Spa Light – mein Bericht von der Bug Show 2009

Am letzten Wochenende war es wieder so weit. Nach zwei Jahren Pause gab es endlich wieder ein Käfertreffen an der Rennstrecke in Spa / Belgien, also genauer gesagt in Francochamps. Während Monsterbacke schon am Donnerstag dorthin fuhr, konnte ich aus beruflichen Gründen erst am Freitag anreisen. Donnerstag anzureisen ist keine Schnapsidee – die vergangenen Jahre war es schon Donnerstag recht voll auf dem Platz, am Freitag einen guten Campingplatz zu finden. Aber das war dieses Jahr nicht so – ich kam am Freitag und hä? Da war gar keine Schlange beim Checkin.
Umso besser. Also bezahlt: Happige 45 Euro Eintritt für eine Person und ein Auto. Dazu gabs ein Programmheft, einen Müllsack und ein T-Shirt. Aber keines von diesem Treffen, sondern eines vom letzten Jahr. Geiz? Ich befürchte nein. Die Rennstrecke zu mieten ist anscheinend sündhaft teuer geworden – man munkelt von 6stelligen Beträgen. Die muß man erst einmal erwirtschaften.

Ob das der Grund war mag dahingestellt sein, aber es war im Verhältnis zu den letzten Treffen an der Rennstrecke erstaunlich schlecht besucht. Was nicht heißt, das wenige da waren. Und wie immer gab es einiges zu sehen. Ich picke mal ein paar Highlights raus.

Da ist zunächst mal dieser pornöse Typ 3:

Die aufwändige Lackierung mit Metalflake und vermutlich echtem Blattgold machte echt was her.

Selbst die Felchn – alles Metalflake.

Innenausstattung: Metalflake Kunstleder (im Fusselshop verkaufen wir das als „Schiffschaukelbremser Kunstleder„) mit Sitzen im Simca Stil. Hammer.

Normalerweise würde ich ein lilanes Armaturenbrett als wenig heterosexuell bezeichnen – aber hier paßt es, wie die Faus aufs Auge.

Anderer Typ 3 – der im Gasser Style.

Naja – war echt ne Nette Idee, die Umsetzung so lala…

Unser Lieblingsauto war der Apal „Samtrack“, der nur 32x gebaut wurde. Davon waren gleich 2 Stück da.

Haut Euch nicht vom Hocker? Sieht irgendwie aus, wie ein russischer Jeep? Ja, klar, im Original schon, aber schaut mal, was man draus machen kann:

Sehr geil der mittig angeordnete Fahrersitz mit links und rechts nem Sitz für die weibliche Begleitung.

Am Anfang dachten wir, das wär ein Tretboot, das auf Buggy umgebaut wurde.

VW Kübel sind in Spa mit die beliebtesten Autos – auch da fanden wir tolle Exemplare mit guten oder witzigen Details. Schonmal Fenderskirts beim Kübel gesehen?

Über manches könnte man streiten :.

Der hier kam aus Deutschland – liegende Scheinwerfer im Kübel!

Reduce to the Max.

Gechopte Scheibe im HotRod Style.

Apropos HotRod – es waren auch einige Käfer Rods da – leider habe ich viel zu wenige Bilder davon – einen habbich erwischt.

Ich denke mal, Monsterbacke liefert noch ein paar Bilder nach. Der hatte seine Cam auch öfters am Anschlag.

Lange nicht mehr gesehen: Hoodscoop auf nem Streaker:

Alle außergewöhlichen Fahrzeuge zu dokumentieren ist ein unmögliches Unterfangen. Auch wenn Spa nicht so gut besucht war, wie in der Vergangenheit: In Spa sieht man viele Fahrzeuge, die man nicht für möglich gehalten hätte. Ein Treffen der Superlative.

Am Samstag war es auch voller, es kamen einige nach. Der Platz berstete nicht aus allen Nähten, wie gewohnt, aber es ar doch einiges los – ein tolles Wochenende.

Wir waren natürlich wieder mit dem Jägerkübel cruisenderweise ständig auf dem Gelände unterwegs und ganz wichtig: Des öfteren auch an der „Fritur“, wie wir es genannt haben.

Belgische Pommes sind einfach unschlagbar. Wer in Belgien keine Fritten ißt, ist selber schuld! Andere Sachen kann man auslassen. Hier zwei Fundstücke aus dem Supermarkt: Blaue Kartoffelchips – ich hab sie nicht probiert :.

Ob die halb gefüllte Kaffeetasse im Regal wirklich zum Verkauf stand, wage ich zu bezweifeln 😉

Highlight des Treffens ist die Runde auf der Rennsstrecke, die man fahren konnte mit allen Fahrzeugen, die das wollten.

Natürlich waren wir dabei. Konnte man gut sehen, was sonst noch da war, wie z.B. dieser VW Brasilia:

Unsinnige Fahrzeuge, wie diese Eigenbauten, an denen irgendetwas vom Käfer verbaut ist…

Sehr geschmeidig fand ich dieses Lowrider Mofa zusammengestückelt aus verschiedenen ollen Mopeds:

Der Kreativität der Schrauber sind kaum Grenzen gesetzt…

Wie schon gesagt – Monsterbacke hat auch viele Fotos gemacht – mal sehen, was er eingefangen hat.

Das Wetter spielte auch mit – also von Donnerstag bis Samstag. So konnten wir bis in die Nacht cruisen – zusammen mit einigen anderen Verrückten. Um in Spa aufzufallen, muß man schon was bieten, wie der T2 Bus, der mit Weihnachtsgirlanden wie der Cocacola-Truck durch die Reihen fuhr mit Weihnachtsliedern in Endlosschleife und bengalischem Feuer als Höhepunkt.

Sonntag schlug leider das Wetter um. Es hörte irgendwie nicht auf zu regnen. Monsterbacke hatte ne kleine Panne – Radlagerwechsel. Für nen geübten Schrauber kein Problem.

Wenn da nicht der Regen gewesen wäre. Aber man muß die Situation nutzen und gepflegte Musik im Auto hören – übrigens ein belgischer Radiosender 😉

[video:youtube:li3ZVpqyjFo]

Die Heimfahrt verlief dann relativ pannenfrei, wenn man mal davon absieht, daß mein Anlasser so langsam nicht mehr will, wenn der Motor war ist. Da muß ich demnächst mal ran. Bei einem Tankstopp mußten wir den Kübel deshalb anschieben. Irgendwas is ja immer mit dem Bock.

Mehr meiner Bilder vom Treffen gibts in der Galerie.

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3 thoughts on “Spa Light – mein Bericht von der Bug Show 2009

  1. Hahaaaaa ich hab was gelernt….der VW Brasilia, Mann ist der putzig…

    Bernd, ob ich da rein passe?

    Luftgekühlte Grüße, wenn auch se-x-chs zylindrig

    Ren?/QE11

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