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Ich bin zu verwöhnt von alten Autos

Leipzig

Ich war am Wochenende in Leipzig mit dem Prolo. Die Karre lief einfach, da gibt es nix zu berichten, dass ich innerhalb der letzten Woche insgesamt 1.300km ohne Probleme runtergerissen habe mit der Karre, interessiert ja keinen. Ist eben ein oller Polo. Kein Technikoverflow, basic Technik und gut.

In Leipzig hatte ich ein anderes Erlebnis mit einem modernen Peugeot. Fragt mich nicht nach dem Modell. Ich bin absoluter Autonerd, aber Neuwagen? Ich habe keine Ahnung. Einfach, weil es mich wenig interessiert. Wir waren nachts zu viert unterwegs, da fiel ich als Fahrer aus. Da ich viel transportieren musste im Vorfeld, hatte ich nicht einmal einen Beifahrersitz im Auto. Wahrscheinlich bekomme ich so in den Polo mehr geladen, als in jenen Peugeot Kombi – aber ich schweife ab.

Bei der Heimfahrt hatten wir dann ein Problem. Es war kalt. Zugegeben. Aber nicht übertrieben kalt. Sagen wir einmal maximal -10°C. Kenne ich aus meiner Jugend deutlich kälter und wahrscheinlich war die Temperatur höher, es kam einem nur durch den kalten Wind so tierisch kalt vor. Also schnell ab ins Auto und zum Nachtquartier. Einsteigen und ab die Luzie. Denkste!

Ich stecke in solchen Situationen den Schlüssel in das Schloss und da ich die uralte Batterie gegen eine neue getauscht habe, springt der Prolo natürlich auch bei den Temperaturen an. In der innovative neuen Karre legt man den Schlüssel in eine Ablage, drückt einen Startknopf. Man möge mir verzeihen, wenn ich diese Innovation jetzt nicht verstehe, wieso man da mehr für ausgeben muss, dass man keinen Schlüssel mehr drehen muss. Und das funktionierte an dem Abend auch nur in der Theorie. Denn die Karre erkannte den (richtigen) Schlüssel nicht. War es der Elektronik zu kalt? Wir saßen min. 10 Minuten im Auto, bis der Schlüssel das Zicken aufhörte und die Armaturenbrett Disco anging und der Motor dann zugegebener Weise sehr willig ansprang.

Am Ziel angekommen wollte ich meine Tasche aus dem Kofferraum nehmen. Ich wollte einfach die Heckklappe aufreißen. Die Panik im Gesicht des Fahrzeugeigners müsstet Ihr gesehen haben. Natürlich geht auch die Heckklappe elektrisch und wenn man die manuell aufzieht könnte das kaputt gehen. Da frage ich mich natürlich: Was ist, wenn die kaputt ist? Geht die dann gar nicht mehr auf?

Was war ich froh, als ich am Sonntag wieder in meinem Prolo saß. Die Heckklappe öffnet dank sehr guter Gasfedern kinderleicht, der Zündschlüssel funktioniert auch noch bei -35°C, weil es einfachste Mechanik ist, Gut, er ist deutlich lauter im Innenraum, das Sportfahrwerk könnte auf Langstrecken komfortabler sein, ist aber eben ein Sportfahrwerk. Ich musste an dem Bock schon einiges reparieren, aber es ist ein 28 Jahre altes Grundmodell, das neu gerade einmal 11.490 DM gekostet hat. Aber wenn ich mir ansehe, wie diese „Komfortelektronik“ schon bei relativ jungen Autos zickt, will ich nicht wissen, was an so einem Auto alles zu reparieren ist, wenn der 28 Jahre alt wird.

Er mag seine Schwächen aber haben, aber realistisch gesehen braucht kein Mensch mehr als einen Polo…

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Zu kalt für Batterien

Die letzten Tage waren kalt – zu kalt für die Batterie vom Prolo. Nach einem Tag Standzeit bewegte sich der Anlasser nur noch unwillig. Zu unwillig, um den Motor zum Leben zu erwecken. Ich behalf mir mit einer Powerbank, die mir ein Freund geschenkt hat. Echt cool, was die Dinger inzwischen schaffen.

