Fusselblog - KLEs Schrauberblog

 
Im Fusselblog schreibe ich über den Aufbau meiner Autos im Fusseltuning Stil. Zudem berichte ich über Veranstaltungen, Trends, etc. rund um Oldtimer, Youngtimer und Tuning.

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31.08.17

Permalink 09:07:00, von KLE E-Mail

Rückenwind 2017 Tag 10: Treuen

Ich habe Sachsen verlassen, nächste Station war Thüringen, um es genauer zu nehmen Treuen, wo mich Dodo empfing. Dodo hat eine Schwäche für alte Opel Astras. Das hier ist sein aktueller:

Astra

Aber wie das im Osten so ist, er hat natürlich auch diverse Simsons. So führte er mich in eine Garage, wo unter anderem diese Schwalbe stand.

Schwalbe

Ja, die ist so tief, ja, sie steht nicht auf dem Ständer und nein, sie ist ihm noch nicht tief genug. Ist wohl auch so ein Ost Ding ;-)

Nach kurzer Besichtigung der Garage ging es zu den Gemeinschaftshallen und was soll ich sagen: SO habe ich mir das vom Klischee her vorgestellt. Abgerockte Halle, Scheiben eingeschlagen, ehemalige LPG.

Davor diverse Autos, man könnte den eine oder anderen auch einfach Schrott nennen.

Die Halle mit den eingeschlagenen Scheiben - ich hab es irgendwie stellenweise nicht gerafft. Diverse Autos, teilweise in zwei Lagen gestapelt und dann so Aussagen, wie "so richtig weiß von einigen irgendwie keiner, wem die gehören". Offenbar haben zu viele den Schlüssel für die Halle.

In der Halle stand auch Dodos zweiter Astra, den er lange gefahren hat. Innen bis auf die Sitze fast vollkommen leer. Man erkennt, da gehört einer zur Ratten Scene.

Astra

Der soll auch wieder auf die Straße irgendwann. Macht wohl Laune, ist aber im Winter etwas kalt ohne Dämmung - und auch laut innendrin.

Dann ging die eigentliche Halle auf. Da stehen die aktuellen Projekte - bei dem Trabi in zweiter Lage steht eine Wette, ob er zu einem fixen Termin wieder läuft.

Ein Golf eines anderen Schraubers, der gerade nach einem Unfall wieder gerichtet wird.

Golf 2

Äh ja, schrieb ich schon Ratten Scene? Da stand wieder von einem anderen das Winterauto, Ein Polo 6N, der wohl auch diesen Winter wieder ran muss, um den Sommer Ascona C zu schonen.

Polo Ratte

Ein wenig weiter in die Halle geschaut und ich staunte nicht schlecht, was da diverse Leute abgestellt haben. Da standen beispielsweise einige Robur.

Robur

Robur

Und Traktoren - ohne Ende Traktoren.

Besonders interessant finde ich wieder ein Ost Phänomen: Eigenbau Traktoren, einer davon stand da auch rum.

Eigenbau Traktor

Das Schöne: Die haben teilweise Straßenzulassung. Und da tickert natürlich das Kopfkino, was man da so alles draus bauen könnte. Ich wollte ja schon immer einmal einen tiefergelegten Traktor. Aber der hier führt vielleicht 15 km/h - das wäre mir doch viel zu langsam.

Ach ja - LKWs. Da waren da auch so ein paar wenige herumgestanden.

Dazu noch unzählige Achsen, Motoren Anhänger, ....

Der pure Wahnsinn, was da an Material stand. So frei nach dem Motto: Haben ist besser als brauchen. Irgendjemand kennt sich da sicher aus, wem was gehört, Dodo blickte nicht immer durch. Das Schöne dort: Die Mieten für so ein Objekt sind eher lächerlich. Aber es ist eben thüringische Provinz und nicht Mainz City.

Hatten wir auf meiner Tour eigentlich schon einmal gegrillt? Ich kann mich nicht genau erinnern, diesen Abend haben wir auf jeden Fall. Ich kann ja 5 Wochen lang durchgrillen. Männer, Feuer und Fleisch - eine unschlagbare Kombination!

