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Pimp my Schweißgerät Part 3: Umbau auf Massekabel mit Stecker

Irgendwie hat mich der Ehrgeiz gepackt, mein Schweißgerät weiter zu optimieren. Das Massekabel tat es zwar irgendwie, aber es war definitiv zu kurz. Das hatte maximal 1,5m Länge und das hat mich oft genervt. Aber wenn man sich da dranmacht, dann richtig. Ich wollte es auf Stecker umbauen, dass man es zukünftig einfach ersetzen kann.

Problem: Bei meinem Einhell ist da nichts geschraubt, das Massekabel ist direkt mit dem starken Draht verkrimpt im Gerät.

Wie das also angehen? Das alte Kabel hat einen Querschnitt von 16 mm², also brauchte ich dafür eine passende Ringöse. Die habe ich im Baumarkt besorgt. Manchmal verstehe ich Baumärkte und ihr System nicht. Wo würdet Ihr so etwas im Baumarkt suchen?

Ich musste einen Verkäufer dazu holen. Denn im Bereich „Nautik“, also im Bootszubehör. Muss man nicht verstehen.

Also habe ich das Massekabel außerhalb des Geräts abgeschnitten und die Ringöse verklemmt.

Dann habe ich eine Einbaubuchse eingeschraubt und das Kabel hintendran geschraubt. Ich hatte Angst, dass es Probleme gibt, wenn das Kontakt zum Gehäuse bekommt. Aber eine Nachfrage in einer WhatsApp Gruppe mit Leuten mit Ahnung gab mir Entwarnung. Das geht ohne Gefahr, dass das Gerät Schaden nimmt, oder wenn man es beim Schweißen anfasst.

Daran kann ich jetzt ganz easy jegliches Massekabel mit einem 9mm Dorn anstecken.

Ich hab mich für ein 4m langes Kabel mit 25mm² entschieden. Innen hat es zwar nur 16mm², aber ein dickeres Kabel hat weniger Wiederstand und da es länger ist, kann ein dickeres Kabel nicht schaden.

O.k., es liegt Masse am Gehäuse – kann man dann am eigenen Schweißgerät schweißen? Man kann! Der Griff mit der Nockenwelle war zu nah am Gehäuse. Man kam mit der Hand nicht richtig dazwischen. Die seitlichen Halter waren aber zu kurz, um es weiter nach außen zu schrauben auf einer Seite. Arschlecken! Angeschweißt!

Bevor ich das Gehäuse wieder verschlossen habe, habe ich den Staub der letzten Jahre mit Druckluft rausgeblasen. War mal wieder nötig.

Die Auflage für die Gasflasche hat mich immer genervt. Und da ich gerade drüber war, habe ich mich auch darum gekümmert. Ich denke, sie war für maximal eine 10l Flasche gedacht, ich nehme immer eine 20l Flasche. So viel wie ich schweiße… Aber die stand nie vollständig auf der Fläche. Zudem war die inzwischen stark verbeult und auch angerostet.

Ausgebeult, entrostet, mit der Sprühdose lackiert und dann mit Karosseriedichtmasse ein dickes Reststück dickes Alublech draufgeklebt und mit 4 Nieten fixiert.

Schon fast zu glänzend für die restliche rottige Optik des Kastens. Aber das erledigt sich von selbst. Jetzt steht die Flasche aber sicher.

Wieso muss ich bei so etwas eigentlich immer mit offenen Augen durch die Werkstatt gehen? Mir fiel wieder etwas auf, das ich geschenkt bekommen habe. Zu rotten, um es vernünftig zu verwenden oder gewinnbringend zu verkaufen. Aber für das rotten aussehende Schweißwunder…

Erkannt? Das ist ein originales Barkas Emblem, wie die späten Framos sie trugen.

Macht das Sinn auf dem Schweißgerät? Natürlich nicht. Also musste das da drauf.

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Kleines Photoshooting in der Werkstatthölle

Zum Hallengrillen kam zu früher Stunde Merlin zu mir. Ihn kenne ich seit vielen Jahren, als wir Internetpublizisten noch als echte Nerds galten. Ich hatte ihn seit Jahren nicht mehr gesehen, aber das Hallengrillen bot eine gute Gelegenheit mal wieder zu quatschen und vor allem um zu fotografieren. Merlins großes Hobby ist die Fotografie und so eine Chaoswerkstatt ist natürlich kein alltägliches Motiv. Und auch eine schöne Gelegenheit, mit einem Fisheye-Objektiv zu spielen.

