Der 32TDH ist ja fast fertig. Denkt man. Und dann kommen seit neuestem immer diese Rückschläge. Vor allem, wenn man denkt, daß es sich um Kleinigkeiten handelt. Erinnert Ihr Euch an den etwas siffenden Wasserstutzen am Zylinderkopp? Gestern vorm Schrauben ma schnell zu VW, Dichtung geholt, das mache ich nebenbei. Auto aufgebockt, Wasser abgelassen, Thermostat abgebaut - da muß ich ja auch noch ran - Thermostate getestet...

...und während das Wasser heiß wird, schraub ich ma schnell die neue Dichtung unter den Wasserflansch. DENKSTE.
Kleine Ratsche angesetzt und mit viel Gefühl machts *knack* und nach fest kommt ab. Schraube abgerissen. Ist ja jetzt nicht so, daß das an ner gut erreichbaren Stelle wäre - im Gegenteil.

Fluchen. Hoffentlich geht die andere Schraube raus. Ich suche den Kopf, ich suche den Kop - wo sitzt die Drecksschraube? Kann doch nicht sein, daß das nur mit einer Schraube fest war. Oder es könnte sein, daß... In mir kam eine böse Vermutung auf, mal am Wasserflansch gewackelt und schon hatte ich ihn in der Hand. Ja, die andere Schraube war schon vorab weggerissen und der Vorbesitzer hatte es einfach so gelassen! Das war auch der Grund, warum das an der Stelle leicht undicht war. Hoffentlich ist das kein Indiz darauf, wie der Motor sonst gewartet wurde. Das Loch im Flansch ist mit Dreck zu.

So bot sich diese Situation:

Normal schon schlimm genug, aber eben auch noch so beschissen zu erreichen. Was machen? Ich entschied mich, erst einmal ein Bier aufzumachen und ein wenig zu telefonieren, um den Frust loszuwerden. So teilten gestern Tony, Urs und Marcus mein Schicksal. Und ich stellte mich daraus ein, den Motor wieder auszubauen wegen dieser verfickten Scheiße.
Als ich wieder runtergekommen war, sagte ich mir, probieren wir mal, ob ich zum Muttern aufschweißen reinkomme. Eine Rohrzange aufsetzen war nicht. Kein Platz.
Ich weiß nicht, wie oft ich angesetzt habe, denn beim Einfädeln der Schweißpistrole löste ich immer wieder aus und mußte dann den Draht wieder abschneiden. Dann fiel die Mutter ins Motorraumnirvana... Irgendwann bekam ich die erste Mutter festgebraten an den Resten der neu abgerissenen Schraube. Schlüssel angesetzt und Tschacka! Die Schraube lies sich rausdrehen!

Jetzt war ich wieder im Aufwind. Wenn die rausgeht, dann geht auch die andere, obwohl die noch schlechter erreichbar ist. Diesmal flachere Muttern, weil der Stummel kürzer war. Gleich der erste hielt. Drehen, *knack*. Stummel abgerissen. Aber es steht noch ein wenig. Noch ne Mutter zum Halten gebracht. *Knack*

Liegt auf diesem Drecksmotor ein Fluch? Das kann doch nicht sein, so ein Dreckshurenmotor. Unsere Beziehung, also meine zu dem Motor, hat stark gelitten. Nun bleibt nur noch ausbohren, denn jetzt schaut nix mehr von der Schraube raus.

Nur Ausbohren im eingebauten Zustand des Motors? Wir erinnern uns - das sitzt da:

Ich traue mir das nicht zu. Aber Marcus meinte gestern am Telefon, ich soll ihm die Bilder in Originalgröße mailen, vielleicht fällt ihm noch ne Lösung ein. Darauf warte ich jetzt.
Ich hörte an dem Punkt gestern auf zu schrauben. Offensichtlich hatte ich ja Scheiße an den Händen.
Den neuen, gebrauchten Hazet Werkzeugwagen könnte ich einräumen, den mir eben jener Marcus (in Schrauberforen der BrauneBär) zum Freundschaftspreis abgetreten hatte.

Für mein gesamtes Werkzeug reicht der nicht, ich entschied mich dafür, den fürs Basiswerkzeug zu nutzen und meinen alten Wagen für das, was man seltener braucht.

Den alten werde ich davor wohl etwas pimpen müssen. Der ist ziemlich am Sack...
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