Fusselblog - KLEs Schrauberblog

 
Im Fusselblog schreibe ich über den Aufbau meiner Autos im Fusseltuning Stil. Zudem berichte ich über Veranstaltungen, Trends, etc. rund um Oldtimer, Youngtimer und Tuning.

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26.08.17

Permalink 09:07:00, von KLE E-Mail

Rückenwind 2017 Tag 5: Mittenwalde

Der nächste Tag auf meiner kleinen Rundreise galt Nils, den ich aus dem Fusselforum kenne, aber noch nie daheim besucht habe. Und das ist dann doch schon echtes Brandenburg. Ortsdurchfahrten mit fies grobem Kopfsteinpflaster etc. Er hat eine Halle gemietet, in der er schraubt, derzeit an seiner Flosse.

Flossenbenz

Von vorne sieht der töfte aus, aber von hinten sieht man den Ärger.

Flossenbenz

Wobei vor allem das Seitenteil der Patient ist - zentimeterdicker Spachtel von einem der Vorbesitzer.

Teile einer zweiten Flosse stehen auch rum.

Flossenbenz

Daraus soll irgendwann einmal ein Anhänger entstehen.

Das Kart kennt Ihr vielleicht noch von meinem Bericht vom Fusselforentreffen - inzwischen ist es zugelassen, aber wieder teilzerlegt.

Kart

Auf der Straße stand sein Gespann von Passat und Leichenanhänger. Er hat einen Pfefferkorn Rheinland A.

Pfefferkorn Rheinland A

Zugfahrzeug ist ein VW Passat 32B in der relativ seltenen 3türigen Ausführung.

Passat

Hat Patina, scheint aber eine gute Basis zu sein.

Ja, was macht man an so einem Tag? Wir wollten zu einem Schrottplatz, aber der hat nur Samstag geöffnet. Es war ja Freitag. Dann wollten wir zu einer Trödelhalle. Die öffnet nur Donnerstag seine Pforten, aaaaaaber....

Als wir diese Trödelhalle suchten, kamen wir auf ein Gelände das vollgestopft war mit hauptsächlich französischen Fahrzeugen. Hauptsächlich Citroen CX und DS.

Citroen

Citroen DS

Mittendrin ein auffällig großes Auto - das wird doch nicht?

Citroen Loadrunner

Es war einer - ich weiß nicht, ob mir bewusst schon mal einer über den Weg gelaufen ist: Ein Citroen Loadrunner, also diese 3achsigen Schnelltransporter.

Citroen Loadrunner

Damit nicht genug. Weiter hinten stand noch einer.

Citroen Loadrunner

Noch nie zwei auf einem Grundstück gesehen? Aufgepasst!

Citroen Loadrunner

Scheint ein Spezialist für die Dinger zu sein. Wir waren begeistert, das mal zu sehen. Leider standen die letzten Drei auf einem abgesperrten Bereich. Ich fragte höflich, ob wir uns das näher ansehen dürfte, was uns leider nicht erlaubt wurde. Dabei stand in der Ferne etwas mit noch viel mehr Achsen...

Citroen Loadrunner

Ich schwöre - kein Photoshop.

Tolles Gelände, viel gesehen.

Kamen wir zu etwas ganz anderem. Im Wald steht da eine Art Fernsehturm, der nie in Betrieb ging.

Lost Places

Nirgendwo ein Verbotsschild, also quer durch den Wald gefahren und auch das Grundstück war offen. Da hatten wohl Generationen gewütet.

Lost Places

Das mit dem Müll dort ist schon echt ein Armutszeugnis für unsere Gesellschaft, andererseits hat dieser Ort auch seine eigene Art Charme. Da muss wohl auch eine Zeit lang eine Kommune in Wohnwagen gelebt haben, die zerstörten Wohnwagen stehen verstreut auf dem Gelände.

Lost Places

Lost Places

Auch ein Zirkuswagen war dabei.

