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Rückenwind 2017 Tag 2: Wolfenbüttel, Marienborn, Irxleben

Weiter ging es von Jeff & Co. als nächstes Nach Wolfenbüttel. Ich hatte da einen Termin bei Jägermeister wegen meiner Sammelleidenschaft und meiner Leidenschaft für die Fastnacht.

Jägermeister

Habe da sehr konstruktive Gespräche geführt, Werksführung hatte ich früher schon, aber toll, wie ich dort empfangen wurde, war es schon.

Jägermeister

Von Wolfenbüttel zum nächsten Ziel, Irxleben, hatte ich etwas Zeit zum Vertrödeln, denn Adrian, mein Gastgeber, war noch auf Arbeit. Also ließ ich mich treiben und als ich an der ehemaligen Grenze wieder vorbeikam, las ich Gedenkstätte Marienborn. Sagte mir nix, also Blinker gesetzt.

Marienborn

Ich habe die Deutsch/Deutsche Teilung ja noch live miterlebt, weiß, wie es war, in die DDR mit der Karre einzureisen. In Marienborn haben sie die alte Grenzstation nicht abgerissen und als eine Art Museum erhalten.

Marienborn

Manche Ecken da würde ich als Lost Place betiteln, aber es regt zum Nachdenken an, denn sie haben an manchen Ecken so ein wenig die Stimmung von damals konserviert. Alles relativ primitiv, alles aus den 50ern – unrenoviert bis in die 80er.

Marienborn

Es ist auch eine kleine Ausstellung zu sehen. Manches wirkt wirklich unwirklich, aber wie schon gesagt, ich habe das noch selbst miterlebt und auch wenn man wirklich nix zu verbergen hatte – ein mulmiges Gefühl hatte man in diesen Kontrollstationen trotzdem immer.

Letztendlich traf ich dann aber in Irxleben bei Adrian ein.

Adrian

Adrian habe ich noch nie persönlich gesehen, aber hatte vorab schon Kontakt. Er bloggt auch unter adrian.kochs-online.net und organisiert in Magdeburg den Altautotreff. Er hat ein Faible für Außenseiterautos, wie er mit seinem Reliant Rialto 2 demonstriert.

Reliant Rialto

Dreirad – schräge Karre aus England, gebaut 1984. Er meint, das Ding liegt gut. Dass der bei Top Gear immer umfällt, liegt daran, dass die ganz schön getrickst haben, wie etwa mit verschieden großen Rädern, damit er schon ohne Kurve schief steht, etc.

Schrauben will ich bei dem Motorraum aber irgendwie nicht.

Reliant Rialto

Aber zu was an einem Auto schrauben, das für mich eh nicht in Frage kommt? Ich bin schlichtweg zu groß dafür.

Reliant Rialto

Reliant Rialto

Trotzdem schön, Geschichten über dieses Fahrzeug zu hören.

Das nächste Fahrzeug wollte ich auch nicht fahren mit meiner Größe: eine Honda Gorilla, der große Bruder der Monkey.

Honda Gorilla

Die hat Adrian als großes Puzzle in mehreren Kartons bekommen. Offensichtlich hat er das Puzzle gelöst.

Der Rialto war lange das einzige Auto von Adrian. Davor fuhr er Simson Duo – und auch das Ding steht noch bei ihm.

Simson Duo

Eigentlich hat er noch mehr Altfahrzeuge, unter anderem einen Bond Bug, aber da steht noch einiges in seiner alten Halle in der alten Heimat. Irgendwann soll in seinem Garten eine Halle entstehen, dann kommt das auch nach Irxleben.

Adrians Familie, also er, seine Frau und seine zwei kleinen Töchter, haben mich gut aufgenommen und wir haben gemeinsam gegessen. Dann ging es nur mit Adrian auf Magdeburg Tour. Industriedenkmäler ansehen. Wie einen Teil der Sammlung der Eisenbahnfreunde, die öffentlich herumstehen, weil sie nicht genug Lockschuppen haben.

Magdeburg

Interessantes Antriebskonzept: Die Gustav Zeuner ist ein Kettenschleppdampfer.

Magdeburg

Bedeutet: Ende des 19. Jahrhunderts war die Dampfschifffahrt nicht so weit, dass sie problemlos flussaufwärts auf der Elbe fahren konnten. Deshalb war am Grund der Elbe eine dicke Kette abgelegt und anhand dieser Kette zog sich das Schiff flussaufwärts. Das Schiff hat keine Schraube.

Es gib da so einige kuriose Technik, wie diese Brücke, die nicht etwa hochgeklappt wird, wenn ein Schiff, das höher ist, durchfahren will, nein, die Brücke wird auf beiden Seiten nach oben geschoben.

