Wo ein Wille ist, ist auch eine Schere

Ich hatte gestern die Beschriftung für das Blankoschild dabei – musste natürlich sofort aufgeklebt werden.

Wer das nicht kennt – da bin ich aufgewachsen. Den Ort gibt es nicht offiziell, das Ortschild dementsprechend auch nicht. Trotzdem weiß jeder in der Gegend, was Froschgrün ist und Froschgrün hat eine über 500 Jahre alte Geschichte, hatte sogar seine eigene Gerichtsbarkeit.

Ich hatte noch ein anderes Schild im Gepäck – dazu muss ich nix sagen – der Name ist einfach lustig.

Ich konnte den Fliesenspiegel mit den dämlichen aufgedruckten Kaffeekannen etc. nicht mehr ertragen. Also habe ich wellplatten aus Plastik besorgt. Eigentlich zum Dachdecken von Schuppen gedacht. Relativ dünn und wabbelig, aber egal. Ums eck wehrte sich das Material, ich musste es mit schweren Gewichten andrücken, solange das Silikon trocknet. Denn ich wollte das geschmeidig um den Kamin haben.

Auf der anderen Seite ging ich bündig ins Eck, weil da kein Platz war. Es fehlen noch ein paar kleine Stellen, die ich erst machen kann, wenn das fest ist. Aber den Effekt sieht man jetzt schon. Die Kacheln sind verschwunden. Ein komplett anderes Bild.

Die alten Bodenleisten liegen schon bereit, muss ich aber noch anpassen. Es war aber schon zu spät, um noch Lärm mit der Säge zu machen. Also kümmerte ich mich um die Rollos im Schlafzimmer. Ich habe da Klemmrollos besorgt. Sind günstig und effektiv – und es gibt sie in dunkelblau.

Ich hatte das eine Fenster gemessen – ich hätte einmal beide messen sollen. Altbau – kein Fenster gleicht dem anderen. Das Rollo war zu breit.

Sieht passend aus, aber die Halter passen nicht mehr daneben. Zurücksenden? Die Packung war schon aufgerissen. Und ich wollte das Thema abhaken. Und wo ein Wille ist, ist auch eine Schere.

Jetzt passt das Ding – fast besser, als das andere.

Demnächst werde ich wohl die erste Nacht in der Wohnung verbringen.

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4 thoughts on “Wo ein Wille ist, ist auch eine Schere

  1. Hi –
    zumindest hinter dem Herd schlage ich eine Versiegelung der Oberflächen mit Klarlack vor – das sifft sonst ziemlich (ich sage nur: Tomatensauce) und greift die Oberflächen an. Mit Klarlack heisst das später „mit einem Wisch ist alles weg“ 🙂 Und: Scheuerschwamm und Klebebuchstaben vertragen sich nicht so gut.
    Ciao, S!

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  2. Die Küche schaut gut aus. Nur die Edelstahl-Zweitspülmaschine wirkt noch ein bisschen wie ein zu steriler und moderner Fremdkörper. Aber das ist ja ’ne große, glatte Fläche und Folienregal und Schneidplotter stehen gleich nebenan…

    Noch was ganz anderes – grade gesehen:

    https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/mercedes-w114-8-300-diesel-leichenwagen-rappolt-lang/1461737073-216-18628

    Ist zwar wohl ziemlicher Kernschrott, aber ein Randgruppenauto mit Charme, viel Platz und sozusagen die große Schwester von Deiner Rappold-Leiche – deswegen dachte ich, den poste ich hier mal. Vorm Schweißen hast Du ja noch nie Angst gehabt… 🙂

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      Das wäre genau mein Wunschauto, Leichenwagen, vier vollwertige Türen und trotzdem Platz, und Style und überhaupt
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      Ich erwische mich gerade schon, nach Oldtimer-Transporten zu googlen…. Einfach so.

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