Herausgekommen sind sehr interessante Fotos und Portraitaufnahmen, die ich Euch nicht vorenthalten will:

Danke an Merlin für die schönen Fotos und dass ich sie hier verwenden darf.

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Hallengrillen Zwanzigneunzehn – es war mir ein Fest!

Am Samstag war es so weit: Hallengrillen Zwanzigneunzehn.

Sagen wir mal so: Offenbar war der Termin nicht so wirklich für jeden soooo optimal. Manche waren im Urlaub, oder durch andere Gründe verhindert. Egal, wann man den Termin festlegt – irgendwen trifft es immer. Aber ich sehe es so: Es ist furchtbar egal, wie viele kommen. Hauptsache die, die kommen, haben Spaß.

Meine Nachbarn ist es relativ normal, dass da ein komisches Auto steht. Am Samstag waren es ein paar mehr.

Immer wieder schön, alte bekannte wiederzutreffen, aber auch neue Leute kennenzulernen, die teilweise den Fusseblog schon seit Jahren lesen. Wie immer – irgendwie wird es genutzt, dass die Besucher aus verschiedenen Ecken der Nation kommen. Und so werden immer wieder Teile getauscht bzw. ist es der Angelpunkt für Transportketten.

Für Ronny hatte ich beispielsweise eine Woche vorher einen Motor geborgen, der seine weitere Reise antrat.

Manche kamen am Nachmittag, andere am Abend, manche fuhren wieder nach Hause, andere blieben über Nacht. Und natürlich wurde – wie der Name es schon sagt, gegrillt.

Insgesamt eine illustre Runde mit interessanten, amüsanten Geschichten.

In dem Ort, in dem die Werkstatthölle ist, war Weinfest und so kam es, dass nachts noch die einen oder anderen Weinfestbesucher bei uns zu einem Absacker hängen blieben.

Wir tagten bis spät in die Nacht, die Übernachtungsgäste nahmen nach einem Frühstück gegen Mittag den Heimweg wieder in Angriff.

Schön, dass Ihr alle da wart! Ich hoffe, Ihr hattet alle genau so viel Spaß wie ich…

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Ready for Hallengrillen

„Einigermaßen befeierbar“ – meine Ansprüche an die Ordnung der Werkstatthölle waren gestern recht weit gesunken. Ich ging systematisch vor. Es sollten genug Freiflächen entstehen und möglichst wenig Stolperfallen übrig bleiben. Bei der Vorhölle klappte das ganz gut, auch wenn da schon wieder so ein Kartonstapel entstand, den ich gerne vermieden hätte.

Man kommt an die Tische rechts dran, die wir ja zum Feiern brauchen, unterm Jahr nutze ich die als Regal.

Der Mittelteil, wo die Tische stehen sollen – frei!

In der eigentlichen Werkstatthölle sah es in einigen Ecken noch richtig fies aus – in einigen Ecken ist das bis jetzt so. Aber ich erkannte mal wieder den Vorteil des Aufräumens. Ich habe mein lang vermisstes Lieblingszippo wiedergefunden.

Das Lag auf dem Weg zur Werkbank – da kommt man jetzt wieder hin, ohne Twister zu spielen.

Auch zur berühmten Werkstatttoilette kommt man durch – und sie ist einigermaßen geputzt.

Aber es bleibt noch ein großer Stapel für nach dem Hallengrillen über. Was soll´s. Es ist schon einmal zentral gelagert. Von hier aus kann ich weiter sortieren.

Und das werde ich auch. Die weitere Priorität setzte ich lieber auf das Wichtigste beim Hallengrillen: Den Grill.

Da musste ich dieses Jahr nur eine Strebe neu festpunkten, dann war er stabil – und natürlich den Rost säubern.

Dann kann es losgehen. Ab 14 Uhr heute können die ersten Gäste vorbeikommen. Gegen 18 Uhr geht der Grill an. Wie immer: Jeder kann vorbeikommen, jeder bringt seine Verpflegung selbst mit. Teller und Besteck sind da. Ein paar Baguettes hol ich noch, Kaffee ist auch da.

Kann lustig werden, in dem Ort ist heute auch Weinfest, das verspricht Begegnungen mit Unbeteiligten und leider noch mehr Parkchaos, keine Ahnung, ob man mit dem Auto bis zur Hölle durchkommt. Wir werden sehen.

