Wenn die Nägel mit Köpfen auch noch passen würden…

Die Hinterradbremse treibt mich in den Wahnsinn.

Gestern ging ich bewaffnet mit den Neuteilen plus der Hinterradbremse aus einem 32B Schlachter ans Werk. Erst einmal die alte Bremse ab und dann angefangen, daß komplett neu aufzubauen. Am Anfang stand da nur die leere Bremsankerplatte.

Dann die Bremsbacken ausgepackt und – das paßt doch nicht. Herrgottsackelzement, das darf doch nicht wahr sein. War auf dem Vari ne 200er Anlage verbaut, die aus dem 32B is auch ne 200er und die neuen Bremsen haben 180mm.

Sowas fällt natürlich erst auf, wenn man die Verpackung aufgerissen hat. Und ne 180er Anlage für den 32B habe ich natürlich nicht rumliegen, nur für den 32er und das is nicht kompatibel. So ein Dreck! Gerade so n Händler, wie motorensuchecom nimmt das dann nicht mehr zurück. Na toll. Langsam nehm ich das persönlich.

Ich versteh die Politik der Bremsanlagengrößen nicht. 1976 hatte der 75PS 180mm (grüner Schlachter Fließheck), 1978 200mm (Jägervari) und im 32B im 75PS wieder 180mm laut den gelieferten Neuteilen. Kann natürlich auch sein, daß einer der Vorbesitzer die 200er Anlage nachträglich in den Vari eingebaut hat, vielleicht aus nem GLI…

Was machen? Ich entschied mich mal wieder das zu nehmen, was ich hatte. Immerhin, die neuen Radbremszylinder passen. Aber das Handbremsseil einzuhängen war schwieriger als gedacht. Das ist ein Stahlseil mit einer Feder drumrum. Und die Feder muß zurückgeschoben werden, damit man das einhaken kann. Nur wie? In den Reparaturanleitungen steht profan „Handbremsseil wieder einhaken“. Ich probierte und probierte. Irgendwann rufte ich entnervt Jürgen an – mit nem Seitenschneider gehts. Mit dem die Feder zurückschieben und mit dem zusammengedrückten Seitenschneider die Feder zurückhalten. Gefährliche Sache – man könne das Handbremsseil beschädigen. Ging aber, ich hab nen wirklich schlechten Seitenschneider gefunden, den andere schon lange weggeworfen hätten :. Es gibt natürlich auch ein Spezialwerkzeug. Nur das muß man erstmal haben…

Was lange währt, wird endlich gut:

Bremsbeläge angeschliffen, Bremstrommeln ausgeschliffen, um den Flugrost zu entfernen, alles sauber gemacht und alles zusammengebaut.

Die zweite Seite ging einfacher, da ich ja nun wußte, wie es ging. Dann das Übliche: Bremse entlüften, Räder druff, Probefahrt. Während der Fahrt immer mal die Handbremse gezogen, um die Beläge einzuschleifen.

Der Wagen bremst, zieht dabei nicht auf eine Seite, wunderbar – nur das war bei der alten Hinterradbremse ja auch so. Das hat leider noch nix zu sagen…

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6 thoughts on “Wenn die Nägel mit Köpfen auch noch passen würden…

  1. Da war doch was mit einem festen Bremskraftverhältnis vorne/hinten wegen der Gefahr beim blockieren der hinteren Räder. Macht der TÜV das mit größerden Bremsen hinten dann einfach so mit?

  2. Moin Bernd

    Bevor du zum Tüv fährst, mach erstmal eine Bremsprobe auf einem geschotterten Feldweg, da sieht man größere Abweichungen von links nach rechts auch ganz gut.

    ich bin damit bisher immer gut gefahren, dennw enn eine Bremsspur länger als die andere ist, dann fällst du auf der Rolle garantiert wieder hinten runter

    mfg Michi

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