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Wie einen eine einzige Mutter aufhalten kann…

Gestern war mal wieder der Wurm drin. Ich wollte in die Werkstatt fahren, aber die Batterie des Prolo war so gut wie leer. O.k. es ist kalt, aber das muss die Batterie trotzdem schaffen. Also hängte ich das Ladegerät dran und lud die Batterie eine Stunde lang. In der Werkstatt habe ich das Messgerät angelegt, die LiMa lädt ausreichend, es ist die Batterie. Gleich vom Werkstattrechner bestellte ich eine neue Batterie.

Aber dann mal weiter am Titan. Ich wollte den zweiten Radkasten entrosten. Da ich eh das Fahrwerk erneuern wollte, dachte ich mir, das Federbein rauszureißen macht Sinn, um überall hinzukommen. Also Bremssattel ab und dann das Federbein rausschrauben. Kein Ding oder? Wenn es beim Versuch, die Mutter am Federbein zu lösen nicht einfach „KNACK“ machte. Das Gewinde ist geplatzt!

Gewinde

Wieso ich nicht auf die Idee kam, den Schlagschrauber einzusetzen, weiß ich nicht. Ich stand wohl auf dem Schlauch. Aber die Mutter saß auch bombenfest. Mit meiner derzeitigen Kompressor Situation wäre ich aber eh nicht weitergekommen vermutlich. Den bisherigen Kompressor kann ich nur bis zu einem gewissen Druck aufpumpen, bevor er abbläst, den neuen hab ich noch nicht zum Funktionieren gebracht – ich steh bei Kompressoren eben komplett aufm Schlauch. Das ist nicht meine Welt, keine Ahnung, wie die funktionieren, wie man das richtet.

Und das Problem: Wie zur Hölle kann man gegenhalten, wenn der Inbus oben nicht mehr packt? Ich probierte es mit einer Grippzange. Nur die Stange das Dämpfers ist einfach zu glatt.

Federbein

Ich probierte es mit Hitze, …

Hitze

… mit grober Gewalt, wobei ich auch den oberen Teller angeflext habe.

Schraube

Ich wollte da einen Schraubenzieher drin probieren. Alles erfolglos. Nicht mal laut Fluchen nützte etwas. So zerstört, wie die Mutter inzwischen war, hätte der Schlagschrauber sicher etwas gebracht. Aber wie schon geschrieben, ich stand auf dem Schlauch. Aber ich kam auf eine Idee, wie die Grippzange tatsächlich Gripp bekommt. Ich setzte einen Schweißpunkt auf die Stoßdämpferstange.

Federbein

Die Grippzange verkantete sich an der Karosserie und die Mutter ging tatsächlich endlich zur Kapitulation über. Das Federbein ist raus!

Federbein

Der Dämpfer ist eh hin, da liegt auch schon Ersatz bereit, nur den oberen Teller muss ich jetzt suchen, sowas müssen doch Leute, die schon ein paar Mk4 Escort geschlachtet haben, herumfliegen haben. (Nachtrag: Ich habe inzwischen über Facebook einen Teller für kleines Geld gefunden)

Das Radhaus hab ich noch soweit möglich entrostet und Brunoxiert. Ich kann also das nächste Mal endlich alles rauslackieren.

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Verbindung zum Internet – hatten die Autos Anfang der 90er auch schon!

Die letzten Wochen lief der Prolo im kalten Zustand etwas unwillig. Unrunder Leerlauf etc. Aber ich hatte keine Zeit, mich darum zu kümmern, aber er fuhr ja. Ich habe das auf Verschleiß innerhalb des Zündsystems geschoben. Es sind noch die Zündkerzen drin, die eben im Schlachtauto schon drin waren, Zündkabel? Keine Ahnung, wie alt. Ölwechsel wollte ich eh machen, bestellen wir gleich mal die Verschleißteile von der Zündung mal komplett neu. Einmal wechseln und lange Zeit Ruhe und nicht 27 Gebrauchtteile durchtesten, die evtl. auch einen Schlag haben. Also habe ich im Internet ein Verschleißteilpaket bestellt.

Servicepaket

Und was soll ich sagen? Ich habe bestellt, das Zeug war noch nicht da, ich steige in den Prolo und der Motorlauf ist wieder ruhig und rund. Ohne irgendetwas davon eingebaut zu haben.