Magdeburg

Adrian zeigte mir auch das inzwischen wieder funktionsfähige Schiffshebewerk Rothensee, mit dem man den Höhenunterschied zwischen dem Mittellandkanal und dem Rothenseer Verbindungskanal überbrücken kann. Da werden quasi die Schiffe in einer großen Badewanne gehoben oder abgesenkt – viel umständlicher als in einer (inzwischen parallel existierenden) Schleuse.

Schiffshebewerk

War einmal eine andere Stadtführung. Nicht immer nur Kirche und Rathaus. Finde ich gut. Heute geht es weiter nach Berlin. Mal sehen, was mich da erwartet.

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Rückenwind 2017 Tag 1: Großbodungen

Ja, Großbodungen – den Namen hatte ich vorher auch nie bewusst wahrgenommen. Das ist gar nicht so tief drin in den neuen Bundesländern, aber immerhin 300km fern von Mainz. An diesem Ort – und drum rum – begann ich gestern meine Rückenwind Tour.

Jeff und Gabriel – die übrigens Brüder sind, empfingen mich mit einem Tankstellenkaffee, bevor es zu ihrer Halle ging. Eine Schrauberhalle, vor der ein Vorkriegsrahmen steht? Da bin ich richtig!

Vorkriegsrahmen

In der Halle empfingen mich einige zukünftige Projekte. Teilweise sehr alt, wie dieser Kadett.

Kadett

Gut ja, man hätte ihn abdecken können, aber an dem ist genauso wenig passiert, wie an dieser Teileablage:

Jeff

Aktuell bauen die beiden Brüder einen Framo auf, den ich über das Fusselforum bereits kenne.

Framo

Motor ist abweichend vom Original ein kleines Opelmaschinchen.

Framo

Da steckt viel Tüftelei in der Karre und schon sehr viel Arbeit. Und alles sauber mit der DEKRA abgesprochen, die in den neuen Bundesländern ja das Monopol auf Einzelabnahmen hat.

Ein paar Opels standen da auch, wie der Kadett von Jeff, der eigentlich nur als Motorenspender zum Ausschlachten angeschafft wurde. Ziemlich rotten damals – das war die Challenge…

Kadett

Dass dieser 1200er Rekord tatsächlich weitestgehend unrestauriert ist – ich wollte es anfangs nicht glauben.

Rekord

Wie wird man zum Schraubernerd? In dem Fall ist es wohl eindeutig frühkindliche Prägung. Denn der eigentliche Tüftler ist der Vater der beiden. Als Kleinkinder saßen sie schon in diesem selbstgebauten Gespann.

Jeff

Antrieb? Ohne Witz zwei Trabant Scheibenwischermotoren!

Von Vattern standen auch einige Autos in der Halle.

Fiat 500

Gogo

Doch die richtigen Schätze stehen bei ihm zu Hause. Was mich da erwartete, damit habe ich nicht gerechnet. Darf ich vorstellen: Eine Müller.

Eigenbau Motorrad

Nie gehört, das ist kein Wunder. Aber mal so ein kleiner Tipp: Ich war zu Besuch bei Familie Müller. Und Papa Müller hat dieses Motorrad selbst gebaut. Also nicht selber restauriert, sondern selbst gebaut – inkl. Motor! Vom Motor stammt der Zylinder von einem Fiat 500, der Rest ist so ziemlich alles selbst gebaut. Klar basiert der Rahmen auf einem alten Fahrrad und sicherlich auch ein paar andere Sachen sind aus dem Regal, aber der Großteil entstand in Eigenleistung. Und das Teil läuft!

Man beachte den offenen Antrieb!

Manche haben einfach zu viel Zeit 😉 Das nächste Motorrad, diesmal mit V-Motor, ist schon in Arbeit.

Eigenbau Motorrad

Aber auch Auto stehen hier, wie dieser DKW Roadster.

DKW Roadster

Ich habe Bilder von dem davor gesehen. Das war ein kläglicher Rest einer Limousine, der abgesoffen war. Das Heck, das übrigens aus beledertem Holz besteht, ist ein Eigenbau. Entworfen nur anhand von Fotos, ohne irgendwo Maß genommen zu haben.

Noch ein kleines spannendes Auto: Ein Rosengat.

Rosengat

Ich hatte die Marke auch nie gehört. Der Austin 7 wurde in Deutschland als BMW Dixi in Lizenz gebaut, das ist ein Französischer Lizenzbau. Und wahrscheinlich der einzige viertürige in Deutschland. Natürlich selbst restauriert.

Der Rosengat steht quasi im kleinen Privatmuseum mit auffallend vielen Eigenbaumopeds, hauptsächlich Microbikes z.B. mit Kettensägemotoren.

