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Männerspielzeug

Ich arbeite seit 1990 mit einem Baumarktkompressor, bei dem wohl jetzt das Rückschlagventil hin ist. Ein Problem, das ich schon lange vor mir herschiebe. Dann kam ein Anruf von Michael, er stehe gerade in der Werkstatt in der ein gemeinsamer Bekannter arbeitet, die wollen ihren alten Kompressor entsorgen. Kopfdichtung durch, was in dem Fall eine selbst fabrizierte Papierdichtung ist, die ein paar Jahre gehalten habe, ansonsten ok. Könne ich für umme haben. Da sagt man mal zu.

Die Abholung zog sich, weil umständlich. Das Ding passt natürlich nicht in den Kofferraum. Bedeutet, ich brauchte einen Hänger. Auch den bekam ich von Michael, also fuhr ich da heute hin. Wir haben zu viert gebuckelt, um den Kompressor in den Hänger zu wuchten. Leicht ist der nicht. Schon ein Mörderteil gegenüber meinen.

Kompressor

Und wie bekomme ich den jetzt wieder ohne Helfer vom Hänger? Verdammich. Ich machte mir während der Fahrt Gedanken. Ursprünglicher Plan war mit 2 Spanngurten und Motorkran. Aber je länger ich darüber nachdachte…

Die oberen Spriegelstangen entfernte ich, da ging er nur schräg dran vorbei, Heckklappe ab und dann einfach abgehängt und den Hänger nach unten gekippt. Anfangs hatte ich den Kompressor noch mit einem Spanngurt gesichert. Und dann langsam nach unten gezogen auf das erste Rollbrett, das ich bei meiner Rückenwindtour geborgen hatte.

Kompressor

Weiter gezogen und das zweite Rollbrett drunter. Rein zufällig passten die super von der Breite. Und siehe da, ohne großen Kraftaufwand und Umstände war der Kompressor runter von dem Hänger.

Kompressor

Mit den Rollbrettern konnte ich ihn einfach in die Ecke schieben.

Ausprobieren konnte ich ihn nicht, denn der braucht Drehstrom und es ist kein Stecker dran. Das war jetzt auch nicht so wichtig. Wichtig war erst einmal den zu sichern, eh er doch noch verschrottet wird.

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Hallengrillen Zwanzigsiebzehn – es war wie immer ein Fest!

Am Samstag war es weder so weit: Hallengrillen. Quasi mein alljährlicher Tag der offenen Tür in der Werkstatthölle.

Hallengrillen

Wie die letzten Jahren kein Massenauflauf von Besuchern , aber trotzdem wieder ein Wiedersehen mit Freunden, aber auch ein Kennenlernen von neuen Leuten, ein Treffpunkt mit meinen Nachbarn.

Ich hatte schon am Nachmittag die Werkstatthölle offen und diesmal war ausnahmsweise der Andrang tagsüber nicht sehr groß. Letztendlich waren wir erst einmal zu viert was nicht schlimm war. Zusammen mit Ronny steckte ich die Simson einmal grob zusammen.

Ronny

Wir hatten da einfach mal Spaß uns auszutoben und Ronny hat Simson Erfahrung, da geht das deutlich schneller. Über diese Aktion werde ich demnächst einmal gesondert berichten.

Gegen Abend, als der Grill langsam anging, kamen auch die Gäste.

Hallengrillen

Es wurden diverse Teile ausgetauscht, mich erreichte ein Reservemotor für den Pirat gegen Bierspende.

Motor

Escortteile, die ich nach dem Umbau nicht mehr benötige, gingen gegen Bier wieder weg. Das war die Hauptbierversorgung 😉

Der Grill brannte bis spät in die Nacht. Ich habe mehrmals Kohle nachlegen müssen.

Hallengrillen

Manche kamen auf ein Steak, andere bleiben über Nacht. Als sich die letzte Runde auflöste, wurde es bereits wieder hell draußen.

