Jahresrückblick: Das war mein Jahr 2010 in der Werkstatthölle

Auch dieses Jahr habe ich leider Günter Jauch nicht verpflichten können, meinen Jahresrückblick zu moderieren, also muß ich es wieder selber schreiben :.

Begonnen haben wir das Jahr mit einer Gemeinschaftsschlachtung – der „Rennwagen“ wurde gestrippt.

VW Passat Typ 32 Schlachter

Den Wagen hatte Michael im Hintergrund eines Fotos einer eBay Auktion gesehen und nachgefragt, was damit sei – wir durften den kostenlos holen damals. Geschlachtet wurde er in der damaligen Halle von Kai. Der ist inzwischen nach Berlin umgezogen. Wenn es geklappt hat, dann hat diese Halle inzwischen Asgard als Nachmieter übernommen.

Als das Jahr 2010 begann, sah der Pirat noch keineswegs so aus, wie ich ihn heute fahre. Das war eine „rolling Fusselung“.

VW Passat 32B

Er bekam in den ersten Monaten des Jahres sein endgültiges Gesicht, mit abgeänderter Haube etc.

abgeänderte Motorhaube VW Passat 32B

Was wurde die Front am Anfang diskutiert. Als Gullideckel beschimpft, etc. – aber sowas hält mich ja nicht ab, weiterzumachen, wenn es mir persönlich gefällt. Und ich habe einige Ideen im Kopp schon fertig, auch wenn man sie auf den Bildern noch nicht erkennt.

Geänderte Front VW Passat 32B

Ich bin bis heute mit dem Endergebnis sehr zufrieden. Der Pirat bekam geänderte Heckleuchten, das Twingo Faltdach und Opelsitze, bei denen mir Monsterbacke mit dem Beziehen mit Schottenkaro half.
Im April wurden alle Änderungen erfolgreich eingetragen. Dann erfolgte noch eine technische Optimierung mit einem größeren Kühler von Kralle, einem Ölkühler aus dem Fundus von Marcus und Michael mußte mal wieder an die Elektrik. Die Zentralelektrik war am Sack.

Im Juni fotografierte Volker Rost den Wagen für das Motor Maniacs Magazin.

Volker Rost fotografiert den Pirat

Die Bilder und der Bericht dazu erschienen im August im Motor Maniacs Magazin. War eine Super Sache. So schnell hat es wohl keines meiner Autos in eine Zeitschrift geschafft.

Motor Maniacs Magazin

Im Oktober schaffte der Pirat auf Anhieb die HU und natürlich fahre ich ihn weiter im Alltagsbetrieb.

Das ganze Jahr stand weiterhin die Stricher Leiche auf dem OP. Das Projekt war etwas ins Stocken gekommen am Anfang des Jahres durch das unerwartete Pirat Projekt. Aber letztendlich bin ich auch bei dem weitergekommen. Entwickelte sich zu einem Langzeitprojekt. Und er ist ja noch immer nicht fertig leider.

Angefangen hat es mit dem Anpassen der Kotflügelanschraubkanten.

Kotflügel Mercedes /8

Nach unzähligen Spachtelorgien, die bei einem Leichenwagen normal sind, konnte ich den Wagen endlich lackieren – das ist immer ein besonderer Wendepunkt, weil man endlich Fortschritte sieht.

Mercedes Benz /8 Rappold Leichenwagen

Inzwischen bin ich zudem fast fertig mit der Innenausstattung – die mußte ich teilweise komplett neu bauen, weil nicht mehr vorhanden, oder eben nicht meinen Vorstellungen nicht entsprechend.

Sargraum

Innenausstattung Porno /8

Der Benz bekam nen Satz gebrauchter Vergaser im Tausch gegen Türen, ein paar andere technische Dinge müssen noch gerichtet werden, wie die hinteren Bremsen und die hydraulische Kupplung. Fertig ist er noch nicht ganz. Ich denke mal, 2011 hat die Leiche definitiv ihren Rollout, viel ist es nicht mehr und ich bin schon ganz heiß drauf, den Bock zu fahren.

Schlachter gab es natürlich nicht nur einen 2010 – nach dem Rennwagen kam ein manilagrüner 1978er 32er Passat im April.

Passat Typ 32 1978 Schlachter

Das war ein Unfaller mit mäßiger Substanz, der schon alleine wegen der Farbe sterben mußte :.

Ebenfalls sterben mußte ein Santana, den mir ein Freund in den Garen geworfen hat. Eigentlich noch mit Rest-TÜV aber wirklich an allen Enden angeschmuddelt und zurechtgepfuscht.

VW Santana CX

2010 setzte ich meine Tätigkeit für das Abgefahren Magazin fort. 2009 hatten wir da schon unsere erste Story produziert und 2010 entstanden gleich 3 Berichte.

Der erste war die Geschichte mit dem Magirus Deutz Mercur von Andreas. Ich arbeitete zusammen mit Kati Dalek als Fotografin, wir haben uns als Dreamteam entwickelt. Als Fotolocation konnte ich einen Steinbruch klarmachen. Paßte, wie die Faust aufs Auge zu einem Gelände LKW.

Magirus Deutz Mercur

Das zweite Projekt war der Banjo Coup? GT von Lars. Da zog es uns in eine Tiefgarage. Die Fotos wurden der Hammer.

Banjo Coup? GT

Es gab noch ein drittes Projekt, das aber noch unvollendet auf unseren Festplatten schlummert. Der TDH wird es wohl in die kommende Ausgabe des Abgefahren schicken. Da war diesmal Bernd Zimmer der Fotograf.

Bernd Zimmer Passat TDh

Der Jägerkübel bekam ein Facelift. Für den Einbau von Scirocco Scheinwerfer habe ich die Kotflügel aufwändig geändert.