Jeff

Jeff

Bei Papa gab es auch einen Kaffee, bis es zu Jeff und Claudi nach Hause ging, wo gegrillt wurde und Schwiedermuttern Kartoffelgratin gemacht hatte. Lecker.

Gegen 1 Uhr löste sich die Runde nach zahllosen Gesprächen auf. Ein interessanter Stopp, bei dem man in so einem kuren Blogbericht gar nicht auf alle Fahrzeuge und Geschichten dazu eingehen kann. Das würde hier auch für eine Kleinserie an Berichten taugen 😉

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Rückenwind 2017 – Die Route steht!

Wie immer: Was ein Organisationschaos, aber ich habe meine Route für die diesjährige Rückenwind Tour zusammen.

Plan

Verwirrung kam in der Planung auf, da sich z.B. zwei mit fast identischem Namen gemeldet hatten. Digga und Digger. Das hat sich jetzt entwirrt, das Ziel steht. Auch war ich etwas inkonsequent in der letzten Phase. Es sind 3 Ziele in den gebrauchten Bundesländern, aber das hat seine Gründe.

1. Jägermeister. Das liegt, obwohl in den gebrauchten Bundesländern fast auf dem Weg. Ich habe da ein paar Dinge zu besprechen wegen meiner Jägergarde, da lag es nahe, die Tour zu nutzen.

2. Meine Eltern. Auch da nur ein kurzer Zwischenstopp zum Mittagessen. Wenn man 350km auseinander wohnt, dann ist man froh, einmal die Gelegenheit nutzen zu können.

3. Markus. Erstens liegt Markus ungefähr an der Strecke zurück nach Mainz, zweitens passt er, weil das vorletzte Ziel in den neuen Bundesländern weggefallen ist und drittens hatte er sich für die beiden ersten Touren beworben und es passte einmal von der Strecke und einmal wegen der Zeit nicht mehr. Zudem teilt das die etwas längere Strecke nach Mainz noch einmal.

Ich komme kaum rum, alle Mails zu beantworten der Gastgeber – Ihr seht ja die Liste, wen Ihr draufsteht, läuft alles rund. Meine Excel Tabelle steht.

Liste

Da stehen wieder Orte drauf, die ich vorab noch nie in meinem Leben gehört hatte. Und zu denen ich normal auch nie gefahren wäre. Aber das macht die Sache auch spannend. Ich weiß auch nicht von jedem ob und was sie schrauben. Ich lass mich da gerne überraschen. Und ich lasse Euch auch daran teilhaben. Ich versuche immer zeitnah zu berichten, ob es immer um 9:07 Uhr klappt werdet Ihr sehen. Liegt eben daran, ob ich nachts noch blogge oder erst am nächsten Morgen.

Vielleicht schaffe ich nebenbei unterm Tag schon ein paar Appetizer auf Instagram zu posten. Mal sehen…

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Rückenwind 2017 – die finale Planung. Bitte meldet Euch!

Ich habe die Helden angemailt, die mich dieses Jahr für einen Tag eingeladen haben. Fast alle haben sich zurückgemeldet, erstaunlich viele können sich sogar den Tag frei nehmen für mich. Hätte ich nicht erwartet, wäre nicht nötig gewesen, aber natürlich ist es toll, wenn man den ganzen Tag hat.

Leider war das Feedback nicht komplett positiv. So fielen zwei Stationen aus, z.B. weil derjenige an dem geplanten Tag auf Montage ist. Schade, aber Job geht natürlich vor. Mein jetziger Plan sieht so aus:

Route

Wie man auf dem Plan sieht – es gibt noch Lücken. Evtl. fahre ich bei Jägermeister vorbei – das ist kein großer Umweg. Der Plan täuscht, denn die Verbindungen sind ja keine gerade Linien, die kürzeste Route zwischen den ersten zwei Zielen führt gar nicht so weit weg davon vorbei.

Offen ist auch der Punkt „Digger“. Ich habe ihn zweimal angemailt, es kam leider keine Rückmeldung. Vielleicht bin ich in seinem SPAM Filter gelandet? Wenn Du das liest – melde Dich doch bitte mit Telefonnummer bei mir. Wenn nicht, wird sich sicherlich och ein Termin rund um Berlin finden – ich habe auch eine Cousine in Berlin.

Durch den Ausfall wegen Montage fehlt mir jetzt eine Station zwischen 01824 Rosenthal-Bielatal (Benjamin) und 08233 Treuen (DoDo). Ist da zufällig einer, der sich über einen spontanen Besuch freuen würde? Wenn nicht, finde ich sicherlich auch da familiäre Alternativen. Das ist schön für mich, aber nicht so unterhaltsam für die Blogleser.

