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Lasst diese sch… Panikmache! Lasst die Techno Classica stattfinden!

Ich bin gerade gesundheitlich leicht angeschlagen, deshalb zieht es mich nicht in die Werkstatt. Und gleich kommt wieder dieser Gedanke: Corona Virus?

Mir geht diese Panik derzeit mächtig auf den Sack. Nein, ich habe ausgiebig Fastnacht gefeiert. Im Saal geschwitzt, draußen war es kalt, ich war als Raucher öfters draußen, das macht der gesündeste Körper nicht lang mit. Es ist eben Winter. Trotz Vorsichtsmaßnahmen, wie Vitamin C etc. Ich bin auch nicht todkrank, ich gehe nur dem Risiko einer richtigen Erkältung aus dem Weg.

Was gerade in Deutschland abgeht, da kann ich nur den Kopf schütteln. Hamsterkäufe. Also ernsthaft: Haben die Leute alle keine sozialen Kontakte. Sollte ich ja mich infizieren und unter Quarantäne gestellt werden, dann such ich jemand, der für mich einkauft und mir die Einkäufe vor die Tür stellt. Blinder Aktionismus. Wenn ich unter häusliche Quarantäne gestellt werde, dann werde ich doch nicht ans Waschbecken gekettet. Desinfektionsmittel in Krankenhäusern klauen? Geht´s noch Leute? Seife reicht. Man muss sie eben nur anwenden. Wenn ich solchen Egoismus höre, dann schwillt mir der Kamm. Und wer die überteuerten Mundschütze kauft, ist selbst schuld. Ich war in einem Billigmarkt ernsthaft versucht, Leute laut auszulachen, die Staubmasken aus dem Heimwerkerbedarf stapelweise aufs Band gelegt haben. Da kann man sich ja gleich einen Kaffeefilter vor die Nase binden. Reaktion anderer? „Oh! Das ist eine gute Idee!“ und gehen zurück zum Regal und holen sich auch welche.

Nun wurden diverse Messen abgesagt und ehrlich gesagt, sitze ich ein wenig auf heißen Kohlen. NOCH ist die Techno Classica (25.-28.03.20) nicht abgesagt. Aber die Gerüchteküche brodelt. Wird es eine TC zum geplanten Termin geben? Laut Pressemeldung der SIHA vom 26.02. ja:

Als Veranstaltungsort sind wir uns unserer Verantwortung für die Gesundheit aller Messeteilnehmer bewusst und befinden uns daher in ständigem Austausch mit den regionalen Gesundheitsbehörden. Zudem stehen wir über den Messeverband AUMA mit dem Bundesgesundheitsministerium und dem Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland in Kontakt.

Nach behördlicher Einschätzung gibt es derzeit keine Indikation, die Durchführung der Techno-Classica zu begrenzen: „Die Gesundheitsbehörde der Stadt Essen sieht keinerlei Anlass, die Durchführung der Techno-Classica in irgendeiner Form einzuschränken oder mit weiteren Auflagen zu belegen, die über die bereits von der Messe Essen ergriffenen Sicherheitsmaßnahmen hinausgehen“, erläutert Peter Renzel, Dezernent für Gesundheit der Stadt Essen, und fügt hinzu: „Weder für die Techno-Classica noch für eine andere Veranstaltung stellt sich in unserer Stadt derzeit eine Situation dar, die Einschränkungen oder gar Absagen erfordern würde.“

Die Techno-Classica findet daher wie geplant vom 25. -29. März 2020 in der Messe Essen statt.

„Wir beobachten die Entwicklungen gemeinsam mit den Behörden genau und können jederzeit gemeinsam mit dem Veranstalter der Techno-Classica reagieren, falls sich die Vorgaben an die Messedurchführung ändern“, ergänzt Oliver P. Kuhrt, Geschäftsführer der Messe Essen.

Um den Gesundheitsschutz unserer Aussteller, Besucher und Mitarbeiter bestmöglich zu gewährleisten, ergreifen wir bei allen Veranstaltungen auf unserem Messegelände zahlreiche Vorkehrungen. Diese reichen von gezielten und verstärkten Hygienemaßnahmen bis hin zum medizinischen Dienst auf dem Messegelände und basieren auf den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO und des Robert-Koch-Instituts.

Vor diesem Hintergrund freuen wir uns auf eine gelungene Techno-Classica–gemeinsam mit Ihnen.

Quelle: S.I.H.A.

Ob das die endgültige Zusage ist, zweifeln einige an. Ich hoffe, die Zweifler haben Unrecht.