Wer kurzfristig sich noch zu einem Besuch entscheidet und die Adresse nicht weiß: OI7I-453985zwo – man sieht sich am Grill!

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Probieren wir das Unmögliche

Ich mache ja keinen Hehl daraus. Die Werkstatthölle ist das reinste Chaos. Und das Hallengrillen ist immer ein guter Anlass, da Ordnung reinzubringen. Nur habe ich dieses Jahr viel zu spät damit angefangen. Eigentlich ist es nicht mal ansatzweise zu schaffen, in so kurzer Zeit. Unmöglich. Also habe ich die letzten zwei Tage auch tagsüber mich in die Werkstatthölle verkrochen.

Anfangs habe ich noch strukturiert gearbeitet. So richtig mit Teile beschriften.

Nichts ist so doof, wie Teile im Fundus zu haben, die man nicht zuordnen kann. Könnte man gleich wegwerfen. Und weggeworfen habe ich viel. Ich habe den Schlachter seitlich dicht gemacht mit einer der Türen, aus denen ich die Griffe für den Titan geschnitten habe, damit ich den richtig füllen kann.

Alles, was Metall ist und weg konnte, landete in dem Ding – und das war nicht wenig.

Eigentlich sollte der Schlachter weg sein bis zum Hallengrillen. Aber mein Stammschrotti vertröstete mich täglich. Ob er heute kommt? Ich wusste es zum Zeitpunkt des Blogschreibens nicht. Sollte er noch dastehen am Samstag: Tut Euch keinen Zwang an, wenn ihr beispielsweise mal mit einem Hammer auf ein Auto einschlagen wollt.

Altpapier viel auch viel an. Also hab ich das eingeladen und zum Wertstoffhof gefahren. Viel zu viel, um das in der Tonne zu entsorgen.

Nach und nach fand ich etwas, was kaum einer kennt: Meinen Werkstattboden!

Auch habe ich beispielsweise eine zweite Kiste für Lacksprühdosen angefangen.

Ich sollte auch da echt mal eine Inventur machen, was weg kann.

Wenn man so schafft am Tag, dann passieren auch unerwartete Dinge. So kam beispielsweise die Tochter von meinem Nachbar vorbei. Sie hat ein neues gebrauchtes Fahrrad und bei dem funktionierte die Gangschaltung nicht. „Kannst Du mir helfen? Mein Papa kann das nicht“ Und dann ist man so nett, denkt sich in ein unbekanntes System rein, improvisiert, wie immer und siehe da – ein glückliches Kind.

In der Vorhölle hatte meine Vermieterin vor Wochen eine große Brennholzlieferung bekommen.

Und wie das bei uns so ist – ich bin da ja nicht anders – solange kein konkreter Anlass ist, bleibt das dann da auch erst einmal. Auch das habe ich zusammen mit ihr in den ersten Stock geräumt. Glücklicherweise ist da ein großes Loch in der Decke mit einer alten Elektroseilwinde – aber es war viel Holz.

Auch wurde von einem Kumpel ein Passat Seitenteil angeliefert, das nach dem Hallengrillen weitertransportiert wird.

Die Kisten daneben und die Rolle habe ich selbst einmal abgestaubt und ich sehe ein: Ich habe dafür keine Verwendung. Wenn sie einer haben will – sind beim Hallengrillen zum Weiterverschenken.

Auch wenn ich nicht alles schaffen werde bis Samstag – scheiße, ich hab nur noch den heutigen Tag – den EuroHotRod wollte ich zu mindestens so freilegen, dass man die Schnauze sieht.

So langsam erkennt man wieder Wege.

Aber ich resigniere auch. Es entstehen doch noch Berge mit Kisten, die sortiert werden wollen. Aber wie schon geschrieben – es ist einfach unmöglich, das alles bis Samstag zu schaffen.

Aber das Hallengrillen kann nicht das Ende der Aufräumarbeiten sein. Ich muss danach weitermachen, denn so ein wenig Struktur sollte schon wieder einziehen in der Werkstatthölle, bevor ich etwas Neues anfange.

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Pimp my Schweißgerät Part 2: Umbau auf Euro Zentraladapter

Nach 28 Jahren ohne Gnade war es Zeit, meinem Einhell SGA 175 Turbo ein neues Schlauchpaket mit Brenner zu gönnen. Wie inzwischen bekannt sein sollte – ich mag dieses Gerät und damit wurden alle meine Umbauten geschweißt, auch wenn man damit angeblich nicht vernünftig schweißen kann. Der Drahtvorschub hakte inzwischen, was vermutlich an dem total heruntergerittenen Schlauchpaket lag.

