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Sch… Graffitilack!

Ich hatte ja am Prolo noch diverse Roststellen gefunden. Den ging es gestern an den Kragen. Der Radlauf am Beifahrerkotflügel – Entrostet, so gut es ging, mit der Gebäckscheibe mit Migrationshintergrund.

Hinten ging es nicht ohne Schweißgerät. da musste ich ein kleines Blech einsetzen.

All die Stellen, an denen ich Rost abgeschliffen habe, bekamen etwas Brunox ab – sicher ist sicher.

Die hintere Stoßstange wollte ich auch noch ändern. Klar, dass da nichts Plug & Play passt. Nach längerer Überlegung habe ich mich doch entschieden die Derby 1 Stoßstange zu nehmen. Neue Chromstoßstange? Egal. War billig. Ab mit den Ecken!

Ich hatte früher immer so etwas Angst vor dem ersten Schnitt in heile Teile. Aber das legt sich mit den Jahren. Idee ist da, Flex, ab, fertig.

Die Ecken habe ich ausgeschliffen, um die Ecken schmaler zu machen, dass sie auf das Heck passt. Die Halter habe ich von der alten Stoßstange genommen. Und siehe da – die Stoßstange saß schon einmal am Heck.

Ich musste sie fest montieren, um die Ecken zu bauen. Die sollten ja passen. Ein Blech gekantet und angesetzt.

Muss ja nicht viel können, die Seiten sind nur Zierde. Vom Absatz her schon nicht schlecht, aber der Winkel zum Fahrzeug stimmte nicht.

Also noch einmal eingeschnitten, den Winkel eingekürzt, dass er sich nach vorne verjüngt. So passt es.

Ich muss noch irgendwie einen seitliche Halter konstruieren, damit das letztendlich gerade sitzt – und auch die andere Seite bauen. Dazu hatte ich gestern keine Lust mehr. Ich dachte mir: Schleifst Du noch ein wenig den Lack an für die Lackiervorbereitung. Und ich begann das Fluchen. Denn dieser Graffiti Lack schmiert beim Schleifen. Man kann das total beschissen anrauen, der Lack reißt teilweise in Fetzen ab und verschmiert das Schleifpapier.

Mit bleibt nichts anderes über, als das chemisch zu entfernen. Mit Verdünnung und einer Spachtel geht das einigermaßen. Aber es ist echt mühsam.

Bis das alles ab ist – das kann dauern. Was eine Scheiße. Was hab ich mir da nur angetan!

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Posted in Focht Titan

Parkplatzgeschichten

Ich nutze gerade den Focht Titan als Alltagsauto. Man hat ein Auto fertig und dann will man erst einmal das neue fahren, ganz normal. Dass meine Autos Aufsehen erregen ist ebenfalls für mich normal und natürlich auch ein wenig gewollt. Mir geht es schon so, dass ich irritiert bin, wenn ich mit einem „normalen“ Auto unterwegs bin, warum niemand auf mich reagiert…

Beim Titan ist es aber ein wenig anders, als bei meinen anderen Autos. Ich werde doch des Öfteren persönlich angesprochen. Manchmal lauern wirklich Leute auf dem Supermarktparkplatz auf mich, weil sie sich einfach fragen: Was zur Hölle ist das für ein Basisfahrzeug? Ich habe es offenbar geschafft, das Auto so zu verändern, dass die Basis nicht mehr erkennbar ist. So ja auch der Plan.

Ich mache mir dann meist einen Spaß daraus und lasse die Leute raten und eigentlich niemand sagt als erstes Ford, geschweige denn Escort. Und das irreführende VW auf dem Kennzeichen hilft dabei noch. Ich höre ab und zu das kleine Teufelchen auf meiner Schulter kichern 😉

Normal würde ich einen Aufkleber auf den Wagen kleben mit dem Hashtag #fochttitan, unter dem man den Wagen bei Instagram findet, aber das wäre eben leider verräterisch.

Gestern trug es sich auf dem Supermarktparkplatz zu, dass ich mal wieder angesprochen wurde, wobei mich die Fragen doch etwas verwirrt haben. Klar, als erstes, was es ist. Als ich ihn nach vergeblichen Rateversuchen aufklärte, war sofort das Handy gezückt und ein Bild von einem Escort Express gezeigt. Tatsächlich richtige Baureihe. Erstaunlich, wie schnell Leute so etwas auf ihrem Handy finden. Dass es aber eine stinknormale Fließhecklimo war, das verstand er erst einmal nicht.

