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Auto Blog of the Year 2014

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02.09.17

Permalink 13:43:00, von KLE E-Mail

Rückenwind 2017 - Rückkehr und Resümee

Gestern konnte ich eine meiner Lieblingsansichten von Mainz wieder genießen. Die, wenn man über die Theodor Heuss Brücke fährt und von der Staatskanzlei empfangen wird. Comming Home.

Mainz

Was eine Tour dieses Jahr wieder! Der Prat hat treu durchgehalten. Für die Statistiker unter uns: Insgesamt kamen 2.151 km zusammen.

Tacho

Ich werde wahrscheinlich noch ein wenig brauchen, um das alles zu verarbeiten, was in diesen knapp zwei Wochen so alles passiert ist. Ich wurde schon mehrfach gefragt, was mein Highlight der Tour war. Ich kann es nicht sagen. Das wird den Lesern, die die Tour verfolgt haben, wohl ähnlich gehen. Da hat jeder so seine persönliche Lieblingsgeschichte. Der eine feiert, dass wir die Flotte an Loadrunnern gefunden haben, der andere kann immer noch nicht glauben, dass es Menschen da draußen gibt, die einen Motorradmotor fast vollständig selbst bauen.

Manche Gastgeber meinten, was sie mir noch bieten könnten, weil gleich der erste Gastgeber so vorgelegt hat. Ich meine das ehrlich: Ich war von keiner Station enttäuscht. Was passiert, passiert und gerade die Vielfalt macht es aus. Ich habe auf meiner eigenen mitgebrachten Matratze in der Küche gepennt, auf dem Sofa, in Gästebetten, in einem Leichenwagen, einer räumte sein eigenes Bett, damit er mich nicht aufwecken muss, weil er früh rausmusste. Dieses Jahr habe ich kein Bett zerstört, gut, eine Plastikbank bei Dodo war kurz davor aufzugeben, aber Glück gehabt, sie hat gehallten.

Etwas hat aber nicht überlebt. In Meisen kaufte mir Carsten einen Fummel. Was es damit auf sich hat, steht im Begleitzettel:

Ich hatte nicht die Ambition, de Fummel bis in alle Ewigkeit zu hüten, aber bis zu meiner Rückkehr wäre cool. Ist aber in die Hosen gegangen.

Fummel

Dabei hab ich während der kompletten Fahrt nicht einen Tropfen Wein getrunken. Ich verstehe das nicht. Das heißt eigentlich schon. Ich hab auch ein paar Souvenirs mitgebracht. Da passierten so Geschichten... Bei Digga standen wir in seiner Fahrradwerkstatt und da stand eine Kiste mit einem Polo Getriebe. Das war bei einem Auto dabei, das er nicht mehr hat.

Getriebe

Wirklich ein schon fast absurder Zufall: Das ist das 5gang, dass zu dem Motor passt, den ich in meinen Prolo bauen werde. An dem hängt nur ein 4gang. Und ich durfte es mitnehmen, weil eh kein Auto mehr dazu da war. Natürlich kommt das jetzt in den Prolo.

Da war an einer Stelle Grundierung über, bei Dulle gab es ein Glas selbstgemachte Marmelade, ... Nein, ich war wirklich nicht auf Abstaubertour, aber Danke sagen gehört sich einfach. Das größte Geschenk für mich war, dass man sich Zeit für mich genommen hat. Danke an alle meine Gastgeber! Danke für die Gelegenheit, einmal in Eure Welt reinschnuppern zu dürfen, Danke für Eure Zeit, Danke für Übernachtung, Speis und Trank! Ich hoffe, Ihr fandet meinen Besuch auch angenehm. Ich habe mich bei jedem wohl und willkommen gefühlt.

