Kein Fass ohne Boden mehr

Wird Zeit, dass das Fahrerhaus seinen Boden bekommt. Erster Schritt war den Getriebetunnel aus dem Volvo anzupassen. Im hinteren Bereich war da ein doppelter Boden für die Sitzbefestigung. Stört beim EuroHotRod, also Schweißpunkte aufgebohrt und hinten abgeflext.

Getriebetunnel Volvo 240

Auf der Beifahrerseite machte das Blech einen Bogen nach oben, wie man auf dem ersten Bild sieht. der Boden muss aber gerade werden. Also weg damit!

Getriebetunnel

Ein Blech grob gebogen und festgebraten. Das Blech war übrigens zur Abwechslung mal eine Türhaut einer geschlachteten Passattür.

Getriebetunnel

Ich hatte den Getriebetunnel grob aus dem Volvo getrennt. Damit ich besser arbeiten kann, habe ich die Kanten begradigt.

Getriebetunnel

Für die Bodenbleche habe ich mir die Dachhaut vom Schlachtvolvo ausgesucht. Das Blech ist verhältnismäßig dick.

Dachhaut

Bodenhälften vermessen, zurechtgeschnitten, gebohrt und mit Karosseriedichtmasse verklebt und vernietet.

Bodenblech Hot Rod

War ne heikle Sache – war mein letzter 4er Bohrer. Und der ist mir während der Arbeit abgebrochen. Ich hab’s aber mit dem glücklicherweise ausreichend langen Bruchstück noch geschafft. Die Bitumenmatten, die da verklebt waren, ist eine elendige Sauerei zu entfernen. Deswegen sind auch noch Reste drauf. Sieht schon ganz anders aus, wenn da ein Boden im Fahrgastraum ist.

EuroHotRod

Zum Abschluss habe ich Schweißnähte und Nietkanten mit Karosseriedichtmasse abgedichtet, die Dichtmasse mit einem in Verdünnung getunkten Pinsel glattgestrichen.

Bodenblech Hot Rod

Der nächste Schritt wird die Pedalerie sein. Wenn ich die schon drin hätte…

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12 thoughts on “Kein Fass ohne Boden mehr

  1. Weil ich Bock auf Blindnieten hatte.

    (Ich könnte auch den wahren Grund nennen: Weil sich so ein gerades Blech beim schnellen Schweißen zu 100% verziehen würde, wenn ich es durchgeschweißt hätte und nicht zeitaufwändig im Pilerschritt geschweißt. Und durch die Verklebung/Überlappung hält das genauso gut. Aber muss ich mich wirklich für jeden Scheißdreck hier rechtfertigen?)

  2. Wenn man gründlich arbeitet dann hat man später weniger Ärger damit. Ich jedenfalls hätt geschweißt und die Bodenplatten andersherum reingeschweißt so das das bitumen nach unten zeigt. Grade schweißen ohne Verzug ist jetzt auch nicht Rocket Science aber offensichtlich wilste den Bock wenn der fertig ist eh nicht lang fahren.

  3. Das mit dem Bitumenplatten nach unten habe ich mir im Nachhinein auch gedacht. Da war es zu spät.
    Und wieso sollte das nicht länger halten? Verstehe ich nicht. Das ist ordentlich verklebt und abgedichtet, das hält genauso lang, wie eine Schweißnaht. Moderne Autos werden oft an unkritischen Stellen, wie das eine ist, auch nur noch geklebt.

  4. Du solltest Dich nicht rechtfertigen, aber begründen. Statt beide Bleche zu durchbohren und zu nieten hätts auch ein Blech mit Löchern und je ein ordentlicher MIG-Schweißpunkt getan, oder nicht?
    Schließlich wird im modernen (im Vergleich zum Framo und zu typischen Rods) Automobilbau das Bodenblech auch nur punktuell verschweisst, zwar mit Widerstandspunktschweissen statt MIG, aber in Reparaturwerkstätten wird das ganze ja dann auch wieder umgekehrt repariert, sprich MIG statt Punktzange.

  5. egalkarl:
    In Reparaturwerkstätten wird selbstverständlich
    sehr oft mit der Punktzange gearbeitet…
    Und warum nicht nieten? Ne ordentliche Niet
    hält mehr wie viel meinen. Siehe Flugzeugbau….

  6. Bitumen Matten bekommt man mit Trockeneis und einem Hammer ganz schnell entfernt. Trockeneis grob verteilen und dann mit dem Hammer aufs Blech klopfen…die matte verteilt sich zwar im kompletten Innenraum, aber kann man einfach wegsaugen

    Grüße

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