Posted in Werkstatthölle

Man wird sich ja mal wundern dürfen…

Es gibt so Momente, da steht man im Baumarkt und denkt sich: What the Fuck!

Da die Geschichte am Rande mit der Werkstatthölle zu tun hat, will ich sie hier einmal loswerden. Ich habe in der Werkstatthölle einen neuen Spülkasten montiert. Es gibt die verschiedensten Varianten von Spülkästen. Basic bis mundgeblasen und in Form gefurzt. Sicherlich gibt es irgendwo auf der Welt einen Einhorn Spülkasten der Glitzer dem Spülwasser hinzufügt. Was brauche ich? Einen Spülkasten der Wasser in ein Rohr verabschiedet. Basic. Grundausstattung. Wie es aussieht? Maximal, aber wirklich maximal ein Gestaltungsanlass. Welchen Spülkasten kaufe ich also: Das Grundmodell. Das tut’s. Preis: mit Centbeträge zurechtgemogelt knapp unter 20 Euro. Also Exakt 20 Euro und eine kupferfarbene Münze wandert ins Sammelglas.

Es waren schon einige dieser Kästen in der Werkstatttoilette gehangen. Löcher waren also schon in der Wand. Die bestimmen die Höhe. Hat bisher immer gepasst. Bisher. Als der letzte aufgegeben hatte, weil Dreck die Mechanik verstopfte, hatte ich temporär einen Druckspüler montiert. Das alte Zeug? Entsorgt. Ist je eh immer alles dabei im Set. Einzeln gibt es das eh nicht.

Montieren ließ es sich, aber es wurde nicht 100% dicht. Immer beim Spülen liefen Tropfen am Fallrohr herunter.

Fallrohr

Warum? Nun, das Rohr ist zu kurz bei diesem Kasten. Da haben die doch tatsächlich 1 Cent gespart durch ein kürzeres Rohr, das früher dabei war. Den Cent hätte ich gegeben, der liegt eh nur im Sammelglas.

Ich wollte den Kasten nicht tiefer setzen, was die einfachste Art gewesen wäre, um das Problem zu lösen. Das mit dem Putz an der Wand ist so eine Sache in der Werkstatthölle. Ob ein Dübel hält – das ist nicht immer gesagt. Da war Sand im Angebot, als das verputzt wurde. Also ein längeres Rohr holen. Wenn der komplette Kasten mit Armatur, Kasten Rohr, Schalter mit Schwimmer und was da noch alles in dem Wunderpack mit unzureichender Anleitung dabei ist 19,99 Euro kostet, was kann da schon ein lumpiges gebogenes Plastikohr im identischen Baumarkt kosten? Ich erzähle es Euch: 11,99 Euro in der günstigsten Variante. WTF!

Man überlegt sich in diesem Moment: Was würde wohl herauskommen, wenn man günstige Spülkästen kauft und die Einzelteile einzeln weiterverkauft. Todsichere Weg zum Millionär offensichtlich 😉

Ich war schon wieder auf dem Weg aus dem Baumarkt ohne Rohr in der festen Absicht den Kasten jetzt doch niedriger anzuschrauben. Einfach aus Prinzip, weil ich es nicht einsehe für so ein lumpiges Rohr so viel Geld auszugeben, wenn ich es nicht zwingend brauche. Wäre ja quasi ein Luxuseinkauf. Auf dem Weg nach draußen kam ich an normalen HD Rohren mit Dichtung vorbei. Eigentlich ja aufwändiger zu produzieren, weil da zusätzlich noch eine Dichtung reingefuddelt werden muss. So ein Rohr kostet überschaubare 85 Cent. Lösen wir das Problem eben pragmatisch.

Fallrohr

Siehe da, es ist dicht! Dass das Rohr nun grau ist, ist mir bei einer Werkstatttoilette so egal, wie wer „Deutschland sucht den Superstar“ gewonnen hat. Und wenn ich mal Langeweile habe, ist es ein Gestaltungsanlass….

