Posted in Werkstatthölle

April, April! Der Fusselblog Aprilscherz 2020

Es war natürlich ein Aprilscherz, dass ich ein Autohaus in Brandenburg ersteigert habe. Dass ein ehemaliges Autohaus ein Traum von mir ist, stimmt, der Rest war aber erstunken und erlogen. Ich werde natürlich nicht nach Brandenburg ziehen – nicht, weil ich Brandenburg nicht mag, aber ich habe eben in Mainz mein soziales Umfeld. Freunde, die Fastnacht… Und das Kleingeld, um mir ein Autohaus zu kaufen, habe ich eigentlich auch nicht – und da wären ja bei dem Zustand auch noch große Geldsummen reingeflossen, bis es voll nutzbar ist.

Dieses Jahr entstand der Aprilscherz übrigens im wahrsten Sinne in einer Nacht & Nebelaktion. Kurz nach Mitternacht fiel mir auf, dass ja der 1. April ist und der Aprilscherz hat inzwischen eine lange Tradition, die ich nicht so einfach sterben lassen wollte. Und ich hatte zu dem Zeitpunkt noch nicht die geringste Idee, was ich schreiben sollte. Manch anderen Aprilscherz hatte ich oft schon ein halbes Jahr vorab angefangen zu planen, als mir eine Idee kam – oder schon vordatiert geschrieben.

Als mir die Idee mit dem Autohaus kam, fehlten noch legale Bilder eines stillgelegten Autohauses, das natürlich relativ runtergekommen aussehen musste, damit das ein wenig realistischer erscheint. Ich fand keine kostenlosen Bilder, ich musste sie bei einer Bildagentur kaufen.

Das abgebildete Autohaus stand übrigens nicht in Brandenburg, sondern in Herne und wurde bereits 2014 abgerissen. Das recherchierte ich aber erst später.

Natürlich ist einigen sofort aufgefallen, dass es ein Aprilscherz war, aber ein paar habe ich doch wieder erwischt. Ich habe wieder Kommentare gesperrt, die das viel zu früh aufgedeckt hätten. Die schalte ich jetzt frei. Mal sehen, ob ich das auch mit den Facebook Kommentaren machen kann, die ich auf „verbergen“ geschaltet hatte. Aber jetzt mal Hand aufs Herz: Findet Ihr es nicht auch lustiger, wenn man das nicht aufdeckt und andere ins offene Messer rennen lässt? Besonders kreativ finde ich übrigens Kommentare, die die Geschichte noch stützen, wie den von Jens, der angeblich das Autohaus kannte. Danke dafür!

Ich hoffe, Ihr hattet ein wenig Spaß mit meinem Aprilscherz. Mal sehen, was mir kommendes Jahr einfällt. Vielleicht schreibe ich einen normalen Bericht und warte darauf, dass jemand April, April darunterschreibt 😉

Das war der ursprüngliche Beitrag – natürlich ohne die Beschriftung der Bilder:


Blind ersteigert – ein Traum wird wahr!

Es war schon lange mein Traum, nun wird er endlich wahr! Ich glaube den Traum hatten schon viele, aber ich kann ihn endlich realisieren. Schon lange durchforstete ich Zwangsversteigerungsplattformen nach einem stillgelegten Autohaus. Klar war mir: In Mainz oder Umgebung kann ich das nicht realisieren. Das wäre einfach zu teuer. Also suchte ich bundesweit. Und gestern war es so weit: Der Hammer fiel und ich konnte für wirklich kleines Geld meinen Traum verwirklichen. Darf ich präsentieren: Mein „neues“ Autohaus:

Es ist wirklich in der tiefsten Pampa von Brandenburg, aber anders ließ sich dieser Traum nicht realisieren. Bedeutet leider auch, dass ich aus Mainz wegziehen muss. Aber das ist mir dieser Traum einfach wert. Und wie man sieht – es steht schon etwas länger leer, da steht einige Arbeit an.