So eine Tour funktioniert natürlich nur, wenn sich genug Gastgeber finden, die mich einladen. Sehr geil, dass mir dieser kleine Blog dazu die Möglichkeit gibt, eine so vielfältige Schraubergemeinde zu besuchen. Aber es ist auch toll, dass es da draußen so viele Schrauber gibt, die unser Straßenbild auf ihre Art bereichern.

Ich hoffe, auch die Leser hatten auch wieder Spaß an meiner diesjährigen Rückenwind Tour. Ich muss mich jetzt erst einmal von der Tour erholen, denn etwas war Mangelware während der Zeit: Schlaf. Aber sie war es einfach wert...

01.09.17

Permalink 09:07:00, von KLE E-Mail

Rückenwind 2017 Tag 11: Höchstadt

Eigentlich wollte ich meine Tour ausschließlich durch die neuen Bundesländer machen, aber da einer wegfiel und der Markus auf dem Weg zurück nach Mainz lag, fuhr ich bei ihm vorbei in Hochstadt. Ich nahm noch einen kleinen Umweg, denn der Wohnort meiner Familie lag ebenfalls auf dem Weg und wenn man schon einmal da ist, lässt man sich zu Mittag gut bekochen.

Markus schraubt derzeit nicht so viel. Er hat durchaus ein paar Fahrzeuge herumstehen, wollte mir aber einmal eine andere Welt zeigen.

Im Alltag fährt er einen Audi 80, was ja vollkommen ok ist.

Audi

Als er seine Normgarage öffnete, kam sein Sommerauto zum Vorschein: Ein Mazda MX5.

Mazda

Ganz hinten in der Garage dann versteckt zwei Motorräder.

Motorrad

Hinter der Suzuki, die für ihn ein realisierter Jugendtraum ist, steht eine frühe Nachkriegszündapp. Die hatte er einst als Teilehaufen erworben und nach und nach wieder komplettiert.

Zündapp

Die Welt, die mir Markus aber zeigen wollte, war sine Motorsportseite. Früher fuhr Markus Rallye mit einem Golf 1. Irgendwann hängte er seinen Helm an den Haken, aber so wirklich losgelassen hat ihn das Thema nie, so dass er demnächst wieder als Beifahrer in den Sport einsteigt. Wir fuhren zu Hans, bei dem das Sportgerät - und einiges mehr - steht.

Gefahren wird mit einem Italo BMW M3.

Italo M3

In Italien wurden oder werden Autos über 2l besonders hoch besteuert, so dass BMW eine Variation des E30 für Italien baute mit 2l Motor, ohne Paustbacken etc. aber mit viel Motorsporttechnik. Für diesen Sport ideal, weil in der Klasse bis 2l gefahren wird.

Der Bock hat viele Modifikationen, wie Kunststoffhauben, Käfig etc. Der Motor hat weiterhin knapp 2l.

BMW M3

Besonderheit beim Schalten: Der Schaltknauf hat oben noch ein Gelenk. Winkelt man das ab, wird kurz die Zündung unterbrochen, man kann ohne Kuppeln durchziehen und spart so wichtige Zeit.

Italo M3

Diese Art zu schalten kostete einem Motor das Leben. Da passierte beim Schalten so ein winziger Fehler. Volle Drehzahl im 2. Gang und dann durchgerissen auf den ersten statt dem dritten. Der Wagen hat einen Computer, der alles aufzeichnet und das war der Highscore im BMW. Wenn ich mich recht erinnere 14.500 U/min. Und irgendwie ging das nicht lange...

Motorschaden

Motorschaden

Aber da wird schon der nächste Motor aufgebaut. Und dabei um jedes PS gekämpft, jede Lücke des Reglements ausgenutzt.

Neben dem Sportgerät fand sich bei Hans noch ein Serien M3. Und das ist heutzutage eine Wertanlage.

BMW M3

Und es stand noch ein Wagen mit M3 Maschine herum. Der mit einer 2,5l.

BMW 1502

Ein Traum. Ein BMW 1502 mit E30 M Technik und auch noch in Orange.