Schlauchpakete mit Brenner gibt es meist mit EU-Anschluss. Das macht das Wechseln leichter. Eigentlich ist das Schweißgerät nicht dafür gemacht, da einen Euro Zentralanschluss dranzupflanzen, aber es gibt Adapter zu kaufen. Leider fand ich im Netz kein Tutorial, keine Anleitung für den Umbau. Also Augen zu und durch. Sehen wir uns einmal die Ausgangssituation an. Das ist der Drahtvorschub vom Baumarkt Schweißgerät.

Das ist die Seite des Schweißgeräts, bei der eine zu öffnende Klappe ist, um den Draht zu wechseln, die andere Seite mit der Technik ist verschraubt. Noch einmal der Drahtvorschub im Detail:

Schraubt man den Plastikdeckel ab, sieht man, wo die Power an das Schlauchpaket geht. Klar, dass das ein mächtiges Kabel sein muss.

So sieht der Zentraladapter aus, den ich besorgt habe. Kostete ca. 17 Euro bei eBay. Und das ist kein spezieller Umbausatz für Einhell, Güde etc., sondern ein Universalteil, zu dem noch eine Plastikhülse gehört.

Also machen wir erst einmal die mechanische Lösung. Das alte, fest installierte Schlauchpaket abgebaut und das neue durchgesteckt.

Auf dem Bild habe ich die verchromte Röhre in der Mitte für den Draht schon herausgenommen. Die war mit einer Madenschraube befestigt. Man sieht: Die Messingröhre war zu lang. Also angezeichnet eingekürzt. Ebenso habe ich die Röhre eingekürzt und zwar alles so, dass das Rohr zum Drahtvorschub fluchtete.

Dann die Plastikführung von außen verschraubt. Die Ausbuchtung zeigt nicht nach unten, aber das ist mir egal, denn ich wollte, dass alle drei Schrauben auf der Seite der Drahtrolle verschraubt werden können. Auf der anderen Seite ist wenig Platz und ich wollte das mit metrischen Schrauben verschrauben.

Der Anus Schriftzug ist übrigens ein gekürzter Ford Taunus Schriftzug – ich konnte mal wieder nicht anders. Und es gibt ja immer noch Leute, die meinen, das Schweißgerät wäre eh für den Arsch.

Dann ging es an die anderen Anschlüsse. Dazu musste die andere Seite auf und der Schlauch an das Magnetventil für das Schutzgas.

Etwas Kopfzerbrechen machten mir die zwei Kabel. Denn beim Einhell war da nur ein Kabel – wohin mit dem zweiten? Es gab eigentlich nur zwei Möglichkeiten, wenn man logisch darüber nachdenkt: Entweder sind beim Zentralanschluss Gasventil und Drahtvorschub getrennt geschaltet, oder das Einhell verbindet den Kontakt mit dem dicken Kabel.

Also testete ich die erste Option – je eines der Kabel an den Stecker des Schweißgeräts verbinden und dann testen. Reaktion: Null. Also musste es das zweite sein. Der Test war erfolgreich. Doch wo anschließen? Ich wählte die Option auf der verborgenen Seite, wo das Kabel an der anderen Seite verschraubt ist.

Alles sauber verbaut.

Als Schlauchpaket habe ich mich übrigens für ein 4m langes Schlauchpaket mit MB 15  Brenner. 1m länger, als mein bisheriges Paket. Schafft mehr Flexibilität. Anstecken, verschrauben und gut.

Der Brenner ist eigentlich auch für den Hobbybedarf, aber etwas hochwertiger, als das bisherige System. Und es hat den Vorteil, dass die Verschleißteile (Gas- und Stromdüsen, Düsenstock) identisch sind und überall zu haben sind. Der alte hat ausgedient.

Ein kurzer Test: Schweißt gut, man merkt den Unterschied. Der Draht kommt wieder gleichmäßig. Das Massekabel habe ich erst einmal beibehalten, aber die Masseklemme hatte es hinter sich.

Da kam eine neue dran.

Wie man auf einem der vorherigen Bilder sehen kann, kam noch ein altes Wohnwagenschild an die Seite, das ich mal irgendwo abgeknibbelt hatte.