Ich plane jetzt die Büroräume zu meiner Wohnung umzubauen, in den Showroom kommen all meine Karren und die Werkstatt ist groß genug für neue Projekte. Und natürlich werde ich Schilder anbringen vom Autohaus Fickfrosch. Den Gag muss ich bringen. Geil auch, dass ich jetzt genug Abstellplatz für Schlachtfahrzeuge habe und ich hoffe, das Gelände ist groß genug, da auch einmal ein echtes Treffen zu veranstalten. Ihr müsst eben nur nach Brandenburg kommen.

Ich bin noch voll im Freudentaumel, hoffe, dass die Bausubstanz in Ordnung ist, so ein Blindkauf ist eben immer ein Risiko. Dafür war es aber eben billig.

Ende der Woche fahre ich zur Besichtigung und natürlich werde ich Euch hier im Blog berichten, was ich da vorgefunden habe. Ein wenig Angst habe ich schon – auch vor dem Umzug meiner Werkstatthölle. Da wird wohl ein großes Ausmisten stattfinden, was ich mitnehme und was ich entsorgen werde.

Es wird hier wohl demnächst viele Berichte geben, wenn ich dort den Umbau starte. Also seid gespannt, was die nächsten Monate passiert. Hoffen wir, dass der Traum kein Alptraum wird…

Share:
Posted in Werkstatthölle

Wir bauen uns eine Standarte

Ab und an berichte ich hier auch einmal von Basteleien, die nix mit Autos zu tun haben, aber eben in der Werkstatthölle passieren. Wie viele der Leser hier wissen, habe ich meine eigene Garde – die Meenzer Jägergarde. Und für diese Garde habe ich eine neue Fahne organisiert. Es wird dekadent – war aber gar nicht sooo teuer, weil in Pakistan direkt bestellt.

Bisher hatte ich „nur“ eine bedruckte Fahne und daraus mit einfachen Mitteln eine Standarte gebaut. Drei Rundhölzer, ein Gardinenstangen Abschlussstück, vier Schubladenknäufe, eine Kette – fertig.

Gut, damit es nicht ganz so langweilig war, saß noch ein Stofftier obendrauf. Die Konstruktion war mir aber jetzt zu primitiv. Und zudem bin ich ein Spielkind, deshalb musste ich es mal wieder übertreiben.

Ich besorgte mir zwei Abwurfstangen – Geweih bei der Jägergarde, fand ich passend. Die stammten vom Flohmarkt und waren vermutlich mal ein Kronleuchter, leider ist eine Spitze abgebrochen und ein paar unsinnige Löcher drin, dafür war es billig. Diese Abwurfstangen habe ich in der Mitte mit je einem Blech vorne und hinten verschraubt. Da das Ganze keine gerade Aufnahme hatte, nahm ich eine Stange Vollmaterial, aus dem Baumarkt, aus denen man eigentlich Geländer schweißt. Ich brachte das auf die richtige Länge und verschraubte es.

Die Verschraubungen umwickelte ich mit einer Schnur. Aber die Stange, an der ich das Hissen wollte, passte nun nicht mehr. Ich wollte eine richtige Spitze. Komplett selber bauen? Wollte ich jetzt auch nicht. Ich schoss bei eBay eine russische Fahnenspitze mit Hammer und Sichel – und besorgte mir eine 0,04l Flasche Jägermeister.

Ahnt man schon, was ich vorhatte?

Hammer und Sichel schnitt ich mit einer kleinen Metallsäge heraus und dann hieß es nur noch ein wenig zu feilen.

Und siehe da: Das Fläschchen klemmt!

Noch zwei Löcher für die Kette rein und dann sah das doch schon ganz passabel aus.

Jetzt fehlte noch Lack. Die Stange war zu hell und bekam eine Lasur, die Spitze wurde golden, schon alleine, weil die Schnittkanten sonst gerostet hätten. Die Querstange hatte ich auch gold gepinselt. Auch wenn eine Spitze fehlt – ich meine, das kann sich sehen lassen.

