Großbaustelle Werkstatthölle

Gestern war Großkampftag in der Schrauberhölle. Ziel war es, wieder etwas Ordnung in den Sauhaufen zu bekommen. Gut, zu glauben, daß nach nur einem Tag Aufräumen alles ordentlich sein würde, wäre mehr als Naiv gewesen. Aber mal nen Anfangspunkt setzen und wieder was finden…

Glücklicherweise hatten einige Helfer zugesagt. Als erster kamen Thomas (Asgard) und Kai. Kai hatte Holzwerkzeug dabei. Das war das Team für das Projekt „Schwerlastregal“. Ich hatte einen Haufen mit Motoren und Getrieben, da war noch Platz nach oben. Aber bitte so, daß das auch hält. Holz hatte ich ja besorgt, auch hatte ich noch einen Restbalken von dem Zwischendeckenbau damals. Also erst einmal den Balken zersägt als Träger. Und die gesetzt.

Irgendwie hatte ich vergessen Schlagdübel zu besorgen. Baumarkt gibts in dem Ort meiner Schrauberhölle nich, aber einen Restpostenmarkt. Und Tatsache – es gab Schlagdübel. Und einige davon waren laut Kais Aussage sogar nicht überlagert 😉

Dann einen Rahmen rein mit auch richtig dickem Holz. Muß was abkönnen.

Da Kai und Thomas teilweise die Tragbalken der Zwischenebene mit einbezogen, mußten Sie an einer Stelle improvisieren – die Ebene folgt em Mauerverlauf der ehemaligen Kelterhalle und die ist alles, aber nicht gerade. Also gabs nen Stützfuß und der wurde auch noch aus 2 Teilen zusammengesetzt, weil kein Balkenstück über war, das alleine ausgereicht hatte.

Schön, daß die beiden daran gedacht haben, daß das Regal auch zu mir passen muß :.

Stockwerk 2 muß nicht ganz so viel aushalten, deshalb gabs einen nicht ganz so massiven Rahmen.

Schwerlastteil bekamenals Boden zurechtgesägte Teile der massiven Holztüren, die ich auf dem Sperrmüll geholt hatte, die obere Lage bekam Spanplatten aus der selben Quelle. Und so sieht das Regal jetzt im Einsatz aus – gute Arbeit Jungs!

Die 9 oder 10 Getriebe in der ersten Lage hält es offenbar spielend.

Ich weiß garnicht, in welcher Reihenfolge die anderen Helfer kamen. Team 2 waren Matthias (derMatze) und sein Bruder Christian. Sie hatten das Projekt „Stoßstangenmobile“.

Ich hatte Dachlatten besorgt, die die beiden zu Rahmen zusammenschraubten.

Dann haben sie mit dem selbst mitgebrachten Bohrhammer Löcher für die Haken in den massiven Sturz an der Decke gebohrt und die Rahmen an Seilen aufgehängt. Christian machte den Belastungstest – das hält!

Unten an der Leiter steht schon der nächste Helfer, der Markus (Diacobra). Das war unser Betriebselektriker. Er verkabelte an der Unterseite der Rahmen die Leuchtstofflampen.

Und so sieht das jetzt fertig aus:

Is schwer aufzunehmen wegen dem Licht der Lampen, aber da is richtig Material wieder aus dem Weg und zudem endlich mehr Licht in der Werkstatt – geile Sache.

Markus instllierte noch 2 Steckdosen an der Werkbank und auch im oberen Teilelager gabs ne neue Lampe. Das meinte also Goethe mit seinen berühmten letzten Worten „mehr Licht“ – kannte der meine Werkstatthölle?

Für einen halben Tag war Frank (Florian112) auch mit von der Partie. Mit ihm stapelte ich Teile vom Vorraum in das Hochlager um und er schaffte es, daß man da wieder durchkommt, ohne zu stolpern.

Wie schon geschrieben: Alles konnten wir nicht verräumen und sortieren, das Sortieren der Teile bleibt an mir hängen, aber das is ok – woher sollen die Jungs auch wissen, was was ist, bei den Mengen Teilen.
Es bleibt ein Stapel von Kisten, die sortiert werden müssen. Da muß ich weiter ran.

Als Highlight kam dann die Stricher Leiche in die Werkstatt, der Bock kommt als nächstes dran.

Der Jägervari, den wir aus Platzgründen auf der Straße geparkt hatten …

…bekam temporär den alten Platz der Stricher Leiche – der verläßt mich ja bald.