Lost Places

Total unverständlich: Der Imbiss war geschlossen.

Lost Places

Die Lust am Morbiden. Schon irgendwie schräg, aber auch faszinierend.

Das letzte Ziel war Dieter. Dieter wohnt außerhalb in Einem Haus auf einem Gelände, wo einige Ihre Fahrzeuge abgestellt haben. Lustig ist dort z.B. die Auffahrrampe. Die Schienen lassen sich in der Breite verschieben. So kann man ohne Hebebühne unterm Auto schaffen.

Dieter

Dieter war schon oft mit seinem VW T3 Syncro in Afrika und erzählte uns diverse Geschichten von seinen Reisen. Geschichten wie dass er immer Bilder von seiner Familie dabei hatte, er hat 5 Kinder, und so von den Afrikanern anerkannt wurde, weil er auch ein Familienmensch ist. Wie sie von Bettlern mit Steinen beworfen wurden, weil sie nichts gaben und wie er Frischlingen Fahrschulstunden im Wüstenfahren gab.

Dieter

Das ist nicht der Syncro, den er dabei hatte, sondern der, den er aktuell fährt.

Wir hatten es geschafft! Wir haben einen abwechslungsreichen tag hinter uns gebracht. Am Abend wurde dann zusammen mit seiner Freundin vor seiner Wohnung gegrillt und ich verbrachte die Nacht auf einer selbst mitgebrachten Matratze in der Küche. Heute geht es weiter nach Luckau, aber da dort morgen am Dach gearbeitet wird, werde ich erst später aufbrechen, oder mir irgendwo noch ein Zwischenziel ansehen...

25.08.17

Permalink 09:07:00, von KLE E-Mail

Rückenwind 2017 Tag 4: Berlin die Zweite

Ja, ich ziehe eigentlich bei meiner Tour von Ort zu Ort, aber Berlin ist so groß, dass es für mehrere Stopps taugt. Ich war nun bei "Digga" gelandet im Ostberlin. Und das ist mal kein Hardcore Autoschrauber, aber langjähriger Blogleser. Und da ich von den Schrauberprojekten schreiben will: Bitte! Es gibt eines, sein Aufsitzrasenmäher mag gerade nicht ;-)

Rasenmäher

Zudem schraubt er an Fahrrädern. Da steh ich ja mehr auf Nostalgie, aber hey, er schraubt!

Fahrräder

Fahrräder

Ist ja auch eigentlich eher unerheblich, ob ich jetzt hier einen Hardcore Schrauber als Gastgeber hatte, oder nicht. Ich fühlte mich ehrlich sehr gut aufgehoben hier bei ihm und seiner Familie.

Ganz gewöhnlich ist er automobil auch nicht unterwegs. Unterm Carport stand ein Brabus Smart.

Brabus Smart

Er wollte mir Berlin zeigen. Warum eigentlich nicht. Und er fragte mich, was ich sehen wollte. Ich meinte, erst einmal die beste Pommes Bude und er führte mich zu einer der traditionellsten Buden in Ostberlin - Konnopkes Imbiss. Man mag mir verzeihen, dass ich das im Gegensatz zur Leuchtreklame richtig schreibe ;-)

Konnopkes Imbiss

Konnopkes Imbiss

Schön einmal Menü komplett, also Currywurst Pommes. War auch lecker. Gut Brandenburger Tor - ich musste ja beweisen, dass ich in Berlin war.

Brandenburger Tor

Wir wollten gerade Bilder machen mit mir im Pirat, da kam auch schon die Ordnungsgewalt gelaufen. "Sie wissen schon, dass Sie hier ordnungswidrig eingefahren sind?" Ich konnte ihn beschwichtigen, schnelle Flucht nach vorne.