Ich finde so etwas individuelles immer besser, als etwas Gekauftes – und es war auch deutlich günstiger.

Share:
Posted in Werkstatthölle

Pimp my Schweißgerät Part 3: Umbau auf Massekabel mit Stecker

Irgendwie hat mich der Ehrgeiz gepackt, mein Schweißgerät weiter zu optimieren. Das Massekabel tat es zwar irgendwie, aber es war definitiv zu kurz. Das hatte maximal 1,5m Länge und das hat mich oft genervt. Aber wenn man sich da dranmacht, dann richtig. Ich wollte es auf Stecker umbauen, dass man es zukünftig einfach ersetzen kann.

Problem: Bei meinem Einhell ist da nichts geschraubt, das Massekabel ist direkt mit dem starken Draht verkrimpt im Gerät.

Wie das also angehen? Das alte Kabel hat einen Querschnitt von 16 mm², also brauchte ich dafür eine passende Ringöse. Die habe ich im Baumarkt besorgt. Manchmal verstehe ich Baumärkte und ihr System nicht. Wo würdet Ihr so etwas im Baumarkt suchen?

Ich musste einen Verkäufer dazu holen. Denn im Bereich „Nautik“, also im Bootszubehör. Muss man nicht verstehen.

Also habe ich das Massekabel außerhalb des Geräts abgeschnitten und die Ringöse verklemmt.

Dann habe ich eine Einbaubuchse eingeschraubt und das Kabel hintendran geschraubt. Ich hatte Angst, dass es Probleme gibt, wenn das Kontakt zum Gehäuse bekommt. Aber eine Nachfrage in einer WhatsApp Gruppe mit Leuten mit Ahnung gab mir Entwarnung. Das geht ohne Gefahr, dass das Gerät Schaden nimmt, oder wenn man es beim Schweißen anfasst.

Daran kann ich jetzt ganz easy jegliches Massekabel mit einem 9mm Dorn anstecken.

Ich hab mich für ein 4m langes Kabel mit 25mm² entschieden. Innen hat es zwar nur 16mm², aber ein dickeres Kabel hat weniger Wiederstand und da es länger ist, kann ein dickeres Kabel nicht schaden.

O.k., es liegt Masse am Gehäuse – kann man dann am eigenen Schweißgerät schweißen? Man kann! Der Griff mit der Nockenwelle war zu nah am Gehäuse. Man kam mit der Hand nicht richtig dazwischen. Die seitlichen Halter waren aber zu kurz, um es weiter nach außen zu schrauben auf einer Seite. Arschlecken! Angeschweißt!

Bevor ich das Gehäuse wieder verschlossen habe, habe ich den Staub der letzten Jahre mit Druckluft rausgeblasen. War mal wieder nötig.

Die Auflage für die Gasflasche hat mich immer genervt. Und da ich gerade drüber war, habe ich mich auch darum gekümmert. Ich denke, sie war für maximal eine 10l Flasche gedacht, ich nehme immer eine 20l Flasche. So viel wie ich schweiße… Aber die stand nie vollständig auf der Fläche. Zudem war die inzwischen stark verbeult und auch angerostet.

Ausgebeult, entrostet, mit der Sprühdose lackiert und dann mit Karosseriedichtmasse ein dickes Reststück dickes Alublech draufgeklebt und mit 4 Nieten fixiert.

Schon fast zu glänzend für die restliche rottige Optik des Kastens. Aber das erledigt sich von selbst. Jetzt steht die Flasche aber sicher.

Wieso muss ich bei so etwas eigentlich immer mit offenen Augen durch die Werkstatt gehen? Mir fiel wieder etwas auf, das ich geschenkt bekommen habe. Zu rotten, um es vernünftig zu verwenden oder gewinnbringend zu verkaufen. Aber für das rotten aussehende Schweißwunder…

Erkannt? Das ist ein originales Barkas Emblem, wie die späten Framos sie trugen.

