Neue Kategorie: Maximal 1.500,- Euro Karren

Ich lese diverse Automagazine, auch schreibe ich ab und an für die eine oder andere Publikation Artikel. Es gibt für fast alles Zeitschriften. Neuwagen, Tuning, Custom Cars, Oldtimer, Traktoren, …

Aber eine Kategorie fällt fast immer unten durch: Low Budget Projekte. Oldtimer die mit viel Liebe restauriert wurden, das Geld hat aber nur für eine Garagenlackierung gereicht. Unkonventionelle Tuning-/Custom Projekte zum No Budget Tarif, die Studentenkarre, die immer wieder für den TÜV zusammengebraten wird und ihren eigenen Charme hat…

Deshalb dachte ich mir, ich biete diesen Fahrzeugen einmal eine Plattform. Rechnet jetzt nicht damit, dass hier jede Woche eine neue Karre vorgestellt wird. Ich denke eher an eine Kategorie „Fahrzeug des Monats“.

Welche Fahrzeuge will ich überhaupt vorstellen? Irgendwie muss ich das ja definieren. Ein Ankerpunkt war ein Maximalbetrag, was das Auto gekostet haben darf: 1.500,- Euro.

1500

Ich habe dazu gestern eine Facebook Gruppe aufgemacht, in der man seine Fahrzeuge vorstellen kann. Und da gab es schon die ersten Missverständnisse zu den 1.500,- Euro. Deshalb will ich es das Euch einmal erklären, wie ich es verstehe:

Kaufpreis des Basisfahrzeuges + evtl. Materialkosten, um es in den besonderen Zustand zu versetzen (Restaurierung oder Umbau) ≤ 1.500 Euro

Ich erkläre es Euch an meinem Pirat. Ich habe ihn im Doppelpack mit einem anderen Auto gekauft, den zweiten habe ich geschlachtet und mit den verkauften Teilen den Kaufpreis wieder herausgeholt. Dann habe ich für den Umbau 300-500 Euro Material reingesteckt. Das ist der Betrag, den ich meine. Nicht mitgerechnet habe ich z.B. die Kosten für die Abholung, TÜV Kosten, Fahrtkosten zur Werkstatt, Werkstattmiete, Anschaffungskosten für Werkzeug etc. Ich habe den Wagen nun seit Oktober 2010. In der Zeit sind natürlich einige Reparaturkosten angefallen. Und auch die ganzen Reparaturbleche, die ich jetzt für die Instandsetzung gekauft habe, die Reifen, die ich in der Zeit verschlissen habe, das alles hat natürlich Geld gekostet und sicherlich bin ich inzwischen längst über 1.500 Euro. Ich habe nicht Buch geführt. Trotzdem zähle ich ihn zu den Karren, die deutlich unter 1.500 Euro gekostet haben.

Der letzte Absatz war nur für die, die alles auf die Goldwaage legen. Und wenn sich irgendwann jemand später drüber aufregt, dass genau nachgerechnet der Wagen mehr als 1.500 Euro gekostet hat, dann geht mir das herzlich am Allerwertesten vorbei. Die Auswahl ist rein subjektiv, ich will nur unverbindliche Rahmenbedingungen schaffen.

Die Fahrzeuge, die ich vorstellen werde, sollen folgende Eckpunkte erfüllen:

– Besagte gefühlte maximale 1.500 Euro (ich will dafür keinen Nachweis)
– Fahrzeug ist regulär aktuell auf den Besitzer zugelassen – keine Ex-Autos, keine Stehzeuge
– Das Fahrzeug steht aktuell nicht zum Verkauf, ich will nicht, dass das als Verkaufsplattform genutzt wird
– Eventuell eine schöne Geschichte hinter dem Auto
– Das Fahrzeug muss mich irgendwie „kicken“. Also irgendetwas muss mich persönlich begeistern.

Ich weiß, dass jetzt viele sagen: Hey, in den Kriterien finde ich mich wieder! Deutlich mehr, als ich vorstellen kann. Wie zur Hölle komme ich da rein? Es gibt mehrere Möglichkeiten. Natürlich sehe ich mir die Leserkarren Galerie durch, ob da etwas dabei ist. Zudem habe ich eine Facebook Gruppe aufgemacht, in der man seine Karre nicht nur vorstellen kann, sondern auch mit anderen Fahrern von günstig aufgebauten Autos sich austauschen kann. Natürlich kann man mich auch per eMail anschreiben unter bewerbung@fusseltuning.de und Ihr könnt auch Karren vorschlagen, die Ihr in Foren, auf Treffen oder auf der Straße gefunden habt. Aber irgendeine Möglichkeit des Kontakts zum Besitzer muss gegeben sein. Und natürlich werde ich mich auch persönlich umsehen und gegebenenfalls die Fahrzeugbesitzer ansprechen.