Kotflügel VW Kübel abgeändert

Die Blinker wanderten in die Stoßstange, der Wagen bekam selbstgebaute Trittbretter und zwischen Motor und Getriebe arbeitet jetzt eine neue Adapterplatte.

VW Jägerkübel KLE

Als Bonbon gab?s noch nen neuen Schaltknauf.

Pistole Schaltknauf

Der Kübel läuft inzwischen richtig gut, macht Spaß die Schüssel.

Im August fand die zweite Hallenumbauaktion mit anschließendem Hallengrillen statt. Hauptaufgabe war der Bau eines Podestes, um die Vorhölle besser nutzen zu können.

Umbau Vorhölle

Haben wir auch ganz gut hinbekommen, die anschließende Grillparty war schon besser besucht, als die im Jahr zuvor. Es entsteht langsam eine schöne Tradition, die es zu pflegen gibt. Mal sehen, was mir kommendes Jahr in der Richtung einfällt.

Viel Wirbel verursachte meine Bewerbung für die TV Total Stockcar Crash Challenge. Sie war wohl der größte Medienkrieg, den ich bisher angezettelt habe.

[video:youtube:NzVwl3E7M78]

Letztendlich hat es nicht ganz gereicht – mehr will ich dazu im Rückblick nicht schreiben, sonst kommen zu viele Emotionen wieder hoch. Was aber geil war, war die Unterstützung, die ich aus allen Richtungen bekommen habe bei der Aktion.

Natürlich war ich auch auf diversen Autotreffen unterwegs. Das reichte beispielsweise vom Maikäfertreffen in Hannover, über das Jahrestreffen der Passat Kartei Deutschland im hohen Norden, den Käfertreffen in Spa und Alzey, dem VW Treffen in Neuwied, den monatlichen Altautotreffs in Darmstadt, bis hin zur 2. Klassik Rallye Rüsselsheim. Wobei das nur ein Querschnitt der besuchten Events war ohne Wertung. Und ich freue mich schon auf die Veranstaltungen im nächsten Jahr. Hoffentlich gibt es 2011 nicht so viele Terminüberschneidungen, wie 2010.

Von Ende November an machte ich zwangsweise eine Schrauberpause wegen dieses eigentlich ganz netten Bildes:

Blitzerfoto

Ich nutzte die Zeit, um meine automobile Vergangenheit einmal aufzuarbeiten und Euch so Eiere tägliche Dosis Fusselblog zu bieten. Ich hoffe, der Exkurs war für Euch auch einmal interessant.

Ein Novum von 2010 sollte ich vielleicht noch besonders herausstellen: Im Februar habe ich ein neues Fusselforum aufgesetzt. Wir hatten schon vorher ein eher mäßig besuchtes Forum zum Thema Fusseltuning. Durch das zeitgemäßere Forenscript mit größeren Möglichkeiten entstand zum Teil mit Stammlesern des Fusselblogs, aber auch mit Usern, die mit dem Blog nichts am Hut haben eine durchaus sehr aktive Community, die meiner Meinung vor allem dadurch sehr stark ist, weil niemand danach gewertet wird, ob er nur ein paar Aufkleber auf seinen Opel Corsa klebt, oder seinen VW Caddy komplett umbaut. Jeder nach seinen Möglichkeiten und Geldbeutel. Ich persönlich kann da relativ wenig dafür, wie es sich entwickelt hat, habe mich z.B. von der Meinung der Mehrheit überzeugen lassen, daß Baujahresgrenzen eher nebensächlich sind. Junx macht weiter so! Vielleicht finden sich auch irgendwann ein paar fusselnde Mädels…

Bleibt zum Abschluß des Jahresrückblicks noch all den Leute zu danken, die auch dieses Jahr mich bei meinen Autos, bei den Webprojekten, den Berichten in den Zeitschriften etc. unterstützt haben. Auch dieses Jahr sind die Netzwerke weiter gewachsen. So habe ich z.B. über die TV Total Geschichte wertvolle Kontakte knüpfen können, auch wenn die Sache letztendlich sehr schräg gelaufen ist. Auch wenn ich mich selbst als Kreativ und handwerklich nicht total unbegabt bezeichnen würde – ohne die Mithilfe von vielen Experten, das Know-how aus diversen online Foren etc. wären meine Projekte, über die ich hier fast täglich auslasse schlichtweg unmöglich. Ich bin eben „nur“ Grafiker und kein KFZ Mechaniker. Danke an alle – ihr seid spitze!

Und natürlich geht es nächstes Jahr weiter, mal sehen, was nach der Leiche auf den OP kommt. Entweder kommt der TL auf den OP zur Vorbereitung auf die anstehenden Schweißarbeiten, die ein Karosseriebauer machen wird, oder der 5ender wird ein zweites Mal aufgebaut – aber diesmal richtig. Laßt Euch überraschen!

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4 thoughts on “Jahresrückblick: Das war mein Jahr 2010 in der Werkstatthölle

  1. Sehr schön geschrieben.

    Ich hoffe mal das du auch nach dem wiedererlangen deiner Fahrerlaubis die Geschichten aus deiner Automobilen Vergangenheit weiter hier im Blog mal schreibst.

    Dann wünsche ich mal allerseits einen Guten Rutsch und einen tollen Start in 2011

    Gruß flash

  2. Ach komm, G. Jauch wird überschätzt 🙂

    Klasse Rückblick, bei dem ich immer wieder erstaunt bin, wie lange ich hier schon mitlese.
    Ich wünsche allen einen guten Start in das Jahr 2011!

    Andreas F.

    PS: Auch im neuen Jahr gilt natürlich: Scheiß ReCaptcha!

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