Brandenburger Tor

Berlin, was muss man noch gesehen haben? Checkpoint Charlie. Gut, das ist da wirklich Touri Oase. Wird mir für meinen Geschmack schon fast zu sehr ausgeschlachtet. Das Fotografieren mit amerikanischem und russischem Soldaten kostet 3 Euro. Wer bezahlt denn das? Also außer mir? ;-)

Checkpoin Charlie

Das war Touristenprogramm genug. Erstmal ein Eis.

Eis

Ich wollte irgendwie anders in Berlin eintauchen. Also machten wir uns in Kreuzberg auf Trödelladensuche. Und wir haben auch einige gefunden, unter anderem mit Kellergeschossen mir anstrengender Stehhöhe.

Berlin

Gefunden habe ich nichts zum Kauf. Ein Laden gab mir vollkommen den Kick. leider war das nur ein Requisitenverleih, der nix verkaufte. Zugestapelt ohne Witz bis zur Decke. Durchkommen unmöglich.

Berlin

Berlin

Was hätte ich gerne da alles genau durchforstet, aber ich durfte nicht. Das war übrigens mein Gastgeber:

Berlin

Am Abend wurde dann der Grill angestellt, Saschas Eltern kamen mit vorbei, natürlich war auch seine Frau dabei, die Kinder mussten irgendwann ins Bett. Obwohl wir früh rausmussten, saßen wir noch bis nach Mitternacht zusammen.

Einen Tag treibe ich mich noch hier in der Gegend herum, bevor es wieder Richtung Süden geht...

24.08.17

Permalink 09:07:00, von KLE E-Mail

Rückenwind 2017 Tag 3: Berlin

Neuer Tag, neues Ziel, diesmal war berlin dran. Und wieder einmal hatte ich Zeit zum Vertrödeln mitgebracht, bis mein nächster Gastgeber Zeit hatte. Diesmal nutzte ich sie, um den wirklich schlechtesten Döner meines Lebens zu essen in Berlin. Zum Ausgleich gab es den günstigsten Haarschnitt der letzten Jahre. Ich zahlte sensationelle 6 Euro für einen 3mm Maschinenschnitt.

Friseur

Ich war alleine in einem Salon mit 6 Schneidplätzen, es war aber auch nur ein Friseur da und der war sicherlich deutlich über 70 und musste die Schneidemaschine steckenweise mit 2 Händen halten, um sie sicher zu führen. Alles sehr schräg, Schnitt war aber ok - vor allem für das Geld.

Nein, ich war nicht zum Haareschneiden nach Berlin gekommen. Ziel war Rüdiger von der VW T3 IG, den ich von der Techno Classica kenne. Und Rüdiger fährt - man glaubt es kaum - VW T3 und hat auch mehrere davon.

Rüdiger

Er schraubt in einer ehemaligen Kaserne irgendwo in Berlin, die nach der Wende ihren Sinn verloren hatte. Eine Anlage mit mehreren Hallen, teilweise von Hobbyschraubern besetzt, aber auch von einer Profiwerkstatt.

Ich fand von seinen T3 dieses Projekt am spannensten: Einen originalen Tschibo Brotverkaufswagen.

T3 Brotwagen Tschibo

T3 Brotwagen Tschibo

Klar, das ist ein Projekt und kein fertiges Fahrzeug, aber immerhin läuft der 50PS luftgekühlte Boxer schon wieder nach jahrelanger Standzeit. Glücklicherweise ist er innen auch noch nicht komplett geplündert.

T3 Brotwagen Tschibo

Mal sehen, wann der fertig sein wird.

Andere finden wahrscheinlich seine Syncro Doppelkabine spannender mit Camping Auflieger.

T3 syncro

T3 syncro

Der Auflieger gehört eigentlich zu dieser Doka:

T3 DoKa

Die beherrbergt derzeit einen Anhänger aus dem Hause Quelle.