Vollkommen irrelevant ist übrigens, wie gut ich den Besitzer kenne, ob der mir schon einmal geholfen hat, etc. Es geht hier darum, interessante Fahrzeuge vorzustellen. Wenn ich den Besitzer mag, umso besser, aber das ist kein Entscheidungskriterium. Und wenn hier ein Auto nicht vorgestellt wird, heißt das noch lange nicht, dass ich den Wagen nicht gut finde. Bitte nicht sauer sein, wenn ich Eure Karre nicht herauspicke. Aber bei 12 Autos im Jahr muss ich eben selektieren. Zudem würde ich gerne Autos herauspicken, die noch nicht so bekannt sind oder erst auf den 2. Blick interessant sind – und erkläre warum ich sie interessant finde.

Nun ist der Fusselblog natürlich ein weitestgehend nicht kommerzielles Projekt und ich kann nicht zu jedem Auto hinfahren, um es auch zu fotografieren. Erst recht kann ich keinen Fotografen bezahlen. Deshalb gibt es drei Möglichkeiten, was die Bilder angeht.

Die erste wäre, dass man sich eh irgendwo auf einer Veranstaltung trifft und ich die Fotos mache bzw. Ihr kommt bei mir in Mainz einmal vorbei. Es werden dann natürlich keine richtig professionelle Bilder. Ich bin nicht der beste Fotograf, das gebe ich ehrlich zu.

Zweite Möglichkeit wäre, dass ich die Bilder vom Besitzer selbst gestellt bekomme. Ganz wichtig dabei: Die Bilder müssen frei von Rechten Dritter sein. Also wenn Ihr die Bilder nicht selbst gemacht habt, dann muss der Fotograf zustimmen, dass ich sie hier veröffentliche. Also klaut keine Bilder z.B. von Treffen im Internet zusammen dafür. Die Bilder müssen keine sehr hohe Auflösung haben, im Endformat haben die Bilder hier nur eine Breite von 640 Pixeln, das schafft inzwischen jede Handycam.

Und es gibt natürlich die Option, dass jemand sagt: Ich würde gerne für den Fusselblog fotografieren. Dann bewerbt Euch als Fotograf und sagt, in welchem Umkreis Ihr zu Fototerminen anreisen würdet. Das gilt nur für Fotografen, die das hobbymäßig oder semiprofessionell machen und entsprechende Ausrüstung haben. Und damit meine ich nicht ein Fotohandy mit vordefinierten Filtern. Mehr als einen Link auf die Fotohomepage oder Facebook Seite des betreffenden Fotografen kann ich leider nicht anbieten. Die Fotos müssen nicht exklusiv für den Fusselblog sein, aber sollten nicht für Zeitschriften verwendet werden. Weil auch das kann juristischen Ärger bedeuten.

Das ist die Idee der neuen Kategorie. Maximal 1.500,- Euro erst einmal ein Arbeitstitel. Da muss noch ein prägnanterer Name her. Ich denke, da kann man etwas Cooles draus machen. Noch arbeite ich an Details, wie etwa einem Fragebogen, in dem ich ein paar Eckdaten abfragen werde etc. Da ich noch an dem Konzept feile, könnt Ihr auch gerne Anregungen machen zu dem Thema. Wenn ich sie für gut empfinden, nehme ich sie evtl. ins Konzept auf. Aber um einen running Gag im Fusselblog aufzugreifen: Der Fusselblog ist natürlich weiterhin keine Demokratie 😉

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5 thoughts on “Neue Kategorie: Maximal 1.500,- Euro Karren

  1. Super KLE . Trifft voll und ganz meinen Geschmack.
    Endlich werden die Kisten mal hervor gerufen , die auf den meisten Treffen nicht rein gelassen werden oder in der letzten Ecke stehen .

  2. Seit Jahren wehre ich mich erfolgreich dagegen in Mr. Zuckerbergs Datenbank zu landen.Glückwunsch KLE…du hast es geschafft das ich einen Facebook Account zusammenbastle.Werd ich am Wochenende mal machen,mein Auto mal waschen, Zwecks Location die Karre vor einer hübschen bergischen Ruine parken und dann mal sehen was passiert.Willkommen im 21. Jahrhundert Pöni….erst Whattsapp und nun das…

  3. Hallo KLE,

    diese Idee find ich gut! Es gibt Autos für 1500,– oder weniger welche trotzdem von ihren Besitzern gehegt, gepflegt und repariert werden. Es muß nicht alles den Gegenwert eines Eigenheims haben…;-)

    Gruß

    Wolfgang

  4. Aber es geht schon noch um gefusselte Autos, sprich mit minmal finanziellem Aufwand maximal originellisierte Autos?

    Denn ne außergewöhnlich gepflegte Serien-Karre ginge für mich doch sehr am Thema (bzw. am A…) vorbei.

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