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Sonnenstudio

Andere gehen ins Sonnenstudio – ich schweiße am Auto. Macht auch braun. Ich wollte mich endlich um die Löcher im Unterboden kümmern. Dazu musste der Titan aber erst einmal in die Höhe, denn die Stellen waren an den Bereichen, wo die Schienen der Hebebühne drunter sind. Also habe ich den Wagen abgelassen. Vorne je 2 Kompletträder untergelegt. hinten den großen Rangierwagenheber angesetzt.

Hebebühne

Dann kamen – wie man schon am ersten Bild sieht, die Unterstellböcke unters Auto.

Hebebühne

Ja, so kann ich arbeiten. Das erste Problem war der hintere Abschluss des Beifahrerfußraums. Da war er wohl schon einmal geschweißt worden – einfach ein Blech drübergesemmelt. Daneben war er wieder durch.

Unterboden

Das eingeschweißt Blech war einfach drüber gebraten und nicht im Geringsten irgendwie versiegelt. Ein Rostförderungsprogramm. Also besser komplett raus damit!

Loch

An diesem Punkt wollte ich eine neue Kegelbürste auf die Flex schrauben, weil die nur noch minimale Drahtreste hatte. Ins Regal gegriffen und äh ja, nix mehr da. Kein Baumarkt am Ort, aber ein Restpostenmarkt. Der hat sowas normal auch. Also schnell hin und Puh! Glück gehabt. Eine Kegelbürste war noch da.

Kegelbürste

Manchmal muss man auch Glück haben.

Also weiter mit der Arbeit. Kanten Blank gemacht und mit Hilfe einer Pappschablone ein passendes Blech geschnitten, gekantet und auf Stoß eingeschweißt.

Reparaturblech

Wandern wir weiter nach vorne. Da gab es die nächste Roststelle. Unter der Stelle , an der der Sitz verschraubt wird, ist aus Stabilitätsgründen das Blech verdoppelt. Eine Sollroststelle, die ich schon auf der anderen Seite instandgesetzt hatte. Besonderheit auf der Beifahrerseite: Da sitzt die Fahrgestellnummer beim Escort. Was für eine bescheuerte Idee, die nahe einer Sollroststelle in den Unterboden zu hämmern. Ford. Die tun was. Nämlich spinnen.

Durchrostungen

Glücklicherweise war der Rost noch nicht so weit fortgeschritten, dass ich in die Fahrgestellnummer flexen musste, um den Pilz rauszutrennen. Bevor ich das durchgefaulte Blech großzügig herausgetrennt habe, zeichnete ich eine Hilfslinie an mit einer Markierung, wie weit es zum Loch ist von der Sitzverschraubung. Das Loch muss ja wieder an die selbe Stelle. Ein gerades Blech zuerst an der ebenen Fläche angeschweißt und dann nach und nach um die Ecke gedroschen. Dabei immer wieder einen Punkt gesetzt, bis es saß. Und dann durchgeschweißt. Danach das Loch gebohrt für die Verschraubung.

Schweißen

Da kommt auch wieder ein zweites Blech mit einer angeschweißten Mutter drunter. Aber nicht verschweißt, sondern das wird verklebt. Das erspart mir eine potentielle Rostquelle.

Wie man auf dem vorletzten Bild schon gesehen hat, war auch der Übergang Bodenblech/Schweller durchgerostet. Auch da kam ein zusätzliches Blech rein. Abgekantet und am Schweller festgepunktet.

Reparaturblech

Zum Schluss alles sauber gemacht, entfettet und mit Brantho Nitrofest lackiert. Über die Fahrgestellnummer habe ich nicht gestrichen, da kommt später über die blanken Stellen nur Zinkspray drüber, damit die Nummer lesbar bleibt.

Schweißen

Natürlich muss das noch abgedichtet werden etc.

Weiter vorne muss ich auch noch Schweißen. da hat wohl irgendwann ein Vorbesitzer den Wagenheber verkehrt angesetzt, das Bodenblech eingedrückt und dabei ist der Lack gerissen und nun ist es durch.

Rost

Man verzeihe mir das miese Foto. Das ist aber leider noch nicht alles am Unterboden…

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Unten durch.

Ich muss langsam die Werkstatthölle fürs Hallengrillen richten. Und auch gestern habe ich 2 Müllsäcke gefüllt – nur mit Sachen, die auf dem Boden lagen. Aber das zu berichten macht ja keinen Spaß – genau wie das Aufräumen an sich. Es hat schon seinen Grund, warum es bei mir immer aussieht wie nach einem Bombeneinschlag.