Quelle Anhänger

Den Anhänger konnte man offenbar beim Versandhaus Querlle bestellen und musste ihn selbst zusammensetzen. Leider ist bei dem Hänger die Gummifederung defekt. Der hat eine Art Drehstäbe aber eben aus Gummi als Federung. Er sucht noch jemanden, der das instandsetzen kann.

Aktuelles Prjekt bei ihm in der Halle ist ein Mercedes Düsseldorfer.

DuDo

Das Teil sollte mal schnell wieder hergerichtet werden - das dauert jetzt schon seit ca. einem Jahr an. War wie immer doch mehr Arbeit dran als gedacht. Soll übrigens wieder in vollem Postornat wiederauferstehen.

Von einem seiner letzten Projekte würde er sich sogar wieder trennen: Ein Unimog.

Unimog

Mörderhubraum für mächtig wenig PS und Höchstgeschwindigkeit, dafür Mörderdrehmoment. Und auch dieses Auto werde ich nicht kaufen. Auch für den bin ich zu groß.

Unimog

Unimog

nach einer ausgibigen Führung durch das Schrauberdomizil ging es zur Rüdigers Stammkneipe nahe seiner Wohnung. So richtig urtümlich, das Betreiberpärchen auch etwas älter, alles noch so, wie es einmal war. Und ich wurde sofort aufgenommen, gleich mit Vornamen angesprochen, wie man das eben so macht. Ein kurzweiliger Abend vor der Kneipe, wobei es nacht eecht ganz schön kalt wurde. Mal wieder. Und das im August. Brrrrrrr. Aber solange es auf meiner Reise trocken bleibt, bin ich eigentlich zufrieden, für alles andere gibt es Klamotten.

23.08.17

Permalink 09:07:00, von KLE E-Mail

Rückenwind 2017 Tag 2: Wolfenbüttel, Marienborn, Irxleben

Weiter ging es von Jeff & Co. als nächstes Nach Wolfenbüttel. Ich hatte da einen Termin bei Jägermeister wegen meiner Sammelleidenschaft und meiner Leidenschaft für die Fastnacht.

Jägermeister

Habe da sehr konstruktive Gespräche geführt, Werksführung hatte ich früher schon, aber toll, wie ich dort empfangen wurde, war es schon.

Jägermeister

Von Wolfenbüttel zum nächsten Ziel, Irxleben, hatte ich etwas Zeit zum Vertrödeln, denn Adrian, mein Gastgeber, war noch auf Arbeit. Also ließ ich mich treiben und als ich an der ehemaligen Grenze wieder vorbeikam, las ich Gedenkstätte Marienborn. Sagte mir nix, also Blinker gesetzt.

Marienborn

Ich habe die Deutsch/Deutsche Teilung ja noch live miterlebt, weiß, wie es war, in die DDR mit der Karre einzureisen. In Marienborn haben sie die alte Grenzstation nicht abgerissen und als eine Art Museum erhalten.

Marienborn

Manche Ecken da würde ich als Lost Place betiteln, aber es regt zum Nachdenken an, denn sie haben an manchen Ecken so ein wenig die Stimmung von damals konserviert. Alles relativ primitiv, alles aus den 50ern - unrenoviert bis in die 80er.

Marienborn

Es ist auch eine kleine Ausstellung zu sehen. Manches wirkt wirklich unwirklich, aber wie schon gesagt, ich habe das noch selbst miterlebt und auch wenn man wirklich nix zu verbergen hatte - ein mulmiges Gefühl hatte man in diesen Kontrollstationen trotzdem immer.

Letztendlich traf ich dann aber in Irxleben bei Adrian ein.

Adrian

Adrian habe ich noch nie persönlich gesehen, aber hatte vorab schon Kontakt. Er bloggt auch unter adrian.kochs-online.net und organisiert in Magdeburg den Altautotreff. Er hat ein Faible für Außenseiterautos, wie er mit seinem Reliant Rialto 2 demonstriert.