Powerbank

Schade, dass nur ein Autoladegerät dabei war, das Netzgerät fehlte. Also damit Starten und während der Fahrt wieder aufladen. Geht. Aber ich werde mir wohl für die Zukunft einen Adapter besorgen, um das Gerät an eine 220V Steckdose anzuschließen.

Die Powerbank musste herhalten, weil ich mir online eine Batterie bestellt habe. Erstaunlich günstiger, als im Laden. Gestern kam sie und ich bin wirklich fast vom Glauben abgefallen, als ich den Karton öffnete.

Gefahrgut

Klar, Luftpolsterfolie, aber der Karton war dünn und das war nicht kraftschlüssig verpackt, das konnte hin und her rutschen darin. Ob das Paket einen Sturz überlebt hätte? Ich wage es zu bezweifeln. Aber alles gut gegangen. Sie war heil angekommen.

Und natürlich ist sie schon eingebaut.

Batterie

Sollte sich für längere Zeit erledigt haben das Problem. Ich habe diesmal wieder nach schlechten Erfahrungen, eine Markenbatterie genommen. Obwohl das heute wahrscheinlich nicht mehr so viel zu sagen hat. Die alte Batterie wandert in die Werkstatthölle ans CTEK. Ganz tot ist sie noch nicht und kann sicherlich noch einmal als Starthilfe etc. genutzt werden.

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Diesel Fahrverbote – und nu?

Dieselverbot

Nu haben wir den Salat! Das Bundesverwaltungsgericht hat beschlossen: Es darf Diesel Fahrverbote geben. Eine Entscheidung, die ich mir wirklich nicht gewünscht habe, aber ich war mir relativ sicher: Es wird so ausgehen. Als Besitzer gleich dreier Dieselfahrzeuge ärgert mich das natürlich maßlos, droht das Verbot mich doch in meiner automobilen Freiheit einzuschränken. Klar, es ist egoistisch so zu denken, aber ich bin eben auch nur ein Mensch.

Doch was bedeutet das Urteil denn nun? Es bedeutet nicht, dass sofort Dieselfahrzeuge aus den Innenstädten verbannt werden. Es bedeutet, dass die rechtliche Grundlage für so ein Verbot geschaffen wurde. Wie wird das aussehen? Ich denke, das ist erst einmal reine Spekulation. Wann/wo ein Verbot kommen wird, welche Anforderungen ein Fahrzeug erfüllen muss, um in die Innenstädte zu kommen, ob es Ausnahmen für Oldtimer geben wird, etc.

Und auch wenn ich es wieder nicht wahrhaben will, die nächsten Schritte werden kommen. Wieso sollte die Politik aus dem lächerlichen Effekt, den die Dummweltzonen gebracht haben, gelernt haben?

Ich war froh, dass lange sich die Stadt Mainz gegen eine Dummweltzone gewehrt hat – letztendlich haben wir sie aber auch in meiner Wahlheimat. Vielleicht verzögert, aber wenn es saudumm läuft, haben wir irgendwann auch hier ein Dieselverbot.

Es ist ja nicht so, dass es nicht andere Ansätze zur Luftreinhaltung in den Innenstädten gäbe, die vielleicht nicht ganz so unsinnig sind .Ansätze, die ich nicht verstehe, warum sie abgelehnt werden. Beispielsweise: Ich beobachte schon lange ein Phänomen in meinem Bekanntenkreis in Mainz. Immer weniger Studenten haben ein eigenes Auto. Für mich war das als Student damals eine Selbstverständlichkeit: Ich brauche ein Auto, um alles erreichen kann. Gut, die Kosten für den Betrieb eines Autos sind seit damals deutlich gestiegen, aber die jungen Studenten setzen ihre Prioritäten auch teilweise inzwischen komplett anders. Das eigene Auto gehört nicht mehr zwingend zu den Grundbedürfnissen innerhalb der Studienzeit. Etwas anderes macht ihnen die Entscheidung gegen ein Auto zudem einfacher: In Mainz ist es so, dass jeder Student ein Studiticket für den ÖNV kaufen muss – ob er will, oder nicht. Sprich jeder Student zahlt einen Fixbetrag und darf dafür so viel Bus, Straßenbahn etc. fahren, wie er will. Quasi eine Umlage, die das finanziert. Wenn man im Nahbereich ohne Parkplatzsorgen und ohne Spritkosten seine Ziele erreichen kann, wozu dann mit dem Auto fahren?

