Fusselblog - KLEs Schrauberblog

 
Im Fusselblog schreibe ich über den Aufbau meiner Autos im Fusseltuning Stil. Zudem berichte ich über Veranstaltungen, Trends, etc. rund um Oldtimer, Youngtimer und Tuning.

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07.12.10

Permalink 09:20:34, von KLE E-Mail

Der Amigo Rat Rod von Bundy

Link: http://mymini.over-blog.com/categorie-11686312.html

Es ist ein neues Framo Hot Rod Projekt gestartet, diesmal sogar aus dem erweiterten Fusselblog Umfeld. Der Erbauer ist ab und an Gast hier im Blog. Und was sehr erbaulich ist: Er bloggt den Aufbau. Endlich mal einer, der sich beim Bau in die Karten sehen läßt. Wobei man sich fragen könnte, ob das überhaupt noch ein Framo ist, was da entsteht. Genau genommen verwendet er nur ein Fahrerhaus eines Framo. Framo Hotrod Hot Rod Amigo Rat Rod Der Rahmen wird wohl ein Eigenbau Leiterrahmen, Motor 305er V8 aus einem Chevrolet Caprice, Hinterachse GM, Automatikgetriebe von GM, Vorderachse Eigenbau mit Opel Bremsanlage. Klingt alles abenteuerlich, aber man wächst ja mit seinen Herausforderungen, so sieht das Bundy wohl auch so. Der Blog startete im November, der Wagen soll bis zum Gigantentreffen in Pullman-City 2011 fertiggestellt werden. Bundy, ich drück Dir die Daumen, daß Du das schaffst!