BMW M3

Hätte ich direkt eingepackt, hätte ich gedurft.

Hans fährt schon länger im Motorsport und in der nächsten Halle stand etwas ganz Besonderes: Ein Treser TR1.

Treser TR1

Dieses Auto kam nie über den Prototypenstatus hinaus, lediglich 23 Stück wurden gebaut, nur 4 davon hatten irgendwann eine Straßenzulassung und nur von 2 ist bekannt, dass sie noch zugelassen sind. Dies ist einer der zwei.

Treser TR1

Hans hat ihn nicht nur gefahren in der einen Saison, in der eine Rennserie damit aufgelegt wurde, er hat ihn auch im Werk selbst zusammengeschraubt, denn damals fehlten Treser die Arbeiter, um das zu schaffen und so bauten die Teams damals ihre Fahrzeuge selbst zusammen im Werk.

Das Ganze ist ein Verbund von GFK und einem Aluminiumskelet, im Heck arbeitet ein modifizierter Golf 16V Motor mit einem Seilzuggetriebe aus einem Passat.

Treser TR1

In dem Auto haben sowohl Hans, als auch sein Sohn geheiratet. Heute gehört er ihm nicht mehr, aber er hat ihn weiterhin in Pflege.

Der Sohn fährt übrigens auch Rallye, sein BMW - was sonst - steht neben dem Treser.

BMW 316

Weiter ging es beim nächsten Motorsportverrückten. Auch bei dem stand ein BMW M3 auf der Bühne. Man mutmaßt, der Gegner, bei dem er sich im letzten Rennen angelegt hat, hätte ein grünes Auto gehabt.

BMW M3

Ja, es gibt so Leute, da stehen im Freien Autos rum...

Escort

BMW

Eine Welt von Motorsporverrückten, mit denen man sich aber herrlich normal unterhalten kann.

Abend ging es dann zum nächsten aus der Motorsportclique zum Grillen. Und was steht da im Hochregal? Eine Golf 1 Karosse, aufgebaut für den Motorsport.

Golf 1

In dieser Halle, in der eigentlich LKWs gewartet werden, schraubte Markus in seiner aktiven Zeit mit eigenem Auto. Aber er kehrt ja jetzt als Beifahrer zurück.

Gegrillt wurde im Begehbaren Grill mit überdachter Terrasse daneben.

Markus

Gute Location für den letzten Abend, denn das Wetter war schon den ganzen Tag sehr durchwachsen.

Heute geht es zurück nach Mainz. Mal sehen, wie lange es braucht, bis ich all die Eindrücke alle verarbeitet habe, die ich sammeln konnte. Ich freue mich auf jeden Fall jetzt auf eines: Ausschlafen. Denn Schlaf kam die letzten 11 Tage irgendwie zu kurz, aber das aufbleiben hat sich jedes Mal gelohnt….

31.08.17

Permalink 09:07:00, von KLE E-Mail

Rückenwind 2017 Tag 10: Treuen

Ich habe Sachsen verlassen, nächste Station war Thüringen, um es genauer zu nehmen Treuen, wo mich Dodo empfing. Dodo hat eine Schwäche für alte Opel Astras. Das hier ist sein aktueller:

Astra

Aber wie das im Osten so ist, er hat natürlich auch diverse Simsons. So führte er mich in eine Garage, wo unter anderem diese Schwalbe stand.

Schwalbe

Ja, die ist so tief, ja, sie steht nicht auf dem Ständer und nein, sie ist ihm noch nicht tief genug. Ist wohl auch so ein Ost Ding ;-)

Nach kurzer Besichtigung der Garage ging es zu den Gemeinschaftshallen und was soll ich sagen: SO habe ich mir das vom Klischee her vorgestellt. Abgerockte Halle, Scheiben eingeschlagen, ehemalige LPG.