Dann die Frage, ob das die originale Farbe wäre. Das verwirrte mich das erste Mal. Ich meine, der Lack ist zugegebenermaßen so beschissen, das kann nicht die Originalfarbe sein und wieso ist das bei so einem Auto relevant?

Also zückte ich mein Handy und zeigte ein Bild von der Basis. Rot. Verwirrung auf der Gegenseite, weil das nicht mehr viel von der Basis hat rein optisch. Ich versuchte zu erklären, dass der Heckaufbau von einem Renault Rapid ist. Ob er das verstanden hat? Keine Ahnung, denn jetzt wurde es noch absurder. „Und welche Farbe hatte der Rapid?“. Und während ich noch irgendetwas von grau oder silber stammelte und ich mir insgeheim dachte, das war jetzt die absurdeste Frage des Tages, legte er nach: „Der Rapid fährt aber noch, oder?“.

Ja, es gibt schon lustige Leute da draußen in dieser Welt. Und denen zu erklären, was ich mit meinen Autos mache und warum – es ist nicht so leicht. Aber irgendwie ist das auch eine Wertschätzung für meine Arbeit und ich genieße es auch irgendwie. Und brav gebe ich Antwort, auch wenn ich wie in diesem Fall etwas in Eile war…

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Das ist doch kein Escort, oder?

Ich habe gestern die Heckklappe der Prolo zu Ende gespachtelt. Haken dahinter.

Während der Spachtel trocknete, habe ich auf der Beifahrerseite die Jägergarde abgezogen. Als ich die Reste des Klebers mit Verdünner abwaschen wollte, war ich echt erstaunt – offenbar löst der Kleber der Aufkleber den Graffiti Lack an, denn da wischte ich den Lack total easy ab.

Doof natürlich, dass man den Höhenunterschied spürt.

Die Heckklappe ist fertig, man kann testen, wo das Kennzeichen am besten passt. Ich dachte ja mittig wäre das Beste.

Aber da ich keine Kennzeichenmulde mehr habe, kann ich ja auch jede andere Position an der Heckklappe testen. Beispielsweise seitlich versetzt.

Ja, ich hatte Recht. Mittig ist das Beste. Noch besser würde es mir unter der Heckklappe gefallen, aber der Zweizeiler – das wird leider zu tief.

Stoßstange ab und einmal die Stoßstangen getestet, die ich von der Veterama mitgebracht habe. Die vom Einser Derby ist zu schmal, die von irgendeinem Alfa passt von der Breite her perfekt.

Aber seitlich muss noch einiges passieren.

Und diese fiese Gummileiste muss natürlich ab.

Wie man auf den Bildern sieht – inzwischen steht der Prolo auf der Bühne.

Das hat einen guten Grund. Ich hatte etwas Rost gesehen, als ich den Prolo damals mit der Dose lackiert hatte. Und bevor ich jetzt richtig lackiere, wollte ich das entfernen. So wie an der Ecke der Beifahrertür – natürlich auch auf der Innenseite.

Am Schwellerende waren ein paar kleine Blasen. Man sollte da nicht stochern. Das kann nur Böses zu Tage fördern. Und so war es auch.

Wenn man dann noch die Flex mit der Drahtbürste ansetzt, dann werden aus kleinen Löchern, größere Löcher. Also setzt man die Flex an und trennt das faule Blech raus.

Wenn ich so nachdenke, ist Zuschweißen wohl die beste Methode. Nicht schön, aber fest.

Das war’s aber nicht mit Rost. Leider. Auch am hinteren Radlauf gibt es Arbeit.

Viel mehr ist aber nicht. Dachte ich, bis ich in so minimalen Bläschen am Radlauf des vorderen Beifahrerkotflügels gestochert habe.

Was soll das? Das ist zwar das identische Baujahr wie der Escort (1990), aber es ist kein Escort…

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Wegrationalisiert…

Ich hatte mir eine neue Buddel Schutzgas geholt und konnte weiterschweißen am Prolo. Auf der Fahrerseite war die Blende zum Kühlergrill noch nicht fertig. Also zu Ende gebaut, mit Nitrofest gestrichen und mit Dichtmasse beigeschmiert.