06.12.10

Permalink 08:59:04, von KLE E-Mail

Käfertreffen Vilsbiburg 1992

Mit dem 1600 Variant war ich 1992 auf dem Käfertreffen in Vilsbiburg, veranstaltet vom Käfer-Club Landshut. Über das Treffen selbst habe ich relativ wenige Erinnerungen - weiß nicht einmal, ob ich da übernachtet habe. Ich war alleine da. Die einzige Anekdote, an die ich mich erinnere, ist diese: An einem der wenigen Verkaufsstände fand ich ein "1500" Schild von der Heckklappe des 1963er Typ3 - das Teil, das es nur ein Jahr lang gab. Ich fragte, was es kosten würde und die Aushilfe hinterm Stand sagte unschlüssig: 20,-DM. Ich das Teil gekauft und zum Auto gegangen. Auf dem Weg traf ich einen gewissen Herrn Namens "Romano S.". Romano: "Wo hast Du das Teil her?" Ich: "Bei dem Stand da in der Halle" Romano: "Das ist mein Stand, was hast Du dafür bezahlt?" Ich: "20,-DM" Romano: "Ich gebe Dir 100,-DM, wenn Du es mir wiedergibst" Ich habe es noch heute ;-) Was ich aber von dem Treffen habe, sind einige Fotos, die ich Euch nicht vorenthalten will: Das ist der TopChop von Gunther aus Weiden. Keine Ahnung, ob es den noch gibt: VW Käfer Topchop Pink Wie meinte er damals über die TÜV Abnahme: Der Prüfer meinte zu den Tritt"brettern", daß da die angefahrenen Passanten schön abgleiten könnten &amp;#58;&amp;#46; Käfer Topchop Callook Ich sah den Wagen später noch öfters vor der Disco "Unverschämt" in Weiden stehen zusammen mit dem Wagen eines Kumpels von ihm. Die Verbindung ist deutlich zu sehen... Käfer Unverschämt Dieser Karman Ghia punktete eindeutig mit dem Lackdesign. Lackiert nachts um 4 unter erheblichem Alkoholeinfluß, wie der Besitzer zugab &amp;#58;&amp;#46; VW Karmann Ghia Typ 14 Biene Dieser gefakte Brezelfenster hatte angeblich 170 PS. Gefakter Brezelfensterkäfer Aufwändig gepimptes Käfer Cabrio mit passendem Anhänger. VW Käfer Cabrio mit Käfer Anhänger Typischer Bling Bling Motor für damals. Bling Bling Motor In dem Innenraum steckt richtig Kohle. Aufwändiger Innenraum Top Chop Cabrio - bot damals nicht Dannert nicht so einen Umbau an? Bin grad nicht sicher. Top Chop Cabrio VW Käfer Finde ich auch ganz gefällig: Superman bzw. Supercar Käfer mit 356 Heckleuchten. Supercar Auch ganz nette Idee: Mexicokäfer von der Bundeswehr ausgemustert und auf alt getrimmt. Bundeswehrkäfer Wir erinnern uns - 1992, da waren keine CD Radios in den Karren. Man hatte Kassettenradios und dabei fast unverzichtbar: Fischer-C Boxen für die Kassetten. Fischer-C Boxen VW Käfer Dazwischen - mein VW 1600 Variant Käfertreffen 80er Jahre Callook Cabrio 80er Jahre Callook VW Käfer Cabrio TopChop mit Lufteinlässen in den Flanken. VW Käfer Topchop Käfer Top chop Schon damals eine Rarität: Typ 3 Kurzschnautzer mit minimaler Kilometerleistung in unrestauriertem neuwertigen Zustand. VW Typ3 Kurzschnautzer neuwertig Schaut Euch diesen Kofferraum an! In dem Tütchen an der Stirnwand sind übrigens die originalen Schrauben fürs Kennzeichen, die VW damals dazu gepackt hat. Neuwertiger Typ 3 Kofferraum Fast zu schade zum Fahren - die Aufbauboxen hätte ich mir an seiner Stelle verkneifen, wenn dafür Löcher gebohrt wurden. Der Rest ist rückrüstbar. Das ist eher was fürs Museum... VW Typ 3 Als Christbaum geschmückter Jubi Jubikäfer Sogar die Blinker haben Gitter bekommen. Scheinwerfergitter Und wieder 356er Heckleuchten. 356er heckleuchten am VW Käfer Ungewöhnliche Lüftungshutzen am Motordeckel Hutzen Motorhaube VW Käfer VW 1600 Variant - mal wieder schön zu sehen: Ohne die extrem großen Blinker wirkt die Front viel harmonischer, VW 1600 Variant Langschnautzer VW Kübel Typ 82 VW Kübel Typ 82 Weitere Bilder in der Galerie.

