Da war nix mehr

Ich habe mich weiter nach vorne gearbeitet. Beim Einschweißen des Rahmenstücks hatte ich den Rest des Innenteils der Endspitze mit reingebraten. Aber das ging nicht bis zum Radkasten. Das vordere Stück und auch der untere Teil des Radkastens fehlten inzwischen komplett, das war alles weggefault.

Endspitze

Reparaturblech? Fehlanzeige. Aber mal ehrlich, der Schlachter, bei dem das noch gut wäre, wäre einfach kein Schlachter. Also selber dengeln. Ich hatte wirklich Zweifel, ob ich die zwei Knicke für den unteren Rand mit meiner Abkantvorrichtung hinbekomme. Aber es ging tatsächlich.

Abkantvorrichtung

Aber nach und nach bog ich mir ein entsprechendes Blech, zunächst für den unteren Teil.

Abkantbank

Das Blech war zunächst länger. Abschneiden kann man immer noch, wenn es zu kurz wird, dann fängt man die Arbeit von vorne an. Das zurechtgebogene Blech habe ich zunächst mit einem Punkt fixiert, um dann die Flucht auszurichten.

Endspitze

Dann verschweißen. Nach dem Ablängen des unteren Teils ging es mit dem Innenradlauf weiter. Auch hier ein Blech doppelt gebogen und dann gepunktet.

Endspitze

Da das Blech da rund geformt ist, musste ich das nach dem Fixieren am Objekt beidengeln. Sauber verschweißt, beigeschnitten und auch das Wasserablaufloch gebohrt, das da reingehört serienmäßig. Wäre doof, wenn sich da das Wasser drin sammeln würde.

Endspitze

Zum Anschluss gab es eine Farbdusche mit Brantho Korrux 3 in 1.

Endspitze

Das ist wieder richtig massiv. Ich bin zufrieden.

Um etwas Abwechslung in den Abend zu bringen, habe ich mich um den Kotflügel Fahrerseite gekümmert. Auf der Beifahrerseite hatte ich die untere Ecke zur Tür hin ja schon ersetzt. Auf der Fahrerseite war schon mal ein Loch und ich hatte es aus Faulheit – ja ich gebe das zu – einfach mit Karosseriedichtmasse zugeschmiert. Das war aber keine Dauerlösung. Der Rost kam wieder durch.

Kotflügelecke

Das ließ sich mit der bloßen Hand wegreißen. Ende Gelände, da ist nix mehr zu retten.

Kotflügelecke

Ich wusste, ich hab noch einen Kotflügel und zwar von der Schlachtung des Scheißhauses. Das war vor meinem Einzug in die Werkstatthölle. Klar, dass der GANZ hinten stand. Es war eine Kletterpartie aber ich konnte ihn irgendwie herausziehen. Wie man am Lack sieht, er kam an das Scheißhaus auch als gebrauchter Flügel.

Kotflügel Passat 32B

Bei dem Flügel war der Radlauf rostig, warum hebe ich sowas eigentlich auf?

Rost

Gut, ich weiß es jetzt. Die Ecke, die bei meinem Flügel komplett Matsch ist, war nicht top, aber brauchbar. Von außen war wirklich DICK Steinschlagschutz drauf, drunter sah es aber gut aus. An der nicht perfekten Prägung sieht man, dass es wahrscheinlich ein Kotflügel aus dem Zubehör war. Egal, ich brauch ja nur eine heile Ecke.

Kotflügelecke

Von innen war es natürlich rostig. Das habe ich so gut es ging herausgeschliffen.

Kotflügelecke

Das ist jetzt wirklich dick mit Brunox eingeweicht. Den Rost so weit, wie möglich einbremsen.

Kotflügelecke

Das braucht jetzt natürlich noch Lack etc. Aber das kann ich immer nebenbei, wenn ich an anderer Stelle Lackiere mitpinseln, dass das Reparaturteil fertig ist, wenn ich zum Einbau komme…

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4 thoughts on “Da war nix mehr

  1. Hach herrlich, da geht mir ja das Herz in der Hose auf (…oder wie sagt man das sonst so?)

    Endlich wird der arme Pirat mit neuen Blechen gekapert, auf dass er bald wieder Unheil und Verderben über deutsche Bundesstraßen und Autobahnen bringen möge!

    Auch ohne Rep.-Blech: Sieht doch schon gut aus und wird sogar mehr als eine zeitwertgerechte Reparatur diesmal..

  2. Die Bohrung für den Wasserablauf ist von unten gebohrt und hat einen Grat nach oben? Dann hast Du ja schon den Mindestpegel definiert. 😉

    Nimm nen Schälbohrer und erweitere die Bohrung etwas. Wenig Druck, dann wächst da auch kein Grat.

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