Meine Einstellung dazu: Ja, der Corona Virus ist eine Bedrohung. Aber hauptsächlich für Personen mit geschwächtem Immunsystem. Also Personen mit Vorerkrankungen, ältere Menschen und Kinder. Die sollten Massenveranstaltungen meiden. Bei den meisten anderen verläuft das wie eine normale Grippe. Natürlich sollte man es mit der Hygiene schon etwas genauer nehmen in diesen Zeiten. Aber Messen absagen? Ob ich mich nun im Supermarkt, in der Fußgängerzone oder in einer Messehalle mit fremden Menschen aufhalte – wo ist da der Unterschied? Infizieren kann ich mich auch beim Gang zum Briefkasten.

Natürlich ist mir bewusst: Sollte die Messe abgesagt oder verschoben werden, dann beruht das auf mehreren Faktoren, wie Absagen großer Aussteller, Angst um weniger Besucher und natürlich auf behördliche Auflagen/Vorgaben. In der Haut des Veranstalters will ich da jetzt nicht stecken.

Ich bereite weiterhin brav meinen Teil unseres Clubstandes bei der TC vor. Und Anfang April ist wieder Veterama – natürlich werde ich, wenn die Panik nicht siegt, auch da einen Stand machen. Ganz ohne Mundschutz, aber vielleicht mit etwas öfters die Hände waschen…


NACHTRAG

Ich habe inzwischen meine Meinung geändert. Die Situation ist ernst. Die TC wurde inzwischen zu recht in den Juni verschoben. Und in der aktuellen Situation bin ich mir nicht einmal sicher, ob der Termin im Juni gehalten werden kann…

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Rosenmontag auf der Rikscha

Da ich hier berichtet hatte, wie ich die Rikscha gebaut habe, wollte ich natürlich auch berichten, wie es war. Bei manchen Kommentaren hier oder auf Facebook dachte ich mir schon, was wollen die eigentlich alle? Es geht doch nicht um die Tour de France, es geht um einen Umzug mit vorwiegend ebene Strecke. Und die Unkenrufe, wer das fahren soll? Nun, jetzt kann ich es verraten: Eine Frau. Daiana hat Erfahrungen mit Rikscha fahren und sah da kein Problem – da war auch keines. Über Facebook meldete sie sich freiwillig. Hier das Team des gestrigen Rosenmontags:

Links Daiana, die die gesamte Zugstrecke des Mainzer Rosenmontags in die Pedale getreten ist, rechts Felix, der eigentlich zum Schieben eingeteilt war, wenn es schwierig werden sollte, aber kaum eingreifen musste.

Und so fuhren wir die gesamte Zugstrecke.

Ein Riesenspaß und die Rikscha kam super an beim Publikum.

Wir haben die Strecke auch fast geschafft. Wirklich ganz knapp vor dem Ziel kam das Aus. Aus einem ganz profanen Grund: Wir hatten einen Platten.

Wir haben es mit einem Pannenspray probiert, aber das half nicht. Vermutlich also ein großes Loch bzw. ein großer Schnitt im Schlauch. Vermutlich durch eine Scherbe. Kann passieren. Aber da es so spät passiert ist, war das egal. Die Rikscha hat ihre Aufgabe super erfüllt.

Danke an Daiana und Felix, die den Spaß mitgemacht haben!

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Rikscha has left the building

Gestern in der Werkstatt. Ich habe die Rikscha rausgezogen, kam an das angebrochene Schutzblech aus Plastik und KNACK! Das hintere Ende des Schutzblechs brach ab.

Ein paar Löcher gebohrt und mit Kabelbindern festgenäht. Stumpf ist Trumpf!

Ich hatte eine Standarte mit in die Werkstatt gebracht, um zu sehen, ob sie auch gut hält. Ich habe einen Streifen dickeres Alublech ins Rohr mit aufgenommen. So drückt sich die Schraube zum Fixieren nicht so ins Holz.

Die zweite Radblende kam auf das andere Hinterrad und ich hatte die Beschriftung für die Blenden geplottet.

Fertig. So kann ich den Rosenmontagszug antreten. Beim Transport nach Mainz half mir mal wieder Oli mit seinem Autotransporter. Da haben wir das irgendwie draufgeschnallt – aber fest, so dass es nicht verrutschen kann.

War absolut problemlos und fest bis Mainz. Da habe ich die Rikscha in der Tiefgarage zwischengelagert.

Von da aus ist es nicht mehr weit bis zum Aufstellungsplatz am Rosenmontag. Na dann, Helau!