Es bleibt spannend bis zur letzten Minute – aber auch spannend, was mich alles erwarten wird auf der Tour. Ich lasse mich überraschen, was alles passieren wird.

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Rückenwindtour 2017 – Zwischenstand der Planung

Rückenwind Tour 2017

Die Einladungsphase für meine diesjährige Rückenwindtour geht noch eine Woche. Aber ich habe über viele Kanäle schon diverse Angebote bekommen, wo ich überall einmal reinschnuppern könnte. Danke dafür!

Ich habe das einmal auf einer Google Maps Karte eingezeichnet:

Da fehlen einige der Angebote? Ja, das ist richtig, denn ich habe alle die weggelassen, bei denen ich entweder schon einmal war, oder die nicht in den neuen Bundesländern (+ Berlin) liegen. Denn das waren die Kriterien für die Tour.

Man möge es mir verzeihen – ich habe mich bisher noch nicht bei den einzelnen Gastgebern gemeldet, denn ich möchte erst einmal sammeln und dann sehen, welche Route Sinn macht. Prinzipiell würde es inzwischen für meine Tour reichen, aber vielleicht lege ich Termine zusammen, vielleicht kommen noch andere dazu. Ich will fair sein. Wenn ich schreibe, dass man sich bis zum 31.07. melden kann, dann kann man das.

Vielleicht ist auch der eine oder andere Ort dabei, den man auch tagsüber besuchen kann.

Also sehen wir, was aus der Tour wird – ein halber Blindflug wird es eh zu Menschen zu fahren, die man teilweise nicht kennt, mit denen man noch nie geredet hat. Aber das macht die Sache ja so spannend. Ich hoffe auch für Euch Leser!

Zur Erinnerung: Termin ist 21. August bis zum 1. September 2017.

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Rückenwindtour 2017 goes east! Wer öffnet für mich Wohnung und Garage?

Rückenwindtour 2017

Es geht wieder los! Stammleser wissen längst, um was es geht bei meinen Rückenwind Touren. Ich möchte in Eure Garagen schnuppern, will Leute kennenlernen, an Orte kommen, an die ich vielleicht so nie gekommen wäre. Dieses Jahr steht meine Tour unter dem Motto: Ich fahre von den gebrauchten Bundesländern in die neuen Bundesländer. Termin ist 21. August bis zum 1. September 2017.

Und nun frage ich Euch, die Leser des Fusselblogs: Wer lädt mich einen Tag ein?

Für mich muss sich keiner Urlaub nehmen, kein Bein ausreisen. Ich bin dankbar, wenn Ihr mich nach Eurem Feierabend empfangt, mir Eure Werkstatt, Garage, Karre zeigt. Irgendeine Übernachtungsmöglichkeit bis zum nächsten Tag – Sofa, Gästebett, ich nehme bei Bedarf auch eine Matratze mit und leg mich auf den Küchenboden. Am nächsten Morgen die Möglichkeit zu Duschen und Ihr könnt mich rauswerfen, wenn Ihr wieder zur Arbeit müsst. Mehr müsst Ihr nicht machen.

Mir ist es egal, ob Ihr Großindustrieller seid oder Student, ob Ihr 20 seid oder 70, ob Ihr alleine wohnt, in einer WG oder im Rahmen einer Großfamilie. Ihr könnt mir natürlich auch Eure Schrauberkumpels vorstellen, mir irgendwelche Sehenswürdigkeiten zeigen, wenn Ihr meint, ich müsse das gesehen haben, mich in Kneipen mitnehmen, mich auf dem Dorffest ausstellen. Wir können in großer Runde grillen , oder uns zu zweit an die Pommesbude stellen und uns eine Currywurst Pommes reinpfeifen.Aber auch ein Bier auf dem heimischen Sofa ist voll o.k.

Ich stelle meine Tour nicht danach zusammen, was geboten wird, sondern eher danach, welche Strecke Sinn macht. Ich werde es wohl wieder so machen, dass ich mir die Punkte neutral einzeichne und dann einfach so verbinde, dass eine vernünftige Strecke herauskommt. Es kann durch die tiefste Provinz gehen, aber auch durch die größten Metropolen.

Apropos Strecke: Ich versuche 11 Ziele in den neuen Bundesländern zu finden – mit oder ohne Berlin. Je nachdem, woher Angebote kommen.

Karte

Natürlich werde ich wie die vergangenen Jahre direkt von der Tour berichten. Deswegen solltet Ihr als Gastgeber schon irgendwie dem Auto oder Mopedhobby frönen. Keine Angst, ich werde keine Schrauberhallenadressen veröffentlichen und wenn es Dinge gibt, die Ihr nicht im Internet sehen wollt, sagt mir Bescheid. Und ob Eure Autos alt oder neu, welche Marke sie haben etc. – das ist nicht wirklich relevant.