Macht das Sinn auf dem Schweißgerät? Natürlich nicht. Also musste das da drauf.

Share:
Posted in Werkstatthölle

Kleines Photoshooting in der Werkstatthölle

Zum Hallengrillen kam zu früher Stunde Merlin zu mir. Ihn kenne ich seit vielen Jahren, als wir Internetpublizisten noch als echte Nerds galten. Ich hatte ihn seit Jahren nicht mehr gesehen, aber das Hallengrillen bot eine gute Gelegenheit mal wieder zu quatschen und vor allem um zu fotografieren. Merlins großes Hobby ist die Fotografie und so eine Chaoswerkstatt ist natürlich kein alltägliches Motiv. Und auch eine schöne Gelegenheit, mit einem Fisheye-Objektiv zu spielen.

Herausgekommen sind sehr interessante Fotos und Portraitaufnahmen, die ich Euch nicht vorenthalten will:

Danke an Merlin für die schönen Fotos und dass ich sie hier verwenden darf.

Share:
Posted in Werkstatthölle

Hallengrillen Zwanzigneunzehn – es war mir ein Fest!

Am Samstag war es so weit: Hallengrillen Zwanzigneunzehn.

Sagen wir mal so: Offenbar war der Termin nicht so wirklich für jeden soooo optimal. Manche waren im Urlaub, oder durch andere Gründe verhindert. Egal, wann man den Termin festlegt – irgendwen trifft es immer. Aber ich sehe es so: Es ist furchtbar egal, wie viele kommen. Hauptsache die, die kommen, haben Spaß.

Meine Nachbarn ist es relativ normal, dass da ein komisches Auto steht. Am Samstag waren es ein paar mehr.

Immer wieder schön, alte bekannte wiederzutreffen, aber auch neue Leute kennenzulernen, die teilweise den Fusseblog schon seit Jahren lesen. Wie immer – irgendwie wird es genutzt, dass die Besucher aus verschiedenen Ecken der Nation kommen. Und so werden immer wieder Teile getauscht bzw. ist es der Angelpunkt für Transportketten.

Für Ronny hatte ich beispielsweise eine Woche vorher einen Motor geborgen, der seine weitere Reise antrat.

Manche kamen am Nachmittag, andere am Abend, manche fuhren wieder nach Hause, andere blieben über Nacht. Und natürlich wurde – wie der Name es schon sagt, gegrillt.

Insgesamt eine illustre Runde mit interessanten, amüsanten Geschichten.

In dem Ort, in dem die Werkstatthölle ist, war Weinfest und so kam es, dass nachts noch die einen oder anderen Weinfestbesucher bei uns zu einem Absacker hängen blieben.

Wir tagten bis spät in die Nacht, die Übernachtungsgäste nahmen nach einem Frühstück gegen Mittag den Heimweg wieder in Angriff.

Schön, dass Ihr alle da wart! Ich hoffe, Ihr hattet alle genau so viel Spaß wie ich…

Share:
Posted in Werkstatthölle

Ready for Hallengrillen

„Einigermaßen befeierbar“ – meine Ansprüche an die Ordnung der Werkstatthölle waren gestern recht weit gesunken. Ich ging systematisch vor. Es sollten genug Freiflächen entstehen und möglichst wenig Stolperfallen übrig bleiben. Bei der Vorhölle klappte das ganz gut, auch wenn da schon wieder so ein Kartonstapel entstand, den ich gerne vermieden hätte.

Man kommt an die Tische rechts dran, die wir ja zum Feiern brauchen, unterm Jahr nutze ich die als Regal.

Der Mittelteil, wo die Tische stehen sollen – frei!

In der eigentlichen Werkstatthölle sah es in einigen Ecken noch richtig fies aus – in einigen Ecken ist das bis jetzt so. Aber ich erkannte mal wieder den Vorteil des Aufräumens. Ich habe mein lang vermisstes Lieblingszippo wiedergefunden.