Für die Übernachtungsgäste gab es am Sonntagmorgen noch einen Kaffee, noch ein wenig auschillen und, was ich immer besonders angenehm empfinde, alle packten noch kurz mit an, um ganz grob aufzuräumen, bevor sie den Heimweg antraten. Die Vorhölle ist ja auch die Garage meiner Vermieterin und ich habe die Werkstatthölle erst verlassen, als sichergestellt war, dass sie sie wieder nutzen kann.

Ein absolut runde Geschichte, ich denke, alle Anwesenden hatten Spaß – ich hatte ihn auch. Also die besten Voraussetzungen, dass es auch im kommenden Jahr ein Hallengrillen geben wird…

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Abgelenkt

Gestern ging es weiter mit den Vorbereitungen fürs Hallengrillen, als vor der Halle ein V8 bollerte.

Chevy Silverado

Ein Blogleser hatte sich auf seiner Europatour angemeldet auf eine Stippvisite. Er ist ein komplettes Jahr mit seiner Partnerin quer durch Europa unterwegs und ziemlich am Anfang ihrer Tour hatten sie meine Werkstatthölle auf dem Plan.Spannende Geschichte und hat so ne kleine Verwandtschaft zu meiner jährlichen Rückenwind Tour. Wobei ich ja „nur“ 2 Wochen unterwegs bin, die beiden gleich ein komplettes Jahr.

Eigentlich hatte ich ja keine Zeit, aber es war ok für einen kleinen Schwatz.

Besuch

Einen deutlichen Vorteil hatte es, dass sie in der Vorbereitungsphase vorbei gekommen sind. Ich habe zwei Schuldige, wenn am Samstag nicht alles perfekt ist 😉

Es wird gegrillt. Da braucht man – ja, richtig: Einen Grill! Also holen wir den wieder aus dem feuchten Gewölbekeller. Und wie zu erwarten: Er war wie jedes Jahr wieder an einer anderen Stelle durchgerostet.

Grill

Zeit, endlich mal wieder Nägeln mit Köpfen zu machen und dem Grill einen kompletten neuen Boden zu gönnen. Ich hatte gerade Blech da. das ich gekantet habe.

Grill

Und so habe ich den Grill komplett ausgekleidet.

Grill

Ist auch ein Sicherheitsfaktor. So kann keine Glut unten rausfallen und evtl. einen Brand verursachen.Apropos Sicherheit: Ich habe den Grill dann erst einmal eingebrannt, nicht dass da irgendwas gesundheitsschädliches dran ist, das ausgasen könnte.

Grill

Die Glut richtig schön glühen gelassen und auch darauf geachtet, dass wirklich an jeder Ecke Glut lag.

Wir werden übrigens dieses Jahr ohne Bremsenreiniger den Grill anzünden. Ist ja zugegebenermaßen eine gefährliche Sache und es kommen Nachbarskinder. Das ist einfach ein scheiß Vorbild.

Nebenbei wurde auch die Vorhölle einigermaßen sauber und ordentlich. Also Ordnung sieht anders aus, aber man kann sich bewegen und man kann den EuroHotRod wieder erkennen.

Vorhölle

Besteck und Pappteller sind schon da, auch die Kaffeemaschine und alles was dazugehört. gut Kaffee fehlt, aber der ist noch schnell besorgt, notfalls am Samstag. Auch der Sanitärbereich ist inzwischen in einem Zustand, dass ihn auch Frauen benutzen würden 😉

Werkstatttoilette

Aber es ist noch kein Werkzeug sortiert, manche Sachen könnten noch mal wieder anständig verstaut werden,… Aber ich hab ja noch einen Abend zur Vorbereitung.

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Das hebt sich wohl ungefähr auf…

Der Kofferraum voll Schrott, also ging es gestern zum Schrottplatz.

Schrottplatz

Normalerweise stopfe ich allen anfallenden Schrott in die Schlachter, die meine Werkstatthölle verlassen. Nur steht derzeit keine Schlachtung an und die Schrottonne quoll über. Bei den Mengen, die ich hatte, lohnt sich das finanziell nicht wirklich. Ich hatte 80kg Mischschrott, das Kilo bringt beim derzeitigen Schrottpreis 12 Cent, bedeutet also 9,60 Euro Erlös. Aber ich habe mit so einem Betrag gerechnet.