Ich habe auch ein wenig am Titan weitergeschafft. Beim Tank war die andere Seite dran – entrosten und mit Brantho Nitrofest streichen.

Tank

Das ist die Unterseite. Die war vorher deutlich besser als die Oberseite. Natürlich musste ich auch beim Tankband bei, auch das verlor seinen Rost.

Tankband

Ich gebe ehrlich zu – ich drücke mich ein wenig vor den Arbeiten am Unterboden. Aber ich renne jedes Mal an einer Stelle vorbei, die mich seit Monaten nervt. Die Unterkante der Beifahrertür war durch.

Durchgerostete Tür

Plan war eigentlich eine gute, billige gebrauchte Tür suchen und komplett wechseln. Und das hätte auch noch bis nach dem TÜV gereicht, denn soooo derbe sind die Durchrostungen noch nicht. Aber was soll´s – man kann de auch richten. Jetzt bin ich dabei, den komplett auf links zu drehen. Also habe ich den morschen Bereich herausgetrennt und ein 1,5mm Blech auf Stoß eingeschweißt.

Tür reparieren

Von hinten sitzen nur ein paar Punkte, das wird später mit Dichtasse verklebt. Muss ja nix können, kein tragendes Teil. Etwas Spachtel musste natürlich sein.

Tür reparieren

Natürlich habe ich das Ganze noch grundiert.

Tür reparieren

Lackiert wird das jetzt noch nicht, wenn ich mich beherrschen kann. Ich sammle jetzt erst einmal, ob nicht noch wo anders Lack benötigt wird. Ich will nicht so viel Lack verschwenden. Die genaue Menge bekommt man nie hin, die man braucht und den Rest kann man dann wieder wegwerfen, weil er nach einem Tag fest ist. Hat durchaus Nachteile, dass ich bei dem Projekt Autolack genommen habe.

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Ich habe einmal zum Thema Hoffmann Fahrräder recherchiert

Ich wusste inzwischen: Der Hersteller meines ollen Fahrrads ist gar nicht so unbekannt. Also machte ich mich ein wenig auf Recherche. Und ich fand eine Informationsquelle: Die Hoffmann Freunde Siebengebirge. Der einzige Verein, den ich gefunden habe, der sich eigentlich um Hoffmann Motorräder kümmert. Ich dachte mir, wer sich um die Marke kümmert, hat vielleicht auch Infos zu den von der Firma hergestellten Fahrräder. Und Bingo! Ich bekam tatsächlich Infos. Unter anderem einen Scan eines Prospektes von 1949.

Prospekt Hoffmann Fahrräder 1949

Ich finde das sehr aufschlussreich. So weiß ich jetzt, dass mein Zahnkranz leider nicht mehr original ist. Ich finde solche Details schon geil, dass die Firma Hoffmann damals auch den Zahnkranz individualisiert hat.

Zahnkranz

Auch weiß ich jetzt: Meine Beleuchtung passt, denn ab Werk gehörte die nicht zur Serienausstattung. Und das Emblem vorne auf dem Schutzblech zeigte ein ausgeschnittenes Firmenemblem.

Schutzblechemblem Hoffmann Fahrräder

Das könnte man sich einmal nachlasern lassen aus Schwarzblech und rosten lassen. Dann passt das zum Fahrrad. Ich habe tatsächlich auch eine abgelaufene eBay Auktion zu so einem Emblem gefunden – das Geld (27,12 Euro) ist mir das Emblem nicht wert, das schnell wieder geklaut werden kann. Hat aber keinerlei Priorität. Weiterhin bekam ich die Info, dass anhand der Rahmennummer das Baujahr bestimmen kann. Also schickte ich ihnen meine Nummer, die übrigens oben am Rahmen angebracht ist.

Rahmennummer

Laut Archivliste des Vereins ist das Fahrrad aus dem zweiten Halbjahr 1951. Also doch kein 40er Jahre Rad. Ist nicht schlimm. Es bleibt für mich einfach „mein“ Fahrrad, aber ich finde es trotzdem interessant zu wissen, was ich da eigentlich habe. Mein Dank gilt den Hoffmann Freunden Siebengebirge. Toll, wenn sich jemand um das Erbe dieser Firma kümmert.