Das Lag auf dem Weg zur Werkbank – da kommt man jetzt wieder hin, ohne Twister zu spielen.

Auch zur berühmten Werkstatttoilette kommt man durch – und sie ist einigermaßen geputzt.

Aber es bleibt noch ein großer Stapel für nach dem Hallengrillen über. Was soll´s. Es ist schon einmal zentral gelagert. Von hier aus kann ich weiter sortieren.

Und das werde ich auch. Die weitere Priorität setzte ich lieber auf das Wichtigste beim Hallengrillen: Den Grill.

Da musste ich dieses Jahr nur eine Strebe neu festpunkten, dann war er stabil – und natürlich den Rost säubern.

Dann kann es losgehen. Ab 14 Uhr heute können die ersten Gäste vorbeikommen. Gegen 18 Uhr geht der Grill an. Wie immer: Jeder kann vorbeikommen, jeder bringt seine Verpflegung selbst mit. Teller und Besteck sind da. Ein paar Baguettes hol ich noch, Kaffee ist auch da.

Kann lustig werden, in dem Ort ist heute auch Weinfest, das verspricht Begegnungen mit Unbeteiligten und leider noch mehr Parkchaos, keine Ahnung, ob man mit dem Auto bis zur Hölle durchkommt. Wir werden sehen.

Wer kurzfristig sich noch zu einem Besuch entscheidet und die Adresse nicht weiß: OI7I-453985zwo – man sieht sich am Grill!

Share:
Posted in Werkstatthölle

Probieren wir das Unmögliche

Ich mache ja keinen Hehl daraus. Die Werkstatthölle ist das reinste Chaos. Und das Hallengrillen ist immer ein guter Anlass, da Ordnung reinzubringen. Nur habe ich dieses Jahr viel zu spät damit angefangen. Eigentlich ist es nicht mal ansatzweise zu schaffen, in so kurzer Zeit. Unmöglich. Also habe ich die letzten zwei Tage auch tagsüber mich in die Werkstatthölle verkrochen.

Anfangs habe ich noch strukturiert gearbeitet. So richtig mit Teile beschriften.

Nichts ist so doof, wie Teile im Fundus zu haben, die man nicht zuordnen kann. Könnte man gleich wegwerfen. Und weggeworfen habe ich viel. Ich habe den Schlachter seitlich dicht gemacht mit einer der Türen, aus denen ich die Griffe für den Titan geschnitten habe, damit ich den richtig füllen kann.

Alles, was Metall ist und weg konnte, landete in dem Ding – und das war nicht wenig.

Eigentlich sollte der Schlachter weg sein bis zum Hallengrillen. Aber mein Stammschrotti vertröstete mich täglich. Ob er heute kommt? Ich wusste es zum Zeitpunkt des Blogschreibens nicht. Sollte er noch dastehen am Samstag: Tut Euch keinen Zwang an, wenn ihr beispielsweise mal mit einem Hammer auf ein Auto einschlagen wollt.

Altpapier viel auch viel an. Also hab ich das eingeladen und zum Wertstoffhof gefahren. Viel zu viel, um das in der Tonne zu entsorgen.

Nach und nach fand ich etwas, was kaum einer kennt: Meinen Werkstattboden!

Auch habe ich beispielsweise eine zweite Kiste für Lacksprühdosen angefangen.

Ich sollte auch da echt mal eine Inventur machen, was weg kann.

Wenn man so schafft am Tag, dann passieren auch unerwartete Dinge. So kam beispielsweise die Tochter von meinem Nachbar vorbei. Sie hat ein neues gebrauchtes Fahrrad und bei dem funktionierte die Gangschaltung nicht. „Kannst Du mir helfen? Mein Papa kann das nicht“ Und dann ist man so nett, denkt sich in ein unbekanntes System rein, improvisiert, wie immer und siehe da – ein glückliches Kind.

In der Vorhölle hatte meine Vermieterin vor Wochen eine große Brennholzlieferung bekommen.

