Auf die falsche Fährte geschickt

Ich habe mir Holz besorgt, eigentlich wollte ich eine schon vorgeschnittene MDF Platte im Baumarkt holen, aber die Schlange vor dem Zuschnitt war so lang, da habe ich einfach eine Sperrholzplatte aufs der Restekiste für 2€ gegriffen. Mein Plan war, den Lautsprecher im Armaturenbrett des ColdRod mal zu hören. Ich will später einen Stoff vor den Lautsprecher spannen, aber der Hochtöner steht hervor. Also habe ich da eine Holzplatte zugeschnitten zwischen Heizlüftergehäuse und Lautsprecher.

Sollte auch ein wenig dem Klang beitragen, wenn nicht nur Blech vibriert und zudem praktisch: Ich kann da später auch den Stoff drantackern.

Nun wollte ich auch wissen, wie das klingt. Ich hatte in einer Car Hifi Gruppe bei FB den Tipp bekommen, dass ich die Masse der Stereo Ausgänge zusammenklemmen und bei den Plus Ausgängen vor dem Zusammenführen einen Widerstand von 1kOhm dazwischenschalten soll. Ich habe das mal wirklich für meine Verhältnisse schön gemacht so mit einlöten, Schrumpfschlauch etc.

Mein olles Labornetzteil vom Flohmarkt drangehängt und mal alles angeschlossen und was soll ich sagen? Es klang extremst beschissen. Der Tipp mit den Widerständen war vollkommen für die Füße. Ich habe das dann mal probiert mit einem Kanal und die Ballance voll auf die Seite. Ja das klingt einigermaßen.

Aber ich hatte damit erst einmal die Schnauze voll von Radiobasteleien für den Tag. Also habe ich mich um eine andere Sache gekümmert: Den Handschuhfachdekel. Der war ja bisher mit einem Kabelbinder zu. Als ich den entfernt habe, merkte ich: Das eine Scharnier war extremst wackelig.

Erkennt man jetzt auf dem Bild schlecht, aber das war mit 2 Minimuttern auf Position gezwungen, während das andere richtig anlag. Also auseinanderschrauben, was mit dem einen Scharnier nicht stimmt. Wackeln von zwei Blechteilen bedeutet schließlich nerviges Klappern. Als ich das auseinander hatte, sah ich das Problem: Eines der Scharniere scheint original, das andere ist selbst gebogen.

Ganz ehrlich? Selbst gebaut finde ich gar nicht verwerflich, aber es sollte dann auch funktionieren. Also habe ich es am Schraubstock erst einmal wieder gerade gemacht und dann an der richtigen Stelle geknickt.

Auch habe ich etwas dickere Schrauben zur Befestigung eingesetzt, das war mir einfach zu fummelig das Ganze. Ich habe mehrere Versuche gebraucht, hier nochmals nachbiegen, da nochmal, bis es stimmte.

Das Schräubchen, das den Scharnierbolzen bildet, gefällt mir garnicht. Die Mutter geht ums Arschlecken von der Länge her drauf. Vibriert die mit der Zeit ab gibt das fieses Unterarmaturenbrettyoga. Ich werde das wohl entweder mit deutlich längeren Schrauben oder einer durchgehenden M3 Gewindestange lösen. Dann kann ich da zwei Muttern kontern, oder selbstsichernde Muttern einsetzen.

Offen lasse ich noch den Verschluss. Da fehlt was, das die Klappe einschnappen lässt.

Wie ich inzwischen weiß, ist das Teil der Handschuhfach Box. Die finde ich nur neu zwischen 50€ und 100€ – mehr als das Wartburg Armaturenbrett gekostet hat. Nicht mit mir! Wenn es klappt, bin ich kommendes Wochenende auf der Veterama beim Stöbern. Ab und an entscheidet auch einfach das Angebot…

5 thoughts on “Auf die falsche Fährte geschickt

  1. Moin!

    Kannst du nicht den 2. Lautsprecher irgendwo unterhalb des Armaturenbretts anbauen und nach unten strahlen lassen?
    Du könntest für den Handschuhfachdeckel auch Kugelschnäpper für Möbeltüren verwenden, dann müsstest du keine Drehmimik für den Verschluß bauen.

    Grüße!

  2. Solche Ideen würden funktionieren, wenn Masse am Lautsprecherausgang auch Masse wäre, allerdings müsste man dann dort nichts verbinden, da es das sowieso schon wäre. Ziemlich sicher ist in dem Teil aber wenigstens einen Brückenendstufe drin und damit gibt es an den Lautsprecherausgängen keine Masse.
    Lässt sich einfach herausfinden: Durchgang zwischen Lautsprecher minus und Masse der Spannungsversorgung prüfen. Kein Durchgang = keine Masse. Ist nach deinem Test zu 100% so.
    Mit diesem Tip hätteste früher recht sicher die Endstufe zerstört. Das ganze funktioniert so: Das Signal ist ja nun eine Wechselspannung die um den Nullpunkt Schwankt. Sagen wir einfach mal von 0 – +5V ins positive und 0 bis -5V ins Negative. Damit erreicht das ganze an einem 4 Ohm Lautsprecher stramme 3W.
    Findige Köpfe kamen nun auf die Idee, einfach einen 2. Verstärker zu bauen der genau 180° gedreht vom selben Signal angesteuert wird. Während der eine also +5V erreicht, macht der andere gleichzeitig -5V. Klemmt man nun den 4 Ohm Lautsprecher nicht zwischen Verstärker und Masse sondern zwischen beide Verstärker, verdoppelt sich die Spannung am Lautsprecher, was wiederum den Strom verdoppelt was zu 4 Facher Leistung führt. Aus 3W werden 12W! Bäm! Das ist so der verwendete Standart der etwa vor 35 Jahren in die meisten Autoradios einzog und an 14V für so etwas 20W Ausgangsleistung sorgt.

    Was passiert nun, wenn du die beiden minus Anschlüsse verbindest und beide Verstärker nicht exakt das gleiche Signal ausgeben, was bei einem Stereosignal in der Natur der Sache liegt?. Du produzierst quasi einen Kurzschluss. So klingt das dann auch.

    Noch viel schlimmer wird das, wenn in dem Ding eine Klasse D, also digitale Endstufe drin ist.
    Ein Monosignal bekommst du da brauchbar nur heraus, wenn man das auf Vorverstärkerebene erzeugt.

    Du kannst das Ding mal aufmachen und mir ein paar Aussagekräftige Fotos schicken von dem was drin ist. Mit etwas Glück ist quasi alter scheiß drin und ich kann dir sagen, was mit was zusammengelötet werden müsste um das Ziel zu erreichen. Oder du verfolgst einfach die Idee, den 2. Lautsprecher einfach irgendwie nach unten abstrahlen zu lassen, dass verdoppelt dann auch die Leistung.

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