Beinahe hätte ich noch groß eingeladen. Vor dem Gebäude lag ein Schwerlastregal und keiner wusste, wem es gehört. Es einfach einzupacken war mir zu Joker. Am Ende gibt es Ärger. Und das war gut so, dass ich skeptisch war, letztendlich fand sich über diverse WhatsApp Anfragen der Eigentümer. Einerseits schade, andererseits auch wieder gut. Ein Schwerlastregal auf dem Dach bis nach Mainz, das hätte Mecker von der Rennleitung geben können...

30.08.17

Permalink 09:07:00, von KLE E-Mail

Rückenwind 2017 Tag 9: Rosenthal-Bielatal

Rosenthal-Bielatal? hatte ich vorab nie gehört. Ist auch irgendwo im Nirgendwo, fast an der Grenze zu Tschechien. Oder anders ausgedrückt: Einmal bekam ich eine SMS vom Netzwerkanbieter für das benachbarte Ausland. Eingeladen hatte Benjamin. Er fährt einen Opel Astra Caravan, LKW Zulassung, höher gelegt und optisch ein wenig ähnlich meinem Piraten.

Astra

Man könnte meinen abgekupfert, aber es gibt die Idee des Haifischmauls ja schon ewig und seine Variation basiert auf einem Buggy aus dem Film Mr. & Mrs. Smith.

Die Gegend ist sehr ländlich, aber auch sehr idyllisch gelegen in der sächsischen Schweiz. So richtig mit Dorfladen, den jeder Konsum nennt.

Konsum

Benjamin machte mit mir eine Rundfahrt durchs Dorf, wie aßen bei einem Bäcker ein Stück Erdbeertorte für 1,59 Euro und nur um einmal dieses beschauliche Leben da zu beschreiben: Während wir Kuchen aßen und ich ein Kippchen rauchte, kam kein anderer in die Bäckerei, in die man durch einen stinknormalen Hausflur gelangte. Da ist die Welt noch in Ordnung, wie man so nett sagt.

Wir kamen auch an einem inzwischen geschlossenem Lokal vorbei, vor dem absurderweise Dinos stehen. Ich meine, das Material ist Beton, dem Klang nach waren die Figuren innen hohl.

Binos

Benjamin erzählte mir auch Geschichten, die Städtern mehr als absurd vorkommen, wie dass Nachbarn nach dem Winter in die neu klaffenden Schlaglöcher auf der Straße auch schon einmal Blumen pflanzen, bis es provisorisch repariert wird,

Geschraubt wird in einer Art Gemeinschaft am Waldrand. Dort stehen eine Halle und mehrere Nebengebäude, in denen Fahrzeuge der unterschiedlichsten Art geschraubt werden. Es ist auch viel Ost"blech" dabei.

Trabant Kübel

Es ist eigentlich alles da: Hebebühne, Reifenmontiermaschine und Wuchtmaschine, Drehbank, etc.

Klar entstehen hier auch Eigenbauten, wie dieser Traktor.

Traktor

Dieses Monster hilft wohl beim Zerkleinern von Bäumen, alles selbst konstruiert.

DDR Anhänger mit zusätzlicher Achse:

Anhänger

Da ist schon so einiges unterwegs.

Trabant

Das Schöne: Die Gemeinschaft scheint zu funktionieren. Während ich da war, kamen 2 von der Gemeinschaft vorbei und fuhren auf die Hebebühne. Der eine schweißte mal schnell seinen Auspuff, der andere sah nach den Bremsen. Ein ständigen Kommen und Gehen. Einige blieben auf ein paar Bier und Schraubergeschichtenaustausch. Wir haben gegrillt, geklönt bis sich die Runde auflöste. Müssen ja die meisten heute wieder arbeiten und z.B. als Bäcker bedeutet das verdammt früh raus.

Wir (Benjamin, seine Freundin und ich) tranken noch einen Absacker bei ihnen in der Wohnung, bevor ich mich wieder zum Abschluss des Tages an den Blogbericht machte. Einen Tag treibe ich mich noch in den neuen Bundesländern herum, bevor es wieder in die gebrauchten geht, wo ich noch einen Schlenker fahren werde.

29.08.17

Permalink 09:07:00, von KLE E-Mail

Rückenwind 2017 Tag 8: Kreischa

Der Rückenwind trug mich gestern nach Kreischa bei Dresden zu Daniel. Als ich in den Hof einbog, sah ich schon, ich bin richtig. Da lachte mich das Heck von einem 1303 aus der Garage an.

