Der Imbiss war geschlossen.

Lost Places

Die Lust am Morbiden. Schon irgendwie schräg, aber auch faszinierend.

Das letzte Ziel war Dieter. Dieter wohnt außerhalb in Einem Haus auf einem Gelände, wo einige Ihre Fahrzeuge abgestellt haben. Lustig ist dort z.B. die Auffahrrampe. Die Schienen lassen sich in der Breite verschieben. So kann man ohne Hebebühne unterm Auto schaffen.

Dieter

Dieter war schon oft mit seinem VW T3 Syncro in Afrika und erzählte uns diverse Geschichten von seinen Reisen. Geschichten wie dass er immer Bilder von seiner Familie dabei hatte, er hat 5 Kinder, und so von den Afrikanern anerkannt wurde, weil er auch ein Familienmensch ist. Wie sie von Bettlern mit Steinen beworfen wurden, weil sie nichts gaben und wie er Frischlingen Fahrschulstunden im Wüstenfahren gab.

Dieter

Das ist nicht der Syncro, den er dabei hatte, sondern der, den er aktuell fährt.

Wir hatten es geschafft! Wir haben einen abwechslungsreichen tag hinter uns gebracht. Am Abend wurde dann zusammen mit seiner Freundin vor seiner Wohnung gegrillt und ich verbrachte die Nacht auf einer selbst mitgebrachten Matratze in der Küche. Heute geht es weiter nach Luckau, aber da dort morgen am Dach gearbeitet wird, werde ich erst später aufbrechen, oder mir irgendwo noch ein Zwischenziel ansehen…

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Rückenwind 2017 Tag 4: Berlin die Zweite

Ja, ich ziehe eigentlich bei meiner Tour von Ort zu Ort, aber Berlin ist so groß, dass es für mehrere Stopps taugt. Ich war nun bei „Digga“ gelandet im Ostberlin. Und das ist mal kein Hardcore Autoschrauber, aber langjähriger Blogleser. Und da ich von den Schrauberprojekten schreiben will: Bitte! Es gibt eines, sein Aufsitzrasenmäher mag gerade nicht 😉

Rasenmäher

Zudem schraubt er an Fahrrädern. Da steh ich ja mehr auf Nostalgie, aber hey, er schraubt!

Fahrräder

Fahrräder

Ist ja auch eigentlich eher unerheblich, ob ich jetzt hier einen Hardcore Schrauber als Gastgeber hatte, oder nicht. Ich fühlte mich ehrlich sehr gut aufgehoben hier bei ihm und seiner Familie.

Ganz gewöhnlich ist er automobil auch nicht unterwegs. Unterm Carport stand ein Brabus Smart.

Brabus Smart

Er wollte mir Berlin zeigen. Warum eigentlich nicht. Und er fragte mich, was ich sehen wollte. Ich meinte, erst einmal die beste Pommes Bude und er führte mich zu einer der traditionellsten Buden in Ostberlin – Konnopkes Imbiss. Man mag mir verzeihen, dass ich das im Gegensatz zur Leuchtreklame richtig schreibe 😉

Konnopkes Imbiss

Konnopkes Imbiss

Schön einmal Menü komplett, also Currywurst Pommes. War auch lecker. Gut Brandenburger Tor – ich musste ja beweisen, dass ich in Berlin war.

Brandenburger Tor

Wir wollten gerade Bilder machen mit mir im Pirat, da kam auch schon die Ordnungsgewalt gelaufen. „Sie wissen schon, dass Sie hier ordnungswidrig eingefahren sind?“ Ich konnte ihn beschwichtigen, schnelle Flucht nach vorne.

Brandenburger Tor

Berlin, was muss man noch gesehen haben? Checkpoint Charlie. Gut, das ist da wirklich Touri Oase. Wird mir für meinen Geschmack schon fast zu sehr ausgeschlachtet. Das Fotografieren mit amerikanischem und russischem Soldaten kostet 3 Euro. Wer bezahlt denn das? Also außer mir? 😉

Checkpoin Charlie

Das war Touristenprogramm genug. Erstmal ein Eis.

Eis

Ich wollte irgendwie anders in Berlin eintauchen. Also machten wir uns in Kreuzberg auf Trödelladensuche. Und wir haben auch einige gefunden, unter anderem mit Kellergeschossen mir anstrengender Stehhöhe.

Berlin

Gefunden habe ich nichts zum Kauf. Ein Laden gab mir vollkommen den Kick. leider war das nur ein Requisitenverleih, der nix verkaufte. Zugestapelt ohne Witz bis zur Decke. Durchkommen unmöglich.

