Der Goldfinger - 1974er Passat Typ 32

 
Der Goldfinger ist ein 74er Passat mit sensationeller Substanz. Klar wird er verändert, soll aber nicht gefusselt werden, sondern einen "richtige" Lack bekommen...

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05.06.07

Permalink 09:49:23, von KLE E-Mail

Yeah, der Motor is drin und läuft!

So, Schnauze voll, auf die neue Kupplung zu warten. Der Verkäufer bei eBay kann sich die langsam in den Allerwertesten schieben. Gut, ich habe sie kurzfristig gekauft, aber wenn einer verspricht, sie Donnerstag in die Post zu stecken und die am Montag noch nicht da ist, stimmt was nicht. Muß auch so gehen. Also habe ich die Kupplung vom originalen Motor vom Goldfinger runtergeschraubt, hat auch 190mm - ok, nehmen wir die. Draufgeschraubt und dann ging das Rangieren los. Zusammen mit Tony gings los, Auto nach hinten schieben, Motor unter die Elektroseilwinde tragen, an die Kette legen, Getiebe in den Motorraum legen, Motor hoch, Auto wieder vor,... Alles ein wenig umständlich, andere haben einen mobilen Motorkran, aber so gings auch. Wir haben sogar ohne Hebebühne das Getriebe von hinten aufgeschoben bekommen. Aber irgendwie war das alles verkantet. Des Rätsels Lösung: Der Anlasser, den wir sträflicherweise nicht abgeschraubt hatten, hatte sich verkeilt. Anlasser weg und flutsch war das Getriebe in der richtigen Position zum Motor. Geile Sache das. Dann ging das Gefummel mit dem Anschließen los. VW hatte damals schätzungsweise noch Kinder am Band arbeiten. Ihr wollt mir nicht ernsthaft weismachen wollen, daß es Erwachsene mit so kleinen Händen gibt um an manch eine Schraube ranzukommen? Nach 3,5 Stunden wars fertig. Wasser drin, alle Anschlüsse dran, dann könnte man ihn ja mal anlassen. Am Zündschlüssel gedreht - nix. Kurz nachgedacht - es war der Klassiker: Massekabel am Motor vergessen. Also ds noch angeschraubt - ja, er leiert. Er kam natürlich nicht sofort, weil er erst einmal Sprit fördern mußte - is ja auch gut so, so konnte die Ölpumpe auch erst einmal fördern und er hat nicht gleich gefressen, weil nach der langen Standzeit das Öl komplett zurückgelaufen war. Sprit kommt am Vergaser an und spontan nimmt der Motor seine Arbeit auf. Halleluja! Und wenn er die Kaltlaufphase hinter sich hat (den Heizigel habbich noch nicht verkabelt), läuft das Ding auch wirklich ruhig, Versager nimmt spontan Gas an, wir waren begeistert. Gut, ich hatte nix anderes erwartet ;-) Heute kommen dann Restarbeiten: Bremsen entlüften, etc. Tony hat von sich daheim Motoreinstellgedöns mitgebracht, der Motor scheint soweit gut eingestellt zu sein, aber nachsehen und optimieren kann man ja mal. Der Luftfilter erscheint zu hoch, der muß niedriger werden, da muß ich mir noch was ausdenken. Uns wird schon nicht langweilig werden, aber jetzt fiebere ich erst einmal der ersten Probefahrt entgegen - verständlich, oder?

