Es ist eben Altbau

Die neue Armatur musste in das Spülbecken. Eigentlich kein Ding denkt man.

Die Niederdruckarmatur hat drei Anschlussleitungen. Warum eine kürzer davon war, erschießt sich mir nicht. Fakt war aber, dass sie zu kurz war, um den Wasserhahn anzuschließen.

Schon wieder zum Baumarkt? Ernsthaft? Musste ich wohl – ich wartete ab, sicherlich brauche ich noch mehr. Und leider sollte ich Recht behalten, dazu weiter unten mehr. Tun wir an der Stelle mal so, als ob ich direkt den Schlauch geholt hätte. Der nächste Schritt war, die Spülmaschinen jeweils mit einem Wasseranschluss zu versorgen. Ich behalf mir mit einem Y-Stück.

Für die Abflüsse habe ich ebenfalls eine Art Y-Stück an den Siphon geschraubt. Den konnte ich weitestgehend von der Küche übernehmen, ich brauchte nur 2 weitere HD Rohre, weil der Abfluss seitlich sitzt und 50mm Durchmesser hat, die anderen Rohre 40mm.

Alles dicht, die dazugekaufte Spülmaschine läuft, die zur Küche gehört – da muss ich erst die Gebrauchsanweisung lesen, irgendwie werde ich nicht schlau, ist nicht selbsterklärend das Teil. Warmwasser funzt auch. Und der Kühlschrank läuft inzwischen auch, die Birne war leicht ersetzt.

Kümmern wir uns um das Schlafzimmer. Kein riesiger Salon, aber ein Doppelbett passt rein und ein Kleiderschrank – was will der Mensch mehr? Das war die Ausgangssituation:

Plan war die Wände einfach zu streichen, weil doch an manchen Stellen verdreckt und gut. Und ich wollte mein Schlafzimmer wieder dunkel, ich mag es in einer Höhle zu pennen. Also habe ich entsprechend Farbe gekauft.

Bevor ich das Steichen begonnen habe, schaut man sich die Ausgangssituation etwas genauer an. Und ich staunte nicht schlecht. Vielleicht erkennt Ihr es an diesem kleinen Video:

Die Tapete war lose! Wenn ich das jetzt noch mehrfach überstreiche, kommt das runter. Ich will länger Freude an dem Zimmer haben. Drei Minuten später sah die Wand so aus:

Ohne jegliches Werkzeug, die Tapete fiel fast ohne Zutun von der Wand. Ganz klar: Ich werde das neu tapezieren. Und diese Wand werde ich vorab mit einem Tiefengrund behandeln, damit die neue Tapete auch hält. Die Wand wurde nachträglich gedämmt, da sitzt eine Art Styropor drauf mit einer SEHR dünnen Schicht Putz auf einem Netz.

Aber wenn, dann Rundumschlag. Also die ganze Tapete ab. Und auf der gegenüberliegenden Seite kam nicht nur die Tapete runter.

Schön ist anders, aber auch nett mal zu sehen, wie das früher gestaltet wurde – da wurde das Muster mit einer Walze direkt auf den Putz gemalt.

Ich liebe ja solche historischen Spuren zu entdecken. Die Löcher im Putz natürlich weniger. Inzwischen sind die Lücken verspachtelt, alle Tapete ab und die Reste in Mülltüten verstaut.

Ich kann mit dem Wiederaufbau beginnen.

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