Das Finish ist da unten nicht sooooo wichtig. Das ist weit unten und die Stoßstange verdeckt das meiste am Ende. Aber es sieht doch besser aus, wenn das geschlossen ist – zudem kann der Grill nicht so vibrieren.

Gehen wir weiter nach hinten. Ich habe es ausgetüftelt, wie ich mit einem elektrischen Stellmotor das Heckklappenschloss bediene.

Damit es funktioniert, musste ich den Ausschnitt für das Schloss erweitern.

Vorab hatte ich mich immer gewundert, warum es außerhalb der Klappe ging, in der Klappe aber nicht – das Gestänge kollidierte mit der Klappe. Der Motor passt eng noch neben den Scheibenwischermotor.

Funktionstest – ich hatte das Pluskabel einmal vor zur Batterie gezogen und mit dem Massekabel geschaltet, dass ich das an der Heckklappe machen konnte.

 
 

Das muss ich noch mit einem Taster verkabeln, der irgendwo vorne sitzt.

Die Entriegelung klappte, ich konnte also den nächsten Schritt gehen. Das Loch für das Heckkappenschloss konnte ich schließen und auch die Kennzeichenmulde zuschweißen.

Ein Angstgegner. Beim Pirat ging das in die Hose, da fing die Blindnietenorgie los, weil sich das Blech der Heckklappe zu sehr verzogen hatte. Hier ging´s aber einigermaßen. Ich habe auch schon begonnen das zu Verspachteln.

Heckklappenschloss und Kennzeichenmulde wegrationalisiert.

Auf dem letzten Bild sieht man, warum ich das Ganze mache an der Heckklappe. Die Zulassungsstelle wollte mir ja keine Engschrift Kennzeichen stempeln und das zweizeilige passte einfach nicht am Schloss vorbei.

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Der goldene Oktober beim Altautotreff Darmstadt

Es ist doch kälter geworden, aber es war sonnig und trocken. Also durchaus gutes Altautotreff Wetter. Und es war einiges los!

Für einige war es das dritte Treffen an dem Tag, es waren so einige Veranstaltungen an dem Tag. Die längste Anreise hatte dieser Ferguson Traktor hinter sich.

Weit hatte er es eigentlich nicht, aber das Teil hat laut GPS eine Höchstgeschwindigkeit von 22km/h. Da werden Entfernungen explosionsartig länger. Wir diskutierten, wie man so etwas tieferlegt. Aber mit der Höchstgeschwindigkeit macht das vermutlich keine Laune.

Zum Vergleich nebeneinander: Ford Taunus 2 & 3 – auch wenn der dreier nur eine Art Facelift ist, es passt kaum ein Teil vom einen an den anderen, wie man im direkten Vergleich sehen konnte.

Sehr geschmeidig: Opel Manta A Sondermodell Magic.

Der lief mit diesen Zierstreifen vom Band. Die Stahlportfelgen waren damals aber deutlich schmäler.

Auch eigentlich weg von der Straße: VW Scirocco 1 – hier mit G60 Maschine.

Topmodell vom BMW E21: Der 323i.

Das etwas jüngere Gegenstück von Mercedes dazu: 190 E 2,3-16.

Klang nach mehr: Opel Kadett C,

Gegen jedes Klischee von einer Frau gesteuert: VW Iltis.

Wie immer war es ein Kommen und Gehen, teilweise reichte eine Reihe nicht aus, um alle Autos unterzubringen. Andere parkten absichtlich etwas abseits – das ist jedem selbst überlassen.

Wieder ein schöner Wochenendausklang in der Kasinostraße in Darmstadt. Der nächste Altautotreff ist am 18.11.18 – dann wieder schon um 15 Uhr wegen der Winterzeit.

 

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Ausgegast

Als ich den Rahmen des Kühlergrills für den Prolo gebaut habe, habe ich erst einmal die Form erstellt, Details vernachlässigt. Natürlich ist der Grill nicht durchgehend gleich breit und da ich den aus zwei Teilen zusammengefügt habe, war in der Mitte eine Stufe am Rand entstanden.

Ich habe mir Gedanken gemacht, wie ich das anpassen soll, dabei war es super einfach. Einmal eingeschnitten an der breiteren Stelle. noch ein wenig ausgeschliffen und zusammengedrückt.