05.12.10

Permalink 09:14:59, von KLE E-Mail

Die "Hure" - Bauernbenz für den Urlaub

Genau genommen war der Urlaubsbenz - liebevoll "Hure" getauft, nur zu 25% mein Auto. Wir teilten uns das Auto unter 4 Freunden, um damit nach Spanien in den Urlaub zu fahren. Mercedes Benz W123 240D Ich weiß das Baujahr gar nicht mehr genau, es war auf jeden Fall ein 240er Diesel. Ein Schleppanker. Harald, einer aus der Mafia, arbeitet damals bei einem Mercedeshändler als Gebrauchtwagenverkäufer und besorgte die Karre. Auf ihn war der Wagen auch angemeldet, deshalb war keine 907 auf dem Kennzeichen. Beim Kauf war der Kühler am Sack und Harald lies einen neuen einbauen. Wäre es nach mir gegangen, wäre da sicher ein Gebrauchtteil drin gelandet. Vor der Abfahrt Richtung Spanien wurde der Wagen auf der Auffahrt meiner Eltern noch gepimpt. Sprich wir verklebten irgendwelche wild ausgeschnittenen Fetzen DCV-Fix Folie auf den Wagen und diverse Milchwerbung. Thomas - ein weiterer Eigentümer des Wagens, war der Sohn des Chefs eines Milchhofes. Bekleben eines Fahrzeuges Folieren Legendär: Der Pornoneer Kleber auf der Heckscheibe. Zusammengesetzt aus 2 Pioneer Aufklebern. Pornoneer Aufkleber Natürlich war eine 907 auf dem Auto in Form eines gefakten Rallye Aufklebers. Den fehlenden Stern ersetzten wir passend zum Thema Spanienurlaub gegen einen Gummistier. Das war so ein wabbeliges, hohles Gummiteil, das hätte sicherlich sogar der TÜV abgesegnet. Gummistier als Mercedessternersatz Wir hatten auch "Ministerstander", das waren Papierfähnchen - natürlich vom Milchhof. Die Milch macht?s. Die hielten natürlich den Fahrtwind nicht aus, die kamen erst am Urlaubsort zum Einsatz. Mercedes Benz W123 240D Die Sitze bekamen Unterhemden übergezogen, der Fahrersitz die berühmte Holzkugelauflage - hey, was habbich dieses Drecksding gehaßt. Bequem is was anderes. Aber es war eben schon damals schön trashig und wer schön sein will, muß leiden. Sitzdesous So gerüstet ging?s auf nach Spanien. Wir hatten uns Schichten eingeteilt, jeder fuhr - laßt mich lügen - 3 Stunden, dann wurde durchgewechselt. Ganz optimal lief der Bock nicht, immer wenn er heiß war, sprang er nicht mehr an. Sprich: z.B. nach jedem Tanken wurde eben angeschoben. Und Öl brauchte der Bock - und das nicht zu knapp. Scheißegal. Wir sind gut "unten" in Spanien angekommen. Legendär unsere Touren innerhalb Spaniens. Wir sind mehrmals in den Nachbarort gefahren, weil da einfach die geilste Bodega war, die wir von einem früheren Urlaub kannten und haben um Sangria Mäxchen gespielt. Einer war immer der Arsch, weil er die Heimfahrt lenken mußte. Die gefährliche Serpentinenstraße an der Küste entlang. Ab und an hatte ich da schon Bammel, vor allem als einer der Fahrer 2x unterwegs angehalten hat, um die Milchfähnchen zu wechseln... Der Stier auf dem Kühlergrill wurde uns leider geklaut, aber so is das eben, wenn man seinen Urlaubswagen mitten zwischen besoffenen Urlaubern parkt. Die Heimfahrt war eine der grausamsten Autofahrten, die ich jemals mitgemacht habe. Wir hatten den Urlaub verlängert, wir hatten unverständlicherweise noch Restgeld, jeder noch Urlaub, aber irgendwann hieß es: Übermorgen müssen wir wieder arbeiten, jetzt müssen wir zurückfahren. Also los. Was etwas ärgerlich war: In Frankreich war Generalstreik. LKW Fahrer machten alle Autobahnen dicht, wirklich nix ging mehr. Aber wir mußten heim, da beißt die Maus keinen Faden ab. Wir hatten uns vorab beim ADAC mit Karten eingedeckt. Ein Drecksmaterial. Da waren nur große Straßen eingezeichnet und Orte unter 100.000 Einwohnern wurden großzügig ignoriert. Erschwerend kam hinzu: Keiner von uns kannte außer "Voulez vous coucher avec moi" irgendein Wort Französisch. Wie soll man da durch Frankreich kommen? Wir haben es irgendwie geschafft über wackelige Landstraßen, die teilweise garnicht auf unserer Karte waren über irgendeinen Paß nach Italien(!) durchzukommen. Legendäre Szene: Strömender Regen an der Grenzkontrolle, 4 Junx springen aus dem Auto und küssen italienischen Boden. In Italien gönnten wir uns die einzige Pause. Einer von uns hatte damals eine Kreditkarte - es gab den Euro ja noch nicht und wir hatten keine Lira. Es gab eine Pizza... Weiter ging?s nach Österreich, wo es wie aus Kübeln regnete. Wir schwammen mit viel Aquaplaning weiter nach Deutschland. Da kam für mich dann die grausamste Phase der Fahrt. Einer der Fahrer sagte verantwortungsvoll, als er mit seiner Schicht dran war, daß er übermüdet ist und nicht fahren könne. Der Fahrer der vorherigen Schicht sagte, wenn der nicht fährt, fährt er weiter, obwohl er ebenfalls komplett übermüdet war. Ich war einigermaßen fit, aber ich wurde nicht ans Steuer gelassen. Hätte ich mich mal durchgesetzt. Hätte meine Nerven geschont. So saß ich hinter dem Fahrer und mußte ihn ständig wecken, weil er ständig in einen Minutenschlaf fiel. Das war deutlich nervenaufreibender, als selber zu fahren. Die anderen 2 haben das nicht mitbekommen, die schliefen selig. Nach lächerlichen 26 Stunden erreichten wir letztendlich heil die Heimat. Im Urlaub hatte ich ein paar durchgeknallte Junx kennengelernt, die ein Stockcar Rennen planten und so machte ich mit den anderen einen Deal: Wir behalten den Benz noch bis zum Rennen, denn der Wagen hatte einen Zigeunerhaken. Ich kann damit meinen Stockcar zum Rennen ziehen und im Gegenzug entferne ich die Aufkleber wieder und mache den Wagen sauber für den Verkauf. Die Reinigung war ekelig. Der Benz stand wochenlang in der Sonne und im Fußraum lagen halbe Salamis und andere Essensresten - Hilfe hat der Bock innendrin gestunken. Aber auch den Trip hat der Benz gut hinter sich gebracht. Stockcar Transport Nervig natürlich, daß ich den Wagen nicht ausmachen konnte, wenn er warm war. Wie schon geschrieben - er hatte im warmen Zustand ein Startproblem. Und mit Hänger und Auto hinten drauf den anschieben - ach nöööö... Auch das stemmte die Hure letztendlich mit Bravur. Nach dem Trip verkaufte Harald den Bock wieder. Und nur eine Woche später kam die Meldung, daß die Maschine verreckt war. Analyse: Riß im Motorblock. Es könnte gut sein, daß der Riß schon da war, als wir nach Spanien gestartet sind. Besser nicht drüber nachdenken...