Reliant Rialto

Dreirad - schräge Karre aus England, gebaut 1984. Er meint, das Ding liegt gut. Dass der bei Top Gear immer umfällt, liegt daran, dass die ganz schön getrickst haben, wie etwa mit verschieden großen Rädern, damit er schon ohne Kurve schief steht, etc.

Schrauben will ich bei dem Motorraum aber irgendwie nicht.

Reliant Rialto

Aber zu was an einem Auto schrauben, das für mich eh nicht in Frage kommt? Ich bin schlichtweg zu groß dafür.

Reliant Rialto

Reliant Rialto

Trotzdem schön, Geschichten über dieses Fahrzeug zu hören.

Das nächste Fahrzeug wollte ich auch nicht fahren mit meiner Größe: eine Honda Gorilla, der große Bruder der Monkey.

Honda Gorilla

Die hat Adrian als großes Puzzle in mehreren Kartons bekommen. Offensichtlich hat er das Puzzle gelöst.

Der Rialto war lange das einzige Auto von Adrian. Davor fuhr er Simson Duo - und auch das Ding steht noch bei ihm.

Simson Duo

Eigentlich hat er noch mehr Altfahrzeuge, unter anderem einen Bond Bug, aber da steht noch einiges in seiner alten Halle in der alten Heimat. Irgendwann soll in seinem Garten eine Halle entstehen, dann kommt das auch nach Irxleben.

Adrians Familie, also er, seine Frau und seine zwei kleinen Töchter, haben mich gut aufgenommen und wir haben gemeinsam gegessen. Dann ging es nur mit Adrian auf Magdeburg Tour. Industriedenkmäler ansehen. Wie einen Teil der Sammlung der Eisenbahnfreunde, die öffentlich herumstehen, weil sie nicht genug Lockschuppen haben.

Magdeburg

Interessantes Antriebskonzept: Die Gustav Zeuner ist ein Kettenschleppdampfer.

Magdeburg

Bedeutet: Ende des 19. Jahrhunderts war die Dampfschifffahrt nicht so weit, dass sie problemlos flussaufwärts auf der Elbe fahren konnten. Deshalb war am Grund der Elbe eine dicke Kette abgelegt und anhand dieser Kette zog sich das Schiff flussaufwärts. Das Schiff hat keine Schraube.

Es gib da so einige kuriose Technik, wie diese Brücke, die nicht etwa hochgeklappt wird, wenn ein Schiff, das höher ist, durchfahren will, nein, die Brücke wird auf beiden Seiten nach oben geschoben.

Magdeburg

Adrian zeigte mir auch das inzwischen wieder funktionsfähige Schiffshebewerk Rothensee, mit dem man den Höhenunterschied zwischen dem Mittellandkanal und dem Rothenseer Verbindungskanal überbrücken kann. Da werden quasi die Schiffe in einer großen Badewanne gehoben oder abgesenkt - viel umständlicher als in einer (inzwischen parallel existierenden) Schleuse.

Schiffshebewerk

War einmal eine andere Stadtführung. Nicht immer nur Kirche und Rathaus. Finde ich gut. Heute geht es weiter nach Berlin. Mal sehen, was mich da erwartet.

22.08.17

Permalink 09:07:00, von KLE E-Mail

Rückenwind 2017 Tag 1: Großbodungen

Ja, Großbodungen - den Namen hatte ich vorher auch nie bewusst wahrgenommen. Das ist gar nicht so tief drin in den neuen Bundesländern, aber immerhin 300km fern von Mainz. An diesem Ort - und drum rum - begann ich gestern meine Rückenwind Tour.

Jeff und Gabriel - die übrigens Brüder sind, empfingen mich mit einem Tankstellenkaffee, bevor es zu ihrer Halle ging. Eine Schrauberhalle, vor der ein Vorkriegsrahmen steht? Da bin ich richtig!

Vorkriegsrahmen

In der Halle empfingen mich einige zukünftige Projekte. Teilweise sehr alt, wie dieser Kadett.