Sauber verschliffen, der Stufenschnitt war weg.

Es hatte einen Grund, warum ich mich jetzt darum gekümmert habe, weil ich wollte die Lücke zwischen Kühlergrill und Frontschürze schließen. Da musste er seine endgültige Form haben.

Angefangen habe ich damit, eine Schablone zu machen. Immer weiter angenähert, bis ich die doch sehr – nennen wir es einmal abwechslungsreiche – Form hatte. Auf Blech übertragen und ausgeschnitten. Und dann angefangen anzupunkten.

Ich hatte das nicht vorgeformt. erst in der Mitte anschweißen und dann nach und nach gebogen, um die Form des Grills anzunehmen. So lange, bis es saß.

Sah schon einmal ganz brauchbar aus, aber der untere Abschluss zum Frontblech gefiel mir gar nicht. Also habe ich ein weiteres Blech angesetzt, damit das Blech schräg nach unten mit der unteren Kante des Frontblechs abschließt. Dann einen weiteren Blechstreifen oben aufgesetzt, um eine Auflag für den Grill zu haben.

Ja, so sollte es sein. Ich werde das am Frontblech übrigens nicht durchschweißen. Erst versiegeln mit Lack und dann das mit Dichtmasse zuschmieren. Das ist unter der Stoßstange, da sieht man das kaum. Aber es kommt hin, was ich erreichen wollte.

Also weiter auf die andere Seite. Die Schablone konnte ich wiederverwenden, das erste Blech sitzt.

Doch dann änderte sich das Geräusch beim Schweißen. Konnte nur das eine bedeuten: Schutzgasflasche alle. Bedeutete Ende der Schweißorgie.

Ich hatte noch etwas Zeit, also habe ich die andere Fahrertür eingesetzt mit Hilfe des großen Rangierwagenhebers.

Und dann ging es ans Jägermeisterlogo. Das musste lackiert werden. Also als erstes Grundieren, danach habe ich es in Hammerschlag Gold lackiert.

Jetzt kommt die Feinarbeit. Um das Teil in einem Stück lasern lassen zu können, musste ich einige Teile Verbinden, die normal nicht verbunden sind. Die möchte ich jetzt mit einem kleinen Pinsel mattschwarz übermalen. Ich habe schon einmal damit angefangen, um zu sehen, ob es so funktioniert, wie ich es mir ausgedacht hatte.

Und ja – ich werde das wohl durchziehen. So kommen die Details viel besser heraus.

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Schweißnähte wegzaubern

Ich hatte gestern weiße Werkstatt. Kotflügel und Motorhaube des VW Prolo waren fertig geschweißt und konnten gespachtelt werden. Den Kotflügel Beifahrerseite hatte ich ja schon angefangen. Den habe ich fertiggestellt.

Die große Baustelle war die Motorhaube. Viel Fläche, viele Ecken, die gerichtet werden wollten. Zunächst begann ich mit der demontierten Haue auf Böcken. Die gingen irgendwann aus dem Leim und krachten zusammen. Waren eben billige Böcke aus dem Baumarkt. Kann man wieder leimen, ich hatte aber keinen Holzleim in der Werkstatthölle. Also legte ich die Haube wieder aufs Auto und arbeitete so weiter, bis ich einigermaßen zufrieden war.

Grundiert habe ich es übrigens, um zu sehen, ob ich etwas übersehen habe. Aber es sind nur minimale Stellen.

Auch der zweite Kotflügel ist soweit fertig.

Jetzt sind erst einmal keine Schweißnähte mehr zu sehen – ein Motivationsschub.

Immer wenn Spachtel trocknete, hab ich mich um Nebenschauplätze gekümmert, die auch erledigt sein wollen. So beispielsweise die Scheinwerfer. Einer war grenzwertig, der Reflektor außen schon angerostet.

Der hätte nicht mehr so lange getaugt. Glücklicherweise habe ich die Seite im Bekanntenkreis in brauchbar gefunden. Der Scheinwerfer war von hinten nur minimal angerostet, der zweite meiner Scheinwerfer etwas mehr.

Ich habe das nur mit Schleifpapier entrostet, um keinen Dreck in die Scheinwerfer zu bekommen und danach mit Brantho Nitrofest gestrichen, in der Hoffnung, dass das den Verfall weiter verzögert.