Und mein Kofferraum ist inzwischen schon wieder voll. Die nächste Fuhre, die ich wegbringen werde, ist Restmüll. Auch da ist viel zusammengekommen.

Müllsäcke

Das fahre ich zur Mülldeponie. Die Entsorgung kostet, da wird das Geld vom Schrott nicht reichen, aber ungefähr wird sich das aufheben.

Natürlich habe ich wieder in der Werkstatt geräumt, gekehrt. Es nimmt kein Ende. Ich habe definitiv zu spät angefangen, um das zu erreichen, was ich alles bis Samstag schaffen wollte. Aber wer erwartet von mir schon ernsthaft eine aufgeräumte Werkstatthölle? Aber ich bleibe jetzt am Ball. Bewegen und gut feiern werden wir am Samstag auf jeden Fall können. Das könnte man prinzipiell schon jetzt…

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Beginnen wir einmal mit dem Tabula Rasa…

Spötter sagen ja, ich mache mein Hallengrillen eigentlich nur, um einen Anlass zu haben, meine Werkstatthölle einmal richtig aufzuräumen. Und was soll ich sagen? Sie haben Recht. Samstag ist Termin, nun heißt es Gas geben. Gestriges Hauptziel: Schrott zusammensuchen, um es heute zum Schrotthändler zu schaffen. Meine Schrottonne quoll über und auch im Gewölbekeller wartete einiges.

Schrott

Ist gut voll geworden der Kofferraum. Mir geht’s aber nicht um den Erlös des Metalls, ich will das einfach nur weg haben. Unter anderem flog die alte Heckklappe weg. Natürlich nicht, ohne dass ich da die Schilder abgemacht habe. Die Klappe aufzuheben zum Verkauf lohnte nicht, unter der Dichtung war an den Ecken der Scheibenrahmen durchgefault.

Schriftzug

Wohin damit, dass ich keinen Buchstaben verliere? Am besten doch gleich auf den Titan wieder draufkleben – mit Karosseriedichtmasse.

Schriftzug

Und da ich die Dichtmasse schon offen hatte, habe ich gleich die Schweißnähte im Innenraum abgedichtet.

Abdichten

Auch habe ich das angesetzte Türblatt noch von innen angeklebt.

Türunterkante

Dann hieß es kehren, heraussuchen, ob da noch was Wichtiges am Boden liegt, kehren, kehren, kehren. Und siehe da: Unter all dem Schmodder, der sich da am Boden gesammelt hatte, ist ein Betonboden!

Werkstatthölle

Das waren jetzt schon einmal 3 gefüllte große blaue Müllsäcke. Es werden noch mehr folgen, weil bei der Aktion auch einiges anderes Unnützes in die Tonne fliegt.

Werkstatthölle

Durch bin ich aber noch lange nicht. Und all das zusammengesammelte muss ja auch noch sortiert werden, di Toilette mal anständig durchgeputzt, etc.

Ich hab mir zum Putzen noch eine Arbeitserleichterung geschaffen. Ich hatte immer das Problem, dass ich an meinem Miniwaschbecken nicht vernünftig einen Eimer füllen konnte. Aber es gibt von Gardena einen Adapter für Indoor Wasserhähne zum Anschluss von einem Gartenschlauch.

Schlauchadapter

Selbst dafür ist mein Miniwaschbecken eigentlich nicht tief genug. Der Schlauch knickt, aber es geht. Der Adapter ist schnell an- und abgesteckt. Man muss nur das orangene Teil verschieben. So ist ein Eimer ratz fatz gefüllt. Braucht man ja nicht nur zum Putzen. Auch wenn ich einmal Kühlerwasser etc. brauche, habe ich so einen schnellen Zugriff auf Wasser ohne einen extra Wasserhahn anbauen zu müssen.

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Man wird sich ja mal wundern dürfen…

Es gibt so Momente, da steht man im Baumarkt und denkt sich: What the Fuck!