1303

Daniel hatte den vor Jahren restauriert, nun soll er nach längerer Standzeit wieder auf die Gasse, er bereitet ihn gerade für die H-Abnahme vor. Einen Passat 32B konnte ich auch gleich ausmachen.

Passat 32b

Das ist ein 5zylinder Frontkratzer, den er im Alltag bewegt hat, bevor er diesen Mitsubishi L300 bekam.

L300

Auch schon fast wieder cool, vor allem für den Preis: Er bekam ihn von einem Rentner geschenkt. Und das Ding hat viele Extras etc. und ist auch ganz passabel beieinander. Er diente uns als Expeditionsfahrzeug in Daniels Autowelt. Er arbeitet in einem Oldtimerbetrieb, in den ich kurz reinschnuppern durfte. Da standen u.a. zwei Lotus 7 Derivate im Aufbau.

Daniel

Kurzer Test mit erwartungsgemäßem Ausgang: Auch kein Auto für Leute über 2m.

Ich bekomme meine Haxen gar nicht in den Fußraum zu den Pedalen.

Von fremden Autos zu den eigenen. Er hat da 2 Schuppen mit allerlei Altblech. Unter anderem einen Polo 86C in schön bemost.

Polo 86C

Da ist ein 3F Herz (75PS) unter der Haube und der Motor soll irgendwann in einen Polo 1, der da irgendwo unter Decken und darauf zwischengelagerten Teilen vergraben sein soll. Der Platz könnte die richtige Größe haben, vermutlich steht der da auch, sehen kann man ihn nicht. In Schuppen eins etwas zu sehen ist bauch echt schwer.

Scheune

Diverse Mopeds, 2 Framo Fahrerhäuser und andere Framoteile, irgendwo davor steht wohl ein Traktor. Teile und Fahrzeugtetris vom Feinsten. Im zweiten Schuppen kommt man wenigstens rein. Da steht der ausrangierte Polo 2F der Mutter, immerhin ein Sondermodell und mit überschaubaren Kilometern, der hat die Talsohle im Wert längst überschritten.

Polo

In diesem Schuppen hat Daniel mit Helfern den Käfer der Schwester restauriert, das fertige Fahrgestell steht da, das Häuschen beim Lackierer.

Käfer

Bei seiner Oma im Garten in einer Laube steht der Rest des Framos, zu dem die Häuschen gehören.

Frano

Also stapeln können die ;-)

Erneuter Ortswechsel nach Inhalieren einer Currywurst. Auf einem Gelände, das gerade umgebaut wird, steht einer der 32B Syncros von Daniel.

Syncro

Nicht perfekt, aber mit brauchbarer Substanz hat er den günstig geschossen bei einem, bei dem er Syncro Teile ersteigert hatte. Soll evtl. sein Winterauto werden - vorher natürlich gut konserviert.

Auf dem Gelände stand diverses Ostblech. Viele Wartburg, Barkas und Co.

Barkas

Aber auch richtig große Spielzeuge, wie dieser seltene Muldenkipper, der auf seine Restaurierung wartet.

Muldenkipper

Mir wurde es erklärt, aber wisst Ihr, was das für eine komische Felge auf einem IFA LKW ist?

Felge

In eine Halle dann Highlights, wie ein vollrestaurierter Barkas Abschlepper.

Barkla

Barkas Abschlepper

...und andere hübsch hergerichtete Karren.

Die Jungs dort waren gerade dabei einen Trabi zu strippen, um ihn schweißen zu können. Da sieht man mal, wie das ohne Beplankung aussieht.

Daniel

Rechts im Bild übrigens Daniel.

Daheim zeigte er mir noch andere Basteleien. Selbstgebaute Röhrenverstärker und Synthesizer und auch etwas Modellbau war dabei. Vielseitig der Junge.

Leider hatte der Metzger, bei dem wir auf der Heimfahrt das Grillfleisch für den Abend besorgen wollten, geschlossen, aber auch das etwas einfachere Grillfleisch mundete hervorragend zusammen mit Daniel und seiner Frau.

Wieder mal so eine Station mit vielen Facetten, wo ich mich wunderbar willkommen gefühlt habe. Heute geht es weiter nach Rosenthal-Bielatal, runter an die tschechische Grenze.