Warum? Ich hatte da Bock zu. Und es ist eh in keinem guten Zustand, aber auf das Gerät passt es vom Zustand.

Ich denke mal, jetzt ist das Schweißgerät für die nächsten Jahre gewappnet. Wenn es 28 Jahre gehalten hat – wieso nicht länger?

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Pimp my Schweißgerät Part 1

Welches Schweißgerät man benutzt, ist fast schon eine Religionsfrage. Ich bin kein Profischweißer, aber ich bekomme haltende Verbindungen hin und ich arbeite mit einem verfickten Baumarktgerät. So ein Ding, das nur von 12 Uhr bis mittags hält. Meines hält seitdem ich es gekauft habe – und das war 1991. Aber es braucht dann doch mal Liebe. So hat es etwas „gehinkt“.

Kommt daher, dass ich mal durch eine heruntergefallene Schweißperle einen Lappen angezündet habe und das nicht sofort gemerkt habe. Das Rad ist weggeschmolzen, das Gerät hat es damals überlebt. Ein billiges Rad, das zufällig einigermaßen die gleiche Höhe hatte, löste das Problem.

Im Gehäuse fehlten inzwischen sechs Blechschrauben, die ich in den lächerlichen 28 Jahre Nutzung irgendwie verloren habe. Ein bisserl Schwund ist eben immer. Die zu ersetzen war einfach. Genauso, wie es einfach gewesen wäre, wieder irgendeinen Griff dranzuschrauben, weil die Plastikhalterungen des Griffs nach so kurzer Zeit weggebrochen war. Aber ich dachte mir – so ein wenig Stil muss sein. Schließlich bin ich ein Spielkind. Da stand noch der kaputte Motor aus dem Prolo rum.

Ich wollt die Nockenwelle ausbauen. Dazu müsste ich das Blech an der Stirnseite abbauen, aber weil ich eh nur ein kürzeres Stück brauchte, habe ich das direkt am Zylinderkopf abgeflext.

Zwei Halter drangebraten und fest verschraubt.

Mehr Optik muss nicht sein. Tut seinen Zweck. Technisch bekommt es auch noch ein Update. Da warte ich auf eine Teilelieferung. Demnächst also mehr in diesem Kino.

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Test: BGS technic Kotflügel Bördelgerät

(Beitrag enthält „bezahlte“ Werbung, ich durfte das Gerät nach dem Test behalten)

Ich hatte immer noch das Problem, dass auf der Fahrerseite des Titan der Radlauf bei Vollbeladung am Reifen schliff. Eine gute Gelegenheit ein Werkzeug zu testen: Das Kotflügel Bördelgerät von BGS technic. Die Firma war so nett, mir eines dieser Werkzeuge für einen Test zur Verfügung zu stellen.

Das Gerät kommt demontiert sauber verpackt in einer Styroporverpackung.

Die Montage ist kinderleicht, man braucht lediglich einen 17er Schlüssel für eine Mutter, für den Rest braucht man kein Werkzeug. Es ist jetzt kein High-End Gerät, aber es macht einen sehr stabilen Eindruck. Und ganz ehrlich – mehr braucht man nicht.

Es ist geeignet für Autos mit 4 oder 5 Lochkreis von 95 bis 120 mm. Das deckt die meisten gängigen PKW ab. Doch wie arbeitet man jetzt damit. Zunächst muss man das Auto aufbocken und das Rad abnehmen, dann wird das Gerät mit den Radschrauben festgeschraubt. Fünf Unterlegscheiben mit Konus liegen bei.

Dann wird das Gerät auf Spannung gesetzt, die Walze ausgerichtet parallel zum Radlauf. Ich empfehle vorher die Kanten mit dem Hammer umzulegen, denn sonst drückt man auf die Kante. das ist a) dumm für die Auflageflüche, b) hat der Radlauf mehr Steifigkeit und c) würde man die Gummiwalze ziemlich schnell abrocken.

Auch empfiehlt es sich, den Lack vorher mit einem Heißluftföhn zu wärmen, dass er nicht platzt. Dann setzt man das Ganze unter Spannung. Immer in kleinen Schritten. Nicht zu viel auf einmal, dann geht es schwerer und der Lack ist auch in Gefahr.

Am Obersten Punkt ist die Spannung an geringsten, dann ist Kraft angesagt. Die Rolle immer wieder auch beide Seiten rollen, nachspannen und wieder mehrmals rollen. So drückt man nach und nach den Radlauf nach außen.