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Zwischendrin einmal wiederbelebt…

Ich weiß gar nicht mehr, was es war, aber vor geraumer Zeit war ich in Mainz in der Stadt abends unterwegs und irgendwas war an dem Fahrrad nicht in Ordnung, so dass ich es nach Hause schieben musste. Seitdem stand es ungenutzt auf dem Hof. Ich hatte ab und an Situationen, da wäre ein Rad praktisch gewesen, aber es war ja kaputt und bis ich es repariert hätte, war ich auch schon gelaufen.

Ich habe den gestrigen Feiertag genutzt, es mal wieder zu reaktivieren.

Hoffmann Fahrrad

Die Kette war ab, das Hinterrad schief im Rahmen, so dass es schliff – ach ja, das war es. Luft musste ich aufpumpen, Gangeinstellung revidieren, aber da war noch mehr. Der Sattel – er funktionierte, aber irgendwie sah er schepp aus.

Fahrradsattel

Da fehlte eine Schraube, die den vorderen Teil mit der Feder verband. Die war schnell ersetzt.

Fahrradsattel

Das Fahrrad steht das ganze Jahr draußen. Ein wenig überdacht, aber draußen. Das nimmt das Leder übel, es war total trocken. Ich habe es 3x nachgefettet mit Bodylotion. Die verwende ich auch für Lederlenkräder, das ist deutlich billiger als Lederfett und hat den selben Effekt.

Fahrradsattel

Das war ruck zuck eingezogen. Das hatte es dringend nötig. Ich denke, ich muss da noch ein paar Mal nachfetten. Man glaubt gar nicht, dass der Sattel gar nicht so alt ist, wie man denkt. Den habe ich neu gekauft, als mir das Fahrrad zugelaufen ist. Aber es war eben billigster Chrom, der taugt nix.

Das Schutzblech der Kette habe ich einmal zurechtgedengelt, dass es nicht mehr bei jeder Pedalumdrehung schleift.

Kettenschutzblech

Irgendwann muss ich das doch einmal schweißen. Aber das wird wieder so eine Operation, das zum Schweißen abzubekommen. Sieht so aus, als ob das nie ab war – seit über 70 Jahren. Ich denke mal, dass die Schrauben eine feste Symbiose eingegangen sein werden. Da werde ich kaum ums Aufbohren drumrumkommen. Wobei: Solange das nicht wieder irgendwie zu Schleifen anfängt, ist mir der Riss egal. Das Rad ist nun wirklich in Würde gealtert.

Das Fahrrad ist jetzt wieder einsatzbereit.

Hoffmann Fahrrad

Ich habe ein wenig recherchiert zu der Marke. Der Hersteller ist Hoffmann.

Hoffmann Fahrrad

Ich dachte ursprünglich, das ist ein total unbekannter Hersteller, aber weit gefehlt.

Neben Fahrrädern wurden von den Hoffmann Werken in Lintdorf Motorräder produziert und es ist diese Firma Hoffmann, die 1950 bis 54 in Lizenz in Deutschland Vespas gebaut hat.

Vielleicht hat ja der eine oder andere schon einmal davon gehört. Das sind wohl die gesuchtesten Vespas in Deutschland. 1954 ging das Werk in Konkurs. Und da ich beim Googeln ein Hoffmann Fahrrad mit moderneren Bremsen gefunden habe, gehe ich davon aus, dass ich mit meiner Vermutung, dass das Fahrrad aus den 1940ern stammt, gar nicht so verkehrt liege.

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Wasser marsch!

Ich war gestern nur kurz in der Werkstatthölle. Einerseits wollte ich das FFCC Schild freischleifen.

FFCC

Finde das schon recht geil. Das muss jetzt irgendwo an den Titan.

Aber der wirkliche Anlass war, dass ich die Wasserversorgung in Ordnung bringen wollte. Da war ja der Anschluss an dem Hauswasserwerk defekt gewesen. Ein Gestaltungsanlass, das wieder etwas perfekter zu machen. Der Anschluss ging nach oben und oben war kaum Platz. Also habe ich einen 90° Winkel angesetzt.