04.12.10

Permalink 09:01:00, von KLE E-Mail

Damals - Damals gab?s noch in Deutschland Schrottplatzromantik...

Ich war Jahrzehnte nicht mehr dort, ich habe keine Ahnung, ob es den Schrottplatz noch gibt, wahrscheinlich sieht er heute nicht mehr so aus, wie er in den frühen 90ern aussah. Der Schrotti war (ist?) in der Gegend von Tirschenreuth in der Oberpfalz. Entdeckt habe ich den Platz, als ich bei der Bundeswehr in Wunsiedel war. Ich stand ja schon immer auf Leichenwagen, hab mir den Traum aber erst jetzt realisiert. Damals meinte ein Kamerad, daß auf jenem Platz einer stehe - also auf nach Tirschenreuth! Da stand er nun: Ein Opel Rekord C Leichenwagen.

Opel Rekord C Leichenwagen

Leider blechmäßig relativ tot. Den traute ich mir damals nicht zu. Aber was steht denn hier sonst noch rum? Es war unglaublich. Das Besitzer der Platzes lies einfach vieles Jahre stehen, anders schlachtete er relativ planlos. Wie soll man denn z.B. da noch etwas finden - das war der Hinterachsenberg.

Hinterachsenberg

Einen ähnlichen Berg gab es auf dem Gelände mit Motoren. Doch suchen wir mal nach Raritäten. Fangen wir mal mit der Marke Porsche an - da stand ein total zerschossener 912er.

Porsche 912 Schrott

Es war sogar noch ne Fuchsfelge drauf.

Porsche Fuchsfelge

Und noch ein Porsche war da - na, wer erkennt den?

Porsche 356 Schrottplatz

Ja - da lag tatsächlich ein 356er rum - komplett zerfault in der hintersten Ecke. Nur noch schemenhaft zu erkennen. Besonders gereut hat es mich um diesen VW 1600 Typ3 Kurzschnautzer. Das war ein Automatik und wurde tatsächlich wegen eines Getriebeschadens da abgestellt. Rost war kaum ein Thema an dem Bock.

