Zurück von der Rückenwind Tour 2015

Fusselblog Rückenwind Tour 2015

Ich bin wieder zurück in Mainz angekommen. Was eine Tour! Schwer, das alles zu verarbeiten, was ich alles erlebt habe.

Der Pirat hat gut durchgehalten. Der Motor, den ich in aller Eile einbauen musste, lief wie ein Uhrwerk. Das ist wohl die beste Maschine, die bisher in dem Bock war. Reisegeschwindigkeit war 140km/h, es ist natürlich mehr drin, aber bei der Geschwindigkeit fühlt er sich am wohlsten. Der Durchschnittsverbrauch von ca. 6,8l/100km gehen vollkommen ok und sind für ein 33 Jahre altes Auto meiner Meinung nach trotzdem durchaus zeitgemäß. Von wegen alte Autos verbrauchen unanständig viel – der Passat auf jeden Fall nicht.

Ein wenig nervte das durchgebrannte Heizungsventil, sprich die Heizung lief immer ein wenig mit. Ich habe eine Kiste mit den Dingern, aber ich habe einfach nicht mehr daran gedacht das zu wechseln in der Vorbereitungsphase. War ihn ja nur kurz Probe gefahren vorab. Was aber richtig ärgerlich ist: Wir hatten die vorderen Dämpfer erneuert. Die Teile waren NOS, was übersetzt „überlagert“ bedeutet. Nach wenigen hundert Kilometer gaben die den Geist auf. Der Bock hatte ein Fahrwerk wie ein olles Amischiff. Da steht demnächst ein erneuter Wechsel an.

Während der Tour habe ich nebenbei bewusst nach anderen Passat 32B gesucht. Viele habe ich nicht gefunden. Gerade einmal 2 Stück habe ich fahrend gesehen. Das Kilometermonster bei Christian an Tag 8 und einen in Kiel.

Passat

Die Fahrerin hat sich genauso gefreut, einen zweiten der Gattung zu sehen. Zwei Passat 32B fanden sich noch abgemeldet bei den besuchten Gastgebern und zwei bei Kiesow auf dem Schrottplatz. Das beste Auto der Welt wird immer seltener auf Deutschlands Straßen. Ich sollte mir noch ein paar zum Wegschlachten besorgen 😉

Insgesamt sind stolze 2.693 km zusammengekommen. Kilometer, die sich gelohnt haben. Ich habe mich mit allen Gastgebern hervorragend verstanden und das Schöne: Auch die haben sich gefreut, besucht zu werden. Es wurde für mich gegrillt, gekocht, Frühstück zusammengestellt, aber wir waren auch gemeinsam an Imbissbuden, im Diner, haben Pizza bestellt… Nur ein einziges Mal habe ich in einem Schnellrestaurant gegessen. Geschlafen habe ich auf Matratzen, Sofas, Gästebetten, einmal hat mir sogar ein Sohn sein Zimmer überlassen müssen. Und nur ein Bett ist unter mir zusammengekracht 😉 Ich war bei Studenten, Selbstständigen, Paaren, WGs, Familien, Stammtischen, einer Geburtstagsfeier – und das alles in 12 Tagen. Manche mussten eben normal arbeiten, manche feierten extra für mich Überstunden ab, nahmen Gleitzeit waren eh im Urlaub.

Das nördlichste Ziel war der Sandmann in Kiel. Mit ihm wollte ich noch einmal anstoßen auf unseren Sieg beim Auto Blog of the Year letztes Jahr. Und auch Jens hat über meinen Besuch gebloggt. Fuck. Wer von uns beiden ist jetzt der größere Selbstdarsteller?

Während der Tour kam mir die Idee: Man hätte eine Übersicht fotografieren sollen, auf welche Art der Frühstückskaffee gekocht wurde. Da waren echt lustige Varianten dabei.

Ich habe Eindrücke über meine Leser gesammelt, andere Lebensweisen gesehen, durfte in Garagen und Werkstätten schnüffeln, durfte die anderen Leser daran teilhaben lassen. Und vor allem: Ich hatte Spaß.

Am Ende machte ich ein wenig schlapp, da war der Schlafentzug dann doch etwas groß, viel länger hätte die Tour nicht sein dürfen, aber ich möchte keine Station missen. Um noch einmal den Spaß zu dokumentieren, den ich hatte, will ich Euch ein Video nicht vorenthalten:

Jaja – Generation Internet. Nicht helfen, sondern erst einmal mit der Kamera draufhalten. So sind die Buben eben 😉

An dieser Stelle ein ganz großes DANKE an alle, die mich eingeladen haben. Es war eine tolle Zeit mit Euch, ich habe jeden Moment genossen. Und ich erwäge ernsthaft, auch 2016 auf Tour zu gehen, dann in eine andere Richtung. Es ist einfach toll, wenn Freunde, aber auch vorher wildfremde Menschen einen einladen und einen Abend an ihrem Leben teilhaben lassen. Das bestätigt mir auch immer wieder, dass ich hier nicht nur für meinen eigenen geistigen Stuhlgang schreibe, sondern dass ich teilweise durch diesen Blog ein kleiner Teil ihres Lebens geworden bin. Und das macht mich wirklich auch ein wenig stolz…

Share:

7 thoughts on “Zurück von der Rückenwind Tour 2015

  1. Moin KLE,
    Schappo – eine tolle Tour, ich musste bei jedem Bericht laut lachen, staunen, Kopf nicken, einfach prima! Ich lese jetzt erst 1 Jahr dein blog, aber es lohnt sich! Dran bleiben!
    Gruß,
    Ralph

  2. Auch wir danken dir für deinen Besuch. Ich habe mich echt gefreut dich nach über 9 Jahren lesen in deinem Blog mal kennengelernt zu haben.

    Fabian mußte dir nicht sein Bett überlassen, er tat es freiwillig und erzählt immer noch anderen das da der KLE geshlafen hat…. Bert hingegen hat mich noch tagelang gefragt wo denn der große Junge hin sei… 😉

    Wir freuen uns auf einen nächsten Besuch… auch da stehen dir wieder alle Türen auf.

    Gruß flash und Familie…

  3. Knapp 2 Wochen täglich tolle Berichte und Einblicke in fremde Garagen – vom Chef-Fussler routiniert und unterhaltsam in Wort und Bild gefasst. Hab mich jeden Morgen drauf gefreut. Also eigentlich alles so wie immer seit 2006, als ich zunächst irgendwo über das 32BQP und danach ziemlich bald über diesen Blog gestolpert bin (Mann, das sind bald 10 Jahre…scheiße, ich werde alt!).
    Hat mich gefreut, Dich mal persönlich kennenzulernen und zu beherbergen. Wenn’s terminlich passt, stehe ich für die Wiederholung im nächsten Jahr gerne wieder zur Verfügung (wobei die Route dann ja wahrscheinlich eher in die Gegenrichtung gehen wird).
    Ansonsten trifft man sich ja vielleicht auch nächstes Wochenende in Mannheim.
    Grüße
    Steffen

  4. Ich konnte nicht helfen, musste filmen. Das liegt am Job. Aber der Trecker geht ganz einfach aus, indem man den Zündschlüssel umdreht. Oder wenn man aufsteht. *breitgrins*

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.