Die Fahrertür wollte ich noch wechseln. Abgeschraubt ist die alte schon, die „neue“ aus dem Lager hervorgezaubert. Die stammt von meinem Schlachter. Der war zwar ein 2F, also das Faceliftmodell, sollte aber passen.

Das Montieren scheiterte aber an einem zweiten Mann. Die Tür anzuheben und gleichzeitig festzuschrauben habe ich nicht geschafft. Also werde ich demnächst entweder meinen Nachbarn mal um Hilfe bitten, oder die Tür einfach unterbauen mit Rädern, damit ich das vielleicht doch alleine schaffen kann.

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Woher wohl die Delle stammt?

Beim letzten Einsatz hatte ich die Verlängerung der zweiten Kante der Motorhaube des Prolos nicht geschafft. Das habe ich gestern nachgeholt. Jetzt stimmt die Kanten über den Scheinwerfern.

Da ich die Aufnahme des Kühlergrills korrigiert hatte, war natürlich auch innen die Kante aufgetrennt. Also musste die Haube wieder ab, damit ich an der Unterseite arbeiten zu können.

Schön musste das nicht werden, aber für die Stabilität musste ich das wieder zubraten.

Ich habe das mit Nitrofest lackiert und am Ende des Abends mit Dichtmasse abgedichtet. Die kann man nass in nass verarbeiten.

Da die Dichtmasse schwarz ist, muss ich das nicht großartig noch einmal überlackieren. Die Motorhaube sieht von innen besser aus, als bei so manch anderem Auto von mir.

Auf der Beifahrerseite musste ich die Ecke des Kotflügels noch von unten schließen.

Nachdem das geschafft war, konnte ich auch an der Stelle das Spachteln beginnen. Ich habe gleichzeitig den Radlauf angefangen zu spachteln. Ich weiß gar nicht, ob das schon war, als ich den Prolo gekauft habe, oder ob mir da einer dagegengetreten ist. Auf jeden Fall hatte er eine Delle und wenn ich schon einmal drüber bin, erledige ich das eben mit.

Gibt so ein paar Macken an dem Wagen, die ich bisher großzügig ignoriert hatte. Aber jetzt, wo ich ihn richtig lackieren will, sollte der Großteil davon vorher verschwinden.

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Schnallt das eigentlich niemand? Den Benzinern geht es auch an den Kragen!

„Das Verwaltungsgericht Wiesbaden hat entschieden, dass die Stadt Frankfurt ein Dieselfahrverbot zur Verbesserung der Luftqualität einführen muss. Deshalb wird es in Frankfurt voraussichtlich ab Februar 2019 ein Fahrverbot für Diesel-Fahrzeuge der Norm Euro 4 und älter sowie für Benziner der Norm Euro 1 und 2 geben. Für Euro-5-Diesel wird das Fahrverbot ab September 2019 gelten.“

Quelle: ADAC

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass solche Meldungen niemand liest. Also höchstens die, die es direkt betrifft. Unter dem Motto: Was interessiert mich Frankfurt? Muss ich eh nie hin.

Dass es nach und nach den alten Dieseln an den Kragen geht, sie aus den Städten verbannt werden, ist bekannt. Es gibt auch in anderen Ländern in Europa auch Einschränkungen in wenigen Städten. Wie es im Ausland aussieht, hat der ADAC in einer Liste zusammengetragen. Dass wir das einzige Land mit Dieselfahrverboten sind, stimmt so nicht. Aber nirgendwo auf der Welt sind die Maßnahmen so krass, wie in Deutschland, was wir den Paragraphenreitern der Deutschen Umwelthilfe zu verdanken haben. Aber um die Dieselverbote geht es mir in diesem Artikel gar nicht im Vordergrund.

Studien, dass die Autoabgase gar nicht Schuld sind an Gesundheitsschäden, werden ignoriert. Denn insgeheim gibt es einen Gewinner: Die Autoindustrie. Sie freuen sich, dass gute Autos verschrottet werden zugunsten von Neuwagen, die die aktuellen Richtlinien einhalten. Wie viele Abgase bei der Produktion in die Luft geblasen werden, wie viele Ressourcen verschwendet werden – scheißegal! Wäre ich im Vorstand eines Automobilkonzerns, ich würde der Deutschen Umwelthilfe eine Prämie für jedes durchgesetzte Fahrverbot bezahlen.