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Auf der Zielgerade

Um am Rosenmontagsumzug teilnehmen zu dürfen, muss jede Gruppe die Zugnummer auf einer min. DinA3 Tafel mittragen. Einen Träger habe ich nicht. Also musste das Schild an die Rikscha. Eine Alutafel in DinA3 und zwei Halter geschnitten, gekantet und vernietet.

Lackiert und mit Kabelbindern am Lenker befestigt.

Die Nummer habe ich geplottet. Ebenso das Gardelogo und noch einmal die Zugnummer 92 für die Seiten. Die ganzen Blenden, die ich erarbeitet habe, kamen mit Kabelbindern an das Zugfahrzeug.

Auch kam ein kleiner Gag vorne an den Rahmen – aber nur, weil ich das zufällig für ganz kleines Geld in einem Billigmarkt gefunden habe ohne es zu suchen.

Die hinteren Felgen gefielen mir noch nicht und da noch etwas Zeit ist. Habe ich Radblenden gebaut. Basis war eine Schablone auf Tapete.

Ausgeschnitten, auf ein Wahlplakat aus Plastik übertragen und wieder ausgeschnitten. Da die Scheibe etwas gewölbt sein muss, habe ich einen Schlitz geschnitten.

Es muss nicht ewig halten, deshalb habe ich das einfach mit Gaffa Tape zusammengeklebt, bevor ich es lackiert habe.

Das bekam dann eine Dusche mit matt schwarz. Ich habe vergessen, welches zu besorgen, aber die Reste aus diversen Dosen reichten gerade noch.

Befestigt habe ich es mit Kabelbindern.

Das wirkt viel massiver. Da muss jetzt noch eine orangene Beschriftung drauf, dann harmoniert es noch besser mit den Autofelgen. Wirkt aber jetzt viel massiver.

Mittwoch muss ich die Rikscha nach Mainz transportieren. Deshalb habe ich alle Radmuttern montiert und festgezogen. Auch habe ich die Sitzfläche des Korbstuhls mit mehreren Schichten Klarlack angeblasen, damit dich der raue Graffiti Lack nicht abreibt und Spuren an der Uniform hinterlässt.

Man könnte es weiter auf die Spitze treiben, aber so kann man es durchaus sehen…

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Das Wichtigste fehlte noch!

Die Fenderskirts habe ich von der Rikscha wieder abgemacht. Etwas das behindert, kann ich nicht gebrauchen und soooo hübsch fand ich die auch nicht. Hatte mir das besser vorgestellt. Aber es gab noch mehr Baustellen. Es fehlte etwas ganz Grundlegendes. Aber das stumpf dranzuschrauben lag mir nicht. Also fing ich an, Schablonen zu machen.

Anhand der Schablonen fertigte ich Bleche, die ich aufnietete.

Ein Kennzeichen hatte ich noch gefunden – das bildete den Deckel. Gekantet und festgenietet. Dahinter habe ich eine leere Konservendose festgeschraubt.

Fertig ist der integrierte Getränkehalter. Optisch klaffte da noch eine Lücke. Auch dafür habe ich etwas zugeschnitten.

Just, als ich diese Bleche fertig gesägt hatte, kam eine Freundin vorbei. Wir wollten es testen: Wie fährt sich das Ding eigentlich mit mir auf dem Thron hinten? Nun, erstaunlich gut, solange es nicht derbe bergauf geht. Es ist also zu schaffen.

Danach habe ich die neuen Sachen noch lackiert.

Das war mein letzter Spritzer orange – ich muss doch nicht etwa nachbestellen?

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Schleift :-(

Am Zugdreirad meiner Rikscha fehlten noch die Schmutzbleche. die sind an dem Gestell, das ursprünglich den Korb trug. Aber da waren Streben im Weg für meine Füße – den Korb brauchte ich nicht.

Zudem sind da unterschiedliche Schmutzbleche verbaut und die waren verschieden lang.

Beides ein Fall für die Flex. Als erstes machte ich das Gestell fertig. Lackiert, die zusätzlichen Streben, die dabei waren mit rein und endlich auch mal die Strebe mit der AHK fest verschraubt – die oberen Schrauben halten 3 Dinge.

Vorne in den Rahmen kam das Werbeschild – wo natürlich keine Werbung draufkommt, sondern eine Gardebeschriftung.

Für die Schutzbleche hatte ich noch eine besondere Idee: Ich habe Wahlplakate aus Plastik mit Kabelbindern angebunden.

Montiert und festgestellt: Da fehlt noch was!