28.08.17

Permalink 09:07:00, von KLE E-Mail

Rückenwind 2017 Tag 7: Meißen

Tag 7 begann in Luckau. Nachdem ich im Leichenwagen wie ein Toter geschlafen hatte, wollte Dulles Freundin Franzi einmal eine Runde mit dem Passat fahren, bevor ich mich auf die Piste machte. Dann ging es auf nach Meißen zu Carsten.

Der ist jetzt nicht der Megahardcoreschrauber, aber er steht auf Fahrzeuge mit Stern. So zeigte er mir als erstes seinen Strich Acht, 280 Vergaser.

Mercedes /8

Der Benz ist wirklich noch ungeschweißt und trägt auch größtenteils noch Originallack. Er stammt auf Frankreich. Kurios: Der Erstbesitzer hat sein altes Autoradio in den Neuwagen einbauen lassen, für das es auch Belege gibt und das Radio kann nur Mittelwelle.

Mercedes /8

Carsten pendelt beruflich zwischen Meißen und München, aber man merkt ihm an, sein Herz schlägt für Meißen, wo er sich auch engagiert, teilweise auch mit satirisch angehauchten Aktionen. Also zeigte er mir sein Meißen, stilgerecht mit seinem Benz G Modell, aber einem ganz besonderen.

Mercedes GE 500

Das ist nicht irgendeine Mercedes G Klasse, sondern ein 500 GE V8. Eine kleine Sonderserie von 1993, von der nur 497 gebaut wurden, 300 davon für Deutschland. Das Besondere: Der aktuelle V8 von Mercedes damals passte nicht in den G, also nahmen sie kurzerhand Motoren aus dem nicht mehr aktuellen W126. Ganz klar ein Sammlerstück, aber eines, das genutzt wird und mit dem er beispielsweise auch schon in Russland war.

Meißen ist natürlich bekannt für die Porzellanmanufaktur. Aber es ist z.B. auch der Ort, an dem der Freistaat Sachsen ausgerufen wurde, hat die älteste freiwillige Feuerwehr Deutschland und irgendwie hatte ich das Gefühl, dass hier ALLES erfunden wurde ;-)

Aber es hat wirklich eine sehr schöne Altstadt, die nach der Wende auch schön saniert wurde bzw. teilweise noch wird.

Meißen

Klar sieht man hier auch Spuren der Porzellanmanufaktur. Die Frauenkirche hat ein Porzellan Glockenspiel.

Meißen

Die Burg ist eine Stadt in der Stadt mit vielen schönen Gebäuden,

Meißen

Noch nicht alles saniert, aber vieles.

Ich lasse mich bei der Tour auch gerne auf Experimente ein, so aß ich zu Mittag das erste Mal in meinem Leben Tote Oma - eine Art Grützwurstgericht. Weiter ging die Tour vorbei an einer Garage, in der das abgelegte Auto von Carstens Frau untergestellt ist: Ein 190er Mercedes.

Babybenz

Der wurde gegen einen W124 Kombi ersetzt, aber sie hängt an dem Wagen, also durfte er leiben. Er steht übrigens in einer Garagenanlage. Kuriosum, was ich so nicht kannte: Die Garage gehört zu einer Garagenanlage, wie sie typisch für die DDR damals war.

Garagenanlage

Die Garage hat er gekauft, aber das Grundstück, auf dem sie steht und die Zufahrt sind nur gepachtet. Nach der Wende stand dieses Modell der Eigentumsverteilung wohl unter Schutz, der so langsam ausläuft. Es kann also passieren, dass der Grundstückseigentümer die Pacht kündigt, die Garage könnte man dann behalten, dass die da nicht wegkommt ist eine andere Sache...

Wir waren dann noch bei einem Freund von Carsten, der auch mit außergewöhnlichen Fahrzeugen handelt und die 2 Benze besorgt hatte. Der reparierte gerade an seinem /8.

Strich 8

700 verschiedene Grüntöne, diverse Patina besonders am einen Kotflügel, aber ein echter 3l Diesel Automatik.

Strich 8

Ich fand den cool, auch wenn die Farbe furchtbar ist und die blaue Innenausstattung meiner Meinung nach null zur Außenfarbe passt.