Kadett

Gut ja, man hätte ihn abdecken können, aber an dem ist genauso wenig passiert, wie an dieser Teileablage:

Jeff

Aktuell bauen die beiden Brüder einen Framo auf, den ich über das Fusselforum bereits kenne.

Framo

Motor ist abweichend vom Original ein kleines Opelmaschinchen.

Framo

Da steckt viel Tüftelei in der Karre und schon sehr viel Arbeit. Und alles sauber mit der DEKRA abgesprochen, die in den neuen Bundesländern ja das Monopol auf Einzelabnahmen hat.

Ein paar Opels standen da auch, wie der Kadett von Jeff, der eigentlich nur als Motorenspender zum Ausschlachten angeschafft wurde. Ziemlich rotten damals - das war die Challenge...

Kadett

Dass dieser 1200er Rekord tatsächlich weitestgehend unrestauriert ist - ich wollte es anfangs nicht glauben.

Rekord

Wie wird man zum Schraubernerd? In dem Fall ist es wohl eindeutig frühkindliche Prägung. Denn der eigentliche Tüftler ist der Vater der beiden. Als Kleinkinder saßen sie schon in diesem selbstgebauten Gespann.

Jeff

Antrieb? Ohne Witz zwei Trabant Scheibenwischermotoren!

Von Vattern standen auch einige Autos in der Halle.

Fiat 500

Gogo

Doch die richtigen Schätze stehen bei ihm zu Hause. Was mich da erwartete, damit habe ich nicht gerechnet. Darf ich vorstellen: Eine Müller.

Eigenbau Motorrad

Nie gehört, das ist kein Wunder. Aber mal so ein kleiner Tipp: Ich war zu Besuch bei Familie Müller. Und Papa Müller hat dieses Motorrad selbst gebaut. Also nicht selber restauriert, sondern selbst gebaut - inkl. Motor! Vom Motor stammt der Zylinder von einem Fiat 500, der Rest ist so ziemlich alles selbst gebaut. Klar basiert der Rahmen auf einem alten Fahrrad und sicherlich auch ein paar andere Sachen sind aus dem Regal, aber der Großteil entstand in Eigenleistung. Und das Teil läuft!

Man beachte den offenen Antrieb!

Manche haben einfach zu viel Zeit ;-) Das nächste Motorrad, diesmal mit V-Motor, ist schon in Arbeit.

Eigenbau Motorrad

Aber auch Auto stehen hier, wie dieser DKW Roadster.

DKW Roadster

Ich habe Bilder von dem davor gesehen. Das war ein kläglicher Rest einer Limousine, der abgesoffen war. Das Heck, das übrigens aus beledertem Holz besteht, ist ein Eigenbau. Entworfen nur anhand von Fotos, ohne irgendwo Maß genommen zu haben.

Noch ein kleines spannendes Auto: Ein Rosengat.

Rosengat

Ich hatte die Marke auch nie gehört. Der Austin 7 wurde in Deutschland als BMW Dixi in Lizenz gebaut, das ist ein Französischer Lizenzbau. Und wahrscheinlich der einzige viertürige in Deutschland. Natürlich selbst restauriert.

Der Rosengat steht quasi im kleinen Privatmuseum mit auffallend vielen Eigenbaumopeds, hauptsächlich Microbikes z.B. mit Kettensägemotoren.

Jeff

Jeff

Bei Papa gab es auch einen Kaffee, bis es zu Jeff und Claudi nach Hause ging, wo gegrillt wurde und Schwiedermuttern Kartoffelgratin gemacht hatte. Lecker.

Gegen 1 Uhr löste sich die Runde nach zahllosen Gesprächen auf. Ein interessanter Stopp, bei dem man in so einem kuren Blogbericht gar nicht auf alle Fahrzeuge und Geschichten dazu eingehen kann. Das würde hier auch für eine Kleinserie an Berichten taugen ;-)

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