Anschluss

Ich habe die letzten Jahre gute Erfahrungen mit meinem Wasserfilter gemacht, den ich der Toilettenspülung vorgeschaltet habe. Mein Wasser kommt ja aus einem Kessel, den ich ca. 3x im Jahr mit einem Gartenschlauch aus dem Garten meiner Vermieterin fülle. Und so 100% sauber ist das eben nicht. So habe ich mehrere Spülkästen ruiniert. Ich hatte einen Druckspüler, der eigentlich noch empfindlicher gegen Dreck ist, eingesetzt und dank Filter hat der lange gelebt und funktionierte bis zum Schluss. Also funktioniert der Filter gut. Und ein Spülkasten ist besser als ein Druckspüler. Also habe ich wieder einen Spülkasten aufgehängt.

Spülkasten

Der Filter bleibt natürlich im System, musste aber die Position wechseln.

Filter

Irgendwann sollte ich einen neuen Filtereinsatz einsetzen – nur weiß ich ehrlich momentan nicht, wo man den nachkaufen kann…

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Posted in Focht Titan

Hätte man mal vorher testen können…

Ich habe mich gestern mal wieder mit meiner Wasserversorgung in der Werkstatthölle herumgeärgert. Mein Kessel war leer und ich musste mein Hauswasserwerk entlüften. Doof nur, dass der Anschlussstutzen sich mit der Zeit verformt hat. Einmal abgesteckt und ich bekam es nicht mehr dicht. Muss ich wohl demnächst wieder basteln.

Anschluss

Weiter am Titan. Ich wollte die AHK montieren, aber WTF! Ich kam nicht an der Heckschürze vorbei. Aber damit nicht genug – selbst am Heckblech war kein Vorbeikommen.

AHK

Hätte ich das doch einmal vorher getestet. Ich war einfach der naiven Meinung, dass das eh dran vorbeigeht. Mir blieb nichts anderes übrig, als das Heckblech auszuschneiden. Wie das aussieht ist ja eigentlich scheißegal – da kommt ja die Heckschürze drüber und tragend ist das auch nicht.

Anhängerkupplung

Die Kanten mit Brantho 3 in 1 lackiert, dass es nicht rostet und dann die Löcher der Schrauben für die Heckschürze mit Mike Sanders eingeschmiert, um auch da dem Rost vorzubeugen. Dann konnte die Heckschürze wieder dran. Wirklich? Nein. Denn auch die musste ich ausschneiden. Die Steckdose habe ich auch wieder montiert.

AHK

Vorher liefen die Kabel durch die Reserveradmulde. Das wäre jetzt doof, weil ich dann die Kabel über die Ladefläche führen müsste. Fand ich jetzt nicht so optimal. Also habe ich ein Loch in die Endspitze gebohrt und da die Kabel durchgeführt. Sicherheitshalber habe ich die Kabel oberhalb der AHK geführt, damit die nicht an den heißen Auspuff kommen.

AHK

Auf der anderen Seite habe ich die Kabel für die Rückahrleuchte ebenfalls durch die Endspitze geführt. Da ich da keinen Gummi zum Abdichten hatte, habe ich das mit Dichtmasse zugeschmiert. So können die Kabel auch nicht am Bohrloch durchscheuern. Ich hab da eine Steckverbindung zwischen Heckschürze und Endspitze, so dass die Kabel da dauerhaft dran bleiben können.

Kabel

Da ich beim Probemontieren war, habe ich auch den Auspuff getestet. Der Endtopf steckt nur mal provisorisch drauf. Sollte hinhauen.

Auspuff

Ich habe noch immer ein FFCC (Fusselforum Car Club) Memberplate rumliegen. Das sollte ich einmal verbauen – am Heck könnte das ganz gut aussehen.

FFCC

Vorher muss das aber erst einmal gestaltet werden, denn das Schild ist ausgefräst, der Bereich, der ausgefräst ist leider nicht wirklich glatt.

ffcc

Also habe ich das erst einmal entfettet und grundiert.

FFCC

Um die Unebenheiten zu kaschieren habe ich Kräusellack gesprüht.

