Der EuroHotRod

Ich baue mir mein eigenes Auto auf Basis eines Framo V901/2. Wie es dazu gekommen ist und um was es genau geht, seht Ihr in der Projektbeschreibung.

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« Da fehlt Blech!Langsam sieht´s wie ein Rahmen aus »

Was ein geiler Framo!

04.11.13

Permalink 09:07:00, von KLE E-Mail

Was ein geiler Framo!

Heute läuft eine eBay Auktion aus mit einem Framo Kastenwagen. Was ein geiles Gerät!

Framo

Warum geil? Gut, es ist ein Kombi, der seltener ist, als die Pritsche, aber der Zustand ist eher mäßig. Was soll daran so besonders sein? Das ist ein Framo EZ 1939. Was wirklich aus heutiger Sichtweise komplett absurd ist. Wie kann ein Fahrzeug, das erst ab 1954 gebaut wurde eine Erstzulassung von 1939 haben?

Nun, ich bin ein geborener Wessi, kenne die Geschichten nur aus Geschichten von ehemaligen DDR Bürgern und von Leuten, die schon mit Ostmobilen zu tun hatten. Entschuldigt bitte, wenn sich in meinem Erklärungen ein paar Fehler eingeschlichen haben.

In der DDR war es schwierig, einen neuen LKW zu bekommen. Schließlich hatte selbst der Trabi jahrelange Lieferfristen. Die LKWs bekamen die volkseigenen Betriebe zugeteilt, der kleine Handwerker vor Ort ging leer aus. Es wurden einfach zu wenige produziert und zudem gingen einige Framos in den Export. Sie wurden in Belgien und den Niederlanden verkauft. Devisen waren der DDR Regierung wichtig.

Etwas einfacher scheint es gewesen zu sein, eine neue Karosserie aufzutreiben.

Geboren wurde dieses Fahrzeug als Framo V500, der ab 1938 produziert wurde.

Framo

Ich reime mir die Geschichte so zusammen: Da es keinen neuen Transporter so einfach zu kaufen gab, war man froh über alles, das Papiere hatte. Also hat (vermutlich) ein Privatmann sich eben diesen Vorkriegs Framo gekauft, der eine DDR Zulassung hatte. Der besorgte sich eine neue Framo V901/2 Kastenwagenkarosserie und baute daraus einen Wagen auf. Die Aufbauänderung ist dokumentiert.

Framo

Ob er dafür überhaupt den Vorkriegsrahmen nahm - man kann nur spekulieren. Von unten sieht das wie ein Framo V901/2 Rahmen aus, wobei ich die Unterschiede zum V500 Rahmen nicht kenne.

Framo

Es kann auch sein, dass zu einem späteren Zeitpunkt der Rahmen ersetzt wurde - denn auch den gab es einzeln. Viele überlebende Framos haben einen Ersatzrahmen, der sich nicht mehr auf das Baujahr zurückverfolgen lässt, weil sie eine neue Rahmennummer haben.

In der DDR gab es viele absurde Zulassungen. So gibt es die Geschichte von dem VW 1303 mit einer Erstzulassung, die eher einem Brezelfensterkäfer gehörte. Geschichte dahinter: Ein zurückgelassener havarierter Käfer von der Transitstrecke nach Berlin, der nie offiziell eingeführt wurde und mit den Papieren eines Brezelfensterkäfers auf die Straße gebracht wurde - unter Beibehaltung der Erstzulassung, die in bundeseinheitliche Papiere übernommen wurde.

Wir haben hier also einen Framo aus den 50ern, der behördlich eine Erstzulassung von 1937 hat - den besonderen Umständen der DDR sei Dank. Das bedeutet heute, das Ding braucht z.B. keine Prüfzeichen auf den Lampen, was er beim korrekten Baujahr erforderlich wäre. Und das, obwohl evtl. kein einziges Teil an dem Framo noch vom zulassungsspendenden Framo V500 stammt.

Gebt zu - irgendwie ist dieser Framo deshalb ein geiles Gerät...

5 Kommentare

Kommentar von: coyote [Besucher]
das ganze hatte sogar ne offizielle bezeichnung: reparatur-umbau.kann gut sein das das n 54er ist der auf "scxhwarzmarktwegen" zusammengetauscht/gebaut wurde und der dann ne FIN von nem schrottrahmen oder unfaller bekommen hat.

http://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Fleischer_KG

hier ist das auch nochmal ganz gut erklärt wie das mit den reparaturumbauten funktionierte...
04.11.13 @ 13:48
Kommentar von: Thommas [Besucher]
Und was hast du jetzt damit vor? Aufpolieren? Eher nicht, oder?
04.11.13 @ 15:57
Kommentar von: coyote [Besucher]
irgendwas stimmt da nicht.
der rahmen müsste anders aussehen, ausserdem ist im brief der 500er DKW-motor eingetragen, (2-zylinder) auf den bildern aber deutlich sichtbar der 1000er 3-zylinder verbaut...

anhand der tatsachen dürfte der so trotz DDR-brief nicht mehr zuzulassen sein. zu viele unstimmigkeiten...

gabs in der DDR tüff?
04.11.13 @ 17:19
Kommentar von: KLE [Mitglied] E-Mail
Klar gab es eine Art TÜV in der DDR. Ich habe ja nur Auszüge der Papiere aus der Auktion. Denke mal, da sind noch mehr Eintragungen drin inkl. dem Motor. Der 2zylinder ist die Ausgangsbasis der Zulassung.

Was ich damit vorhabe? Ich nix, gehört mir ja nicht bzw. habe ich ja nicht ersteigert.
04.11.13 @ 17:44
Kommentar von: ich [Besucher]
In der DDR gab es bis zum Schluss immer wieder Fahrzeuge die aus Ersatzteilen erschaffen wurden eben weil es die manchmal einfacher gab als ein komplettes Auto.
Ich weiß von einem Lada der 1987 komplett aus Einzelteilen zusammengesetzt wurde.
04.11.13 @ 19:56