Da die Geschichte am Rande mit der Werkstatthölle zu tun hat, will ich sie hier einmal loswerden. Ich habe in der Werkstatthölle einen neuen Spülkasten montiert. Es gibt die verschiedensten Varianten von Spülkästen. Basic bis mundgeblasen und in Form gefurzt. Sicherlich gibt es irgendwo auf der Welt einen Einhorn Spülkasten der Glitzer dem Spülwasser hinzufügt. Was brauche ich? Einen Spülkasten der Wasser in ein Rohr verabschiedet. Basic. Grundausstattung. Wie es aussieht? Maximal, aber wirklich maximal ein Gestaltungsanlass. Welchen Spülkasten kaufe ich also: Das Grundmodell. Das tut’s. Preis: mit Centbeträge zurechtgemogelt knapp unter 20 Euro. Also Exakt 20 Euro und eine kupferfarbene Münze wandert ins Sammelglas.

Es waren schon einige dieser Kästen in der Werkstatttoilette gehangen. Löcher waren also schon in der Wand. Die bestimmen die Höhe. Hat bisher immer gepasst. Bisher. Als der letzte aufgegeben hatte, weil Dreck die Mechanik verstopfte, hatte ich temporär einen Druckspüler montiert. Das alte Zeug? Entsorgt. Ist je eh immer alles dabei im Set. Einzeln gibt es das eh nicht.

Montieren ließ es sich, aber es wurde nicht 100% dicht. Immer beim Spülen liefen Tropfen am Fallrohr herunter.

Fallrohr

Warum? Nun, das Rohr ist zu kurz bei diesem Kasten. Da haben die doch tatsächlich 1 Cent gespart durch ein kürzeres Rohr, das früher dabei war. Den Cent hätte ich gegeben, der liegt eh nur im Sammelglas.

Ich wollte den Kasten nicht tiefer setzen, was die einfachste Art gewesen wäre, um das Problem zu lösen. Das mit dem Putz an der Wand ist so eine Sache in der Werkstatthölle. Ob ein Dübel hält – das ist nicht immer gesagt. Da war Sand im Angebot, als das verputzt wurde. Also ein längeres Rohr holen. Wenn der komplette Kasten mit Armatur, Kasten Rohr, Schalter mit Schwimmer und was da noch alles in dem Wunderpack mit unzureichender Anleitung dabei ist 19,99 Euro kostet, was kann da schon ein lumpiges gebogenes Plastikohr im identischen Baumarkt kosten? Ich erzähle es Euch: 11,99 Euro in der günstigsten Variante. WTF!

Man überlegt sich in diesem Moment: Was würde wohl herauskommen, wenn man günstige Spülkästen kauft und die Einzelteile einzeln weiterverkauft. Todsichere Weg zum Millionär offensichtlich 😉

Ich war schon wieder auf dem Weg aus dem Baumarkt ohne Rohr in der festen Absicht den Kasten jetzt doch niedriger anzuschrauben. Einfach aus Prinzip, weil ich es nicht einsehe für so ein lumpiges Rohr so viel Geld auszugeben, wenn ich es nicht zwingend brauche. Wäre ja quasi ein Luxuseinkauf. Auf dem Weg nach draußen kam ich an normalen HD Rohren mit Dichtung vorbei. Eigentlich ja aufwändiger zu produzieren, weil da zusätzlich noch eine Dichtung reingefuddelt werden muss. So ein Rohr kostet überschaubare 85 Cent. Lösen wir das Problem eben pragmatisch.

Fallrohr

Siehe da, es ist dicht! Dass das Rohr nun grau ist, ist mir bei einer Werkstatttoilette so egal, wie wer „Deutschland sucht den Superstar“ gewonnen hat. Und wenn ich mal Langeweile habe, ist es ein Gestaltungsanlass….

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Wasser marsch!

Ich war gestern nur kurz in der Werkstatthölle. Einerseits wollte ich das FFCC Schild freischleifen.

FFCC

Finde das schon recht geil. Das muss jetzt irgendwo an den Titan.

Aber der wirkliche Anlass war, dass ich die Wasserversorgung in Ordnung bringen wollte. Da war ja der Anschluss an dem Hauswasserwerk defekt gewesen. Ein Gestaltungsanlass, das wieder etwas perfekter zu machen. Der Anschluss ging nach oben und oben war kaum Platz. Also habe ich einen 90° Winkel angesetzt.

