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Projekt 2 der Carmaniacs ist fertiggestellt

Uh! Was eine schwere Geburt! Der Umbau von unserem zweiten Projekt bei den Carmaniacs hat sich wirklich lange hingezogen. Es ist nicht so, dass wir uns treffen und dann in einem Rutsch so ein Auto umbauen. Meist drehen wir inzwischen fünf Tage am Stück, dann muss der nächste Drehtermin gefunden werden, was bei vier Beteiligten (plus Kameramann und Ton), Pandemie etc. nicht immer so einfach ist. Oft verzögern auch Teilelieferungen oder externe Dienstleistungen, die erst einmal fertiggestellt werden müssen, die nächsten Einsätze.

Ich würde gerne jetzt ein wenig vom Umbau dieses Fahrzeuges berichten, darf ich aber natürlich aus vertraglichen Gründen nicht. Wir wollen den Spannungsbogen erhalten.

Letzte Woche startete die letzte Schrauberwoche. Und die war Hardcore, denn wir hatten einen fixen TÜV Termin. Und ihr kennt das sicher. Irgendwie passiert dann irgendetwas, wie beispielsweise ein abgebrochener Gewindebohrer und der Zeitplan hinkt.

Wir schrauben ja im tiefsten Oberbayern und müssen dann erst einmal anreisen. Ich im Prolo, die zwei Kieler mit dem Flugzeug ab Hamburg. Also begann es diesmal damit, dass ich Adele am Flughafen abholte.

Wir haben da unten inzwischen auch einige tierischen Freunde. Wir haben, wenn wir draußen vor dem Hotel sitzen können, eine Katze, die uns immer besucht und der Wirt hat Schafe, ein Lama und ein Alpaka, das sich immer freut, wenn wir da vorbeikommen.

Vor dem Dreh brauchen wir alle negative Corona Tests, sonst würden wir gar nicht drehen dürfen ohne Maske. Unser Arbeitstag beginnt immer relativ spät, was alles verschiebt. Selten ein Mittagessen vor 14 Uhr. Abwechslung? Eher Fehlanzeige. Wir machen sozusagen eine Pizza Diät. Komischerweise habe ich dabei nicht abgenommen.

Nach einer Woche Dreh könnten wir vermutlich die komplette Werkstatt mit Pizzakartons auslegen. Ich sehe das eher so: Hauptsache satt, wir sind zum Arbeiten da. Aber ab und an träumt man nachts von einem Schnitzel. Und es geht noch schlimmer: Dadurch, dass in der Pandemie man Essen an Restaurants nur abholen kann, haben die Restaurants nicht so lange offen. Wir waren an einem Abend dann so verzweifelt auf der Suche nach einer Mahlzeit, dass wir aus purer Not uns an der Tankstelle versorgen mussten.

Ich weiß nicht, wie lange es her ist, dass ich Würstchen aus dem Glas gegessen habe – kalt versteht sich. Da hilft nur noch Bier.

Ausgangsbasis war letzte Woche, dass wir den Wagen vom Lackierer abgeholt haben. Das war wirklich ein erhebender Moment. Es ist immer wieder toll, wenn man etwas gebaut hat und das in den verschiedensten Farben, also Originallack, Grundierung, blankes Metall, Farbe der Fremdteile etc. abgibt und dann einheitlich lackiert zurückbekommt. Vor allem, wenn dann der Lack auch noch gut gelungen ist.

Einige Momente sind dann wirklich erhebend. Wenn die Rücklichter und Scheinwerfer in das Fahrzeug wandern und man so langsam ein immer kompletteres Fahrzeug sieht. Es gibt aber auch Arbeiten, die wirklich nerven, wenn man beispielsweise Teile, die man wiederverwendet, für den Einbau aufbereiten muss und die sich hartnäckig weigern, sich von Kleberesten zu trennen.

Meine Nerven…

Apropos Nerven: Dass ich das eine oder andere Filterzigarillo mehr konsumiere, als andere Menschen, ist ja bekannt. Fiel auch anderen auf, dass ich quasi immer einen Glimmstengel im Mundwinkel habe. Das musste ich vor der Kamera reduzieren. Besonders wenn ich rede vor der Kamera. Wenn ich mit beiden Händen schaffe, stört angeblich die Kippe im Maul meine Verständlichkeit. Kaum nachzuvollziehen 😉

Der Freitag war dann wirklich Schrauberakkord. Der TÜV Termin war unverschiebbar, alles sollte perfekt sein. Als wir soweit fertig waren, um uns sehen lassen zu können, war es bereits Samstag. Dann hieß es den TÜV das Ganze zu präsentieren. Und natürlich war vieles vorbesprochen, ein Restrisiko bleibt aber immer.

Zugegeben – dieses Foto vor der Prüfstelle ist gestellt.

Aber ich musste einfach mal mit meiner Körpergröße spielen. Die junge Dame ist noch in der Ausbildung beim TÜV und durfte die Abnahme deshalb nicht machen. Aber Frauen in dem Job sollten ja eigentlich nichts Besonderes mehr sein. Die junge Dame war zufällig bei der Prüfstelle und machte da Videos für soziale Medien, um genau mit dem Klischee aufzuräumen, dass Prüfer männlich sein sollten.