03.06.07

Permalink 23:05:25, von KLE E-Mail

Dinge, die aufhalten

Wenn jetzt die Dreckskupplung da wäre, könnte ich mit dem Einbau das Motors beginnen. Aber so habe ich einiges erledigt, die uns Morgen aufgehalten hätten. Also den Gaszug reinhängen. Wenn das mal so einfach gewesen wäre. Gaszüge mögen mich anscheinend nicht. Der originale paßte nicht auf den Vergaser - der zum Motor passende aber nicht aufs Gaspedal - 2 komplett verschiedene Systeme. Links der Gaszug vom Goldfinger, rechts der aus dem 80er Passat. Was also tun. Zunächst dachte ich an die "Modernisierung" des Gaspedals. Nur habe ich kein Gaspedal im Fundus gefunden. Also habe ich den Gaszug umgeschweißt. Also Aufnahme altes Gaspedal an neueren Gaszug. Ich habe dazu den Gaszug aus dem 73er Schlachter zerschnitten - der war schlechter erhalten, als der aus dem Goldfinger. Gut, daß mir dieses Problem heute schon aufgefallen ist, im Endspurt hätte das mich zum Wahnsinn getrieben. Am Motor habe ich die Wasserschlauchführung auf Modelljahr 1974 umgestrickt. Sonst hätte ich den einen Schilach vom Heizungskühler umfuddeln müssen und der is a) noch gut und b) kommt man da beschissen dran. Und so ein wenig alte Optik ist ja auch ganz nett - auch wenns vermutlich außer mir niemanden auffällt. Im Innenraum hat sich auch einiges getan. Ich habe das Radio rausgeworfen, das kaum Empfang hatte, um festzustellen, es lag nicht am Radio, sondern an der Antenne. Aber man hat ja noch Antennen im Fundus. Hatte mir auf der Motorshow in Essen nen Vorrat gekauft - zwei oder drei Antennen zum Stückpreis von 3 Euro, oder sowas um den Dreh. Manche Dinge lohnen sich im Vorrat zu haben. Ich habe das Radio in die Mittelkonsole verlegt und den Lautsprecher in der Konsole angeschlossen. Oldschool Mono. Auch wenn das außer mir keiner versteht. In den Wagen kommt keine Anlage. Das Radio ist ein Blaupunkt ohne Schnickschnack, sollte ungefähr aus der Zeit sein. Herrlich nichtssagendes Design. Kann man die Multimedia-Anlage weiter minimalisieren? Mal vom kompletten weglassen abgesehen. Kaum vorzustellen, aber das war damals einfach normal. Also muß das 2007 auch noch funktionieren. Wie Ihr auf dem Bild sehen könnt, habe ich auch eine Armaturenbrettblende ohne Radioausschnitt verbaut. Die hatte ich letztes Jahr auf dem Jahrestreffen der Passatkartei gekauft, kurz darauf im Racedesign beklebt und seit dem rumliegen. Die Blende auf der anderen Seite habe ich auch beklebt. Das Holzdesign war unansehnlich geworden. Das liegt nicht daran, daß das einer abgescheuert hat - das Material taugt einfach nix. Ich habe die kleine Blende vor dem Bekleben mit Glasreiniger gereinigt - der Lappen war braun.... Morgen kommt der Motor rein. Egal, ob die Kupplung kommt, oder nicht. Notfalls nehme ich eine gebrauchte, wie sonst auch immer. Dachte nur bei dem Wagen sollte es ma ne Nummer besser werden...
Permalink 22:30:57, von KLE E-Mail

Und raus mit dem Gulasch!

Am Samstag kümmerte ich mich um das zweite Federbein. geht ja fix, weiß ja jetzt wie es geht - Pustekuchen! Beim abschrauben des Bremssattelhalters machte es trotz WD 40 zweimal Knacks. Beide Schrauben abgerissen. Na danke! Und das auch noch an so ner sicherheitsrelevanten Stelle. Als ausgebohrt und Gewinde nachgeschnitten - gut, daß man so beschissen an das eine Gewinde rankommt. Zeitplan war danach voll für die Füße, aber ein Zeitplan is eh für Beamtenkinder. Scheiße, mein Vater is ja pensionierter Beamter... Nachdem ich die Mutter der Antriebswellen wieder festgeknallt hatte - VW schreib 230 Nm vor, das bringt Muckis - konnte ich mich an den Motorausbau machen. Beim Ausbau des Motors aus dem 73er Schlachtpassat habe ich das marode Stehblech halb rausgerissen, da dachte ich mir, trenne ich mal Motor und Getriebe und bau das getrennt raus, um Flurschaden zu vermeiden. In allen Reparaturleitfäden, die ich habe, steht Motor vom Getriebe ab und nach oben rausheben. Ich bekomme, daß die das nie sebst ausprobiert haben. Das geht nicht! Es ist zu wenig Platz im Motorraum, um den Motor vom Getriebe zu ziehen und rauszuheben. Aber da das Getriebe eh raus sollte, schaubte ich das auch weg, zogs nach hinten und so ging der Motor dann raus. Jetzt herrscht erst einmal Leere im Motorraum. Schön zu sehen, daß der Wagen auch hier keinen nennenswerten Rost hat. Und der Vorbesitzer hätte ihn fast geschlachtet... Zwischendrin machte ich mir Gedanken zur Auspuffanlage. Es bleibt wohl erst einmal die jetzige drunter, auch wenn der Haupttopf zwei kleine Löcher hat, die Zeit... Ich habe noch die originale Anlage zum Motor, aber auch einige Neuteile. Wird noch ein lustiges Puzzle. Beim Vorschalldämpfer wirds wohl der gebrauchte werden, dann auf dem neuen steht auf dem Aufkleber "Automatik" - schade aber auch. Hat jemand einen für den Schalter und will tauschen? Beim Hosenrohr ein ähnliches Spiel: Das vom 85PS Motor hatte ich damals zerflext, weil die Schrauben nicht abgingen. Ein grober Fehler? Wir werden es sehen.