Woher wusste der Prolo, dass ich Ersatzteile bestellt habe? Der muss sich wohl in mein WLAN gehackt haben und die Bestellhistory mitgelesen haben. Da soll noch einer sagen, ein VW Polo Bj 1990 hat noch kein Internet. Er nutzt es aber nur privat 😉

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Wer Löcher sucht, findet leider welche…

Gestern kam jemand vorbei, um Teile zu holen, aber es blieb trotzdem etwas Zeit, etwas am Titan zu machen. Der Radkasten auf der Beifahrerseite war wirklich morsch, also machte es natürlich Sinn, auch die andere Seite anzusehen. Da war schon einmal geschweißt und ich hatte viel mit Mike Sanders eingejaucht.

Radkasten

Radkasten

Eigentlich nicht viel Arbeit. Dachte ich, aber es ist eben ein Escort und natürlich fand sich auch hier ein Loch. Diesmal hinten zwischen Träger und A Säulen Verstärkung.

Radkasten

Wirklich eine saublöde Stelle, man kommt bescheiden dran. Half nichts. das marode Blech musste raus. Mit allen möglichem Mitteln. Wie das letztendlich aussieht, ist mir eigentlich egal. Hauptsache fest und rostfrei. So wich ich etwas vom Original ab und verband die Träger direkt ohne Kante.

Radkasten

Hat auch den Vorteil, dass so das später reingeblasene Mike Sanders auch in die A-Säulen Verstärkung kriechen kann.

Auf der anderen Seite bin ich schon weiter – da konnte ich den Radkasten rauslacken.

Radkasten

Das war der letzte Rest von Brantho 3 in 1, den ich in schwarz hatte – ich befürchte, ich muss wieder einkaufen. Gut, dass gestern wer da war und ein paar Teile gekauft hat und etwas in die Schrauberkasse eingezahlt hat…

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Februar Altautotreff in Darmstadt – man kann den Frühling riechen!

Herrlicher Sonnenschein. Es war kalt, aber die Sonne war herrlich. Klar, dass es in der kalten Jahreszeit keine Massenaufläufe auf dem Altautotreff gab, aber es waren doch einige interessante Fahrzeuge da, wie beispielsweise dieser Triumph Vitesse.

Triumph Vintesse

Skurriles kleines Autochen, in dem Fall mit einem eben so skurrilen Hardtop – aber mit 6zylinder unter der Haube.

Triumph Vintesse

Hatte ich schon einmal erwähnt, dass ich nach vorne abklappende Fronten (Flip Front) einerseits unpraktisch, andererseits aber auch irgendwie wahnsinnig cool finde?

Triumph Vintesse

Soweit ich mich erinnere, war auch dieses 1303 Cabrio bisher nicht vor Ort.

VW 1303 Cabrio

Als er anfuhr, hörte man schon, dass da nicht nur 34 PS unter der Haube stecken. Darauf angesprochen, gab der Fahrer zu, dass ca. 100PS unter der Haube schlummern. Klar fragt man, ob auf Typ 1 oder Typ 4 Basis. „Selbstverständlich Typ 1 – das macht das H-Kennzeichen einfacher“. Könnte man jetzt drüber diskutieren, aber stimmig ist es auf jeden Fall.

1303 Cabrio

Und dann kommen so Geschichten auf, wie von diesem Kadett C Coupé.

Kadett C

„Da haben wir gemeinsam neue Seitenwände reingebraten, neues Heckblech, neue Schweller etc.“. Und wenn man dann nachbohrt, wann das war, wird gegrübelt und schließlich kamen wir auf 1990. Sie scheinen damals gute Arbeit geleistet zu haben, denn rostig sieht der Kadett nach 28 Jahren immer noch nicht aus.

Natürlich waren noch andere Autos da, ein paar Bilder habe ich in die Galerie gestellt.

Waren wieder nette Gespräche dabei, ein kurzweiliger Sonntagnachmittag. Der nächste Altautotreff ist am 18.03.2018.

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Dann braten wir das mal zu

Der Ushermittwoch ist vorbei, ich werde wohl demnächst endlich wieder mehr Zeit zum Schrauben haben und es wird wieder regelmäßiger Berichte im Fusselblog geben. Wo waren wir denn beim Titan stehen geblieben. Ach ja – der Radkasten.

Einfach ein Blech drüberbraten? Na, so einfach war das nicht. Da finden sich Sicken, Rundungen etc. Keine Ahnung, ob es da ein fertiges Reparaturblech gibt. Ich habe das alles aus dem Vollen gedengelt. Das erste Stück hatte zwei Knicke.