Die Abnahmen machte dann doch ein Prüfer mit der entsprechenden Ausbildung und Erfahrung.

Klar ist das Auto ausgepixelt und die Pixel zudem noch schwarz/weiß. Auch die Farbe bleibt noch geheim. Was bei der Abnahme passiert ist, erfahrt Ihr im TV.

Nach der Abnahme gab es noch die bekannten Sitdowns. Das sind unsere Kommentare, die immer dazwischen gestreut werden.

Diego ist kein großer Fan der Sitdowns. Jens und ich haben da eher Spaß dran. Ein Produzent macht sich immer Notizen während des Drehs, aber auch, wenn er das Material sichtet, wo noch einmal nachgehakt werden sollte, was noch einmal erklärt werden sollte und stellt uns dann Fragen, oder fordert uns auf zu berichten. Ihr werdet übrigens nie dabei das Projekt im Hintergrund sehen. Das hat einen einfachen Grund: Ab und an ist das Auto schon weiter, als der Schritt, über den wir in den Sitdowns reden. Wäre ja irgendwie doof, wenn man im Hintergrund schon verrät, wie es weitergeht.

Das Auto ist soweit fertig, jetzt muss aber natürlich erst einmal alles geschnitten werden, die Off-Texte gesprochen werden, … und danach ein Sendetermin gefunden werden. Wenn es ausgestrahlt wird, werde ich Euch natürlich hier informieren.

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Wieder beim Dreh

Ich bin gerade wieder im tiefsten Bayern und wir bauen wieder für VOX Autos. Ist schon skurril in diesen Zeiten. Die Pension, in der wir wohnen, darf Gäste aufnehmen, wenn sie geschäftlich unterwegs sind. Aber Frühstücken im Frühstücksraum? Geht nicht. „Bitte frühstücken Sie auf Ihrem Zimmer!“

Aber die Zeiten gehen auch irgendwann vorbei. Ich bin mit dem Pirat unterwegs und der hat einen neuen nervigen Fehler: Die Tankuhr fällt ab und an aus.

Das war kurz nach dem Volltanken. Dass ich immer noch auf die Überholung meiner LiMa mit Anschluss für den DZM warte, ist nicht ganz so schlimm, aber die Tankuhr wäre schon ganz nett. Muss ich mich daheim mal drum kümmern. Vielleicht ist es ja nur eine Kleinigkeit.

Heute kommt auf VOX die zweite Folge unseres ersten Fernsehumbaus. Wie ich erfahren habe, steht der Buckelkäfer schon jetzt schon zur Versteigerung:

www.unitedcharity.de/Auktionen/Traumauto-VOX-Sendung

Der Erlös kommt der Tafel zugute. Schön, dass wir damit auch noch etwas Gutes tun können. Erstaunlich finde ich: Er steht jetzt schon über 9.000 Euro – und eigentlich weiß noch niemand, wie er aussehen wird am Ende. Natürlich verrate auch ich das nicht. Wir wollen den Spannungsbogen ja noch aufrecht halten.

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Manöverkritik: Der KLE das erste Mal in VOX auto mobil

Gestern war es endlich so weit: Die erste Folge der Carmaniacs lief in VOX auto mobil. Jetzt ist es raus, dass wir an einen VW Käfer 1600i die Front eines Buckelvolvos PV 544 adaptieren. Der Arbeitstitel „Carmaniacs“ wird nur so am Rande in dem Bericht erwähnt. Es ist einfach die Rede vom „neuen Schrauberteam“.

Wer es verpasst hat, es ist begrenzte Zeit auch in der Mediathek von VOX zu sehen. Unser Beitrag startet ca. bei Minute 46. Das war es natürlich nicht mit dem Käfer, an den nächsten Sonntagen kommen Fortsetzungen.

Ich hatte die Endfassung vorab noch nicht gesehen und es waren so einige Lacher für mich an Stellen, die meine Mitzuschauer nicht verstanden haben. Beispielsweise cruise ich am Anfang zur Hintergrundmusik „Here comes the sun“ von den Beatles durch die Gegend. Ein Insider. Denn Jens singt und pfeift gefühlt den ganzen Tag und geht uns teilweise tierisch auf den Sack damit. Eines der Lieder, die er in seinem Nervrepertoire hat, ist „Here comes the sun“, jedoch mit dem Text „Hier kommt der Tanz“.

In dem Format kommt es so rüber, als ob wir uns ständig frotzeln und was soll ich sagen: Das ist auch tatsächlich so. Aber es ist eben ein freundschaftliches Frotzeln. Aus uns sind wirklich Freunde geworden und wir hängen zu dritt (Diego wohnt nicht so weit weg vom Drehort und fährt abends zu seiner Familie) auch gerne nach Drehschluss noch gemeinsam ab. Hätte auch anders kommen können. Und die Frotzeleien und die verschiedenen Herangehensweisen der unterschiedlichen Charaktere, gehören eben mit zum Format – aber auch zu uns. Da habe ich auch keine Probleme mit, denn die Dreharbeiten machen so auch wirklich Spaß.