Abend wurde gegrillt mit seiner Familie (Frau/Tochter), aber nicht standardmäßig Steaks und Würstchen, sondern Lachs, Maiskolben, Fleischspieße... Es waren auch 2 befreundete Pärchen da und die Gesprächsthemen gingen viel um Expeditionsfahrzeuge, Touren in den tiefsten Ostblock oder durch verlassene Wüsten. Nicht 100% mein Thema aber auch mal interessant.

Heute geht es weiter nach Kreischa. Den Ort habe ich noch nie gehört und ich will das gar nicht googeln, ich will es erleben. Mal sehen, was da auf mich wartet...

27.08.17

Permalink 09:07:00, von KLE E-Mail

Rückenwind 2017 Tag 6: Luckau

Am gestrigen Tag hatte ich erst einmal Zeit. Mein nächster Gastgeber war am Haus renovieren und wir hatten ausgemacht, dass ich etwas später komme. Gleichzeitig wollte mir Nils vom Vortag noch einen Schrottplatz zeigen, der nur Samstag offen hatte. Guter Plan dieser Platz.

Schrottplatz

Da hat sich ein Platz die Mühe gemacht nicht gleich alles zu Schreddern, sondern einige Dinge wieder zum Verkauf anzubieten. Coole Sache da drin zu kramen. Gut, einiges wird verkauft unter dem Motto: Ist selten, hat deshalb seinen Preis.

Schrottplatz

Aber es macht einfach Spaß in dem Ganzen zu wühlen, um Brauchbares zu finden.

Schrottplatz

Schrottplatz

Schrottplatz

Was würde ich da kramen, wenn ich da wohnen würde und dein Projekt am Laufen hätte. Aber wenn man nicht konkret weiß, was man demnäxt braucht, kauft man eben trotzdem... So wanderte ein wenig in meinen Kofferraum.

Beute

Nach dem Schrottplatz hatte ich Zeit. Einige Zeit. Also ließ ich mich mal wieder treiben, tuckerte gemütlich durch den Spreewald, sah mir die Gegend an, Irgendwo an einem Imbiss gab es chinesisches Essen, an einem Ausflugslokal einen Eisbecher. Ich wollte noch an einer Autoverwertung vorbei, aber die war zu und nach einem Kaffee und einem Stück Kuchen bei einem Bäcker war genug Zeit vertrödelt, um bei Dulle einfallen zu können. Der hat mit seiner Freundin Franzi einen Resthof in Luckau. Da findet sich wieder einmal viel Altblech. Dulles Herz schlägt eindeutig für alte Fords. Auf dem Hof fand sich auch gleich ein Knudsen Kombi.

Knudsen

Ich glaube, die haben das Anwesen nur wegen den Autos gekauft, weil überall alte Ford, Schwerpunkt Einser Granadas.

Granada

Es ist faszinierend, man zieht das nächste Tor auf, da steht auch wieder ein oller Ford.

Granada

Dazu unzählige Teile und Motoren.

Dulle

So ist das eben, wenn man das Thema lebt. Irgendwo steht auch ein wenig amerikanisches Blech.

Dulle

Sehr kurios, auffällig, außenstehend, wie auch immer man das bezeichnen mag, ist der Granada Pickup, der leider vollkommen Blechtot ist.

Granada Pickup

Granada Pickup

An dem Ding sind die unmöglichsten Dinge eingetragen, was nichts daran ändert, dass das Blech einfach tot ist und er eigentlich als Motorenspender angeschafft wurde. Wird wohl trotzdem wieder zum Laufen gebracht, wenn auch nur zu irgendwelchen spaßigen Aktionen abseits der öffentlichen Straßen,

Bei Dulles wurde Abend richtig aufgetischt und es waren auch einige Nachbarn mit am Tisch, was ich großartig empfand. So dieser Dorfzusammenhalt. Man wohnt zusammen in einer Gemeinde, man feiert zusammen. Findet man selten. Viel zu selten. Ich hatte meinen Spaß und wurde gleich integriert, Tolle Gemeinschaft.

Da störte auch nicht weiter mein ungewöhnliches Nachtquartier - ein Consul Leichenwagen.

Consul Leichenwagen

Das ist tatsächlich Dulles Alltagswagen und war diese Nacht mein Hotel, Ich hatte schon stillosere Übernachtungsmöglichkeiten....

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