Wer hat Bock, für eine Station mein Gastgeber zu sein? Postet Eure Angebote als Kommentar mit PLZ und Ort und verwendet eine gültige Mailadresse (nicht öffentlich sichtbar), damit ich Euch kontaktieren kann. Ich sammle die Angebote bis zum 31.07.17 und stelle dann die Route zusammen und kläre mit Euch ab, ob es an dem geplanten Termin klappt.

Ich finde es wie die vergangenen zwei Jahre spannend, was an Angeboten kommt. Wenn viele kommen, können wir evtl. Stationen zusammenlegen, wenn sie um die Ecke sind, notfalls habe ich auch Freunde und Familie, die ich ebenfalls auf der Tour besuchen könnte, wenn nicht genug Angebote kommen. Aber eine Tour zu Schraubern, die ich noch nie besucht habe, oder sogar von denen ich noch nie gehört habe, finde ich noch spannender.

Bitte wirklich nur Angebote aus den neuen Bundesländern, die sind in den letzten Jahren leer ausgegangen – jetzt sind die dran. Sollten zu viele Angebote kommen, seid nicht sauer, wenn ich auf die nicht alle eingehen kann. Ich kann leider nicht das ganze Jahr unterwegs sein. Ich habe dieses Jahr eben nur 11 Termine zu vergeben…

Was freue ich mich auf die Rückenwindtour 2017!

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Rückenwind Tour 2016 – Tag 14: Rückkehr & Resumé

Gestern tippte ich das Ziel „Heimat“ ins Navi. Es ging zurück nach Mainz. Das Wetter wurde mies, die Sicht tendierte gen null.

Dreckswetter

Geil übrigens: Bei leichtem Nebel und Stunden danach schalten die Nebelschlussleuchtenlemminge ihre Nebelschlussleuchte ein, bei dem Dreckswetter keine Sau. Aber das nur am Rande.

Das Wetter wollte wohl sagen: KLE, Deine Rückenwind Tour ist jetzt vorbei. Immer wieder kam im Radio: Ab dem nächsten Tag wird das Wetter mies, gehalten hat es trotzdem immer wieder. Wenn Königskinder reisen.

Was eine Tour! 2.628km – und irgendwie hat sich jeder gelohnt. Alte Freunde und Bekannte wiedergetroffen, Gesichter zu Menschen, die ich bisher nur virtuell kannte, dazugefügt und vollkommen Unbekannte kennengelernt. In Gästebetten geschlafen, auf Sofas, auf Matratzen. Es wurde gegrillt, gekocht für mich, aber wir haben auch Pizza bestellt, waren in Restaurants und auf Volksfesten gegessen. Nicht zu vergessen der Metzger, der frecherweise Mittagspause machte, als mein Magen knurrte.

Junggesellen, Pärchen, Familien, die WG zusammen mit der Mutter. Werkstatt direkt im Haus, Halle im Wald, auf dem Bauernhof, Tiefgarage mit ewig steiler Abfahrt, Fabrikhalle. VW, BMW, Ford, Citroen, Benz, Fiat Multipla, …

Es war abwechslungsreich, lustig, feuchtfröhlich, lecker, inspirierend, … Und es beweist mir mal wieder: egal wie wir es ausüben: Wir haben das selbe Hobby und auf dieser Basis lernt man immer wieder interessante Menschen kennen.

Ich kann nur sagen: Vielen Dank an alle, die mich in den letzten 2 Wochen eingeladen haben. Ich hoffe, Ihr hattet an meinem Besuch auch Spaß und sorry, dass ich bei den meisten den Duschkopf höher eingestellt habe 😉

Mal sehen, vielleicht starte ich nächstes Jahr wieder durch. In den neuen Bundesländern war ich noch nicht.

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Rückenwind Tour 2016 – Tag 13: Es gibt wirklich Fiat Multipla Sammler

Als ich bei den Angeboten für meine Rückenwind Tour gelesen habe, dass Oliver an Fiat Multipla schraubt, dachte ich mir: DA musst Du auf alle Fälle hin. Das klingt spannend. Wir trafen uns in Schweinfurt in einem Industriegebiet. Und da standen auch schon die ersten Muliplas in der Ecke.

Erdgas Multipla

Und daneben ist schon der Grund, warum Oliver die Dinger so mag.