Davor diverse Autos, man könnte den eine oder anderen auch einfach Schrott nennen.

Die Halle mit den eingeschlagenen Scheiben - ich hab es irgendwie stellenweise nicht gerafft. Diverse Autos, teilweise in zwei Lagen gestapelt und dann so Aussagen, wie "so richtig weiß von einigen irgendwie keiner, wem die gehören". Offenbar haben zu viele den Schlüssel für die Halle.

In der Halle stand auch Dodos zweiter Astra, den er lange gefahren hat. Innen bis auf die Sitze fast vollkommen leer. Man erkennt, da gehört einer zur Ratten Scene.

Astra

Der soll auch wieder auf die Straße irgendwann. Macht wohl Laune, ist aber im Winter etwas kalt ohne Dämmung - und auch laut innendrin.

Dann ging die eigentliche Halle auf. Da stehen die aktuellen Projekte - bei dem Trabi in zweiter Lage steht eine Wette, ob er zu einem fixen Termin wieder läuft.

Ein Golf eines anderen Schraubers, der gerade nach einem Unfall wieder gerichtet wird.

Golf 2

Äh ja, schrieb ich schon Ratten Scene? Da stand wieder von einem anderen das Winterauto, Ein Polo 6N, der wohl auch diesen Winter wieder ran muss, um den Sommer Ascona C zu schonen.

Polo Ratte

Ein wenig weiter in die Halle geschaut und ich staunte nicht schlecht, was da diverse Leute abgestellt haben. Da standen beispielsweise einige Robur.

Robur

Robur

Und Traktoren - ohne Ende Traktoren.

Besonders interessant finde ich wieder ein Ost Phänomen: Eigenbau Traktoren, einer davon stand da auch rum.

Eigenbau Traktor

Das Schöne: Die haben teilweise Straßenzulassung. Und da tickert natürlich das Kopfkino, was man da so alles draus bauen könnte. Ich wollte ja schon immer einmal einen tiefergelegten Traktor. Aber der hier führt vielleicht 15 km/h - das wäre mir doch viel zu langsam.

Ach ja - LKWs. Da waren da auch so ein paar wenige herumgestanden.

Dazu noch unzählige Achsen, Motoren Anhänger, ....

Der pure Wahnsinn, was da an Material stand. So frei nach dem Motto: Haben ist besser als brauchen. Irgendjemand kennt sich da sicher aus, wem was gehört, Dodo blickte nicht immer durch. Das Schöne dort: Die Mieten für so ein Objekt sind eher lächerlich. Aber es ist eben thüringische Provinz und nicht Mainz City.

Hatten wir auf meiner Tour eigentlich schon einmal gegrillt? Ich kann mich nicht genau erinnern, diesen Abend haben wir auf jeden Fall. Ich kann ja 5 Wochen lang durchgrillen. Männer, Feuer und Fleisch - eine unschlagbare Kombination!

Beinahe hätte ich noch groß eingeladen. Vor dem Gebäude lag ein Schwerlastregal und keiner wusste, wem es gehört. Es einfach einzupacken war mir zu Joker. Am Ende gibt es Ärger. Und das war gut so, dass ich skeptisch war, letztendlich fand sich über diverse WhatsApp Anfragen der Eigentümer. Einerseits schade, andererseits auch wieder gut. Ein Schwerlastregal auf dem Dach bis nach Mainz, das hätte Mecker von der Rennleitung geben können...

30.08.17

Permalink 09:07:00, von KLE E-Mail

Rückenwind 2017 Tag 9: Rosenthal-Bielatal

Rosenthal-Bielatal? hatte ich vorab nie gehört. Ist auch irgendwo im Nirgendwo, fast an der Grenze zu Tschechien. Oder anders ausgedrückt: Einmal bekam ich eine SMS vom Netzwerkanbieter für das benachbarte Ausland. Eingeladen hatte Benjamin. Er fährt einen Opel Astra Caravan, LKW Zulassung, höher gelegt und optisch ein wenig ähnlich meinem Piraten.

