Dem Elektrikkasper auf der Spur

Die Heckbeleuchtung des Pirat. Ein Drama in 27.744 Akten.

Ich hatte ja das Phänomen, dass ständig die Sicherung von der Warnblinkanlage flog. Da auch irgendwie trotz Nachbesserungen die Anhängerbeleuchtung auch irgendwie immer nicht komplett funzte, hatte ich zwischenzeitlich einfach alle Kabel zur AHK Steckdose durchgezwickt, weil ich da den Kurzschluss vermutete. Brauche ich ja im Alltag nicht. Aber am Wochenende fahre ich zur Schlachtung des Opel Omega A mit Hänger. Also musste ich daran.

Ich vermutete irgendwo einen Wackler durch einen Kabelbruch zur AHK und entschied mich für die Radikalmethode. Ich habe eine neue Dose samt Kabelsatz geordert und habe alles rausgeschmissen, was bisher verbaut war.

Kosten sind überschaubar, erspart das ewige Durchmessen und der Fehler trat ja nicht immer auf. Und wir wissen: Geht man auf Fehlersuche, tritt er meist nicht auf.

Natürlich brauchte die neue Dose einen anderen Abgang nach hinten – Murpheys Gesetz. Wenn man etwas blind kauft, ohne sich vorher die Befestigung anzusehen, dann bestellt man immer das Verkehrte. Die alte Dose hatte den Kabelabgang am Rand, die neue in der Mitte. Also musste das Halteblech mit einem Stufenbohrer aufbohren. Ich hätte auch den neuen Kabelsatz an die alte Dose anschrauben können, aber der Fehler könnte ja auch direkt in der Dose liegen. Dann lieber diesen Weg.

Und dann eben Kabel verlegen, sauber verlöten und mit Schrumpfschlauch isolieren. Und dabei fiel mir ein Kabelrest der Kabel zur Steckdose auf. Aha! Also deswegen ging da nicht alles!

Da kann natürlich kein Strom fließen. Steckdose durchgemessen. Es kommt an jedem Pin an, was ankommen soll. Sollte also jetzt funktionieren.

Gehen wir weiter auf Suche nach dem temporär auftretenden Kurzschluss, der die Sicherung fliegen lassen hat. Ich merkte das, wenn die Warnblinkanlage nicht funzte, aber an der Sicherung hängt auch das Bremslicht. Deshalb habe ich immer wieder einmal zwischendrin die Warnblinkanlage angemacht, nicht, dass ich ohne Bremslicht fahre. Und es könnte ja sein, dass es nicht an der AK Dose lag.

Ich schraubte die Rückleuchten auf. Und da fiel mir etwas auf. die Kontakte der Zweifadenbirne Rücklicht/Bremslicht schliff am Gehäuse.

Ich hatte da zwar ursprünglich Isolierband drumrumgewickelt, aber da hatte sich inzwischen der Kleber gelöst nach 16 Jahren.

Es KANN sein, dass dadurch der Kurzschluss entstand. Dass das Isolierband inzwischen einen schwachen Kontakt zu Masse zulässt. Also habe ich das zuverlässig isoliert im Fusseltuning Style. Irgendwas suchen, was isoliert und sich nicht so schnell durchscheuert. Ich habe ein Stück Plastik aus einem Deckel einer alten Salatdose geschnitten und habe das hinter die Kontakte der Fassung geklebt.

Das isoliert zuverlässig. Thema Heckbeleuchtung damit gegessen? Ich hoffe es einmal.

Da ich die Gläser eh abhatte, habe ich noch ein anderes Problem in Angriff genommen. Die Rücklichtgläser sind stumpf geworden über die Jahre. Deshalb habe ich mal Autopolitur ausprobiert.

Links auf dem Bild eine polierte Scheibe, rechts unbehandelt. Sind nicht perfekt geworden, aber schon deutlich besser. Sollte reichen. Sollten jetzt wieder etwas heller leuchten.

Die alte Batterie vom Pirat hat übrigens auch das C-Tec nicht mehr retten können. Ist glaube ich das erste Mal, dass ich die rote LED an dem Gerät leuchten sehen habe 😉

Tot ist eben tot.

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