Es geht nicht um das Design, soviel sei schon mal vorab gesagt. Oliver ist Ingenieur und beschäftigt sich seit Jahren mit dem Thema Erdgasauto. Also nicht mit LPG, sondern Erdgas. Und er kam dabei nicht direkt auf den Multipla, aber er kam zwangsläufig irgendwann zum Multipla. Denn beim Multipla war schon bei der Entwicklung alternative Versorgungssysteme angedacht. Am Unterboden ist der Platz vorgesehen für Gasflaschen oder auch Akkus. Geplant waren Benziner, Diesel, Erdgasauto, Erdgas-/Benzinermix, Flüssiggas und auch ein Hybrid aus Elektro und Benziner waren geplant. Die Elektroversion kam letztendlich nicht in Serie.

Erdgas ist nicht nur interessant wegen dem Preis, es wird auch kein Feinstaub ausgestoßen. Allgemein sind die Abgase weniger giftig als bei konventionellen Fahrzeugen.

Doch zurück zu Oliver. Er interessiert sich ausschließlich für die zwei Versionen, die mit Erdgas laufen.

Erdgas Multipla

Erdgas Multipla

So wirklich kennt sich da keiner aus. Er hat sich in das Thema eingearbeitet. Wenn eine Gasflasche verrostet ist, dann ist das bei den Böcken eigentlich ein wirtschaftlicher Totalschaden, eine Flasche kostet bei Fiat ein Heidengeld. Er kümmert sich um gebrauchten, teilweise aufgearbeiteten Ersatz.

Erdgastank

Aber er hat auch das Know How zu der Technik.

In Schweinfurt ist seine Halle in der auch geschraubt wird. Dort stehen schon einige Multiplas.

Erdgas Multipla

Erdgas Multipla

Aber das ist nicht alles. Wir fuhren zu einem angemieteten Grundstück. Oliver gab mal richtig Gas, legte seinen Multipla mal richtig in die Kurven, um zu zeigen, dass der gar nicht so unsportlich ist. Dann das Gelände. Puh! Hat schon mal wer so viele Multiplas auf einem Ort gesehen?

Erdgas Multipla

Erdgas Multipla

Das Facelift, zu sehen auf dem letzten Bild, mag Oliver übrigens weniger, als den Ur-Multipla. Liegt aber weniger am Design, sondern daran, dass da an vielem gespart wurde, das Blech dünner war, etc. Eher eine lieblose Modellpflege.

Warum um Himmels Willen sammelt man so etwas? Nun, Oliver will einfach verhindern, dass die Erdgas Multiplas verschrottet werden. Bei den konventionellen Exemplaren ist es ihm relativ egal. Ich habe so das Gefühl, das Design hat er sich einfach schön geredet. Hoffe ich. Das kann man nicht hübsch finden – Sorry, Oliver. Einfach meine Meinung, die man nicht teilen muss.

Es gibt übrigens noch eine weitere Halle, an der wir nicht waren, da stehen noch weitere Multiplas – das wären nun wirklich sehr wenige 😉

Abends hat Oliver mich auf die heimische Kirchweih mitgenommen.

Kirchweih

Irgendwie hat es mich irritiert, wie viele Jugendliche hier in traditionellen Tanzgruppen auf der Bühne waren, andererseits finde ich es wirklich klasse, wenn solche Traditionen gepflegt werden.

Heute geht es zurück nach Hause. Mal sehen, ob Mainz noch steht…

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Rückenwind Tour 2016 – Tag 12: Selb

Es ist gar nicht so weit weg von meiner Heimat, in der ich aufgewachsen bin: Selb. Und da war ich eingeladen bei Detlev, den ich aus meiner Studienzeit kenne und der mit seinem schwäbischen Dialekt so rein gar nicht in die Gegend passen will. Er lud ein, erst einmal bei seiner Schraubergemeinschaft etwas außerhalb von Selb Station zu machen. Eine Einfahrt, davor viele abgemeldete Autos, da muss ich richtig sein.

Rückenwind

Der 928er, der da steht, ist ein Schlachter für Detlevs Alltagswagen. Detlev verfolgt dabei die Philosophie: Einmal anständig durchrepariert und dann regelmäßig gewartet und die ollen Porsche laufen einfach, machen Spaß und bleiben wertstabil. Prinzipiell ein Spargedanke. Und es gibt deutlich stillosere Methoden zu sparen.

Porsche 928

Die Jungs, bei denen er untergekommen ist, schrauben an allem Möglichen. Was aber so herausragt, das ist schon so ein wenig der Trend auf Autos zum Geradeausfahren.

Rückenwind

Und da steht dann im dicht zugestellten unteren Geschoss so ein Polo 6N. Man denkt, naja, da haben die irgendwas Fettes aus dem VW Regal in den Motorraum gehängt etc. Mit nichten. Da schlägt ein eher braves 1,4l Herz – gut mit abenteuerlichem Luftfilter.