Cool fand ich übrigens, dass mein Pirat es in das Intro geschafft hat. Geplant war das ursprünglich nicht. Ursprünglich sollten wir auf der Ladefläche eines US Pickups stehen, der allerdings nicht rechtzeitig anreiste. Und da kamen wir auf die Idee mit dem Pirat.

Aber wie hat Euch die erste Folge gefallen? Ihr wisst, ich kann auch mit Kritik umgehen. Was fandet Ihr gut, was eher nervig? Werdet Ihr auch die kommenden Folgen sehen? Ich freue mich auf Eure ehrlichen Kommentare!

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Sendetermin verschoben!

Glaubt mir, mir ist das echt unangenehm, Leute heiß zu machen und dann etwas vertrösten zu müssen, aber die Ausstrahlung der ersten Folge unseres Schraubereposses wurde um eine Woche verschoben. Ich habe das gestern erst erfahren.

Aber so ist das eben. Verschoben ist aber nicht aufgehoben. Neuer Sendetermin ist der 03.05.20, weiterhin innerhalb von VOX auto mobil. um 17:00 Uhr. Später wird die ganze Folge auch bei TVnow zu sehen sein, wer es verpassen sollte.

Aber ich weiß jetzt, dass ich wenigstens schon einmal verraten darf, welche Basis wir umbauen werden. Es geht um einen VW Käfer. Vor dem Umbau durfte ich damit ein paar Runden drehen und es ist schon schräg, dass ich sowas mal im Alltag gefahren habe. Denn schaut einmal genau hin, wo mein Kopf ist.

Gesehen habe ich bei der Fahrt wenig und mein Orthopäde hatte schon einmal seine Praxis vorbereitet. Dabei hatte ich ja mal einen Käfer als Alltagsfahrzeug zu meiner Studentenzeit. Um genau zu sein einen Jeanskäfer Baujahr 1982.

Ich hatte damals andere Sitze eingebaut, glaube die waren von einem Einser Golf. So sicher bin ich mir nicht mehr. Auf jeden Fall war ein Sportlenkrad drin, damit ich mit den Haxen nicht so die Probleme hatte.

Der Käfer ist natürlich inzwischen fertig umgebaut, sonst würde das jetzt nicht ausgestrahlt werden und wir bauen bereits an einem zweiten Fahrzeug – das darf ich Euch aber wirklich noch nicht verraten. Ist gerade etwas schwierig zu drehen wegen der Corona Kriese. Vieles hat geschlossen, wir müssen (und wollen) Sicherheitsvorschriften einhalten. Aber es muss ja weitergehen, wenn schon meine anderen selbstständigen Jobs gerade brachliegen. Ihr könnt Euch ja ausrechnen, wie viele Auftritte ich beispielsweise als mobiler DJ ist derzeit habe. Und das zur Hochzeitshauptsaison…

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Der KLE am kommenden Sonntag in VOX auto mobil

Ich hatte einmal angedeutet, dass ich zu Probeaufnahmen im tiefsten Bayern war Anfang des letzten Jahres. Aber ich konnte noch nicht so viel darüber berichten aus vertraglichen Gründen. Aber es ist Fakt: Ich schraube inzwischen für das Fernsehen an Autos. Nicht alleine, sondern im Team mit drei anderen.

Das sind neben mir:

  • Adele. Eine Schweißkünstlerin und Tempramentsbündel aus dem hohen Norden. Sie hat früher einige Autos original restauriert mit ihrem damaligen Mann und weiß mit Blech umzugehen.
  • Jens. Den Sandmann muss ich vielen hier nicht weiter vorstellen. Autonerd und Blogger. Auch einen schönen Schuss im Hirn.
  • Diego. Werkstattmeister bei Volvo und einfach eine Universalwaffe, was Autos angeht.

Zusammen bauen wir Autos im Gegensatz zu anderen deutschen Autoformaten sehr aufwändig um. Nicht nur einen Spoiler dranschrauben und eine fette Musikanlage verkabeln, sondern richtig. Ich umschreibe es mal so: Ich hatte mein privates Schweißgerät mit am Start, weil uns ein Schweißgerät nicht gereicht hat.

Ein Fahrzeug haben wir fertig und kommenden Sonntag wird die erste Folge ausgestrahlt. Nicht als eigene Sendung, sondern als Rubrik in VOX auto mobil.

Sonntag , 26.04.20, 17:00 Uhr auf VOX

Also einschalten! Ich bin gespannt, wie das Format ankommt bei Euch! Ein Auto wird auf mehrere Sendungen verteilt, ich weiß es nicht, aber wahrscheinlich werden es jeweils die letzten 20 Minuten jeder Sendung.

Was wir wie umbauen, darf ich Euch natürlich vertraglich nicht verraten, aber gerade das erste Auto – ich bin mir relativ sicher, das hat noch keiner so gebaut. So viel kann ich versprechen.

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