Berlin

Berlin

Was hätte ich gerne da alles genau durchforstet, aber ich durfte nicht. Das war übrigens mein Gastgeber:

Berlin

Am Abend wurde dann der Grill angestellt, Saschas Eltern kamen mit vorbei, natürlich war auch seine Frau dabei, die Kinder mussten irgendwann ins Bett. Obwohl wir früh rausmussten, saßen wir noch bis nach Mitternacht zusammen.

Einen Tag treibe ich mich noch hier in der Gegend herum, bevor es wieder Richtung Süden geht…

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Rückenwind 2017 Tag 3: Berlin

Neuer Tag, neues Ziel, diesmal war berlin dran. Und wieder einmal hatte ich Zeit zum Vertrödeln mitgebracht, bis mein nächster Gastgeber Zeit hatte. Diesmal nutzte ich sie, um den wirklich schlechtesten Döner meines Lebens zu essen in Berlin. Zum Ausgleich gab es den günstigsten Haarschnitt der letzten Jahre. Ich zahlte sensationelle 6 Euro für einen 3mm Maschinenschnitt.

Friseur

Ich war alleine in einem Salon mit 6 Schneidplätzen, es war aber auch nur ein Friseur da und der war sicherlich deutlich über 70 und musste die Schneidemaschine steckenweise mit 2 Händen halten, um sie sicher zu führen. Alles sehr schräg, Schnitt war aber ok – vor allem für das Geld.

Nein, ich war nicht zum Haareschneiden nach Berlin gekommen. Ziel war Rüdiger von der VW T3 IG, den ich von der Techno Classica kenne. Und Rüdiger fährt – man glaubt es kaum – VW T3 und hat auch mehrere davon.

Rüdiger

Er schraubt in einer ehemaligen Kaserne irgendwo in Berlin, die nach der Wende ihren Sinn verloren hatte. Eine Anlage mit mehreren Hallen, teilweise von Hobbyschraubern besetzt, aber auch von einer Profiwerkstatt.

Ich fand von seinen T3 dieses Projekt am spannensten: Einen originalen Tschibo Brotverkaufswagen.

T3 Brotwagen Tschibo

T3 Brotwagen Tschibo

Klar, das ist ein Projekt und kein fertiges Fahrzeug, aber immerhin läuft der 50PS luftgekühlte Boxer schon wieder nach jahrelanger Standzeit. Glücklicherweise ist er innen auch noch nicht komplett geplündert.

T3 Brotwagen Tschibo

Mal sehen, wann der fertig sein wird.

Andere finden wahrscheinlich seine Syncro Doppelkabine spannender mit Camping Auflieger.

T3 syncro

T3 syncro

Der Auflieger gehört eigentlich zu dieser Doka:

T3 DoKa

Die beherrbergt derzeit einen Anhänger aus dem Hause Quelle.

Quelle Anhänger

Den Anhänger konnte man offenbar beim Versandhaus Querlle bestellen und musste ihn selbst zusammensetzen. Leider ist bei dem Hänger die Gummifederung defekt. Der hat eine Art Drehstäbe aber eben aus Gummi als Federung. Er sucht noch jemanden, der das instandsetzen kann.

Aktuelles Prjekt bei ihm in der Halle ist ein Mercedes Düsseldorfer.

DuDo

Das Teil sollte mal schnell wieder hergerichtet werden – das dauert jetzt schon seit ca. einem Jahr an. War wie immer doch mehr Arbeit dran als gedacht. Soll übrigens wieder in vollem Postornat wiederauferstehen.

Von einem seiner letzten Projekte würde er sich sogar wieder trennen: Ein Unimog.

Unimog

Mörderhubraum für mächtig wenig PS und Höchstgeschwindigkeit, dafür Mörderdrehmoment. Und auch dieses Auto werde ich nicht kaufen. Auch für den bin ich zu groß.

Unimog

Unimog

nach einer ausgibigen Führung durch das Schrauberdomizil ging es zur Rüdigers Stammkneipe nahe seiner Wohnung. So richtig urtümlich, das Betreiberpärchen auch etwas älter, alles noch so, wie es einmal war. Und ich wurde sofort aufgenommen, gleich mit Vornamen angesprochen, wie man das eben so macht. Ein kurzweiliger Abend vor der Kneipe, wobei es nacht eecht ganz schön kalt wurde. Mal wieder. Und das im August. Brrrrrrr. Aber solange es auf meiner Reise trocken bleibt, bin ich eigentlich zufrieden, für alles andere gibt es Klamotten.

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