Schweißnähte wegzaubern

Ich hatte gestern weiße Werkstatt. Kotflügel und Motorhaube des VW Prolo waren fertig geschweißt und konnten gespachtelt werden. Den Kotflügel Beifahrerseite hatte ich ja schon angefangen. Den habe ich fertiggestellt.

Die große Baustelle war die Motorhaube. Viel Fläche, viele Ecken, die gerichtet werden wollten. Zunächst begann ich mit der demontierten Haue auf Böcken. Die gingen irgendwann aus dem Leim und krachten zusammen. Waren eben billige Böcke aus dem Baumarkt. Kann man wieder leimen, ich hatte aber keinen Holzleim in der Werkstatthölle. Also legte ich die Haube wieder aufs Auto und arbeitete so weiter, bis ich einigermaßen zufrieden war.

Grundiert habe ich es übrigens, um zu sehen, ob ich etwas übersehen habe. Aber es sind nur minimale Stellen.

Auch der zweite Kotflügel ist soweit fertig.

Jetzt sind erst einmal keine Schweißnähte mehr zu sehen – ein Motivationsschub.

Immer wenn Spachtel trocknete, hab ich mich um Nebenschauplätze gekümmert, die auch erledigt sein wollen. So beispielsweise die Scheinwerfer. Einer war grenzwertig, der Reflektor außen schon angerostet.

Der hätte nicht mehr so lange getaugt. Glücklicherweise habe ich die Seite im Bekanntenkreis in brauchbar gefunden. Der Scheinwerfer war von hinten nur minimal angerostet, der zweite meiner Scheinwerfer etwas mehr.

Ich habe das nur mit Schleifpapier entrostet, um keinen Dreck in die Scheinwerfer zu bekommen und danach mit Brantho Nitrofest gestrichen, in der Hoffnung, dass das den Verfall weiter verzögert.

Die Fahrertür wollte ich noch wechseln. Abgeschraubt ist die alte schon, die „neue“ aus dem Lager hervorgezaubert. Die stammt von meinem Schlachter. Der war zwar ein 2F, also das Faceliftmodell, sollte aber passen.

Das Montieren scheiterte aber an einem zweiten Mann. Die Tür anzuheben und gleichzeitig festzuschrauben habe ich nicht geschafft. Also werde ich demnächst entweder meinen Nachbarn mal um Hilfe bitten, oder die Tür einfach unterbauen mit Rädern, damit ich das vielleicht doch alleine schaffen kann.

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6 thoughts on “Schweißnähte wegzaubern

  1. Die Tür sollteste auch allein montieren können, hast doch einen Wagenheber und ein Brett. Und sogar einen Kran mit Balancer, oder hab ich das falsch in Erinnerung?

    1. Ja, irgendwie geht das. Kran hab ich, aber keinen Balancer. Und so, wie er gerade steht, bekomme ich den Kran da nicht hin, aber es findet sich ein Weg. Ich bekomm das schon irgendwie hin. Der Nachbar freut sich aber auch über einen Plausch.
      Gestern war es nur Zeitvertreib, während der Spachtel durchtrocknete. Immerhin ist der Wechsel schon einmal vorbereitet.

  2. … aber keinen platz, um die gerätschaften anzuwenden ;-)))
    ok, spass beiseite. War vielleicht ein wink des schicksals. jetzt kannst du noch bequem den rand der ersatz-tür orange pinseln. es würde dich sicher irgendwann nerven, wenn da noch rot durchblitzt.
    grüße cargochop

  3. Hallo Bernd,

    ich stelle die Türen immer auf einen Rangierwagenheber (Gummiauflage) und Fahre die in Position. Dann kann man mit einer Hand halten und mit der anderen ganz gut schrauben. Dem Foto nach sollte das bei Dir auch gehen.

    Grüße

  4. Sieht doch soweit schon mal gut zusammengewachsen aus.
    Allerdings wundere ich mich über ein Detail welches bislang gar nicht auffiel:

    Sieht das nur so aus, oder sind die Kotflügel jetzt zumindest an der Leiste unter den Scheinwerfern dann fix angeschweißt?
    Oder kommt das nur nicht gut raus bislang..aber evtl. im Eifer des Gefechtes n Schweißpunkt zu viel gesetzt?

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