Radkasten

Das zweite hatte eine Rundung. Ich habe alles auf Stoß geschweißt und unten gepunktet.

Radkasten

Dann wurde es etwas schwieriger. Das nächste Blech hatte im Original eine Sicke, die nach unten offen war, damit Kondenswasser abfließen kann. Doof, das dicht zu machen. im Träger könnte sich Wasser sammeln und das Rosten beschleunigen. Also musste ich etwas dengeln. Ich habe das auf der Abkantbank gemacht. Zunächst an einem großzügig zugeschnittenem Blech.

Sicke

Danach habe ich das anhand von Pappschablonen zurechtgeflext. Ich verwende als Pappschablone übrigens immer Verpackungen von Tiefkühlpizza etc. Kostet nix und hat die richtige Papierstärke. Nach dem Zuschneiden kam das Blech an seinen Platz, genau wie das gerade Anschlussblech davor. Der Radkasten ist wieder dicht!

Radkasten

Den Rest des Radkastens habe ich soweit möglich mechanisch entrostet. Danach bekam das alles einen dicken Anstrich mit Brunox. Nach dem Trocknen kann ich das rauslackieren. Ich werde wohl vor dem Montieren des Plastikschutzes alles noch dick mit Mike Sanders zujauchen. Ich will so lange wie möglich verhindern, dass da wieder Schweißarbeiten anfallen.

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Wintersport

Ich hatte ja keine Unterstellböcke etc. in der heimischen Garage, um die Auspuffanlage zu fixen. Sogar 2 Helfer boten an, mir das vorbei zu bringen (Danke dafür!),aber da war ich schon unterwegs, den Pirat zu holen, der um die Ecke von der Werkstatthölle parkte. Kein Schnee, kein Salz auf der Straße, dann kann man den auch fahren. Er stand da schon länger und die kalten Temperaturen derzeit sind nicht gut für die Batterie. Ich musste ihm Starthilfe geben.

Starthilfe

Großen Rangierwagenheber eingepackt, zwei Unterstellböcke und ein paar Auspuffgummis. Damit konnte ich heute zur Tat schreiten. Ich musste den Wagen schieben, denn auch beim Polo war die Batterie schwach. Hängt jetzt das Ladegerät dran, aber ich befürchte, da der nur wenige Tage stand – da wird demnächst eine neue Batterie fällig. Derzeit ist die aus dem Rapid Schlachter drin, wer weiß, wie alt die schon ist. Immerhin hat die jetzt über ein Jahr noch ihren Dienst getan.

VW Prolo

Ich habe mir die Arbeit vereinfacht. Das Rohr eingeölt – das brennt wieder weg und wie bekommt man den Endtopf in die Gummis gezogen? Ich habe ihn mit dem einen Gummi eingehängt und dann habe ich einen Spanngurt an der Abschleppöse eingehängt und auf die andere Seite gezogen.

Auspuffmontage

Erleichtert die Sache ungemein!

Ich hatte leider nur gebrauchte Gummis, besser als nix, aber ich habe schon neue Gummis bestellt. Ich will die Auspuffanlage eh noch einmal demontieren, denn ich will so einen Vorfall in Zukunft verhindern. Es ist immer der Mitteltopf, der Ärger macht. Ich bin an der Kante hängen geblieben. Was wäre, wenn es diese Kante nicht mehr gäbe?

Man könnte den Topf weglassen. Es gibt sogar ein komplettes Rohr zu kaufen in der richtigen Form. Dadurch würde aber die ABE des Fahrzeuges erlöschen. Keine wirkliche Option. Zudem würde er vermutlich zu laut. Ich habe mir Folgendes ausgedacht: Man könnte doch vor und hinter dem Topf je ein Blech aufschweißen, als eine Art Gleitschiene.

Gleitschiene

Dadurch wäre die Kante beim Vor- und Zurückfahren weg, an der ich immer hängenbleibe am Garagentor. Das sollte eigentlich funktionieren…

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Eine intelligente Auspuffanlage

Der Prolo ist tief. Gefällt mir optisch ganz gut, aber so im Alltagsbetrieb ist das – na sagen wir mal subotimal. So kam es am Wochenende bei mir in der Garage zum Showdown.