FFCC

Der Lack muss jetzt durchtrocknen, dann schleife ich die Front mit dem Schwingschleifer, um die wieder blank zu bekommen.

Den Rest des Abends habe ich damit verbracht, anzufangen die Werkstatthölle einmal aufzuräumen. Bilder habe ich keine gemacht, denn nach 3 vollen Müllsäcken sieht es eigentlich noch fast wie vorher aus. Aber irgendwann muss ich ja einmal anfangen die Werkstatthölle auf links zu drehen vor dem Hallengrillen.

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Wochenend und Sonnenschein – der Mai Altautotreff in Darmstadt

Endlich! Endlich hatten wir mal wieder geiles Wetter zum Altautotreff in Darmstadt. Und das sah nicht nur ich so, denn so voll war der Parkplatz schon lange nicht mehr.

Altautotreff Darmstadt

Es waren auch einige da, die ihre Premiere in Darmstadt feierten, wie beispielsweise diese VW T2B Doppelkabine.

VW T2 Doka

Deutsches Altblech…

Altautotreff Darmstadt

….vereint mit amerikanischen Dickschiffen.

Altautotreff Darmstadt

Zwei Mopeds waren auch da. Unter anderem dieser 50er Zündapp Roller.

Zündapp

Ich warte ja immer noch auf Kids, die die Marke Zündapp für eine Handyapp halten und fragen, ob es die auch fürs iPhone gibt 😉

Auf alle Fahrzeuge, die da waren, will ich jetzt gar nicht eingehen. Dazu waren es zu viele. Ich hab nicht alle erwischt, aber einen groben Überblick findet Ihr in der Galerie. Aber über zwei will ich ein paar Worte verlieren. Der Flo hat seinen Kadett C Caravan noch einmal zusammengebraten.

Opel Kadett C Caravan

Er hatte den Bock einmal als Übergangsauto gekauft, als sein Alltagswagen einen größeren Arbeitseinsatz benötigte. Damals hatte er Motorhaube und Türen im Rostlook mit Sheriffstern auf den Türen, falls Ihr Euch erinnert. Anfangs hatte er ihn einfach nur gefahren, nach einer genaueren Bestandsaufnahme stand fest: Die meisten Oldtimerfreunde hätten den Wagen vermutlich geschlachtet. Wild eingebratene Bleche am Unterboden und Spachtel selbst auf dem Dach. Und genug Schweißbedarf rundum. Egal wo man anfing, irgendwo fiel immer eine Spachtelplatte ab. Unter dem Motto: Jetzt erst recht, hat er dann aus dem Blech eines Passatdachs Reparaturbleche gedengelt und das eben wieder TÜVgerecht zusammengebraten und danach einheitlich weiß gerollt. Beim näheren Hinsehen alles andere als perfekt, aber so bleibt der Wagen wenigstens auf der Straße. Und es ist eben ein Klassiker, bei dem man nicht darauf achten muss, dass er keinen Kratzer bekommt. Das entspannt doch ungemein, ich kenne das von meinem Passat. Und es bedeutet nicht, dass man das alte Blech nicht schätzt. Der Floh hat ja auch einen guten C Kadett Caravan…

Ein zweiter weißer Kadett fiel ins Auge.

Opel Kadett D

Ja, der D Kadett ist schon lange auch im H-Alter. Das Besondere an diesem Exemplar: Er stammt ursprünglich aus erster Hand und hat nur ca. 35.000km auf der Uhr. Derzeit ist der Besitzer noch dabei ihn technisch auf die Reihe zu machen. Die lange Standzeit hat die Zylinderkopfdichtung übel genommen. Die ist gewechselt und nun verliert er noch etwas Wasser. Aber ich bin mir sicher, das bekommt er in den Griff.

Es war ein schöner Sonntag, der auch den einen oder anderen Spaziergänger anlockte, der die Ansammlung von Oldtimer entdeckte. Der nächste Altautotreff ist am 18.06.2017.

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Die Schürze umgeschnallt

Ich wollte die Heckschürze so schnell, wie möglich dran haben. Das hatte einen Grund: Auf der Fahrerseite musste ich eine Schraube im Sichtbereich reinkloppen und die wollte ich lackieren. Und wenn der Lack einmal mit Härter gemischt ist, hilft auch der luftdichteste Behälter nicht. Und wie ich es gedacht hatte, der Farbrest hatte schon Puddingartigen Aggregatszustand angenommen.

