Es wird wohl ein „neuer“ Motor fällig sein

Bei der Abfahrt zum Kustom Kulture war der Ölstand beim Titan Fast auf Maximal, als ich zurückgekehrt bin, war er fast auf Minimal abgefallen. Und das auf einer Strecke von ca. 650km. Das ist zu viel. Schon alleine, weil ich mal vergessen könnte, nachzukippen. So ist der Motor damals im Scheißhaus gestorben. Etwas wollte ich aber noch testen, bevor ich die Flinte ins Korn werfe: Die Gehäuseentlüftung.

Der Schlauch war frei, aber ich wollte noch wissen, ob er Öl rauswirft an der Stelle. Also habe ich einen Catchtank improvisiert. Ein Schlauch vom Ventildeckel in ein Glas und von da wieder ein Schlauch zum Ansauggeweih.

Catchtank

Ergebnis: Kein Tropfen Öl im Glas. Der Motor verbrennt es wohl über die Ölabstreifringe. Auf eine aufwändige Motorinstandsetzung bei einem 272.000 km gelaufenen Motor habe ich keinen Bock. Ich hab auch schon Ersatz gefunden. Der liegt nur im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt in Thüringen. Wenn ich keinen finde, der den in Richtung Mainz transportiert, werde ich wohl eine Spedition einspannen müssen.

Bereits geborgen ist die neue vordere Stoßstange. Die habe ich bereits angefangen für eine Zwecke umzubauen. Der angebaute Kühlergrill musste natürlich ab.

Stoßstange

Dadurch entstanden 4 Lücken, denn anders als die bisherigen Stoßstangen, die ich bisher hatte, ist diese aus Hartplastik. Also habe ich angefangen, diese Lücken zu schließen, indem ich GFK Matten einlaminiert habe.

Stoßstange

Ich werde das jetzt noch verspachteln mit Glasfaserspachtel und beischleifen. Lackieren muss ich eh. Neuer Lack ist bei Kollege Chili, der mir den Rest des Lackes angemischt hatte, bereits geordert. Er kippt den wieder aus Resten zusammen. Ein Farbmuster habe ich ihm geschickt, hoffe er trifft einigermaßen den Ton. Obwohl, so mies, wie der Titan gelackt ist, ist eine minimale Farbabweichung auch kein Beinbruch mehr…

4 thoughts on “Es wird wohl ein „neuer“ Motor fällig sein

  1. Ich habe vor zwei Wochen mein Auto auch getötet. Aber es lag definitiv nicht am Öl!
    Es war ja keins drin!

    Der hat immer auf Ultrakurzstrecke Öl gesoffen. Auf Langstrecke nie. Das wusste ich ja. Auf der letzten längeren Fahrt fing er dann im Teillastbereich an zu rasseln. Hatte vorher net nachgeschaut. Dachte erst an die Hydrostössel. Zwei(!) Liter Öl nachgekippt, bis er wieder auf „halb“ stand. 🙁

    Nochenwelle(n) eingelaufen. Keine Lagerblöcke – in den Kopf gefressen. Bin auch am überlegen, ob ich da einen „neuen“ Kopp draufschraube. Aber dieses neumodische Teufelszeug mit VVT ist mir nicht so ganz geheuer auch wenn man überall super drankommt.

    Naja, er fährt ja noch ganz normal. Ist wohl so ne Art „Driving Dead“.

    Ich werde wohl so einen Exportler anrufen. 🙁

  2. Man kann solche Stellen auch flicken indem man passende Stücken aus dem gleichen oder ähnlichem Material einschweißt. Geht prima mit einem 60W-Lötkolben. Einfach das Material stumpf Stoß auf Stoß ansetzen dann auf der Rückseite mit dem heißen Lötkolben immer stückweise in das Material drücken. Aus den abgeschnitten Resten kann man sich schmale Streifen schneiden um etwas Material zum zugeben zu haben. Das hält einwanfrei und ist weniger Rissgefährdet als GFK. Das Material ist auch dick genug um nicht den Lötkolben durchzudrücken.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.