Ich war unterwegs, hatte meine DJ PA im Auto (ohne Beifahrersitz passt das) und wenn man die Karre gnadenlos vollpackt wird sie noch tiefer. Nun habe ich da so ein kleines Tiefgangproblem: Die Schwelle zu meiner Garage. Ich musste das Auto schnell wegstellen und fuhr es unüberlegt voll beladen in die Garage. Und ich saß mit der Mitte des Fahrzeuges fest. Ich hatte keine Zeit – was macht man unvernünftiger Weise? Richtig, man gibt eben etwas mehr Gas. Und was sagt das Sprichwort? Der Klügere gibt nach – anscheinend ist meine Auspuffanlage die Klügere.

Auspuff

Einmal komplett ab. Was ne Scheiße!

Ich setze eigentlich nie mit dem Prolo auf – nur an 2 Stellen. Eine davon ist das eben dieses vermaledeite Garagentor.

Nu hab ich erst einmal ein logistisches Problem, denn der Prolo steht hinterm Haus und nicht in der Werkstatthölle. Hier habe ich keine Unterstellböcke und keine neuen Auspuffgummis, um das alles zu montieren. Irgendwie wird sich das aber lösen lassen. Der Auspuff ist ja nicht kaputt, ich hab ihn nur durch Hängenbleiben demontiert…

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Irgendwie verquatscht

Ich bekam gestern einen Anruf. Ein Kumpel war mit dem Autotransportanhänger unterwegs und er hatte ein paar Probleme mit dem Hänger. Er brauchte eine Werkstatt auf dem Weg, um das zu fixen. Gut, dass ich eh vorhatte, in die Werkstatthölle zu fahren. Ich wollte mir den Radkasten zur Brust nehmen.

Radkasten

Auf den Bildern kommt das nicht richtig raus, aber der untere Rand war da auf einer ziemlichen Breite durch.

Da der Kumpel noch unterwegs war, habe ich angefangen das marode Blech rauszutrennen. Erst ein kleineres Stück, dann mehr und noch mehr – irgendwie war letztendlich mehr marode, als ich anfangs dachte. Oder anders ausgedrückt: manches davon hätte man stehen lassen können und hätte es dann beim nächsten TÜV schweißen müssen.

Radkasten

Das Federbein habe ich noch rausgenommen, dann kam mein Besuch. Wie wir sein Problem an seinem Hänger provisorisch gefixt haben – ich schreibe es besser nicht. Es war seine Idee, ob ich so weitergefahren wäre – ach lassen wir das…

Ich dachte, er kommt vorbei, wir lösen schnell sein Problem und dann fährt er weiter und ich schaffe weiter. Aber irgendwie haben wir uns verquatscht, so dass ich eigentlich zu nix mehr gekommen bin. Gut, dass ich keinen fixen Termin habe, zu dem der Titan fertig sein muss…

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Lustige Diskussionen

Ich schreibe ja gerne Blog, würde es mir keinen Spaß machen, hätte ich es nicht so lange durchgezogen – immerhin seit dem 29.12.2004. Und der Blog lebt auch davon, dass meine Beiträge kommentiert werden. Ich lese das gerne, egal, ob etwas gelobt wird, oder auch kritisiert. Manchmal bringen einen die Kommentare auch weiter, bestärken einen, helfen Entscheidungen zu finden. Hier und da sind immer einmal wieder interessante Anregungen dabei. Aber was da so in letzter Zeit abgeht – hach ja, es amüsiert mich auch schon ein wenig…

KLE

Da kommen so Forderungen, wie „AIDS. Ab in die Schmelze mit der Karre. Bitte. Wirklich. Komplett ernst, ohne einen Schatten Ironie oder Sarkasmus.“ (Egon Olsen) oder „Ohne Spaß, da ist jede Minute Zeit doch vergeudet! Verkauf/Verschenk den Haufen Bleck und stürz dich auf ein neues Projekt!“ (VR5).

Ich bin ehrlich: Ja, ich bin etwas angenervt, dass auf der Zielgeraden des Titan Projekts jetzt noch mehr Roststellen aufgetaucht sind, die mir deutlich gegen den Strich gehen. Ob das jetzt an den Vorbesitzern, dem hoch angesehenem Hersteller Focht, oder was auch immer liegt – es ist furchtbar egal. Fakt ist, der Vorderwagen ist eben rostig.