Anschluss

Ich habe die letzten Jahre gute Erfahrungen mit meinem Wasserfilter gemacht, den ich der Toilettenspülung vorgeschaltet habe. Mein Wasser kommt ja aus einem Kessel, den ich ca. 3x im Jahr mit einem Gartenschlauch aus dem Garten meiner Vermieterin fülle. Und so 100% sauber ist das eben nicht. So habe ich mehrere Spülkästen ruiniert. Ich hatte einen Druckspüler, der eigentlich noch empfindlicher gegen Dreck ist, eingesetzt und dank Filter hat der lange gelebt und funktionierte bis zum Schluss. Also funktioniert der Filter gut. Und ein Spülkasten ist besser als ein Druckspüler. Also habe ich wieder einen Spülkasten aufgehängt.

Spülkasten

Der Filter bleibt natürlich im System, musste aber die Position wechseln.

Filter

Irgendwann sollte ich einen neuen Filtereinsatz einsetzen – nur weiß ich ehrlich momentan nicht, wo man den nachkaufen kann…

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Einladung zum Hallengrillen Zwanzigsiebzehn

Hallengrillen

Ich wurde jetzt schon öfters gefragt, wann dieses Jahr das traditionelle Hallengrillen stattfindet. Deshalb habe ich jetzt endlich den Termin festgelegt:

Samstag, 10. Juni 2017

Bedeutet: An dem Termin sperre ich nachmittags meine Werkstatthölle auf, ab 18 Uhr wird der Grill angefeuert, wer da ist ist da. Mal vorbeikommen auf ne Wurst, nachmittags kommen, in ner Ecke pennen und am nächsten Morgen noch gemeinsam frühstücken – alles möglich. Ich stelle den Grill, Besteck, eine Kaffeemaschine wird sich auch finden – alles andere selber mitbringen.

Die Werkstathölle ist in der Nähe von Mainz – Adresse bekommen ernsthafte Interessenten per eMail. Kommentiert mit einer gültigen Mailadresse, wenn Ihr interessiert seid. Kommen kann jeder Blogleser, nen Kumpel oder den Partner mitbringen kein Problem. Hunde und Kinder stören mich auch nicht, denkt aber dran: Das ist ne Werkstatt, da gibt es auch mal scharfe Kanten, giftige Flüssigkeiten etc. Und soooo sauber ist es auch nicht, wobei ich das Hallengrillen dazu nutze, mal wieder klar Schiff zu machen in der Werkstatthölle. Langsam nervt selbst mich das Chaos…

Also wer Lust hat – schaut vorbei! Es wird gegrillt, egal bei welchem Wetter und egal, wie viele auch kommen…

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Vorbereitungen für den TÜV

Mein Westfalia Bestattungsanhänger ist mal wieder fällig für den TÜV. Ist bei einem ungebremsten Anhänger jetzt nicht so das Drama. Trotzdem gab es dieses Jahr etwas zu tun. Der Hänger steht bei mir im Hinterhof und schon vor der Veterama war da ein Reflektor weggebrochen.

Westfalia Bestattungsanhänger

Vermutlich war es ein Nachbar mit seinem Fahrrad, da geht es eng zu. Gut, wegen so etwas will man nicht angehalten werden, also besorgte ich erst einmal billige Reflektoren bei eBay. Kostet nicht viel, aber es ärgert mich, dass da jemand etwas kaputt macht und nicht dazu steht.

Westfalia Bestattungsanhänger

Fand ich jetzt ehrlich gesagt nicht so hübsch, aber erst einmal TÜV gerecht.

Neben dem Reflektor war auch noch ein Rücklichtglas gebrochen. Da war ich beim Rangieren einmal angeeckt. Und die Gläser der Heckleuchten sind die ersten Opfer, weil sie abstehen. Die Leuchten ist Zubehör, die gibt es zuhauf, ABER: meistens haben sie kein Prüfzeichen. Die Redakteurin von Grip, die den Dreh auf der Techno Classica angeleiert hat, wollte, dass ich auf dem Teilemarkt auf der Messe etwas suche. Da fand ich das Glas ideal. Wie das immer so ist mit dem Fernsehen – zu dem Dreh kam es nicht. Die haben mal wieder nur Optionen ausgelotet. Aber so ein Rücklichtglas kann man ja auch ohne Kamera suchen und ich wurde fündig. Natürlich gab es kein einzelnes Glas, nur komplette Leuchten. Da ich die Dichtung unten drunter nicht brauchte konnte ich die Leuchte von 15,- Euro auf 12,- Euro runterhandeln.