Zugegeben, ich bin ein fauler Mensch, ich nehme für viele Fahrten lieber das Auto, statt mich mit Fremden in einen Bus zu setzen. Aber wenn es nichts kosten würde? Es gibt den Ansatz, den ÖNV kostenlos für alle zu machen. Aber selbst die Städte, die als Modellstädte ausgewählt wurden, winken ab. Argument: Wer soll das bezahlen? Da stellt sich für mich doch die Frage: Wenn man Studenten zu einer Pauschale verdonnern kann, ein Studiticket zu bezahlen, wieso kann man das nicht mit allen Bürgern machen? Auch schon aus dem Aspekt: Ich zahle jetzt eine Pauschale für den öffentlichen Nahverkehr, dann nutze ich ihn auch. Sonst schenke ich der Stadt ja Geld. Und es ist ja nicht so, dass man nichts für seine Pauschale bekommen würde.

Ganz ehrlich? Ich habe keine Ahnung, ob das funktionieren würde. Ich gebe nicht einmal Brief und Siegel darauf, dass ich dann öfters die Öffentlichen nutzen würde. Aber einen (zeitlich begrenzten) Versuch wäre es doch einmal wert.

Bei einem anderen Punkt bin ich mir aber relativ sicher. Ein Dieselverbot bringt mit hoher Wahrscheinlichkeit nur eine Besserung der Luft im Kommabereich. Und der „Versuch“ wird sicherlich nicht zeitlich begrenzt. Ist einmal das Verbot da, dann bleibt es auch.

Das Dieselfahrverbot bringt wieder einmal nur einer Gruppe etwas: der Autoindustrie, die schön wieder Neuwagen verkaufen kann…

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Posted in Focht Titan

Wie einen eine einzige Mutter aufhalten kann…

Gestern war mal wieder der Wurm drin. Ich wollte in die Werkstatt fahren, aber die Batterie des Prolo war so gut wie leer. O.k. es ist kalt, aber das muss die Batterie trotzdem schaffen. Also hängte ich das Ladegerät dran und lud die Batterie eine Stunde lang. In der Werkstatt habe ich das Messgerät angelegt, die LiMa lädt ausreichend, es ist die Batterie. Gleich vom Werkstattrechner bestellte ich eine neue Batterie.

Aber dann mal weiter am Titan. Ich wollte den zweiten Radkasten entrosten. Da ich eh das Fahrwerk erneuern wollte, dachte ich mir, das Federbein rauszureißen macht Sinn, um überall hinzukommen. Also Bremssattel ab und dann das Federbein rausschrauben. Kein Ding oder? Wenn es beim Versuch, die Mutter am Federbein zu lösen nicht einfach „KNACK“ machte. Das Gewinde ist geplatzt!

Gewinde

Wieso ich nicht auf die Idee kam, den Schlagschrauber einzusetzen, weiß ich nicht. Ich stand wohl auf dem Schlauch. Aber die Mutter saß auch bombenfest. Mit meiner derzeitigen Kompressor Situation wäre ich aber eh nicht weitergekommen vermutlich. Den bisherigen Kompressor kann ich nur bis zu einem gewissen Druck aufpumpen, bevor er abbläst, den neuen hab ich noch nicht zum Funktionieren gebracht – ich steh bei Kompressoren eben komplett aufm Schlauch. Das ist nicht meine Welt, keine Ahnung, wie die funktionieren, wie man das richtet.

Und das Problem: Wie zur Hölle kann man gegenhalten, wenn der Inbus oben nicht mehr packt? Ich probierte es mit einer Grippzange. Nur die Stange das Dämpfers ist einfach zu glatt.

Federbein

Ich probierte es mit Hitze, …

Hitze

… mit grober Gewalt, wobei ich auch den oberen Teller angeflext habe.

Schraube

Ich wollte da einen Schraubenzieher drin probieren. Alles erfolglos. Nicht mal laut Fluchen nützte etwas. So zerstört, wie die Mutter inzwischen war, hätte der Schlagschrauber sicher etwas gebracht. Aber wie schon geschrieben, ich stand auf dem Schlauch. Aber ich kam auf eine Idee, wie die Grippzange tatsächlich Gripp bekommt. Ich setzte einen Schweißpunkt auf die Stoßdämpferstange.

Federbein

Die Grippzange verkantete sich an der Karosserie und die Mutter ging tatsächlich endlich zur Kapitulation über. Das Federbein ist raus!

Federbein

Der Dämpfer ist eh hin, da liegt auch schon Ersatz bereit, nur den oberen Teller muss ich jetzt suchen, sowas müssen doch Leute, die schon ein paar Mk4 Escort geschlachtet haben, herumfliegen haben. (Nachtrag: Ich habe inzwischen über Facebook einen Teller für kleines Geld gefunden)

Das Radhaus hab ich noch soweit möglich entrostet und Brunoxiert. Ich kann also das nächste Mal endlich alles rauslackieren.

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Posted in VW Prolo

Verbindung zum Internet – hatten die Autos Anfang der 90er auch schon!

Die letzten Wochen lief der Prolo im kalten Zustand etwas unwillig. Unrunder Leerlauf etc. Aber ich hatte keine Zeit, mich darum zu kümmern, aber er fuhr ja. Ich habe das auf Verschleiß innerhalb des Zündsystems geschoben. Es sind noch die Zündkerzen drin, die eben im Schlachtauto schon drin waren, Zündkabel? Keine Ahnung, wie alt. Ölwechsel wollte ich eh machen, bestellen wir gleich mal die Verschleißteile von der Zündung mal komplett neu. Einmal wechseln und lange Zeit Ruhe und nicht 27 Gebrauchtteile durchtesten, die evtl. auch einen Schlag haben. Also habe ich im Internet ein Verschleißteilpaket bestellt.

Servicepaket

Und was soll ich sagen? Ich habe bestellt, das Zeug war noch nicht da, ich steige in den Prolo und der Motorlauf ist wieder ruhig und rund. Ohne irgendetwas davon eingebaut zu haben.

Woher wusste der Prolo, dass ich Ersatzteile bestellt habe? Der muss sich wohl in mein WLAN gehackt haben und die Bestellhistory mitgelesen haben. Da soll noch einer sagen, ein VW Polo Bj 1990 hat noch kein Internet. Er nutzt es aber nur privat 😉

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Posted in Focht Titan

Wer Löcher sucht, findet leider welche…

Gestern kam jemand vorbei, um Teile zu holen, aber es blieb trotzdem etwas Zeit, etwas am Titan zu machen. Der Radkasten auf der Beifahrerseite war wirklich morsch, also machte es natürlich Sinn, auch die andere Seite anzusehen. Da war schon einmal geschweißt und ich hatte viel mit Mike Sanders eingejaucht.

Radkasten

Radkasten

Eigentlich nicht viel Arbeit. Dachte ich, aber es ist eben ein Escort und natürlich fand sich auch hier ein Loch. Diesmal hinten zwischen Träger und A Säulen Verstärkung.

Radkasten

Wirklich eine saublöde Stelle, man kommt bescheiden dran. Half nichts. das marode Blech musste raus. Mit allen möglichem Mitteln. Wie das letztendlich aussieht, ist mir eigentlich egal. Hauptsache fest und rostfrei. So wich ich etwas vom Original ab und verband die Träger direkt ohne Kante.

Radkasten

Hat auch den Vorteil, dass so das später reingeblasene Mike Sanders auch in die A-Säulen Verstärkung kriechen kann.

Auf der anderen Seite bin ich schon weiter – da konnte ich den Radkasten rauslacken.

Radkasten

Das war der letzte Rest von Brantho 3 in 1, den ich in schwarz hatte – ich befürchte, ich muss wieder einkaufen. Gut, dass gestern wer da war und ein paar Teile gekauft hat und etwas in die Schrauberkasse eingezahlt hat…

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Februar Altautotreff in Darmstadt – man kann den Frühling riechen!

Herrlicher Sonnenschein. Es war kalt, aber die Sonne war herrlich. Klar, dass es in der kalten Jahreszeit keine Massenaufläufe auf dem Altautotreff gab, aber es waren doch einige interessante Fahrzeuge da, wie beispielsweise dieser Triumph Vitesse.

Triumph Vintesse

Skurriles kleines Autochen, in dem Fall mit einem eben so skurrilen Hardtop – aber mit 6zylinder unter der Haube.

Triumph Vintesse

Hatte ich schon einmal erwähnt, dass ich nach vorne abklappende Fronten (Flip Front) einerseits unpraktisch, andererseits aber auch irgendwie wahnsinnig cool finde?

Triumph Vintesse

Soweit ich mich erinnere, war auch dieses 1303 Cabrio bisher nicht vor Ort.

VW 1303 Cabrio

Als er anfuhr, hörte man schon, dass da nicht nur 34 PS unter der Haube stecken. Darauf angesprochen, gab der Fahrer zu, dass ca. 100PS unter der Haube schlummern. Klar fragt man, ob auf Typ 1 oder Typ 4 Basis. „Selbstverständlich Typ 1 – das macht das H-Kennzeichen einfacher“. Könnte man jetzt drüber diskutieren, aber stimmig ist es auf jeden Fall.

1303 Cabrio

Und dann kommen so Geschichten auf, wie von diesem Kadett C Coupé.

Kadett C

„Da haben wir gemeinsam neue Seitenwände reingebraten, neues Heckblech, neue Schweller etc.“. Und wenn man dann nachbohrt, wann das war, wird gegrübelt und schließlich kamen wir auf 1990. Sie scheinen damals gute Arbeit geleistet zu haben, denn rostig sieht der Kadett nach 28 Jahren immer noch nicht aus.

Natürlich waren noch andere Autos da, ein paar Bilder habe ich in die Galerie gestellt.

Waren wieder nette Gespräche dabei, ein kurzweiliger Sonntagnachmittag. Der nächste Altautotreff ist am 18.03.2018.

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Dann braten wir das mal zu

Der Ushermittwoch ist vorbei, ich werde wohl demnächst endlich wieder mehr Zeit zum Schrauben haben und es wird wieder regelmäßiger Berichte im Fusselblog geben. Wo waren wir denn beim Titan stehen geblieben. Ach ja – der Radkasten.

Einfach ein Blech drüberbraten? Na, so einfach war das nicht. Da finden sich Sicken, Rundungen etc. Keine Ahnung, ob es da ein fertiges Reparaturblech gibt. Ich habe das alles aus dem Vollen gedengelt. Das erste Stück hatte zwei Knicke.

Radkasten

Das zweite hatte eine Rundung. Ich habe alles auf Stoß geschweißt und unten gepunktet.

Radkasten

Dann wurde es etwas schwieriger. Das nächste Blech hatte im Original eine Sicke, die nach unten offen war, damit Kondenswasser abfließen kann. Doof, das dicht zu machen. im Träger könnte sich Wasser sammeln und das Rosten beschleunigen. Also musste ich etwas dengeln. Ich habe das auf der Abkantbank gemacht. Zunächst an einem großzügig zugeschnittenem Blech.

Sicke

Danach habe ich das anhand von Pappschablonen zurechtgeflext. Ich verwende als Pappschablone übrigens immer Verpackungen von Tiefkühlpizza etc. Kostet nix und hat die richtige Papierstärke. Nach dem Zuschneiden kam das Blech an seinen Platz, genau wie das gerade Anschlussblech davor. Der Radkasten ist wieder dicht!

Radkasten

Den Rest des Radkastens habe ich soweit möglich mechanisch entrostet. Danach bekam das alles einen dicken Anstrich mit Brunox. Nach dem Trocknen kann ich das rauslackieren. Ich werde wohl vor dem Montieren des Plastikschutzes alles noch dick mit Mike Sanders zujauchen. Ich will so lange wie möglich verhindern, dass da wieder Schweißarbeiten anfallen.

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Wintersport

Ich hatte ja keine Unterstellböcke etc. in der heimischen Garage, um die Auspuffanlage zu fixen. Sogar 2 Helfer boten an, mir das vorbei zu bringen (Danke dafür!),aber da war ich schon unterwegs, den Pirat zu holen, der um die Ecke von der Werkstatthölle parkte. Kein Schnee, kein Salz auf der Straße, dann kann man den auch fahren. Er stand da schon länger und die kalten Temperaturen derzeit sind nicht gut für die Batterie. Ich musste ihm Starthilfe geben.

Starthilfe

Großen Rangierwagenheber eingepackt, zwei Unterstellböcke und ein paar Auspuffgummis. Damit konnte ich heute zur Tat schreiten. Ich musste den Wagen schieben, denn auch beim Polo war die Batterie schwach. Hängt jetzt das Ladegerät dran, aber ich befürchte, da der nur wenige Tage stand – da wird demnächst eine neue Batterie fällig. Derzeit ist die aus dem Rapid Schlachter drin, wer weiß, wie alt die schon ist. Immerhin hat die jetzt über ein Jahr noch ihren Dienst getan.

VW Prolo

Ich habe mir die Arbeit vereinfacht. Das Rohr eingeölt – das brennt wieder weg und wie bekommt man den Endtopf in die Gummis gezogen? Ich habe ihn mit dem einen Gummi eingehängt und dann habe ich einen Spanngurt an der Abschleppöse eingehängt und auf die andere Seite gezogen.

Auspuffmontage

Erleichtert die Sache ungemein!

Ich hatte leider nur gebrauchte Gummis, besser als nix, aber ich habe schon neue Gummis bestellt. Ich will die Auspuffanlage eh noch einmal demontieren, denn ich will so einen Vorfall in Zukunft verhindern. Es ist immer der Mitteltopf, der Ärger macht. Ich bin an der Kante hängen geblieben. Was wäre, wenn es diese Kante nicht mehr gäbe?

Man könnte den Topf weglassen. Es gibt sogar ein komplettes Rohr zu kaufen in der richtigen Form. Dadurch würde aber die ABE des Fahrzeuges erlöschen. Keine wirkliche Option. Zudem würde er vermutlich zu laut. Ich habe mir Folgendes ausgedacht: Man könnte doch vor und hinter dem Topf je ein Blech aufschweißen, als eine Art Gleitschiene.

Gleitschiene

Dadurch wäre die Kante beim Vor- und Zurückfahren weg, an der ich immer hängenbleibe am Garagentor. Das sollte eigentlich funktionieren…

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Eine intelligente Auspuffanlage

Der Prolo ist tief. Gefällt mir optisch ganz gut, aber so im Alltagsbetrieb ist das – na sagen wir mal subotimal. So kam es am Wochenende bei mir in der Garage zum Showdown.

Ich war unterwegs, hatte meine DJ PA im Auto (ohne Beifahrersitz passt das) und wenn man die Karre gnadenlos vollpackt wird sie noch tiefer. Nun habe ich da so ein kleines Tiefgangproblem: Die Schwelle zu meiner Garage. Ich musste das Auto schnell wegstellen und fuhr es unüberlegt voll beladen in die Garage. Und ich saß mit der Mitte des Fahrzeuges fest. Ich hatte keine Zeit – was macht man unvernünftiger Weise? Richtig, man gibt eben etwas mehr Gas. Und was sagt das Sprichwort? Der Klügere gibt nach – anscheinend ist meine Auspuffanlage die Klügere.

Auspuff

Einmal komplett ab. Was ne Scheiße!

Ich setze eigentlich nie mit dem Prolo auf – nur an 2 Stellen. Eine davon ist das eben dieses vermaledeite Garagentor.

Nu hab ich erst einmal ein logistisches Problem, denn der Prolo steht hinterm Haus und nicht in der Werkstatthölle. Hier habe ich keine Unterstellböcke und keine neuen Auspuffgummis, um das alles zu montieren. Irgendwie wird sich das aber lösen lassen. Der Auspuff ist ja nicht kaputt, ich hab ihn nur durch Hängenbleiben demontiert…

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