VW Typ3 Kurzschnautzer Schrottplatz

Ich machte mir ernsthaft Gedanken, den zu bergen - irgendwie muß man das Dach wieder hinbekommen. bei einem späteren Besuch des Platzes war er umgestapelt und schwebte ich großer Höhe. Der Besitzer war volle Kanone mit dem Gabelstapler in die Seite geheizt und hatte sogar die Bodengruppe dabei zerknittert. Dann war der Typ3 endgültig gestorben >:XX Typ 3 waren einige da - aber meist unrettbar verwest.

VW Typ 3 Schrott

VW 1600L Schrott

Etwas anderes aus dem Hause VW - das war wohl mal ein Ovali.

VW Käfer Ovali Schrottplatz

Ein paar Raritäten aus dem Hause Opel - heillos ineinander geworfen.

Opel Olympia Schrottplatz

Opel Olympia Schrott

Wer kann dieses Auto identifizieren? Wir haben dafür auch lange gebraucht.

NSU Sportprinz Schrott

Das ist ein NSU Sportprinz. Als ich in Mainz studierte stand so ein Wagen immer geparkt hinter der FH - ich habe dem Typ einen Abzug dieses Bildes unter den Scheibenwischer geklemmt. Der Typ hat sich gefreut, wie ein Schneekönig. Ob er hingefahren ist, weiß ich nicht... Gogos gab?s natürlich auch neben alten Fiat.

Gogo, Fiat auf Schrottplatz

Auch alte LKW standen auf dem Platz.

LKW Schrottplatz

Bei einem Besuch auf dem Platz brach ich durch die Holzladefläche eines LKW und das halbe Beim blutete aufgerissen an rostigen Metall - Betaisodona is schon n geiles zeug - ich kam um die Blutvergiftung rum. NSU Ro 80 auf dem Schrottplatz? Klar, auf dem fand sich einer.

NSU Ro 80 Schrottplatz

Etwas für die Ford Freunde...

Ford Schrottplatz

...und für die Audi und Mercedes Freunde.

Mercedes Flosse, Audi 100 Schrottplatz

Der Audi hat noch das alte Kennzeichen MAK für Marktredwitz, das wurde bei der Gebietsreform 1973 abgeschafft (heute WUN). Ich war ein paarmal auf dem Platz - wenn mich der Besitzer gelassen hat. War ein schrulliger Typ. Aber sind das nicht die meisten Schrottplatzbesitzer? Wenn man was wollte, bekam man auch schon mal die Antwort: "Nix da! Ihr mit Euern alten Kisten, ihr wollt eh nix zahlen, verpiß Dich!" Die Bilder stammen so aus den frühen 90er Jahren, wie der Platz heute aussieht und ob es ihn überhaupt noch gibt, kann ich nicht sagen. Ich befürchte, irgendwann wir der Ärger mit verschärften Umweltauflagen bekommen haben und diese Schrottplatzromantik inzwischen radikal gepreßt wurde. Schade drum. In Behördendeutschland ist so ein Platz einfach nicht drin...

 


Nachtrag

Ich habe Kontakt mit dem MSC Tirschenreuth aufgenommen, um herauszufinden, was aus dem Schrottplatz geworden ist. Leider gibt es ihn definitiv nicht mehr.

03.12.10

Permalink 09:07:00, von KLE E-Mail

Der illegale Typ3 Vari...

Ich kam zu dem 1973er Vari, den ich einmal gefahren habe, wie die Jungfrau zum Kind. Merke: Keine inserierten Fahrzeuge ansehen, wenn man kein neues Auto braucht. In meiner Gegend gab es kaum noch Typ3, als in der Samstagausgabe der regionalen Zeitung folgende Anzeige erschien:

Kleinanzeige Typ 3 Variant VW

Ich hatte Zeit, mal nen anderen Typ3 ansehen, als meinen, der inzwischen abgemeldet in der Garage steht - warum nicht? Also fuhr ich zur Besichtigung. Und da stand er vor mir - Langschnautzer Variant mit TÜV, aber so einigen Unstimmigkeiten.