Polo

Damit Beschleunigungsrennen fahren? Der „Trick“ liegt beim Gewicht. Da ist wirklich alles rausgeräumt, das etwas wiegt. Hinten kann man ihn ohne Probleme alleine anheben.

Polo 6N

Und der Auspuff, naja, dezent ist leicht anders.

Daneben steht Detlevs Winterauto: Ein Subaru SVX – ein 6zyliner Boxer. Detlev kann eben auch nicht normal.

Subaru

Vor der Halle: Ein Ford Probe. Den haben die Junx dem Schrotthändler vom Wagen heruntergekauft. Hing schon an der Kette, was Spuren am Dach verursacht hat. Ist aber nicht weiter schlimm, das wird der Technikträger für einen Ford Sierra.

Ford Probe

In der Werkstatt selbst stand gerade kein Auto auf der Hebebühne. In der Ecke stand aber ein Scirocco 2. Wohl ein überschaubares Projekt aber der Besitzer hat die Lust verlassen. Wäre prinzipiell zu verkaufen.

Scirocco 2

Meine Anwesenheit oder vielmehr gesagt die Anwesenheit meines Pirat lockte diverse schaulustige Schrauber zu der Werkstatt. So kam dieser Polo 6n, der komplett blank geschliffen wurde für den Rostlook.

Polo 6N

Als ich die Scheinwerfer gesehen habe, dachte ich mir: Och, pixelste mal das Kennzeichen aus 😉

Vor der Werkstatt der 928er Schlachter. Und dann kam die Frage: Brauchste was davon? Naja, viel war nicht mehr über, denn gebrauchte Porscheteile bringen richtig Asche. Irgendwas, wo Porsche draufsteht und weg kann? Der Wagen hatte einen Frontschaden, Motorhaube Schrott. Also konnte man mal schnell den Aufkleber raustrennen mit Blech drunter.

Flexen

Aufkleber

Keine Ahnung, was ich mit dem Souvenir anfange.

Weiter gings in Detlevs Firma, da sanden zwischen den Regalen seine Heinkel Roller. Den großen, den kennt man noch eher als Heinkel.

Heinkel

Den 150er – wenn man da die Embleme/Bezeichnungen abdeckt, dann stehen einige eher vor einem Rätsel.

Heinkel

Dabei finde ich den Übergang zum Rücklicht echt geschmeidig.

Heinkel

Vor dem Haus von Detlev ein Krabbler. So viele Käfer habe ich auf meiner Tour noch nicht gesehen. Der hier ist ein Automatik und aus Familienbesitz seiner Frau. Unrestauriert mit deutlicher Patina und obwohl er immer draußen steht, hat er bis heute so überlebt.

Käfer

In der Garage die nächsten Porsche. Mit dem 914er fing alles an.

Porsche 914

Der musste doch etwas aufwändiger restauriert werden, bis er so dastand. Das 968 Cabrio daneben stammt wieder aus Familienbesitz. Erstbesitzer Detlevs Vater.

Porsche

Fehlt noch der 944er. Der steht aber gerade in einer Fachwerkstatt – Getriebeschaden.

Da Detlevs Frau verreist war, beschlossen die zwei alten Männer in der Kneipe Spare Rips zu essen und dann um die Häuser zu ziehen.

Detlev

Wir trafen ein vollkommen weggetretenes Michael Schuhmacher Double, einen Typen, der mich als Bernd aus Köln den viel zu jungen Mädels vorstellte und diverse oberfränkische und irische Biersorten. Anders ausgedrückt: Ich kann selber nicht glauben, dass ich schon wieder wach bin und meinen Reisebericht schreiben kann. Nun denn. Ein Ziel habe ich noch. bzw. zwei. Wenn ich schon in Oberfranken bin, will ich natürlich auch kurz bei meiner Familie vorbeisehen…

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Rückenwind Tour 2016 – Tag 11: Das Lampenattentat

Raus aus Bayern, auf nach Franken. Oberfranken um genau zu sein. In Hiltpoldstein haben Kathi und Ronny ihre umgebaute Scheune. Also Scheune zum Schrauben und ein wenig Wohnung daneben. Ich kam so gegen Mittag da an und wir wollten erst einmal Mittagessen beim Metzger. Der hatte natürlich Mittagspause, wie das so in Weltmetropolen ist. Also einen Spaziergang durch den Ort. Wenn man in der Fremde ist, schaut man immer nach regionalen Spezialitäten. Die sehen in Hiltpoldstein so aus:

Currywurst

Aber ich bin ja kein Essensblogger, ich bin Autoblogger. Also kommen wir zu den Autos. Im Carport steht ein VW T3 Hochdachbulli von der Post. Soll irgendwann mit vertretbarem Aufwand auf die Gasse.