Was gibt es noch zu der Aktion zu sagen? Wir haben gefühlte 50 Müllsäcke gefüllt und ich weiß jetzt wieder, wie der Werkstattboden aussieht.

Grill aufgestellt und angefeuert. Einige, die eigentlich helfen wollten, kamen erst dann, was nicht so schlimm war. Das Team des Tages war genau richtig besetzt. Mehr Leute häten sich vermutlich sich gegenseitig in den Füßen rumgestnden. Auch ein paar andere Gäste kamen zum Grillen, manchen nur mal für ne Stunde und hinterliesen Kommentare, wie „Man kann ja durch die Halle gehen, ohne nach unten sehen zu müssen!“.

Keine Ahnung, warum ich keine Bilder vom Grillen gemacht habe, aber wir haben ne schöne Runde zusammenbekommen. Der Grill is super, auch wenn wir ihn schon gegen 19 Uhr angeworfen haben, wurden noch gegen 22 Uhr die letzten Grilladen durch. Wurde ein langer Abend und immerhin 3 Personen übernachteten dann noch. Matthias und Christian hatten ein Pensionszimmer, Markus pennte in seinem T3 Bus und ich – äh ja, in Ermangelung einer Matratze schob ich mir ein paar Rücksitzbankbrocken zusammen und schlief erstaunlich gut auf dem Werkstattboden. Irgendwo in der Nähe der Werkbank muß ne Digitaluhr, ein Wecker oder was auch immer irgendwann mal runtergefallen sein. Und der hat noch Batterien – der Weckalarm is auf 3 Uhr eingestellt – gefunden hab ich ihn nicht.

Heute Morgen dann noch ein gemeinschaftlicher Kaffe, die Tische vom Grillen verräumt und Matthias und Christian bekamen noch eine Führung durch die Tiefgarage, in der die ausgelagerten Fahrzeuge stehen.

An dieser Stelle ein großes Dankeschön an alle Helfer. Wir haben doch einiges geschafft an dem Einsatztag – war super, daß Ihr geholfen habt!


Nachtrag

Monsterbacke hat mir noch ein paar Bilder vom Grillen nachgeliefert, die ich Euch nicht vorenthalten wollte. Sind etwas später entstanden, da waren schon nicht mehr alle da…

Matze hat sich beschwert, daß er auf keine Bild zu erkenne is – da isser:

War keine Riesenrunde, aber trotzdem ein toller Abend. Ich denke die, die da waren, sind beim nächsten mal wieder dabei…

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14 thoughts on “Großbaustelle Werkstatthölle

  1. Schade, dass du deinen Schlafplatz nicht fotografiert hast. Sehr bequem sah das nicht aus.

    Ich habe noch ein paar Fots von der Großbaustelle, aber vom Grillen hab ich leider auch keine gemacht. Monsterbacke hatte aber einige Male die Kamera im Anschlag, vielleicht liefert der noch welche nach.

    In Mainz wäre ich eigentlich auch noch gerne mit, passte aber heute zeitlich nicht mehr. Die restlichen Karren bekomm ich dann hoffentlich ein anderes Mal zu sehen.

  2. …war nen lustiger Tag 🙂
    „daheim“ gab es zwar noch etwas Stress wegen der späten Heimkehr und mein Rücken bedankte sich auch.
    Trotzdem, amüsant auf der falschen Rheinseite 🙂

  3. jaja war scho lustich…hat wirklich spass gemacht 🙂
    war schon toll auch mal mit dir bzw monsterbacke in ruhe zu quatschen und unsere regale sollten schon was abkönnen 😉

    aber kein foto von mir..sehr enttäuschend 😀

  4. Hölle ist die Bezeichnung für die in vielen Religionen herrschende eschatologische Vorstellung von der jenseitigen Unterwelt als Ort oder Zustand der Qual und Aufenthaltsort der Dämonen, an den zur jeweiligen Religion Unbekehrte oder Übeltäter (zusammengefasst: die Bösen) nach ihrem Tode gelangen. Der Begriff ?Hölle? (ahd. hella, mhd. helle) leitet sich vom Namen des Totenreichs der germanischen Mythologie, Hel, ab

  5. Und jetzt der erste Tag am neuen Show-Projekt:
    Ein älterer Herr in Latzhose steht vor der Leiche und kratzt sich am Kopf,um die Gedanken zu wecken:
    Wo fange ich an,wie wird das enden……am Ende kommt die HU.

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