Kadettilac Roadtripp

Was ein Tag!

9.15 Uhr

Abfahrt in Mainz – früher ging nicht, die letzten 2 Nächte waren lang und ein alter Mann, wie ich, brauch auch ein wenig Schlaf. Senile Bettflucht? Fehlanzeige 😉 Ab zum Gelautomat, Kohle holen und ab zum Übergabepunkt der Transportkarre. 10.00 Uhr Transportkarre übernommen und uff die Piste Richtung Rottweil. Der Ducato läuft gut, ist aber natürlich kein Rennwagen mit seinen 75PS Diesel. Der Verkehr ist teilweise recht zäh, verdammich viele Fahrzeuge mit Wohnanhänger unterwegs mit so komischen gelben Kennzeichen dran. Haben die kein Zuhause?

13.00 Uhr

Ankunft bei dem Versteigerer des B-Kadetts. Ich habe mich nicht getraut, dort Bilder zu machen, konnte das da alles schwer einschätzen. Erstmal geklingelt. Der Verkäufer, ein Tscheche, kommt mir nur in Unterhosen bekleidet entgegen. Er zieht sich schnell was an, das Auto steht hinter dem Haus. Wie soll ich das Ambiente beschreiben? Das war mal eine Autowerkstatt und erinnerte im derzeitigen Zustand eher einer Müllhalde. Die Werkstatt selber war sauber, leer, aufgeräumt, aber drumherum… Der Kadett sieht schlimm aus. War nicht anders zu erwarten. Da war ein Pfuscher am Werk. Aber das erste Detail fand ich wahnsinnig sympathisch:

Aber ansonsten Rost, Rost, Rost…

Das Frontblech werde ich wohl für Emma vergessen können, aber das Radhaus war das wichtigste und das wird brauchbar sein. In allen Ecken und Enden fanden sich Teile zu dem Kadett, in dem einen Schuppen die Scheiben, in einer anderen Ecken der Tank, hier wieder die Hauben, die wir schnell mit wenigen Schrauben fixiert haben, in der Werkstatt 2 Kisten mit Teilen. War nicht alles dabei, aber vieles. Zudem hatte ich in einer 2. Auktion Käferteile ersteigert, um das Unternehme rezufinanzieren. Also alles auf den Ducato und verzurrt. Hintergrund der Auktionen: Der Verkäufer hat das „Anwesen“ gekauft und der Kadett (und andere Autos) gehörten dem letzten Mieter. Und der hat keine Miete gezahlt und sich auch nicht um die Entsorgung seiner Hinterlassenschaften gekümmert – und um das alles nutzen zu können, muß alles erst einmal weg. Das geforderte Geld bezahlt und huch – unter dem Ducato ist ein Fleck. Scheißendreck. Läuft da etwa Öl aus? Muß ich dringend checken. Also nächste Stopp Tankstelle – tanken mußte ich eh. Ölstand ist i.O. Hunger.

14.45

Erste Mahlzeit bei BurgerKing – Quasi mein privates BurgerKingen für heute 😉 Ich hatte vor, Jürgen zu besuchen, also kündigte ich telefonisch meinen Besuch an. Weiter gings also Richtung Erbstetten. Auf der Autobahn machte ich einen Halt, um zu checken, ob alles fest verzurrt ist und um die ersten Bilder zu machen.

Und wie das so ist, wenn man so unterwegs ist mit einer solchen Fuhre, kamen gleich die ersten Schaulustigen. Diesmal in Form von 2 LKW-Fahrern. „Tolles Auto – wieviel PS? Du restaurieren?“ „Nein, ich schlachten!“ 😉 Zwisachenstopp bei Agnes und Jürgen, ihr neues Domizil ansehen. Geile Fachwerkhütte mit KFZ-Werkstatt untendrin. Man könnte echt neidisch werden. Jürgen machte auch mal ein Bild von mir mit Kadett. Scheiße, ich sollte wieder etwas abnehmen, oder mir zummindestens ne andere Angeberpose ausdenken 😉

Im Hintergrund erkennt man ein wenig die geile Hütte:

Ein wenig tropfte es unterm Ducato wieder – aber Moment, das ist kein Öl – das ist Wasser! Also mal flux Wasser nachgekippt. Die Temperaturanzeige war ab dem Zeitpunkt noch öfters als bisher im Visier – sie blieb immer im grünen Bereich. Ich hätte mich da echt festquatschen können, aber ich mußte mich losreißen, hatte ja noch ein wenig Fahrt und Action vor mir. Also weiter, dem Ducato Strecke fressen lassen. Als ich auf den Schildern „Ludwigsburg“ gelesen habe, dachte ich dran, da beim BurgerKingen vorbeizufahren. Ich hatte mir die Adresse in Ludwigsburg aber nicht aufgeschrieben, also rief ich Kai, den Godfather of BurgerKingen. Daß sein Handy zu dem Zeitpunkt keinen Empfang hatte, nahm ich als Zeichen, da nicht hinzufahren.

20.45 Uhr

Ankunft in Freimersheim. Oje, das ist doch eigentlich viel zu spät. Naja, da muß ich jetzt durch. Also den Kadett abgeladen und den 5ender aufgeladen.

Nicht, daß der 5ender nicht fahren würde, aber wenn ich den auf dem Ducato mitnehme, dann spare ich mir eine Tour. Also auf nach Mainz zur Tiefgarage, in der Emma stand. 22.00 Uhr Ankunft an der Tiefgarage und wie es der Zufall so will, kommt gerade Stefan, der auch einen Stellplatz in der Tiefgage hat für seinen Käfer, heraus. Er bot seine Hilfe an – wer kann da schon nein sagen. Also 5ender runter und in die Garage gefahren und Emma rausgeschoben und verladen. Natürlich noch ein gepflegter Smalltalk, bevors weiterging. Er und sein Bruder würden sich an einer Halle beteiligen. Gut zu wissen, könnte helfen, die Kosten zu drücken. Und Leute, die man kennt…

23 Uhr

Nochmal tanken.

Braucht doch etwas mehr Sprit – darf er aber auch, wenn er voll beladen ist, der Ducato.

23.30 Uhr

Wieder in Freimersheim. Ich habe mich bemüht, so leise, wie möglich abzuladen, aber die Auffahrrampen machen einfach Lärm beim Rausziehen. Kam auch prompt eine Beschwerde, ob ich meine Vermieter ärgern wolle – wollte ich nicht. Da stehen sie nun, traut vereint – meine kleine Kadett-Flotte:

0.20 Uhr

Der treue Helfer ist zurück am Platz

0.50 Uhr

Ich bin wieder daheim und versuche von dem Tripp runterzukommen. Denke, das habe ich geschafft – das Bett ruft…

3 thoughts on “Kadettilac Roadtripp

  1. hmmm, beim burgerkingen bist du vermisst worden:(
    waren 40 karren.
    wäre die a 81 ludwigsburg /breuningerland gewesen.

    schade, kommst halt irgendwann mal vorbei.
    betreff kleber hast du mail von mich:)

    erhol dich alter mann:)
    jenny

  2. Nicht schlecht, nicht schlecht. Bin ja mal gespannt, was alles brauchbar ist an dem Kadett, aber bei dem Preis hat es sich wirklich gelohnt. Und zu Jürgen muß ich jetzt auch endlich mal, bin ja bald der letzte…

    Gruß Urs

    (jaja, das letzte bin ich eh schon 😉 )

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