Im Falle der Radkästen – den Zustand von dem auf der Fahrerseite habe ich noch nicht einmal inspiziert – könnte ich theoretisch einfach Folgendes machen: Plastikradkästen wieder rein, zum TÜV fahren und es wäre vermutlich nichts passieren, weil er es eh nicht sieht. Habt Ihr schon einmal einen Prüfer gesehen, der Plastikradhausschalen rausschraubt, um zu sehen, wie es darunter aussieht? Ich nicht. Ich will nicht wissen, wie es unter machen diesen Verblendungen aussieht. Aber nun bin ich einmal drüber und auf die Verzögerung/Arbeit kommt es nun wirklich nicht mehr an. Nägel mit Köpfen und dann erst einmal Ruhe.

Es ist doch scheißegal, wie lange der Aufbau des Titan dauert. Ich habe zwei angemeldete Autos, die mich von A nach B bringen. Nach dem Sinn zu fragen, warum ich ein Renault Rapid Heck auf einen Ford Escort setze und dann dafür auch noch so eine ranzige Basis mit Unfallschaden dafür genommen habe. Das ist doch Unfug! Also das ganze Projekt ist Blödsinn, rechnet sich nie und nimmer, die Arbeitsstunden sehe ich im Wiederverkauf nie wieder. Darum geht es bei meinen Projekten aber doch nicht wirklich. Die Sinnfrage zu stellen, stellt den kompletten Blog hier in Frage.

Es ist ein Hobby. Nicht mehr und nicht weniger. Und der Blog zeigt auf, dass es eben kein Spaziergang ist, aus einer Allerweltskarre etwas zu bauen, das es vorher nicht gab. Dass es geht ohne immensen finanziellen Aufwand, aber das auf der anderen Seite dann eben da ungezählte Arbeitsstunden stehen müssen.

Ganz klar: Ich habe mich ein wenig blenden lassen von der Optik beim Kauf des Titans. Denn der sah wirklich gut erhalten aus. Ob ich das Projekt angefangen hätte, wenn ich um den wahren Zustand gewusst hätte – ich weiß es nicht. Aber das ist inzwischen auch vollkommen egal. Augen zu und durch.

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Es nimmt kein Ende…

Ich hatte Euch ja diesen einen Batteriehalter gezeigt. Den habe ich eher blind gekauft bei eBay. Betrag X oder Preisvorschlag. Das spiele ich gerne. Besonders bei Teilen, die doch eigentlich keine Sau braucht. Oder hört Ihr ständig „Scheiße, bei meinem Renault Megane II ist kaputt gegangen, ich brauch dringend einen neuen!“ Ich hab das noch nie gehört. In der Werkstatt mal neben den Ford Batteriehalter gelegt. Ja, kommt hin.

Batteriehalter

Ich musste etwas Beischleifen, ein paar Halter wegsäbeln und dann passte der. Reicht auch für größere Batterien, als den verwendeten Platzhalter.

Batteriehalter

Darunter habe ich alles faule Blech rausgetrennt und den Rost weggeschliffen. Damit die Dämmmatten von den herumfliegenden Funken kein Feuer fangen, habe ich die nass gemacht. Ist gut gegangen. Das muss ich noch mit dem Heizlüfter später wieder trocknen.

Weiter ging es mit dem Rost im Motorraum. Rausschleifen, so weit man drankommt. Eine Scheißarbeit.

Motorraum

Motorraum

Und dann tat ich etwas, was mir den Abend gründlich versaut hat. Ich dachte mir: Moment einmal, wenn die untere Kante vom Motorraum rostig war, wie sieht die andere Seite eigentlich aus, also der Radkasten? Da sitzen Plastikradkästen drin und verdecken alles. Es kam, wie es kommen musste.

Radkasten

Radkasten

Rost, Rost, Rost, Und vor allem am unteren Rand auch Durchrostungen. Kotflügel abschrauben? Ist nicht. Die sind beim Escort verschweißt. Fällt Euch etwas auf? So an der Farbe? Welche Farbe hatte nochmals der Escort ursprünglich? Richtig. Rot. Und warum sind die Radkästen dann bitte weiß? Haben die da etwa eine Schicht Lack gespart, weil eh nicht zu sehen?

Ach Fickt Euch doch Ford!

Fuck for Ford!

Ich hab das Verschliffene natürlich noch mit Brunox behandelt, ich muss ja drauf zuarbeiten, das Blech unter der Batterie wieder einzusetzen – und als Sandwich mit Rost dazwischen wäre das nur eine Lösung für eine TÜV Periode.

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