Astra

Man könnte meinen abgekupfert, aber es gibt die Idee des Haifischmauls ja schon ewig und seine Variation basiert auf einem Buggy aus dem Film Mr. & Mrs. Smith.

Die Gegend ist sehr ländlich, aber auch sehr idyllisch gelegen in der sächsischen Schweiz. So richtig mit Dorfladen, den jeder Konsum nennt.

Konsum

Benjamin machte mit mir eine Rundfahrt durchs Dorf, wie aßen bei einem Bäcker ein Stück Erdbeertorte für 1,59 Euro und nur um einmal dieses beschauliche Leben da zu beschreiben: Während wir Kuchen aßen und ich ein Kippchen rauchte, kam kein anderer in die Bäckerei, in die man durch einen stinknormalen Hausflur gelangte. Da ist die Welt noch in Ordnung, wie man so nett sagt.

Wir kamen auch an einem inzwischen geschlossenem Lokal vorbei, vor dem absurderweise Dinos stehen. Ich meine, das Material ist Beton, dem Klang nach waren die Figuren innen hohl.

Binos

Benjamin erzählte mir auch Geschichten, die Städtern mehr als absurd vorkommen, wie dass Nachbarn nach dem Winter in die neu klaffenden Schlaglöcher auf der Straße auch schon einmal Blumen pflanzen, bis es provisorisch repariert wird,

Geschraubt wird in einer Art Gemeinschaft am Waldrand. Dort stehen eine Halle und mehrere Nebengebäude, in denen Fahrzeuge der unterschiedlichsten Art geschraubt werden. Es ist auch viel Ost"blech" dabei.

Trabant Kübel

Es ist eigentlich alles da: Hebebühne, Reifenmontiermaschine und Wuchtmaschine, Drehbank, etc.

Klar entstehen hier auch Eigenbauten, wie dieser Traktor.

Traktor

Dieses Monster hilft wohl beim Zerkleinern von Bäumen, alles selbst konstruiert.

DDR Anhänger mit zusätzlicher Achse:

Anhänger

Da ist schon so einiges unterwegs.

Trabant

Das Schöne: Die Gemeinschaft scheint zu funktionieren. Während ich da war, kamen 2 von der Gemeinschaft vorbei und fuhren auf die Hebebühne. Der eine schweißte mal schnell seinen Auspuff, der andere sah nach den Bremsen. Ein ständigen Kommen und Gehen. Einige blieben auf ein paar Bier und Schraubergeschichtenaustausch. Wir haben gegrillt, geklönt bis sich die Runde auflöste. Müssen ja die meisten heute wieder arbeiten und z.B. als Bäcker bedeutet das verdammt früh raus.

Wir (Benjamin, seine Freundin und ich) tranken noch einen Absacker bei ihnen in der Wohnung, bevor ich mich wieder zum Abschluss des Tages an den Blogbericht machte. Einen Tag treibe ich mich noch in den neuen Bundesländern herum, bevor es wieder in die gebrauchten geht, wo ich noch einen Schlenker fahren werde.

29.08.17

Permalink 09:07:00, von KLE E-Mail

Rückenwind 2017 Tag 8: Kreischa

Der Rückenwind trug mich gestern nach Kreischa bei Dresden zu Daniel. Als ich in den Hof einbog, sah ich schon, ich bin richtig. Da lachte mich das Heck von einem 1303 aus der Garage an.

1303

Daniel hatte den vor Jahren restauriert, nun soll er nach längerer Standzeit wieder auf die Gasse, er bereitet ihn gerade für die H-Abnahme vor. Einen Passat 32B konnte ich auch gleich ausmachen.

Passat 32b

Das ist ein 5zylinder Frontkratzer, den er im Alltag bewegt hat, bevor er diesen Mitsubishi L300 bekam.