In Frankfurt gehen sie das erste Mal weiter. Jetzt sind plötzlich auch die Benziner dran. Aber ja „nur“ die alten Benziner bis Euro 2 und „nur“ in Frankfurt. Betrifft ja „nur“ eine fünfstellige Anzahl von Fahrzeugen. Es betrifft nicht die gut verdienenden Menschen, es trifft die kleinen Leute, die sich einfach nichts anderes leisten können oder wollen. Ich kenne Beispiele, wie einen Werkstattbesitzer, der dann mit keinem seiner Autos mehr zur seiner eigenen Werkstatt fahren darf, Pendler, die nicht mehr zur Arbeit kommen. Leute, die ihren Diesel vorrausschauend mit Verlust verkauft haben und einen rentnergepflegten Opel Astra mit unter 50.000km gekauft haben, weil es ein Benziner ist. Auch wenn der mehr verbraucht. Und auch der ist jetzt in Frankfurt wertlos, weil es keine Aufrüstung auf Euro 3 gibt und er deutlich zu weit weg vom H-Kennzeichen ist. Übrigens: Die Freistellung der Autos mit H-Kennzeichen von den Umweltplaketten ist bundeseinheitlich. Ob die Dieselfahrverbote und eben auch die Benzinerfahrverbote auch auf Fahrzeuge mit H-Kennzeichen angewandt werden, das ist Sache der jeweiligen Städte. Wirklich safe ist man mit einem H auch nicht.

Proteste? Auf Facebook werden Bilder geteilt. Das interessiert kein Gericht, keine Regierung, das ist Stammtisch Diskussion. Wäre es nicht endlich einmal an der Zeit, dass Interessensvertreter, wie der ADAC mal endlich das Maul aufreißen und etwas für den kleinen Mann tun? Wer vertritt denn die Interessen der Autofahrer? Ist es nicht langsam mal an der Zeit, dass jemand auf Europäischer Ebene versucht, diese Richtlinien zu hinterfragen, weil sie unsinnig sind? Wieso geht niemand dafür auf die Straße?

Ach ja. Es geht um unsere Gesundheit. Ich habe in diversen Diskussionen beispielsweise das Argument gelesen, dass diejenigen, die sich über die Fahrverbote aufregen, einmal an einen Verkehrsknotenpunkt in einer Großstadt ziehen sollten und dann ihre Meinung ändern würden. Ich wohne seit 1999 in Mainz an einer der meistbefahrenen vierspurigen Straßen. O.k., der Lärm kann nerven, aber man gewöhnt sich dran. Dass ich kurz vor dem Abnippeln bin wegen der Abgase? Blödsinn. Ich bin trotzdem gegen diese unsinnigen Fahrverbote. Sie zerstören unsere Umwelt – nur eben an anderer Stelle. Beschissene Umweltbilanz gute Autos zu verschrotten, um mit vielen Abgasen neue zu produzieren.

Wenn jetzt das Verbot für die alten Benziner in Frankfurt geschluckt wird, dann macht das vermutlich Schule. Dann trifft es auch in anderen Städten die von den Lobbyisten der Automobilindustrie mit dem Namen Deutsche Umwelthilfe verklagt werden, weil sie Grenzwerte überschreiten. Und da die Fahrverbote vermutlich wieder nichts bringen, trifft es wahrscheinlich als nächstes die Euro 3 Benziner…

Und in den Vorstandsetagen der Automobilhersteller knallen wieder die Sektkorken, während der kleine Mann sich Autofahren nicht mehr leisten kann.

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Die Sommer Veterama 2018

Wie meinte einer der Besucher bei mir am Stand? „Die Sommer Veterama ist toll, mal sehen, was die im Herbst bringt.“

Also derartig warme Temperaturen hatten wir bei der Veterama in Mannheim noch nie. Dass wir Mitte Oktober haben, merkten wir wirklich nicht. Selbst nachts wurde es nicht wirklich kalt. Die mitgenommene Winterjacke blieb im Auto.

Freitagmorgen ging es los.

Als Verkäufer ist der Freitag echt wichtiger als der Sonntag. Am Freitag sind deutlich mehr Käufer unterwegs, als am Sonntag. Viele nutzen das Insider Ticket, es werden freitags teilweise ganz andere Dinge angefragt, als am Samstag. Die Veterama hat seine eigenen Regeln.