Also habe ich eine Abdeckung gebaut. In der Mitte ein dickes Alublech, der Rest normales Blech, weil das Alublech zu dick für meine Kantbank war.

Was soll ich sagen? Mir fehlt optisch noch immer etwas.

Aber ich bin wieder ein Stück weiter. Also ich das Rad wieder verräumt habe, merkte ich, dass die Platten schleifen – so ein Dreck! Ich habe die Ballonform der Reifen unterschätzt. Eventuell mache ich die Verkleidungen wieder ab. Die Zeit reicht nicht für eine „große Lösung“.

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Fußstützen

Als ich gestern in der Werkstatt mit dem Fahrradanhänger weitermachen wollte, war die Dichtmasse noch total pappig – es ist einfach zu kalt für das Zeug. Also setzte ich den Heizlüfter an.

Aber da muss ja eh noch etwas vorne dran zum Ziehen. Und das war noch original. Als erstes kratze ich die Aufkleber des Herstellers ab, ging nur mit Heißluftföhn. Und dann mal Vorderrad ab und aufgebockt.

Vorne im Durchstieg soll ein Blech rein, so als eine Art Werbeschild. Aus der Alu Werbetafel, aus der ich schon den Boden unter dem Korbstuhl gemacht hatte, schnitt ich eine passende Platte. Und damit sich der Fahrer/die Fahrerin der Rikscha daran nicht verletzen kann, schnitt ich ein dünnes Rohr längs auf und stülpte es über die Platte.

Doch bevor ich die befestigen Kann, musste ich das Rad lackieren. So richtig perfekt musste das nicht sein und Graffiti Lack deckt einfach super.

Dann konnte ich auch den Anhänger lacken. Außen orange und im Staufach schwarz.

Dann stand Probesitzen an. Ich hatte ein wenig Bedenken, dass der Schwerpunkt zu weit hinten liegt, ich die Antriebsachse entlaste. Dem war nicht so. Aber wohin jetzt mit den Füßen? Leser haben ja spekuliert auf Fußrasten. Nun, die haben meine Dimensionen unterschätzt.

Ich kann die Beine locker auf die Strebe stellen, an der die Anhängekupplung montiert ist.

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Kennzeichen Massaker

Manche haben sich vielleicht schon gedacht, warum ich die Deichsel des Fahrradanhängers hinten überstehen lassen habe. Nun, ich habe da ein Rohr draufgeschweißt samt zwei Stabilisierungsstreben, die im ersten Leben ein Motorhaubenaufsteller war.

Was soll das? Nun, ich will ja meine Standarte von meiner Garde mitnehmen. Und die stelle ich da rein. Und damit sie sich nicht verdreht, kam noch ein Loch mit einer aufgeschweißten Mutter dran.

Zu dem Zeitpunkt waren das Fahrgestell und der Korbsessel noch keine Einheit, das sollte sich jetzt ändern. Dazu fertigte ich je eine Schablone an von den Lücken zwischen den Beinen.

Ich hatte noch eine Kennzeichenlieferung bekommen. Die musste ja auch irgendwie weg. Also habe ich mehrere Kennzeichen zusammengenietet für die Abdeckplatten.

Nach Schablone ausgeschnitten und am Anhänger angepasst. Zur Verbindung habe ich die mit Draht am Korbstuhl verflochten. Klingt easy, hält aber extrem auf. Mal etwas das keinen Spaß machte bei dem Projekt. Wenn ich bedenke, dass dieser Stuhl komplett geflochten ist, habe ich einen Heidenrespekt vor der Arbeit der Korbflechter.

So 100% perfekt war der Spalt zwischen Kotflügel und Seitenblech nicht. Von innen habe ich in der Mitte ein Verbindungsblech eingenietet, Dann habe ich den Spalt stumpf mit Dichtmasse zugeschmiert.

Das war erst eine Seite, es folgten noch zwei. Nur vorne bleibt das offen für Marschproviant.

Es war schon spät geworden, eigentlich wäre Feierabend angesagt, aber ich lief um das Gefährt und dachte mir: Irgendwie ist das noch nicht wirklich stimmig.

Das wollte ich einfach nicht so stehen lassen, ich probierte und kam zu einer Lösung. Hinten muss das geschlossen sein, dann gibt das ein Bild. Ich hab wirklich alles, was an Kennzeichen da noch war verbaut, hat ums Arschlecken gereicht.

Jetzt ist das eine Einheit. Hatte ich so nicht geplant, aber wie so oft entstehen Ideen eben erst beim Gestalten.

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Nehmen Sie Platz!