T3 Hochdach

Ein Carport am Hang – schlaue Menschen nutzen diese Situation, das zweigeschossig zu nutzen. Ich nenne es clever, Ronny nennt es Tiefgarage. Hier steht sein Automatik-Käfer, den er einmal sehr aufwändig restauriert hat und sein Granada Leichenwagen, bei dem er aufgrund des Preises nicht nein sagen konnte, ihn irgendwann auch aufbauen will (wobei er nicht schlecht beieinander ist), aber die Prioritätenliste macht ihn vorerst eben zum Kellerkind.

Tiefgarage

Kommen wir in die eigentliche Scheune. Da stand sein Ford Locus, also der Polo, mit dem das Fusselforum bei der letzten Techno Classica geprahlt hat. Man könnte es auch ein Kunstprojekt nennen, bei dem versucht wurde, unter Missachtung von Symetriegedanken und Geschmack die TÜV Grenzen auszureizen.

Ford Locus

Ford Locus

Praktisch gedacht: Der Anhänger wird einfach an die Decke mit der Elektroseilwinde gezogen. Spart definitiv Platz.

Anhänger

Auf der Bühne stand der Ford Sierra. Für mich eigentlich ganz logisch, für die meisten vollkommen unverständlich: Das ist ein Schlachtfahrzeug, das er im Originalzustand gekauft hat und dann die hinteren Türen zugebraten etc.

Sierra

Da wird der TÜV runtergefahren und dann spendet der Bock den Motor für einen Escort MK2. Und nur, weil man ihn nur 1 Jahr fährt, heißt das ja nicht, dass man ihn original fahren muss.

Sierra

Das Gebäude ist eine Großscheune mit Fachwerk. Klar geht es über der Werkstatt noch 2 Stockwerke weiter. Im 1. Stock stehen die Mopeds.

Mopeds

Sind ein paar zusammengekommen und die Sammlung wächst stetig. Schwerpunkt liegt auf Ostmopeds, Ronny stammt aus Thüringen ursprünglich, aber es sind auch westdeute, japanische etc. dabei.

Moped

Moped

Schöne Sammlung, da hat er, wenn er irgendwann mal in Rente geht, richtig viel zum Restaurieren.

Ronny ist ein Schaffer, der muss immer was zu tun haben. Und da er angegeben hat, er holt die abgerissene Schraube aus der einen meiner neuen Felgen für den Titan ohne Standbohrmaschine raus, lies ich ihn machen.

Ronny

Mit dem Ausdreher ging nix. Aber ratz fatz war das aufgebohrt und ein neues Gewinde geschnitten. Deckel kann wieder festgeschraubt werden.

RS Kreuzspeichenfelgen

Da es sich von der Entfernung anbot, kam „outrange“ aus dem Fusselforum auch mal vorbei wegen der Arduino Ansteuerung von Fake Instrumenten. Man kann viel über Mails etc. erklären: Wenn man es live vor sich hat, versteht man es einfach besser.

Arduino

Ganz ehrlich: Wie das genau funktioniert, ich verstehe es bis heute nicht. Aber: Ich verstehe, wie die Programmierung des Arduinos funktioniert. Das ist ein wenig wie PHP, ich brauche nur 3 Befehle und die muss ich variieren. Das bekomme ich hin bzw. das kann ich mir zurechtimprovisieren. Coole Sache, das vor Ort erklärt zu bekommen. Danke!

Ronny hat Vegan gekocht.

Ronny

Also das behauptet er. Ich meine Hackfleisch in der Bolognese geschmeckt zu haben. Es könnte sein, dass er mich einfach nur veräppelt hat und dass auch keine Heilerde in der Sauce war. Kathi kam später von der Arbeit, es wurde zu viert gegessen, zu viert, zu dritt, zu zweit zusammengesessen. Kennt man ja inzwischen von der Tour.

Zum Rauchen ging´s in die Halle und der Weg dahin ist nicht für mich und meine 2,04m gemacht. Gut, es waren flache Lampen an der Decke, aber wenn man eh nach vorne gebeugt läuft, kann man nicht gleichzeitig nach oben sehen. Äh ja. Tut mir echt leid Ronny…

Lampe

Ich musste mir aber auch 2x heftig den Kopf anstoßen bis ich auch alle Plastikbefestigungen der Lampe getötet hatte. Es hängt noch eine zweite dieser Lampen in diesem Durchgang. Vielleicht sollte ich nachher einen Umweg zu meinem Auto laufen, dass ich wenigstens die andere Lampe noch an der Decke lasse…

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