Die Sache mit der Thermoskanne

Ja Ihr Leut da draußen, passiert grad wenig auf dem Fusselblog. Stammleser wissen: Anfang des Jahres bin ich im Fastnachtsmodus. Da bleibt keine Zeit zum Autoschrauben. Damit ihr Euch eine ungefähre Vorstellung machen könnt: ich war in dieser Kampagne bisher auf 32 Veranstaltungen, bei zwei der Veranstaltungen war ich Veranstalter bzw. beteiligt, was wirklich viel Zeit frisst. Und nebenbei sollte ich ja auch noch etwas arbeiten…

Gestern fand ich einmal ein kleines Zeitfenster, einmal rauszufahren. Ich hatte gefühlt seit Wochen eine Thermoskanne auf dem Beifahrersitz, ohne zu wissen, ob die für meine Idee taugt.

Ich war im Tedy, weil ich ein gewisses Accessoire für die Fastnacht suchte. Ich mag Tedy nur bedingt, ich bin eher Action und Restpostenmarkt Fan. Aber da ich schon einmal da war, nahm ich mir aus der Handwerkerabteilung ein Maßband und ging auf die Suche nach einem 65mm Rohr bzw. nach etwas, was man dafür missbrauchen kann. Und da kam ich dann eben auf die Thermoskanne für 5€. Auch wenn es kein Kupfer ist: Ich dachte mir Edelstahl rostet nicht und das Material ist einigermaßen fest, obwohl sicher sehr dünn und dünn ist gut, weil ich so den Durchmesser nicht maßgeblich verjünge.

In der Werkstatthölle zerflexte ich die erst einmal das Teil.

Gemessen, welche Rohrstücke ich brauche und erst einmal die zwei vorher als geeignet erscheinenden Schlauchstücke damit verbunden. Das passt wirklich saugend, das wird dicht.

Am größeren Teil habe ich mit der Fächerscheibe die Stege etwas weggeschliffen, damit ich da später Schlauchschellen setzen kann. Der Bogen passte, es war aber noch zu kurz. Ich musste das Lange Stück noch einmal zerschneiden, um noch einmal zu Stückeln. Und dann habe ich verzweifelt versucht, da den zweiten Teil der Thermoskanne reinzufummeln. Vergeblich. Die Thermoskanne verläuft leicht konisch. Und der zweite Teil war einfach zu dick.

Irgendwann warf ich die Flinte ins Korn und ich fuhr erneut zum Tedi. Glücklicherweise ist da eine Filiale nicht weit weg von der Werkstatthölle. Und die hatte – Murpheys Gesetz – keine solche Thermoskanne. Alternativen gesucht und mich für eine Trinkflasche aus Plastik entschlossen.

Durchmesser war wunderbar, aber als ich das Konstrukt mit der Heißluftpistole erwärmte, damit ich den Schlauch auf die Ansaugbrücke bekomme, verformte sich das sofort.

Das ist mir zu Joker, keine Ahnung, ab welcher Temperatur das passiert. Aber es sieht auf jeden Fall so aus, als ob ich mir da eine potentielle Fehlerquelle einbaue. Aber zum Testen, ob das alles so funzt, wie ich mir das ausgedacht hatte reichte der noch nicht verformte Teil. Und das sieht gut aus.

Ich finde auch, das Gebastelte passt super für den Eindruck, dass das schön zusammengepfuscht ist. Und es ist ja erst Pfusch, wenn es nicht funktioniert. An der ersten Verbindung muss ich es etwas weiter auseinanderziehen. Da ist genug „Fleisch“, um das zu realisieren. Dann habe ich keinen Knick im Faltenbalg, obwohl das nicht wirklich schlimm ist.

Unter die Motorhaube passt das auch alles.

Auf der Heimfahrt fuhr ich noch bei Action vorbei und siehe da, die hatten vergleichbare Thermoskannen mit dem richtigen Durchmesser.

Und bei Action war die auch noch 1,01€ billiger. Ich hätte gleich im Action suchen sollen…

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