Lack

Also dran mit der Heckschürze. Und diesmal nicht nur mit 3 Schrauben, sondern überall, wo eine hineingehört. Dadurch konnte ich die Heckschürze noch etwas in der Mitte hochziehen, denn da hing sie durch. Nun ist die Stoßstange parallel dazu.

Focht Titan

Vorher hatte ich noch Kabel in die Rückfahrleuchte eingezogen, da wäre ich später nicht mehr drangekommen.

Unter dem „Pudding“ war noch ein minimaler nicht angetrockneter Rest Lack. Reichte gerade so für meine Schraube.

Schraube

De Schweinehaken wollte ich ja noch lackieren, bevor ich ihn unters Auto packe. Davor stand das Entrosten.

AHK

Das sind eher kosmetische Aktionen, denn bis so eine AHK durchrostet, das dauert. Aber jetzt ist das alles neu gelackt da hinten, da soll das nicht hinten anstehen. Nach dem Entrosten gab es eine Dusche mit Brantho Nitrofest.

AHK

Anders sah es mit dem Tank aus. Der ist ja „nur“ aus Blech und war obenrum schon sehr rostig.

Tank

Ein neuer kostet weit über 100 Euro. Warum kann unter dem Escort nicht ein Kunststofftank hängen, wie unter dem Passat? Das erleichtert das Leben wesentlich, der geht eigentlich nie kaputt. Ok, auch hier entrosten und Brantho Nitrofest.

Tank

Ich habe erst einmal die obere Hälfte gemacht, die andere Seite kommt dran, wenn der Lack trocken ist. Untenrum sieht er aber besser aus.

Apropos untenrum: Es ging auf Tauchstation. Denn wir hatten ja oben geschweißt, was an der Unterseite bedeutete, dass da natürlich der Lack weggebrannt war.

Unterboden

Und bevor der Tank wieder rein kann, musste ich das natürlich auch säubern und lackieren, sonst habe ich ein künstliches Rostnest geschaffen.

Unterboden

Am Unterboden erwarten mich noch diverse Arbeiten, die ich lange vor mir hergeschoben habe. Aber da muss ich jetzt langsam einmal durch. Schließlich soll das Ding ja auch TÜV bekommen…

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Griffig

Ich habe wieder Farbe angemischt, denn es ging an das Lackieren der Heckschürze. Das Grundieren in weiß zahlte sich aus, es deckte beim ersten Mal.

Heckschürze

Da ich Farbe angemischt hatte, waren auch ein paar andere Ecken dran. Das mit der Griffmulde an der Hecktür gefiel mir nicht. Also habe ich das teilweise mit Verdünnung wieder abgewaschen und ebenfalls gelb gelackt.

Focht Titan

So oft habe ich noch nie mit so einem Detail herumlackiert. Aber ab und an ist der Weg zum Ziel eben länger.

Dann ging es mit dem Pinselchen ums Auto, hier und da ein paar Dinge austupfen. Da der Türgriff an der Beifahrertür weggebrochen war, habe ich die Fläche darunter einmal lackiert, da blitzte etwas rot durch.

Türgriff

Am Ende des Abends konnte ich – es ist ja Autolack mit Härter – den Griff schon montieren. Das hat mich ständig geärgert, die Tür immer mit dem Innengriff aufmachen zu müssen. Diese Escortgriffe sind übrigens wirklich primitiv – Vollplastik. Vorteil: Ein neuer kostet inkl. Versand keine 8 Euro. Da lohnt es nicht, nach gebrauchten zu suchen. Die wurden mir teils DEUTLICH teurer angeboten. Gut, dass ich einmal bei eBay nachgesehen hatte.

Türgriff

An der Stoßstange habe ich auch weitergemacht. Da war noch etwas Spachtel fällig, um zu kaschieren, dass sie aus vielen Teilen zusammengesetzt ist.

Custom Stoßstange

Natürlich ist sie inzwischen grundiert. Demnächst kann auch die final lackiert werden.

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