VW 1600 Variant Typ 3 1973

Tiefer gelegt (geht bei dem Auto durch Verdrehen der Drehstäbe), etwas Rost und ein Schiebedach, das irgendwie nicht dazu passen wollte. Das Schiebedach stammte aus einer Limo und wurde nachträglich eingeschweißt. Beispachteln? Papperlapapp. Wenn man das mattschwarz beilackiert, fällt es nicht ganz so auf.

Schiebedach VW Typ3

Aber der Wagen lenkte, fuhr, bremste... Ich hatte einen Alltagswagen - was will ich mit dem Teil? Ich sagte dem Verkäufer, daß ich den Wagen nicht wolle, er konterte, bei welchem Preis ich ihn haben wollen würde. STOPP! ALARMSIGNAL! Wenn man kein Auto kaufen will, an diesem Punkt NIX sagen. Wirklich GARNIX. Ich sagte 800,- DM - knapp über die Hälfte des geforderten Preises und ich hatte ein Auto gekauft. Verdammte Scheiße. Aber: Der Wagen war cool. 1.000x cooler als der Pappsatt, der spontan abgemeldet wurde und der Vari wurde mein neues Alltagsgefährt. Ich nahm Kontakt zum Vor-Vorbesitzer auf, der das Schiebedach eingeschweißt hatte. Einfach mal so aus Interesse. Er erklärte mir, warum er das getan hatte. Auf den Wagen war mal eine Dachlawine runtergegangen und das Dach war Matsch. Und da stand nur eine Limo mit SSD zum Schlachten rum.

Dachschaden

Nächster Fehler beim Kauf: Probefahrten nicht nur in der Stadt machen, sondern auch mal auf die Landstraße fahren. Das Fahrwerk war unter aller Sau. Ab 80km/h fing der Wagen an, unbeherrschbar zu werden. Aha! Deshalb der Preis - ich hätte weniger bieten sollen. Ich tippte darauf, daß das durch die Tieferlegung kam. Also fuhr ich zu einem Reifenhändler mit Pauschalpreis fürs Spureinstellen. Was haben die gekotzt, sowas hatten die lang nicht mehr auf der Bühne. Wo stellt man da etwas ein? Ich hatte vorsichtshalber die Buchelli Reparaturanleitung dabei. Sie haben es geschafft und siehe da - ich konnte schnell fahren! Und laut! Der Auspuff war durch. Ich weiß gar nicht mehr 100%, woher ich den Auspuff besorgte - entweder vom geilsten Schrottplatz, den es damals gab (über den werde ich in "damals" noch berichten), oder von dem Schlachter, den ich zusammen mit einem Kumpel ausgeweidet hatte. BTW: Auspuff wechseln bei dem Karren ist eine Qual! Was eine Scheiße... Der Wagen war eigentlich mal als Winterauto hergerichtet worden, deshalb paßte nicht alles zusammen. Der Handschuhfachdeckel war z.B. orange. Ich hab Türverkleidungen und Handschuhfachdeckel einfach mit bunt gemustertem Stoff beklebt (Sprühkleber).

VW 1600 Variant Typ 3

Die Sitze waren aus irgendeinem anderen Fahrzeug. Ich weiß bis heute nicht als welchem.

Sitze VW Typ 3

Ist ja auch egal, sie waren bequem und sahen akzeptabel aus. So fuhr ich dann mit dem coolen Kombi durch die Weltgeschichte. Ab und an setzte ich auch auf, er war eigentlich etwas zu tief. Als ich Winterreifen montierte, die ich von irgendeinem Schlachter hatte und voll einschlug, wackelten die Kotflügel.