L300

Auch schon fast wieder cool, vor allem für den Preis: Er bekam ihn von einem Rentner geschenkt. Und das Ding hat viele Extras etc. und ist auch ganz passabel beieinander. Er diente uns als Expeditionsfahrzeug in Daniels Autowelt. Er arbeitet in einem Oldtimerbetrieb, in den ich kurz reinschnuppern durfte. Da standen u.a. zwei Lotus 7 Derivate im Aufbau.

Daniel

Kurzer Test mit erwartungsgemäßem Ausgang: Auch kein Auto für Leute über 2m.

Ich bekomme meine Haxen gar nicht in den Fußraum zu den Pedalen.

Von fremden Autos zu den eigenen. Er hat da 2 Schuppen mit allerlei Altblech. Unter anderem einen Polo 86C in schön bemost.

Polo 86C

Da ist ein 3F Herz (75PS) unter der Haube und der Motor soll irgendwann in einen Polo 1, der da irgendwo unter Decken und darauf zwischengelagerten Teilen vergraben sein soll. Der Platz könnte die richtige Größe haben, vermutlich steht der da auch, sehen kann man ihn nicht. In Schuppen eins etwas zu sehen ist bauch echt schwer.

Scheune

Diverse Mopeds, 2 Framo Fahrerhäuser und andere Framoteile, irgendwo davor steht wohl ein Traktor. Teile und Fahrzeugtetris vom Feinsten. Im zweiten Schuppen kommt man wenigstens rein. Da steht der ausrangierte Polo 2F der Mutter, immerhin ein Sondermodell und mit überschaubaren Kilometern, der hat die Talsohle im Wert längst überschritten.

Polo

In diesem Schuppen hat Daniel mit Helfern den Käfer der Schwester restauriert, das fertige Fahrgestell steht da, das Häuschen beim Lackierer.

Käfer

Bei seiner Oma im Garten in einer Laube steht der Rest des Framos, zu dem die Häuschen gehören.

Frano

Also stapeln können die ;-)

Erneuter Ortswechsel nach Inhalieren einer Currywurst. Auf einem Gelände, das gerade umgebaut wird, steht einer der 32B Syncros von Daniel.

Syncro

Nicht perfekt, aber mit brauchbarer Substanz hat er den günstig geschossen bei einem, bei dem er Syncro Teile ersteigert hatte. Soll evtl. sein Winterauto werden - vorher natürlich gut konserviert.

Auf dem Gelände stand diverses Ostblech. Viele Wartburg, Barkas und Co.

Barkas

Aber auch richtig große Spielzeuge, wie dieser seltene Muldenkipper, der auf seine Restaurierung wartet.

Muldenkipper

Mir wurde es erklärt, aber wisst Ihr, was das für eine komische Felge auf einem IFA LKW ist?

Felge

In eine Halle dann Highlights, wie ein vollrestaurierter Barkas Abschlepper.

Barkla

Barkas Abschlepper

...und andere hübsch hergerichtete Karren.

Die Jungs dort waren gerade dabei einen Trabi zu strippen, um ihn schweißen zu können. Da sieht man mal, wie das ohne Beplankung aussieht.

Daniel

Rechts im Bild übrigens Daniel.

Daheim zeigte er mir noch andere Basteleien. Selbstgebaute Röhrenverstärker und Synthesizer und auch etwas Modellbau war dabei. Vielseitig der Junge.

Leider hatte der Metzger, bei dem wir auf der Heimfahrt das Grillfleisch für den Abend besorgen wollten, geschlossen, aber auch das etwas einfachere Grillfleisch mundete hervorragend zusammen mit Daniel und seiner Frau.

Wieder mal so eine Station mit vielen Facetten, wo ich mich wunderbar willkommen gefühlt habe. Heute geht es weiter nach Rosenthal-Bielatal, runter an die tschechische Grenze.

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