Es ist einer der größten, wenn nicht der größte Oldtimer Teilemarkt in Europa, entsprechend auch international das Publikum. Ich war wieder an unserem Gemeinschaftsstand beteiligt. Wir waren dieses Jahr „nur“ fünf Anbieter, da ein Stand gesundheitstechnisch ausfiel, was nicht bedeutete, dass die Fläche frei blieb. Wir wissen das schon zu nutzen, genau wie bei uns keine Ausstellerkarten verfallen. Es kommen immer wieder genug Leute mit, die gar nichts zu verkaufen haben, die einfach für den Spaß mitkommen. Oder sie haben eben ein paar Artikel mit, die irgendwo bei anderen noch „untergemogelt“ werden.

Dieses Jahr dauerte es bei der Einfahrt über eine Stunde, bis ich auf dem Platz war. Zu viele Anbieter wollten gleichzeitig auf den Platz. Am frühen Nachmittag stand dann mein Stand.

Der änderte sich über den Tag, weil ich noch mehr Fläche nutzen könnte dank des ausgefallenen Anbieters.

Normal schließlich freitags den Stand früh, wenn sich der Markt verlaufen hat, aber dank des guten Wetters war bis zum Ende einiges los. Und an einem Umstand merkt man dann doch, dass Oktober ist: Es wird relativ früh dunkel.

So kam ich selbst kaum zum Herumlaufen, bzw. es machte keinen Sinn, denn bei Dunkelheit ist kaum ein Stand offen. Gut, dass man selbst an Nachbarständen ab und an etwas Gutes findet, wie beispielsweise diese Anzeigeneinheit aus irgendeinem japanischen(?) Geländewagen.

Das soll letztendlich einmal in den Pirat, wobei ich das linke Instrument weglassen werde. Zu modern.

Wir hatten wieder unseren Catering Bereich, es wurde für alle gegrillt, Bier besorgt etc. Und wir hatten einen Kühlschrank, was Gold wert war bei den Temperaturen. Da wir genug Leute waren, um die Kosten aufzuteilen, leiteten wir uns Strom. Der Stromanschluss kostet fürs Wochenende stolze 65 Euro. Reich wird man durch das Ausmisten der Werkstatt nicht, darum geht es aber nicht. Es geht darum, Platz zu schaffen und vor allem um die Gemeinschaft. Einerseits innerhalb unseres Standes, aber auch mit den Besuchern. Immer wieder interessante Gespräche, so war beispielsweise einer von der SIHA bei mir am Stand. Das ist der Veranstalter der Techno Classica und der Motorshow Essen. Der outete sich als Leser des Fusselblogs. Denkt man nicht…

Viele hat es verwirrt, dass ich mit dem Titan vor Ort war und es kamen viele besorgte Anfragen, ob der Pirat noch lebt. Aber die konnte ich beruhigen.

Ein wenig zum Herumlaufen kam ich dann abends trotzdem. Ich bin aber schon fast mehr durchgejoggt, um wenigstens einen Teil abzulaufen. Pflichtbesuch war beispielsweise ein Händler, der irgendwie gute Beziehungen zu Chemiekonzernen hat. Bei Abnahme mehrerer Kartuschen 2,60 Euro für eine Kartusche Karosserie Kleb- und Dichtmasse. Kann man nix sagen, oder?

Ich wollte noch einen Satz Santana Scheinwerfer in Reserve für den Prolo. Die habe ich nicht gefunden, dafür zwei Stoßstangen zur Auswahl für das Heck. Hätte ich die obere früher gefunden, hätte ich die andere nicht gekauft.

Das ist eine NOS Stoßstange (Zubehör) für den Einser VW Derby. Gab es für 20 Euro. Solche Sachen sind bei der Veterama meist günstig, weil dafür keine Käufer da sind. Die andere ist von irgendeinem Alfa Romeo. Eigentlich auch selten, aber der Nachbarstand, der die hatte, schleift sie auch schon seit Jahren mit, weil sie offenbar kein Alfa Fahrer bisher entdeckt hat, der sie auch noch braucht. Das drückt den Preis. Mal sehen, was besser passt, bzw. weniger angepasst werden muss.

Nicht nur wegen des Wetters ein Bombenwochenende in Mannheim.

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