Tieferlegung VW Typ 3

Eingetragen war das nicht - hätte wohl auch kein TÜV. Hat die Rennleitung aber nie gestört. Kontrolliert wurde ich nie damit. Ich besuchte ein paar Treffen damit, fuhr täglich zu meinem damaligen Aushilfsjobs - er stand in der Tradition des Käfers. Er lief und lief und lief, ... Bis zu der größten Mördertour, auf die ich gestartet war. Ich war auf einem Typ 3 Treffen hinter Berlin, fuhr von dort aus nach Limburg, um eine Bekannte zu besuchen und von da nach Mainz, um mich bei der FH fürs Studium einzuschreiben. Auf der letzten Teilstrecke fuhr ich Knapp über Dauerfeuer. Alles was geht. Die Karre soff wie ein Loch und irgendwie bremste sie bei der Ankunft nicht mehr so gut, wie vorher. Nach dem Einschreiben fuhr ich zu einer Werkstatt. Diagnose: HBZ im Arsch. Ersatz? Fehlanzeige. Hmmm, bremsen tut er ja noch. Aber nur vorne. Er schob über die Vorderachse. Mit ein paarmal Pumpen auch hinten. Wenn man piano fährt... Oh monoman, is man doof, wenn man jung ist. Gefährliches Spiel. Heute denke ich, das muß nicht einmal der HBZ gewesen sein. Vielleicht war auch nur Luft im System. Die Heimfahrt nach Oberfranken (350km) ging gut, ab und an hat man einen Schutzengel. Nach der Fahrt roch das Öl nach Sprit und war verdammt dünnflüssig - ein sich ankündigender Motorschaden? Zeit den Wagen abzustoßen. Also reparierte ich den Wagen erst garnicht, sondern kaufte gleich den nächsten Wagen von einem Arbeitskollegen: Einen Dacia Bj. 1974.

VW Variant, Dacia 1300

Den Vari inserierte ich in der VW Scene - jeden Monat neu. Aber haben wollte den irgendwie keiner. Ich begann zu studieren und nahm den Wagen einige Monate später mit nach Mainz, um ihn von da abstoßen zu können. Der Wagen hatte wirklich ne gute Substanz - ich konnte ehrlich gesagt nicht verstehen, warum ihn keiner wollte Heute würde ich ihn sicherlich nicht mehr hergeben, sondern etwas Lustiges draus bauen. Irgendwann meldete sich jemand. Er hätte da ebenfalls ein Auto, das keiner wolle: Einen 82er Mexicokäfer mit 1,5 Jahren TÜV. Da lebte der Dacia schon nicht mehr. Er würde den Variant gegen den Käfer tauschen, wenn ich ein wenig draufzahle. Überführungskosten würde er sich mit mir teilen. Warum nicht? Ich brauchte gerade ein Auto und Käfer ist auch cool. Also machte ich mich mit einem Freund auf nach Mühlheim an der Ruhr. Bremsen bremsten weiterhin nur vorne. Wir einigten uns auf ein Reisetempo von 80km/h. Bei dem Tempo sollten die Bremsen ausreichen. Und wie es so kommt, wurden wir von zwei hübschen Mädels überholt, die den Junx in dem lustigen Wagen zuwinkten. Ihr hättet auch Gas gegeben, wenn Ihr in der Situation gewesen wärt, oder? Ein paar Kilometer schnell gefahren, man kommt um die Ecke und da steht der Verkehr. Stau. Ich weiß bis heute nicht, warum ich richtig reagiert habe gegen den menschlichen Instinkt. Ich stand auf der Bremse, fühlte, das mein Arsch in der Luft hing, es roch nach Gummi, aber die Vollbremsung hätte nie gereicht, der Einschlag in den Vordermann war vorprogrammiert. Kurz vor dem Einschlag ging ich vor der Bremse, lenkte auf den Standstreifen und brachte da den Wagen zum Stehen. Adrenalin pur, das Herz schlug wie verrückt, die Hände zitterten. Fahrer und Beifahrer starrten stumpf nach vorne. Eine gefühlte halbe Stunde lang, was in der Realität wahrscheinlich nur wenige Minuten waren. So lange, bis mein Beifahrer die erlösenden Worte sprach: "Geil reagiert!" Den Rest der Strecke fuhren wir dann wieder nur 80km/h. Der Tausch klappte, ich war die Karre los. Was aus ihr geworden ist - ich weiß es nicht...

Schlagworte: 1600, hbz, tausch, tiefer, typ3, variant, vw

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