Und wie das bei uns so ist – ich bin da ja nicht anders – solange kein konkreter Anlass ist, bleibt das dann da auch erst einmal. Auch das habe ich zusammen mit ihr in den ersten Stock geräumt. Glücklicherweise ist da ein großes Loch in der Decke mit einer alten Elektroseilwinde – aber es war viel Holz.

Auch wurde von einem Kumpel ein Passat Seitenteil angeliefert, das nach dem Hallengrillen weitertransportiert wird.

Die Kisten daneben und die Rolle habe ich selbst einmal abgestaubt und ich sehe ein: Ich habe dafür keine Verwendung. Wenn sie einer haben will – sind beim Hallengrillen zum Weiterverschenken.

Auch wenn ich nicht alles schaffen werde bis Samstag – scheiße, ich hab nur noch den heutigen Tag – den EuroHotRod wollte ich zu mindestens so freilegen, dass man die Schnauze sieht.

So langsam erkennt man wieder Wege.

Aber ich resigniere auch. Es entstehen doch noch Berge mit Kisten, die sortiert werden wollen. Aber wie schon geschrieben – es ist einfach unmöglich, das alles bis Samstag zu schaffen.

Aber das Hallengrillen kann nicht das Ende der Aufräumarbeiten sein. Ich muss danach weitermachen, denn so ein wenig Struktur sollte schon wieder einziehen in der Werkstatthölle, bevor ich etwas Neues anfange.

Share:
Posted in Werkstatthölle

Pimp my Schweißgerät Part 2: Umbau auf Euro Zentraladapter

Nach 28 Jahren ohne Gnade war es Zeit, meinem Einhell SGA 175 Turbo ein neues Schlauchpaket mit Brenner zu gönnen. Wie inzwischen bekannt sein sollte – ich mag dieses Gerät und damit wurden alle meine Umbauten geschweißt, auch wenn man damit angeblich nicht vernünftig schweißen kann. Der Drahtvorschub hakte inzwischen, was vermutlich an dem total heruntergerittenen Schlauchpaket lag.

Schlauchpakete mit Brenner gibt es meist mit EU-Anschluss. Das macht das Wechseln leichter. Eigentlich ist das Schweißgerät nicht dafür gemacht, da einen Euro Zentralanschluss dranzupflanzen, aber es gibt Adapter zu kaufen. Leider fand ich im Netz kein Tutorial, keine Anleitung für den Umbau. Also Augen zu und durch. Sehen wir uns einmal die Ausgangssituation an. Das ist der Drahtvorschub vom Baumarkt Schweißgerät.

Das ist die Seite des Schweißgeräts, bei der eine zu öffnende Klappe ist, um den Draht zu wechseln, die andere Seite mit der Technik ist verschraubt. Noch einmal der Drahtvorschub im Detail:

Schraubt man den Plastikdeckel ab, sieht man, wo die Power an das Schlauchpaket geht. Klar, dass das ein mächtiges Kabel sein muss.

So sieht der Zentraladapter aus, den ich besorgt habe. Kostete ca. 17 Euro bei eBay. Und das ist kein spezieller Umbausatz für Einhell, Güde etc., sondern ein Universalteil, zu dem noch eine Plastikhülse gehört.

Also machen wir erst einmal die mechanische Lösung. Das alte, fest installierte Schlauchpaket abgebaut und das neue durchgesteckt.

Auf dem Bild habe ich die verchromte Röhre in der Mitte für den Draht schon herausgenommen. Die war mit einer Madenschraube befestigt. Man sieht: Die Messingröhre war zu lang. Also angezeichnet eingekürzt. Ebenso habe ich die Röhre eingekürzt und zwar alles so, dass das Rohr zum Drahtvorschub fluchtete.

Dann die Plastikführung von außen verschraubt. Die Ausbuchtung zeigt nicht nach unten, aber das ist mir egal, denn ich wollte, dass alle drei Schrauben auf der Seite der Drahtrolle verschraubt werden können. Auf der anderen Seite ist wenig Platz und ich wollte das mit metrischen Schrauben verschrauben.