Nach den Arbeiten am Prolo war noch etwas Zeit für das Rikscha Projekt. Ich habe die Kennzeichen mit Dichtmasse abgedichtet und grundiert.

Die Mitte des Hängers wollte ich als Ablage haben. Also habe ich eine alte Werbetafel vom Sperrmüll aus Alu mit Winkeln reingenietet.

Da müssen noch ein paar Nieten mehr rein, aber mir sind 2 Bohrer abgebrochen, dann hatte ich keinen mehr in der richtigen Stärke. Notfalls hält es aber auch so.

Manche Dinge entwickle ich wirklich beim Bauen. Und ich hatte immer noch keine Ahnung. Wie schraube ich den Korbsessel auf das Gestell? Loch durch die Beine? Vielleicht splittert das aber? Aber irgendwie musste ich anfangen. Ich schweißte erst einmal starke Bleche an.

Der Sessel ist etwas flexibel, also zog ich mit Kabelbindern die Beine einmal an die Halter.

So weit, so wackelig. Das nur mit Kabelbindern zu fixieren fiel aus. Ich lief durch die Werkstatt, da fiel mein Blick auf Auspuffschellen. Da hatte ich einen ganzen Packen in unverkäuflicher Größe geschenkt bekommen von einem Standnachbarn bei der Veterama. Aber was, wenn die abrutschen? Zwei Scheißpunkte tun ihren Zweck.

Und da das irgendwie zu gebastelt aussah, schweißte ich kurzerhand den Zwischenraum zu.

Überstehenden Rand abgetrennt und etwas verschliffen. Ja, jetzt sh es nicht mehr so gewollt und nicht gekonnt aus.

Tja. Und dann kam das Anschrauben.

Da die Halter schräg sitzen, hält das super. Und die Schellen drücken sich in das Holz, das gibt eine wirklich sichere Verbindung. Zeit für einen Test und einen Versuch mit Selbstauslöser.

Ich kann die Beine entweder an der Kante abstellen oder baumeln lassen und komme nicht auf den Boden. Sehr bequem. Zum Abschluss habe ich nicht ein wenig Farbe übergejaucht, um das Endergebnis besser erahnen zu können, aber auch, um zu sehen, ob der Graffiti Lack abfärben wird – das wäre extrem uncool bei der wertvollen Uniform.

Das war jetzt noch die Farbe, die in der ersten Dose war – ich habe 4 Dosen. Ich denke, die Seiten müssen zwischen Kotflügeln und Sesselbeinen noch geschlossen werde. Mal sehen, was dafür so alles noch rumliegt…

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Auf den 2. Anlauf

Der Prolo musste zur HU. Ist ja ab und an fällig, habe ich gehört. Er bremst, lenkt, leuchtet, blinkt, hupt… Was soll da schon dran sein? Es könnte eine Menge dran sein – ich habe ihn lang nicht mehr von unten gesehen. Trotzdem: Ich war relativ zuversichtlich. Und bin mit Donner und Gloria durchgefallen. Der Grund: ein beschädigter Bremsschlauch vorne rechts.

Man kann ja über die HU denken, was man will. Aber ich war ganz dankbar, dass der Prüfer das gefunden hat. Lange hätte das nicht mehr gehalten. Und bei Bremsen hört der Spaß auf. Er hatte also vollkommen Recht, mich durchfallen zu lassen.

Also habe ich neue Bremsschläuche besorgt und Marco bot mir an, ich könne das in seiner Werkstatt machen. Gutes Angebot, denn auf der Bühne repariert sich das doch angenehmer, als beim Bodenturnen. Und wie das immer so ist: Die Bremsleitung weigerte sich standhaft. Irgendwann war die Verschraubung komplett rund. Kein Pfusch an der Stelle! Ich holte mir eine Rolle Bremsleitungen und Marco bördelte mit die. Doppelt gut, dass ich das bei Marco gemacht habe.

Dann erst einmal grob gebogen.

Ziemliche Fummelei, die reinzubekommen. Aber es ging.

Auf der anderen Seite ging das alles glücklicherweise problemlos auf, so dass da die alte Leitung drinbleiben konnte. Bremsschläuche wechselt man immer Achsweise – wenn der eine aufgegeben hat, lässt der andere nicht mehr so lange auf sich warten bis der auch fratze ist.

Das Ganze noch entlüftet und ich habe wieder ein sicheres Bremssystem. Der Prüfer sah das genauso.

Das war überschaubar. Hätte schlimmer kommen können, beispielsweise wenn Schweißarbeiten am Unterboden gewesen wären…

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