Verbaue ich einen Wasserkocher am ColdRod?

Ich habe mal wieder Lust etwas zu gestalten am ColdRod. Aber dazu braucht es leider wieder einige Vorarbeiten. Aber erst einmal angefangene Baustellen vollenden. Ich hatte ja an der B-Säule Beifahrerseite gearbeitet. Die war noch nicht voll verblendet. Das eine Blech anzupassen war etwas Fummelarbeit. Also erst grobe Pappschablone, Blech Schneiden, Kante abkanten und dann hier noch eine Kleinigkeit wegnehmen, dort noch eine Kleinigkeit, bis ich es eben Festpunkten konnte.

Das jetzt noch übrig gebliebene Loch bekommt eine geschraubte Blende, wie die Türverkleidungen, denn da wird die Rolle vom Gurt verschraubt.

Ich habe Lust, das Armaturenbrett anzufangen. Aber einfach anfangen ist nicht, denn das Armaturenbrett muss ja um die Lenksäule passen. Und die Lenksäule muss ich noch ersetzen. Wer die Vorgeschichte nicht kennt, oder wieder vergessen hat: Beim Kauf war das originale Lenkrad nicht dabei, sondern ein Zubehörlenkrad verbaut.

Das könnte ein amerikanisches Grant Lenkrad sein. So 100% sicher bin ich nicht, aber bei einem (pseudo)amerikanisches Auto nicht unwahrscheinlich. Dazu gibt es keine Nummer, keine Papiere, nichts. Oder anders ausgedrückt: TÜV sagt nein. Ein originales Lenkrad vom LUV? In Deutschland eher aussichtslos. Also Gestaltungsanlass. Ich habe mich mit dem TÜV auf eine VW Käfer Lenksäule geeinigt. Also schauen wir einmal, wie wir das einbauen.

Die Abstützung der Lenksäule? Katastrophe. Da ist wirklich alles morsch. Das muss ich alles neu bauen.

Aber erst einmal die Restkabel rausgefädelt. Das ist ein komplett verfrickelter Kabelbaum. Da werde ich wohl zusammen mit dem MainzMichel von Adam und Eva anfangen müssen.

Dann konnte die alte Lenksäule raus. war nicht ganz so easy. Das Lenkrohr war an der Stirnwand verschraubt – mit Kreuzschlitzschrauben! Kann man sich ja denken, wie gut die nach 46 Jahren aufgehen. Also gar nicht. Man bekommt einfach keine Kraft auf die Schrauben. Mir ist tatsächlich ein Schraubendreher daran abgebrochen – einer von HAZET wohlgemerkt.

Es half nur eines: Muttern aufschweißen.

Damit war das aber kein Problem. Was da zum Vorschein kam, löste alles andere als Begeisterung aus. Der Vorbesitzer hatte hier schon angefangen zu schweißen. Naja, so richtig gut aber nicht – und vor allem nicht vollständig!

Das ist so ein Rosthaufen. Ist ja auch ein Chevy, äh Isuzu, gehörte damals zu GM, genau wie Opel. Es ist also Opelgold… Der Wagen dachte sich wohl, ich habe Langeweile. Im wahrsten Sinne ein Fass ohne Boden.

Aber erst einmal zur Lenksäule. Ich habe eine der zwei Käfer Lenksäulen, die hier rumliegen, mal reingehängt.

Erste Erkenntnis: Sie ist deutlich kürzer, als die vom LUV. Aber das lässt sich verlängern. Vorgabe vom TÜV: Nicht nur verschweißen, sondern zusätzlich auch verstiften. Eventuell kann ich dafür sogar ein Stück der originalen Lenksäule verwenden. Die ist übrigens starr, die vom Käfer hat ein Verformungselement, was weitaus sicherer ist bei einem Unfall.

Ich habe pro Forma das Wartburg 311 Armaturenbrett reingelegt. Das natürlich noch viel zu schmal ist.

Das Petri Lenkrad Typ 355 – ich liebe es – hat der TÜV übrigens abgesegnet. Das war damals für den Käfer zugelassen.

Das Armaturenbrett wird natürlich breiter. Und da muss der Ford Tacho rein und ich habe mir den Kopf zerbrochen, wie ich die Rundung hinbekomme. Ich hatte mir einmal einen Retro Wasserkocher auf dem Flohmarkt gekauft und schnell wieder ausgemustert, weil der ewig brauchte, warm zu werden.

Eigentlich wollte ich den verschenken, hat nur drei oder vier Euro gekostet und der Lack war etwas abgeplatzt. Aber wenn man den zerschneidet – Zack, da kann man die entsprechende Rundung biegen.

Aber so weit bin ich leider noch lange nicht…

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