Der Anus Schriftzug ist übrigens ein gekürzter Ford Taunus Schriftzug – ich konnte mal wieder nicht anders. Und es gibt ja immer noch Leute, die meinen, das Schweißgerät wäre eh für den Arsch.

Dann ging es an die anderen Anschlüsse. Dazu musste die andere Seite auf und der Schlauch an das Magnetventil für das Schutzgas.

Etwas Kopfzerbrechen machten mir die zwei Kabel. Denn beim Einhell war da nur ein Kabel – wohin mit dem zweiten? Es gab eigentlich nur zwei Möglichkeiten, wenn man logisch darüber nachdenkt: Entweder sind beim Zentralanschluss Gasventil und Drahtvorschub getrennt geschaltet, oder das Einhell verbindet den Kontakt mit dem dicken Kabel.

Also testete ich die erste Option – je eines der Kabel an den Stecker des Schweißgeräts verbinden und dann testen. Reaktion: Null. Also musste es das zweite sein. Der Test war erfolgreich. Doch wo anschließen? Ich wählte die Option auf der verborgenen Seite, wo das Kabel an der anderen Seite verschraubt ist.

Alles sauber verbaut.

Als Schlauchpaket habe ich mich übrigens für ein 4m langes Schlauchpaket mit MB 15  Brenner. 1m länger, als mein bisheriges Paket. Schafft mehr Flexibilität. Anstecken, verschrauben und gut.

Der Brenner ist eigentlich auch für den Hobbybedarf, aber etwas hochwertiger, als das bisherige System. Und es hat den Vorteil, dass die Verschleißteile (Gas- und Stromdüsen, Düsenstock) identisch sind und überall zu haben sind. Der alte hat ausgedient.

Ein kurzer Test: Schweißt gut, man merkt den Unterschied. Der Draht kommt wieder gleichmäßig. Das Massekabel habe ich erst einmal beibehalten, aber die Masseklemme hatte es hinter sich.

Da kam eine neue dran.

Wie man auf einem der vorherigen Bilder sehen kann, kam noch ein altes Wohnwagenschild an die Seite, das ich mal irgendwo abgeknibbelt hatte.

Warum? Ich hatte da Bock zu. Und es ist eh in keinem guten Zustand, aber auf das Gerät passt es vom Zustand.

Ich denke mal, jetzt ist das Schweißgerät für die nächsten Jahre gewappnet. Wenn es 28 Jahre gehalten hat – wieso nicht länger?

Share:
Posted in Werkstatthölle

Pimp my Schweißgerät Part 1

Welches Schweißgerät man benutzt, ist fast schon eine Religionsfrage. Ich bin kein Profischweißer, aber ich bekomme haltende Verbindungen hin und ich arbeite mit einem verfickten Baumarktgerät. So ein Ding, das nur von 12 Uhr bis mittags hält. Meines hält seitdem ich es gekauft habe – und das war 1991. Aber es braucht dann doch mal Liebe. So hat es etwas „gehinkt“.

Kommt daher, dass ich mal durch eine heruntergefallene Schweißperle einen Lappen angezündet habe und das nicht sofort gemerkt habe. Das Rad ist weggeschmolzen, das Gerät hat es damals überlebt. Ein billiges Rad, das zufällig einigermaßen die gleiche Höhe hatte, löste das Problem.

Im Gehäuse fehlten inzwischen sechs Blechschrauben, die ich in den lächerlichen 28 Jahre Nutzung irgendwie verloren habe. Ein bisserl Schwund ist eben immer. Die zu ersetzen war einfach. Genauso, wie es einfach gewesen wäre, wieder irgendeinen Griff dranzuschrauben, weil die Plastikhalterungen des Griffs nach so kurzer Zeit weggebrochen war. Aber ich dachte mir – so ein wenig Stil muss sein. Schließlich bin ich ein Spielkind. Da stand noch der kaputte Motor aus dem Prolo rum.