Rückleuchte

Ebenfalls von der TC mitgebracht habe ich einen vierteiligen Reflektor, so wie er ursprünglich am Hänger war. Der Alex vom Fusselforum hatte mir den mitgebracht. Als ich den Reflektor ausgetauscht habe, staunte ich nicht schlecht: Auch der Ersatzreflektor war schon wieder gebrochen.

Reflektor

Langsam werde ich echt sauer. Der zweite Reflektor in diesem Jahr und wieder war es niemand. Was soll die Scheiße? Kein Respekt vor dem Eigentum anderer. Wenn man was versehentlich kaputt macht – dafür gibt es doch Haftpflichtversicherungen. Oder Jägermeisterflaschen oder Sixpacks, mit denen man das wieder gut machen kann…

Aber den Reflektor wollte ich ja glücklicherweise eh wechseln. Nun ist das wieder alles komplett und heile.

Westfalia Bestattungsanhänger

Ich sollte mir schnell die Plakette holen, eh wieder ein Reflektor kaputt ist 😉

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Test Metabo WE(V) 17-125 Quick – lohnt sich ein Profi Winkleschleifer?

Ich bin ehrlich: Ich hab jahrelang mit Low Budget Einhandwinkelschleifern gearbeitet. No Name Geräte, die absoluten Einsteigergeräte von Markenherstellern, meist mit niedrigen Wattzahlen. Und Hand aufs Herz: Irgendwie funktionieren die auch. Aber eben nur irgendwie. Halten meist gerade mal die Garantiezeit, ab in die Tonne, nächstes Gerät.

Nun habe ich bei Metabo ein Testgerät angefordert, um zu testen, ob da wirklich gravierende Unterschiede sind zu den billigen Konkurrenzprodukten. Geschickt haben sie gleich zwei Geräte: Einmal den WE 17-125 Quick und einen Metabo WEV 17-125 Quick.

Metabo Winkelschleifer

Was zunächst auffällt: Natürlich sind die Geräte größer und schwerer, als so ein Billiggerät, aber ich schätze die schlanke Form, denn die ist in kniffligen Ecken durchaus von Vorteil, zudem liegt sie gut in der Hand. Weiterhin fallen bei der näheren Begutachtung einige wirklich gut gelöste Details auf. Da ist zunächst das Schutzblech. Normalerweise ist da immer Werkzeug notwendig, um das Blech einzustellen. Hier hat die Metabo einen gefederten Hebel, der einrastet. Somit kann man das schnell ohne große Arbeitsunterbrechung umstellen.

Metabo Winkelschleifer

Ich habe die zwei Winkelschleifer jetzt schon etwas länger im Einsatz. Und ich muss sagen: Dieses Feature habe ich schon ein paar Mal zu schätzen gelernt an kniffeligen Stellen.

Beim nächsten Feature war ich skeptisch: Auch die Mutter zum Fixieren der Trennscheibe ist ohne Werkzeug zu bedienen. Metabo nennt das “M-Quick System“.

M-Quick System

Bedeutet: Maschine auf der Rückseite mit dem Knopf fixieren und dann lässt sich die Mutter ohne Werkzeug aufschrauben. Ich hatte schon richtig festgeochste Muttern, wo ich selbst mit Schlüssel gekämpft habe, die Mutter aufzubekommen. Aber bisher war es tatsächlich so: Die Mutter ging immer ohne Werkzeug wieder auf. Für mich ein entscheidender Vorteil. Denn wenn ich ehrlich bin: Was mache ich di meiste Zeit in meiner Schrauberwerkstatt? Werkzeug suchen, auch wenn ich mehrere Schlüssel für diese Muttern habe.