Sieht man jetzt auf dem Bild schlecht, aber der Radlauf ist nach außen gewandert.

Die Verletzungen des Lacks kamen vom Hammer, nicht von der Walze. Ich habe bei mir noch die Heckschürze bearbeitet für mehr Platz.

Wenn’s nicht reicht, werde ich nochmal drangehen. So lange, bis auch in der extremsten Situation nichts mehr schleift.

Das Gerät tut genau das, was es soll. Hatten mir schon andere bestätigt, die sich das Bördelgerät gekauft hatten unter dem Motto „für zwei Radläufe wird es schon halten“ – und bis heute im Einsatz haben.

Die Walze hat das Ganze schadlos überstanden. Das sah ich noch als kritischen Punkt. Das Dunkle ist Fett, mit dem ich den Radlauf konserviert habe.

Aus Erfahrung kann ich sagen, dass es an vorderen Kotflügeln deutlich einfacher geht. Hinten hat man eben auch noch den Innenradlauf. Aber es geht.

Das Gerät gibt es online bei diversen Händlern zu kaufen und kostet ca. 90-100 Euro.

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Arbeitshöhe

Mir war da eine alte Blechschere zugelaufen.

Stand jetzt nicht an oberster Stelle meiner Wunschliste – aber wenn sie einem zuläuft… Und es ist wieder so ein Werkzeug vermutlich, das man vorher nicht hatte, es ging irgendwie so. Aber wenn man es hat, dann will man es nicht missen.

Nur musste das irgendwie auf einen Tisch oder so. Keinen Platz und ganz ehrlich: Mir sind tische oft zum Arbeiten zu niedrig. Ich bin ja 2,04m groß. Also was habe ich rumliegen. Ich schweißte mit einfach aus herumliegendem Material etwa zusammen. Gasis war eine Querstrebe eines Schwerlastregals.

Noch ist es nicht festgeschraubt und ich hab noch keinen Praxistest, ob das zu sehr kippt, wenn ich da sehr Männlich dran rupfe. Ich werde es sehen. Und es gibt auch Plan B: Hintendran noch ein quer angeschweißtes Vierkantruhr und ein Spanngurt um eine Säule.

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Wir meiseln uns eine Statue

Ich brauchte eine Statue. Warum – nun das erkläre ich irgendwann später genauer. Und es musste auch keine „echte“ Statue sein. ich hatte da eine Schaufensterpuppe.

Ziemlich primitives Ding aus GFK. Taugt nicht viel, der kleinste Feindkontakt und man hat Beschädigungen. Und aussehen, wie eine Statue tut das Ding auch nicht wirklich. Das sollte so eine Schraubergöttin werden. Da mussten Autoteile dran. Also durchsuchte ich meine Schrottonne. Ein Stoßdämpfer lag drin. Auch fand ich eine Riemenscheibe. Etwas Schweißen und Flexen und das hatte so ungefähr die Form eines Arms.

Von den nächsten Zwischenschritten habe ich keine Bilder leider gemacht. Was hauptsächlich daran lag, dass meine Hände mit Farbe getränkt waren.

Den Arm habe ich mit Schrauben angeschraubt und zusätzlich mit Karosseriedichtmasse verklebt. An die Spitze habe ich eine Radkappe als Schild angeschweißt. In die andere Hand kommt ein Speer aus zwei Nockenwellen. Damit es in die Hand passt, habe ich in die Mitte ein plattgedrücktes Rohr geschweißt. Das Ganze habe ich mit weißer Wandfarbe angepinselt.

Die Statue habe ich grob angeschliffen, weil sie sehr glatt war und ebenfalls mit Wandfarbe angepinselt. Und dann der Clou: Ein Stück Stoff in Wandfarbe getränkt und der Schaufensterpuppe umgehängt und mit einem ebenfalls in Wandfarbe getränkten Stoffstreifen als eine Art Gürtel drum rum geknotet.

Eine Schutzbrille über dem Gesicht bekam ebenfalls weiße Farbe. Fertig war die Statue.

Doch, auf Entfernung könnte an denken, dass es sich um eine Statue aus Stein handelt. Ich bin gespannt, wie fest der Umhang wird, wenn die Farbe durchgetrocknet ist.

Zwischendrin macht es wirklich Laune, so einen Blödsinn zu basteln. Mal sehen, vielleicht baue ich noch etwas anderes in dieser Richtung…

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