02.06.07

Permalink 13:40:08, von KLE E-Mail

Gehts nich noch tiefer?

Gestern habe ich mit dem Motorausbau begonnen. Wasserschläuche Ab, Kabel ab. Das ganze Programm eben. Gut, daß ich am Tag vorgher die Schrauben zwischen Krümmer und Hosenrohr mit WD40 eingeweicht hatte - gingen alle auf, obwohl man da zumindestens an 2 Schrauben nich ganz so dolle rankommt. Jetzt noch die Motorhalterungen ab und dann kann die Maschine raus. Ging relativ schnell, viel zu früh am Abend. Da könnte man doch noch... Gedacht, getan, auf der Beifahrerseite das Federbein reingeschraubt. Ich mußte die Bremszange aus mehreren zusammenfummeln. Beim Abbau hatte sich eine Schraube gewehrt, nach dem Gewaltabbau war ne neue Schrtaube fällig und der Giummi gerissen, etc. Am Ende war alles zusammen - Bremszange komplett vom Scheißhaus, also einem 85er Passat 32b. Und was is? Die stand so weit raus, daß die Cosmic Felgen nicht mehr draufpaßten. Ficken! Also alles wieder zurückbauen auf die ursprüngliche Bremse. Für die habbich keine neuen Bremsbeläge da - muß die erst einmal identifizieren, ob das überhaußt eineBremszange aus nem 73er Passat ist. Der Vorbesitzer hat da etwas expertimentirt. Im Goldfinger waren innenbelüftete Scheiben - bei 55PS. Die habe ich aber weggelassen, die waren extrem verrieft. Einen neuen Bremsschlauch habe ich der Geschichte noch spendiert. So dolle waren die Bremsen nicht, obwohl zumindestens dieser Bremssattel gangbar ist. Apropos expertimentieren - der Feder fehlt tatsächlich schon ne halbe Windung. Links eine Feder aus dem 73er Schlachter, rechts die Feder aus meinem Goldfinger. Doch wie steht er denn jetzt? Ich habe die 75mm tieferen Federn aus dem Audi 80 Typ 89 genommen - und ich muß sagen... ...war das schon alles? Ich hoffe, der setzt sich noch ein wenig - derzeit sinds vielleicht ma 3cm, die der tatsächlich tiefer kam. Das kanns doch nicht sein...

01.06.07

Permalink 10:52:33, von KLE E-Mail

Wer hat mir denn gestern die Zeit geklaut?

Irgendwie war ich gestern abend bei Feierabend enttäuscht, wie wenig passiert ist. Könnte vielleicht- und das soll kein Vorwurf sein - daran liegen, daß der Tony bei mir in der Halle eine Antriebswelle seiner Alltagsschlampe gerichtet hat. Da hatte sich ein Gelenk verabschiedet, höchstwahrscheinlich deshalb, weil er bei ATU die Manschette wechseln lies und die vergessen hatten, Fett aufzufüllen. Ich habe ihm eine aus meinem Fundus gegeben. Er hat einen Golf 3 und das Gelenk von einem Passat 35i paßte. Nur Manschette brauchte er eine neue. Also fuhren wir zur Tanke. In dem Ort, in dem ich schraube, gibts zwar keinen Baumarkt, es gibt aber eine Tankstelle mit Autozubehör. Und mit etwas Überredungsarbeit durften wir die Achsmannschette raussuchen - es war nur ein Tankwart da. Tonys Auto wieder leise, Tony glücklich. Ich hab paralell die Sitzkonsole für den Fahrersitz fertiggebraten. Hocker sind drin. Na also: Was ich übersehen hatte: Auch bei dem Sportsitz is eine Wange am Sack. Aber Glück im Unglück: Das ist so kaputt, daß der Metallbügel nicht auf den Oberschenkel drückt. Also fahrbar. Mal bei Gelegenheit richten. Die Federbeine sind trocken. Gleich mal probiert, ob die rebound-Dämpfer gut für die tiefsten Federn sind. Sie sind es: Zusammenbauen werde ich die Federbeine aber mit Teilen der originalen Federbeine, die derzeit verbaut sind. Die sind besser, als die, die ich aufgearbeitet hatte. Der Vorbesitzer hat den Wagen wirklich vorbildlich gewartet und gepflegt... Heute sitze ich im Büro unwd warte auf die Paketboten. 2 waren schon da - DPD und GLS. Eingetroffen sind neue Bremsschläuche und ein Paket mit Ware für den Fusselshop. Was fehlt ist die Kupplung. Ohne die kann ich den Motor nicht einbauen. Scheiße, die Zeit wird immer knapper...

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