Noch ein deutlicher Unterschied zu den billigeren Alternativen auf dem Markt: Das Kabel. Was schreibt der KLE über das Kabel? Klar ist ein Kabel dran. Nicht so schnell. Das ist für mich durchaus ein Kriterium. Was bei mir oft verreckt in der Werkstatt, das sind bei meinem Chaos die Kabel von Elektrowerkzeugen, weshalb bei mir in der Ecke die abgeschnittenen Kabel von ausgemusterten Geräten. Ist ja schnell gewechselt. Problem dabei: Wenn man selbst an einem Gerät rumschraubt, dann ist es meist vorbei mit der Garantie.

Und auch beim Kabel merkt man den Unterschied zu billigen Geräten. Das Kabel ist deutlich dicker gummiummantelt, zudem auch länger, als bei all den Geräten, die ich zuvor hatte. Das werte ich durchaus als dicken Pluspunkt, auch wenn das für andere wahrscheinlich Pillepalle ist. Ich finde es gut, dass an dem Punkt nicht gespart wurde.

Doch wie ist es jetzt, mit so einem Winkelschleifer zu arbeiten? Gut, er macht erst einmal genau das, was er soll: Er bringt eine Scheibe zum Drehen. Und das mit Kraft. Bei dünnen Blech merkt man den Unterschied nicht gravierend, aber bei dickem Material merkt man das Drehmoment von 3,7 Nm. Das Drehmoment ist auch das, was einen guten Winkelschleifer ausmacht. Nicht die Wattzahl. Das hängt zwar bedingt zusammen, aber eigentlich sagt die Wattzahl nur an, wieviel Strom das Gerät verbraucht. Ein Winkelschleifer mit hoher Wattzahl, der den Strom aber einfach nur verschwendet macht ja auch keinen Sinn.

Ein weiterer Vorteil von der Leistung der Winkelschleifer. Auch bei längerem Arbeiten wird die Maschine nicht heiß. Das ist nicht nur unangenehm, wenn man sie kaum noch halten kann, das geht auch auf den Verschleiß und somit auf die Lebensdauer.

Positiv fällt auch der elektronische Sanftanlauf auf. Ich hatte schon Geräte, die beim Einschalten einem erst einmal die Hand verdreht haben, weil sie sofort auf volle Leistung gingen. Das passiert mit den Geräten nicht. Zudem haben Sie eine Sicherheitskupplung, die den Antrieb entkoppelt, wenn die Scheibe sich verklemmt. In die Situation bin ich bisher nicht gekommen, aber es ist beruhigend zu wissen, dass auch dieses Sicherheitsfeature on Board ist.

Mein Fazit

Die Metabo WE(V) 17-125 Quick ist für mich ein hochwertig verarbeitetes Gerät mit vielen sinnvollen Features, die die Sicherheit erhöhen und das Arbeiten erleichtern. Die 1.700W, die auch die Obergrenze bei 125mm Winkelschleifern bedeutet, sind keine Stromverschwendung, sie kann sie auch in echte Leistung umsetzen. Wer wie ich viele Blecharbeiten am KFZ durchführt, sollte ernsthaft darüber nachdenken, zu einem dieser Profigeräte zu greifen, auch wenn für einen Hobbyschrauber ca. 250,- Euro (Herstellerangabe – im Netz sicherlich auch günstiger) natürlich kein Pappenstiel sind. Ich habe die Geräte bisher „nur“ 2 Monate im Einsatz, aber ich bin mir sicher, an den Geräten noch sehr lange Freude zu haben.

Fragt sich noch, was der Unterschied zwischen den beiden getesteten Geräten ist. Beides sind 1700W Maschinen mit einem Unterschied – die eine ist regelbar.

Metabo Winkelschleifer

Das macht bei manchen Arbeiten Sinn, verwendet man die Geräte nur als Trennschleifer für Metall, kann man sich die Regelung auch sparen.

Was man auf dem Bild übrigens auch erkennt: Die Warnlampe, sollte die Maschine doch einmal zu heiß werden. Hatte ich schon geschrieben, dass diese Winkelschleifer wirklich durchdacht sind…

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