Ich wollt die Nockenwelle ausbauen. Dazu müsste ich das Blech an der Stirnseite abbauen, aber weil ich eh nur ein kürzeres Stück brauchte, habe ich das direkt am Zylinderkopf abgeflext.

Zwei Halter drangebraten und fest verschraubt.

Mehr Optik muss nicht sein. Tut seinen Zweck. Technisch bekommt es auch noch ein Update. Da warte ich auf eine Teilelieferung. Demnächst also mehr in diesem Kino.

Share:
Posted in Werkstatthölle

Test: BGS technic Kotflügel Bördelgerät

(Beitrag enthält „bezahlte“ Werbung, ich durfte das Gerät nach dem Test behalten)

Ich hatte immer noch das Problem, dass auf der Fahrerseite des Titan der Radlauf bei Vollbeladung am Reifen schliff. Eine gute Gelegenheit ein Werkzeug zu testen: Das Kotflügel Bördelgerät von BGS technic. Die Firma war so nett, mir eines dieser Werkzeuge für einen Test zur Verfügung zu stellen.

Das Gerät kommt demontiert sauber verpackt in einer Styroporverpackung.

Die Montage ist kinderleicht, man braucht lediglich einen 17er Schlüssel für eine Mutter, für den Rest braucht man kein Werkzeug. Es ist jetzt kein High-End Gerät, aber es macht einen sehr stabilen Eindruck. Und ganz ehrlich – mehr braucht man nicht.

Es ist geeignet für Autos mit 4 oder 5 Lochkreis von 95 bis 120 mm. Das deckt die meisten gängigen PKW ab. Doch wie arbeitet man jetzt damit. Zunächst muss man das Auto aufbocken und das Rad abnehmen, dann wird das Gerät mit den Radschrauben festgeschraubt. Fünf Unterlegscheiben mit Konus liegen bei.

Dann wird das Gerät auf Spannung gesetzt, die Walze ausgerichtet parallel zum Radlauf. Ich empfehle vorher die Kanten mit dem Hammer umzulegen, denn sonst drückt man auf die Kante. das ist a) dumm für die Auflageflüche, b) hat der Radlauf mehr Steifigkeit und c) würde man die Gummiwalze ziemlich schnell abrocken.

Auch empfiehlt es sich, den Lack vorher mit einem Heißluftföhn zu wärmen, dass er nicht platzt. Dann setzt man das Ganze unter Spannung. Immer in kleinen Schritten. Nicht zu viel auf einmal, dann geht es schwerer und der Lack ist auch in Gefahr.

Am Obersten Punkt ist die Spannung an geringsten, dann ist Kraft angesagt. Die Rolle immer wieder auch beide Seiten rollen, nachspannen und wieder mehrmals rollen. So drückt man nach und nach den Radlauf nach außen.

Sieht man jetzt auf dem Bild schlecht, aber der Radlauf ist nach außen gewandert.

Die Verletzungen des Lacks kamen vom Hammer, nicht von der Walze. Ich habe bei mir noch die Heckschürze bearbeitet für mehr Platz.

Wenn’s nicht reicht, werde ich nochmal drangehen. So lange, bis auch in der extremsten Situation nichts mehr schleift.

Das Gerät tut genau das, was es soll. Hatten mir schon andere bestätigt, die sich das Bördelgerät gekauft hatten unter dem Motto „für zwei Radläufe wird es schon halten“ – und bis heute im Einsatz haben.

Die Walze hat das Ganze schadlos überstanden. Das sah ich noch als kritischen Punkt. Das Dunkle ist Fett, mit dem ich den Radlauf konserviert habe.

Aus Erfahrung kann ich sagen, dass es an vorderen Kotflügeln deutlich einfacher geht. Hinten hat man eben auch noch den Innenradlauf. Aber es geht.

Das Gerät gibt es online bei diversen Händlern zu kaufen und kostet ca. 90-100 Euro.

Share: