Posted in VW Prolo

Eine intelligente Auspuffanlage

Der Prolo ist tief. Gefällt mir optisch ganz gut, aber so im Alltagsbetrieb ist das – na sagen wir mal subotimal. So kam es am Wochenende bei mir in der Garage zum Showdown.

Ich war unterwegs, hatte meine DJ PA im Auto (ohne Beifahrersitz passt das) und wenn man die Karre gnadenlos vollpackt wird sie noch tiefer. Nun habe ich da so ein kleines Tiefgangproblem: Die Schwelle zu meiner Garage. Ich musste das Auto schnell wegstellen und fuhr es unüberlegt voll beladen in die Garage. Und ich saß mit der Mitte des Fahrzeuges fest. Ich hatte keine Zeit – was macht man unvernünftiger Weise? Richtig, man gibt eben etwas mehr Gas. Und was sagt das Sprichwort? Der Klügere gibt nach – anscheinend ist meine Auspuffanlage die Klügere.

Auspuff

Einmal komplett ab. Was ne Scheiße!

Ich setze eigentlich nie mit dem Prolo auf – nur an 2 Stellen. Eine davon ist das eben dieses vermaledeite Garagentor.

Nu hab ich erst einmal ein logistisches Problem, denn der Prolo steht hinterm Haus und nicht in der Werkstatthölle. Hier habe ich keine Unterstellböcke und keine neuen Auspuffgummis, um das alles zu montieren. Irgendwie wird sich das aber lösen lassen. Der Auspuff ist ja nicht kaputt, ich hab ihn nur durch Hängenbleiben demontiert…

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Posted in Focht Titan

Irgendwie verquatscht

Ich bekam gestern einen Anruf. Ein Kumpel war mit dem Autotransportanhänger unterwegs und er hatte ein paar Probleme mit dem Hänger. Er brauchte eine Werkstatt auf dem Weg, um das zu fixen. Gut, dass ich eh vorhatte, in die Werkstatthölle zu fahren. Ich wollte mir den Radkasten zur Brust nehmen.

Radkasten

Auf den Bildern kommt das nicht richtig raus, aber der untere Rand war da auf einer ziemlichen Breite durch.

Da der Kumpel noch unterwegs war, habe ich angefangen das marode Blech rauszutrennen. Erst ein kleineres Stück, dann mehr und noch mehr – irgendwie war letztendlich mehr marode, als ich anfangs dachte. Oder anders ausgedrückt: manches davon hätte man stehen lassen können und hätte es dann beim nächsten TÜV schweißen müssen.

Radkasten

Das Federbein habe ich noch rausgenommen, dann kam mein Besuch. Wie wir sein Problem an seinem Hänger provisorisch gefixt haben – ich schreibe es besser nicht. Es war seine Idee, ob ich so weitergefahren wäre – ach lassen wir das…

Ich dachte, er kommt vorbei, wir lösen schnell sein Problem und dann fährt er weiter und ich schaffe weiter. Aber irgendwie haben wir uns verquatscht, so dass ich eigentlich zu nix mehr gekommen bin. Gut, dass ich keinen fixen Termin habe, zu dem der Titan fertig sein muss…

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Posted in Focht Titan

Lustige Diskussionen

Ich schreibe ja gerne Blog, würde es mir keinen Spaß machen, hätte ich es nicht so lange durchgezogen – immerhin seit dem 29.12.2004. Und der Blog lebt auch davon, dass meine Beiträge kommentiert werden. Ich lese das gerne, egal, ob etwas gelobt wird, oder auch kritisiert. Manchmal bringen einen die Kommentare auch weiter, bestärken einen, helfen Entscheidungen zu finden. Hier und da sind immer einmal wieder interessante Anregungen dabei. Aber was da so in letzter Zeit abgeht – hach ja, es amüsiert mich auch schon ein wenig…

KLE

Da kommen so Forderungen, wie „AIDS. Ab in die Schmelze mit der Karre. Bitte. Wirklich. Komplett ernst, ohne einen Schatten Ironie oder Sarkasmus.“ (Egon Olsen) oder „Ohne Spaß, da ist jede Minute Zeit doch vergeudet! Verkauf/Verschenk den Haufen Bleck und stürz dich auf ein neues Projekt!“ (VR5).

Ich bin ehrlich: Ja, ich bin etwas angenervt, dass auf der Zielgeraden des Titan Projekts jetzt noch mehr Roststellen aufgetaucht sind, die mir deutlich gegen den Strich gehen. Ob das jetzt an den Vorbesitzern, dem hoch angesehenem Hersteller Focht, oder was auch immer liegt – es ist furchtbar egal. Fakt ist, der Vorderwagen ist eben rostig.

Im Falle der Radkästen – den Zustand von dem auf der Fahrerseite habe ich noch nicht einmal inspiziert – könnte ich theoretisch einfach Folgendes machen: Plastikradkästen wieder rein, zum TÜV fahren und es wäre vermutlich nichts passieren, weil er es eh nicht sieht. Habt Ihr schon einmal einen Prüfer gesehen, der Plastikradhausschalen rausschraubt, um zu sehen, wie es darunter aussieht? Ich nicht. Ich will nicht wissen, wie es unter machen diesen Verblendungen aussieht. Aber nun bin ich einmal drüber und auf die Verzögerung/Arbeit kommt es nun wirklich nicht mehr an. Nägel mit Köpfen und dann erst einmal Ruhe.

Es ist doch scheißegal, wie lange der Aufbau des Titan dauert. Ich habe zwei angemeldete Autos, die mich von A nach B bringen. Nach dem Sinn zu fragen, warum ich ein Renault Rapid Heck auf einen Ford Escort setze und dann dafür auch noch so eine ranzige Basis mit Unfallschaden dafür genommen habe. Das ist doch Unfug! Also das ganze Projekt ist Blödsinn, rechnet sich nie und nimmer, die Arbeitsstunden sehe ich im Wiederverkauf nie wieder. Darum geht es bei meinen Projekten aber doch nicht wirklich. Die Sinnfrage zu stellen, stellt den kompletten Blog hier in Frage.

Es ist ein Hobby. Nicht mehr und nicht weniger. Und der Blog zeigt auf, dass es eben kein Spaziergang ist, aus einer Allerweltskarre etwas zu bauen, das es vorher nicht gab. Dass es geht ohne immensen finanziellen Aufwand, aber das auf der anderen Seite dann eben da ungezählte Arbeitsstunden stehen müssen.

Ganz klar: Ich habe mich ein wenig blenden lassen von der Optik beim Kauf des Titans. Denn der sah wirklich gut erhalten aus. Ob ich das Projekt angefangen hätte, wenn ich um den wahren Zustand gewusst hätte – ich weiß es nicht. Aber das ist inzwischen auch vollkommen egal. Augen zu und durch.

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Es nimmt kein Ende…

Ich hatte Euch ja diesen einen Batteriehalter gezeigt. Den habe ich eher blind gekauft bei eBay. Betrag X oder Preisvorschlag. Das spiele ich gerne. Besonders bei Teilen, die doch eigentlich keine Sau braucht. Oder hört Ihr ständig „Scheiße, bei meinem Renault Megane II ist kaputt gegangen, ich brauch dringend einen neuen!“ Ich hab das noch nie gehört. In der Werkstatt mal neben den Ford Batteriehalter gelegt. Ja, kommt hin.

Batteriehalter

Ich musste etwas Beischleifen, ein paar Halter wegsäbeln und dann passte der. Reicht auch für größere Batterien, als den verwendeten Platzhalter.

Batteriehalter

Darunter habe ich alles faule Blech rausgetrennt und den Rost weggeschliffen. Damit die Dämmmatten von den herumfliegenden Funken kein Feuer fangen, habe ich die nass gemacht. Ist gut gegangen. Das muss ich noch mit dem Heizlüfter später wieder trocknen.

Weiter ging es mit dem Rost im Motorraum. Rausschleifen, so weit man drankommt. Eine Scheißarbeit.

Motorraum

Motorraum

Und dann tat ich etwas, was mir den Abend gründlich versaut hat. Ich dachte mir: Moment einmal, wenn die untere Kante vom Motorraum rostig war, wie sieht die andere Seite eigentlich aus, also der Radkasten? Da sitzen Plastikradkästen drin und verdecken alles. Es kam, wie es kommen musste.

Radkasten

Radkasten

Rost, Rost, Rost, Und vor allem am unteren Rand auch Durchrostungen. Kotflügel abschrauben? Ist nicht. Die sind beim Escort verschweißt. Fällt Euch etwas auf? So an der Farbe? Welche Farbe hatte nochmals der Escort ursprünglich? Richtig. Rot. Und warum sind die Radkästen dann bitte weiß? Haben die da etwa eine Schicht Lack gespart, weil eh nicht zu sehen?

Ach Fickt Euch doch Ford!

Fuck for Ford!

Ich hab das Verschliffene natürlich noch mit Brunox behandelt, ich muss ja drauf zuarbeiten, das Blech unter der Batterie wieder einzusetzen – und als Sandwich mit Rost dazwischen wäre das nur eine Lösung für eine TÜV Periode.

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Ja, ich weiß…

…ich lasse Euch Leser gerade etwas im Stich bei Eurer täglichen Lektüre. Es kamen schon die ersten Beschwerden, dass in der Frühstückspause die Lektüre fehlt. Und Ihr habt ja Recht. Ich schreibe gerade extrem wenig. Das liegt an der 5. Jahreszeit in Mainz – und daran, dass ich etwas erkältet bin. Nicht schlimm, aber wenn ich mit der Erkältung in die ungeheizte Werkstatt zum Schrauben fahre, dann wird das eine ausgewachsene Männergrippe. Und wir wissen alle: Die führt direkt zum Tod 😉

Ich mache mir aber nebenbei Gedanken über das Batteriefach am Titan. Ich werde da wohl ein Blech einnieten und einkleben. Vorher aber allen Rost rausschleifen, nachbehandeln etc. Nur will ich das Batteriehalteblech nicht mehr einbauen. Das ist auch vom Rost angefressen. Setze ich das wieder ein, beginnt die Scheiße von vorne. Das will ich nicht. Original muss es ja nicht werden.

Deshalb recherchiere ich gerade nach Batteriebefestigungen aus Plastik, wie sie viele modernere Autos haben.

Batteriehalter

An dem oberen Halter bin ich gerade dran – wobei ich mir nicht sicher bin, dass der von der Breite auch für eine dicke Diesel Batterie passt.

Voraussetzungen: Der Halter muss flach sein, weil ich wenig Platz nach oben habe und er muss eben auch eine Diesel Batterie aufnehmen. Spannendes Thema. Ich müsste mal mit einem Zollstock auf den Schrottplatz gehen, wobei die immer weiter aussterben. Und – ach ja – ich bin ja erkältet und will verhindern, dass es eine ausgewachsene Männergrippe wird…

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Posted in Focht Titan

Das fängt ja gut an!

Ich habe derzeit wirklich Halli Galli in der Mainzer Fassenacht – war bereits auf 18 Veranstaltungen, bis zu 4 an einem Tag. Da kommt man nicht weiter zum Schrauben. Gestern habe ich es aber wieder einmal geschafft.

Ich hatte mir vorgenommen, endlich am Titan weiterzumachen. Die Entrostung des Motorraums steht auf dem Programm. Also habe ich brav wieder damit angefangen, Rost wegzuschleifen.

Motorraum

Hilft ja nix. Scheiß Arbeit, aber wenn man länger Ruhe haben will, dann muss das alles sauber sein. Ich will keinen Bling Bling Motorraum – aber auch keinen roten.

Beim Entrosten des Batterieblechs fiel mir nach etwas Schleifen auf, dass da etwas nicht stimmt. Das ist kein Dreck unter dem Blech – das sind die Dämmatte vom Innenraum – ich kam mit dem Schraubenzieher problemlos durch.

Batterieblech

Würde der TÜV nicht sehen, da sitzt ja die Batterie drüber. Aber der Beifahrer bekommt nasse Füße. Ist doof irgendwie. Hilft nix. Das Blech muss raus. Mal ehrlich? Wer konstruiert so nen Scheiß? Doch nur Firmen, die hoffen, dass man so einen Escort nach 15 Jahren wegwirft und einen neuen kauft. Unter diesem Blech sammelt sich Dreck, der wunderbar Wasser speichert und dann nimmt das Elend seinen Lauf. Ausbohren war gar nicht so einfach, denn an die hinteren Schweißpunkte kommt man selbst mit dem Akkuschrauber nicht senkrecht drauf.

Batterieblech

Und NATÜRLICH saßen hinten mehr Schweißpunkte also vorne. Mit viel Gewalt ließ sich das Batterieblech herausreißen. Das ganze Desaster kam zum Vorschein.

Batterieblech

Übel, übel kann ich nur sagen. Da hilft nur Amputation. Als ich das rausgetrennt habe, kam zu Vorschein, dass das von unten durchgerostet ist.

Batterieblech

Und nun stehe ich vor einem Problem: Das Braune, das da durchscheint, sind Dämmatten. Und die wollte ich einfach rausnehmen, damit ich beim Entrosten und Schweißen die Karre nicht anzünde. Auch wenn sie es wieder einmal verdient hätte. Problem: Die liegt zwischen Spritzwand und Armaturenbrett. Ich will aber nicht wegen dieser Scheiße das Armaturenbrett rausreißen.

Ich muss mal recherchieren, ob die irgendwie rauszunehmen ist, ohne das Armaturenbrett auszubauen, sonst muss ich das anders lösen mit Blechen dazwischen, nassen Lappen oder sowas.

Ich war ernsthaft genervt und vor allem wurden meine Ohren kalt, hatte keine Wollmütze dabei. Eine Erkältung in der kalten Halle kann ich gerade nicht riskieren, also entschloss ich mich, an der Stelle abzubrechen. Vorher habe ich aber die bisher geschliffenen Rostflächen noch mit Brunox behandelt.

Brunoxieren

Ganz bekommt man den Rost nicht ab ohne tiefer zu schleifen und ich will nicht zu viel Substanz verlieren. Und wenn man die Stellen nicht behandelt, bildet sich wieder Flugrost. Also gehen wir einmal auf Nummer sicher, auch wenn ich auf der Seite noch nicht fertig bin.

Irgendwann hatte ich behauptet, ich wäre mit den Schweißarbeiten durch. Da war wohl ein Irrtum.

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Die Narrekappe uff!

Das neue Jahr hat begonnen, nicht jeder versteht es, aber die Fastnacht hat mich gerade fest im Griff. Gestern war der erste Abend ohne Veranstaltung und da zog es mich natürlich in die Werkstatt. Zunächst stand ein Beleuchtungsproblem am Prolo an. Ein Hauptscheinwerfer ging nicht und ein Fernscheinwerfer. Beim Hauptscheinwerfer war es die Birne, die ich ersetzt habe, beim Fernscheinwerfer dachte ich, dass es ebenfalls die Birne zerfetzt hat, denn der war innen vollkommen nass.

Fernscheinwerfer

Vor dem Wechseln der Birne stand erst einmal Trockenlegen auf dem Plan. Ich habe das mit der Heißluftpistole gemacht. Immer reinhalten bis es dampft, ausdampfen lassen und dann von vorne. So lange bis er eben trocken war.

Fernscheinwerfer

Ich hätte den längst ausgetauscht, aber die Fernscheinwerfer für den Polo 86C Grill gibt es nicht einfach billig im Zubehör. Hauptscheinwerfer? Kleingeld! Aber die Fernscheinwerfer nicht. Und selbst für kaputte Grills mit Fernscheinwerfern werden astronomische Preise aufgerufen. Bei VW direkt habe ich noch nicht nachgefragt, weil es mir wahrscheinlich zu teuer wäre.

Naja, vielleicht war auch nur der Gummi hinten nicht richtig drauf. Genau wie der Massestecker der Verkabelung. Der war nämlich ab und nicht die Birne hin. Und als ich das wieder aufgesteckt habe, wusste ich auch warum: Der saß total locker. Ein Nachbiegen des Kabelschuhs wird wohl nachhaltig Besserung bringen.

Der Rest des Abends ging wieder einmal für die Fastnacht drauf. Ich habe demnächst eine Veranstaltung, bei der ich Fahnen aufhängen muss. Dafür habe i9ch Aufsätze für verschiedene Stative geschweißt – Käfer Lenksäulen haben sich prima geeignet. Gebe da kein Geld aus für.

Fahnensteben

Fastnacht bedeutet auch, dass sich das Aussehen des Prolos temporär ändert. Jetzt ist er wieder Gardetransporter und dementsprechend kam die Narrenkappe wieder aufs Dach.

VW Prolo

Die bleibt jetzt auf dem Dach, bis sie Aschermittwoch wieder feierlich abgenommen wird als Zeichen, dass die Fastnacht vorbei ist. Ich habe bei der Gelegenheit mal aktuelle Bilder von dem Bock gemacht.

VW Prolo Jägergarde

VW Prolo Jägergarde

In diesem Sinne Helau aus Mainz!

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Posted in Bloginterna

Der Fusselblog wünscht einen guten Drift ins neue Jahr!

Silvester

Ein bewegtes Schrauberjahr liegt hinter mir. Mit Höhen und mit Tiefen – aber hey! Beispielsweise haben beide meiner derzeit angemeldeten Autos den TÜV geschafft!

Keine Angst, der traditionelle Jahresrückblick folgt noch. In der Fastnachtszeit werde ich wegen meinem Engagement mit der Meenzer Jägergarde eher weniger zum Schrauben kommen, da werde ich die Durststrecke dafür nutzen, dass der Fusselblog nicht zu langweilig wird.

Ich denke auch mal, nach Fastnacht werde ich mein Titan Motivationsloch überwunden haben, es muss ja endlich mal weitergehen mit dem Bock. Dieser rostige Motorraum… Ach, Drahtbürstenaufsatz, Brunox und Brantho werden es schon richten. Ein paar Abende warmschaffen mit schwarzem Gesicht, dann geht´s an die Technik.

2018 muss der Bock auf die Gasse. Was habt Ihr so vor im kommenden Jahr?

Egal, ob Ihr Euer Auto in die Werkstatt schafft, nur gerade einmal einen Zündkerzenwechsel selbst schafft, oder aus einem Klumpen Rost einen Neuwagen zaubern könnt: Ich wünsch Euch ein tolles Schrauberjahr 2018! Und immer ganz wichtig für mich: Bleibt kreativ und wagt immer einmal einen Blick über den Tellerrand! Das Hobby Automobil bietet so viel Spaß und so viele Möglichkeiten, man kann es im kleinen oder großen Stil ausleben.

Ich hoffe, wir lesen uns auch im Jahr 2018!

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Noch eine weitere Standparkverkleinerung

Ich bin ja zu dem Schluss gekommen, dass ich irgendwie nie fertig werde mit all den vielen Projekten, die ich am Hacken habe. Und ich habe aussortiert: Welche Autos will ich, ob es Sinn macht oder nicht, behalten. Und welche wären EVENTUELL abzugeben. Ich habe das auch in einer internen WhatsApp Gruppe angesprochen, in der noch echte Schrauberhelden sind. Komischerweise auch viele Katzenbesitzer. Keine Ahnung, warum die alle diese Drecksviecher halten – aber ich schweife ab…

Einer davon meinte, dass der 5ender eventuell etwas für ihn wäre. Der 5ender. Noch lange nicht fahrbereit, seit über 4 Jahren im Außenlager Tiefgarage. Einst eines meiner Lieblingsprojekte, aber irgendwie habe ich die Beziehung zu dem Wagen verloren. Marktwert? SEHR schwierig. Aber ich wäre naiv zu denken, dass man da Unsummen dafür bekommt. Ich nannte einen aus der Hüfte geschossenen Freundschaftspreis und er sagte ja. So werden Autos verkauft unter Freunden. Punkt.

Abholung ginge zwischen den Jahren und was soll ich sagen: So, wie ich es mag: Ein Mann, ein Wort. Oder um es beim Namen zu nennen: Ein Burt, ein Wort.

Also zog ich gestern in die Werkstatthölle und suchte die Teile zusammen, die zum 5ender gehören. Er war länger zu mir unterwegs, eigentlich wollten wir uns an der Werkstatthölle treffen, aber wir disponierten um und trafen uns direkt an der Tiefgarage. Der dritte im Bund war Ronny. Für den hatte Burt einen Motor dabei, Ronny für mich ein Stativ – Teilemauschereien auf höchstem Niveau wie immer. Der Motor stand auf einer Palette und wurde erst einmal in Ronnys Letzthandfiasko geworfen.

Austauschaktion

Dann ging es zu dritt in die Tiefgarage. Analyse: 2 Reifen platt. Wusste ich aber schon vorab. Ich hatte eine elektrische Pumpe dabei aus einem Pannenset. Mit vereinten Kräften ließ er sich auch so schieben, bis das Kabel zu meinem Zigarettenanzünder reichte, dann aber Luft auf die Pneus.

5ender

Die Räder drehten wieder frei, wir waren zu dritt, also Spanngurt an den Prolo als Abschleppseil und dann aus der Tiefgarage gezogen. Der 5ender sah seit ewiger Zeit wieder das Tageslicht!

5ender

Auf den Hänger ging es ohne Winde, der Hänger stand bergab. Ein Kinderspiel. Also nur noch mit Gurten sichern.

5ender

Die Teile kamen beim Zugfahrzeug in den Kofferraum, dann konnte es losgehen.

5ender

Aber noch nicht auf die Autobahn. Wenn Schrauberkumpels, die quer über Deutschland verteilt wohnen, sich schon mal treffen, dann geht man wenigstens noch einen Happen essen.

Team

Kurz nach dem Aufladen fing es heftig an zu schneien. Glück gehabt. Also ich. Denn ich musste ja nicht mit dem Gespann durch das Schneegestöber quer durch Deutschland.

Gespann

Was wird nun mit dem 5ender passieren? Ich denke erst einmal nicht viel. Burt hat die Gelegenheit genutzt, sich ein Projekt aufzuhalsen. Er will da sein Projekt draus machen. Anders weitebauen, als ich es getan habe. Und das darf er natürlich auch, das ist jetzt sein Auto.

Die Basis dafür hat auf jeden Fall einen entscheidenden Vorteil: Man zerstört keinen gesuchten Oldtimer, der Wagen ist nun wirklich schon versaut. Wir dürfen Gespann sein…

Einerseits fiel mir der Abschied auch ein wenig schwer, aber andererseits muss ich sage: Irgendwie ist es auch ein wenig, wie wenn eine Last von mir abgefallen ist. Wann hätte ich auch noch den fertigstellen sollen? Das war es wahrscheinlich mit der Fuhrparkverkleinerung. Vorerst. Ich habe mir für die Zukunft vorgenommen, wenn ein neues Auto kommt, muss ein anderes gehen. So ein Fünkchen Vernunft in meiner absolut unvernünftigen, aber liebgewonnenen und intensiv gelebten Schrauberwelt.

Und nebenbei: ich habe ja immer noch sieben Autos…

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Posted in VW Prolo

Mein persönliches Weihnachten…

Ich war über die Feiertage mit meinem Prolo in meiner alten Heimat Oberfranken. Der Wagen läuft inzwischen zuverlässig, sogar ganz flott. Laut GPS auf dem Navi immerhin 162 km/h auf der Ebene. Finde ich in Ordnung für 55PS und sind immerhin 8 km/h mehr, als im Schein angegeben.

In Oberfranken war es etwas kälter und wenn es im Wagen unter null ist, wird die Tachowelle RICHTIG laut. Wird es wärmer, ist sie leise. Eine neue Tachowelle lag allerdings schon im Kofferraum.

Tachowelle

Ich wollte die aber nicht wechseln, solange es das Provisorium mit der Passat Tachowelle irgendwie funktioniert. Schließlich musste ich eh noch einmal ran, weil auch der Tacho ein Provisorium war.

Heute kam dann mein verspätetes Weihnachtspaket von Holger – der überholte Tacho ist da!

Tacho VW Polo 86C mit DZM

Das ist inzwischen ein wildes Puzzle aus verschiedenen Tachos, selbst die Folie hat er von einem anderen Tacho übernommen. Er hat die am besten erhaltene genommen, musste aber tatsächlich auch hier eine Leiterbahn durch ein sauber aufgelötetes Kabel ersetzen.

Tacho VW Polo 86C

Das angeschraubte Kabel ist für Klemme 1 zur Zündspule. Das Kabel fehlt bei meinem Polo. Ob serienmäßig oder irgendwann entfernt, das lassen wir einmal außen vor. Am Kabelbaum wurde in Vergangenheit ja einiges gefummelt.

Ich konnte nicht anders, ich musste den natürlich gleich einbauen. Der Grund für die lärmende Tachowelle sah man auf den ersten Blick.

Tachowelle

Wieder das Gefummel beim Einbau, aber siehe da:

Alles funktioniert! Aber ganz ehrlich – wenn Holger sich so etwas annimmt, dann habe ich auch nichts anderes erwartet.

Danke an Holger! War mein schönstes Weihnachtsgeschenk, wobei ich ja eigentlich der Meinung bin, dass es außer bei den Kindern bei Weihnachten eh nicht um Geschenke geht, sondern vielmehr darum, dass sich die Familie wieder einmal trifft und ein paar schöne Tage gemeinsam verbringt…

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