Manchmal denke ich, ich bin einfach zu doof, um an Autos zu schrauben

Ich muss mich jetzt einmal um den Pirat kümmern – der muss zum TÜV. Also er lenkt, leuchtet bremst, soweit alles ok. Aber es gibt da so einige Baustellen.

Der Motor läuft sauber aber zu fett. Bedeutet: Bei Vollgas qualmt er schwarz und er braucht zu viel Diesel. Das nervt, aber ich denke auch, so schafft er nicht die AU. Ich habe mich zwar schon ein wenig durch Foren gehangelt, aber jeder sagt was Anderes. Das Einfachste: Ich schaff den zu einem Bosch Dienst, der Ahnung von alten Dieseln hat. Aber das ist gar nicht so einfach. Denn wer hat noch Ahnung von alten Dieseln? Ich war bei der freien Werkstatt, zu der ich auch immer Leute schicke, wenn sie mich nach einer fairen freien Werkstatt fragen. Deren Aussage: Ja, früher, haben wir solche Sachen immer zum BOSCH Dienst nach Wiesbaden geschafft, der hat aber dicht gemacht.

Auf die Frage, ob sie das machen würden, meinten sie, dass sie da lieber die Finger von lassen. Ist wenigstens eine ehrliche Aussage von der Werkstatt, bevor sie Werkstattstunden ohne Ende produzieren.

Puh, also selber probieren. Ich habe die Mengenschraube in Verdacht.

Nur die hatte ich raus und den Gashebel ab, um die Dichtung zu wechseln. Eventuell habe ich mich bei den Umdrehungen, die ich sie raus- und wieder reingeschraubt habe verzählt?

Förderbeginn ist eingestellt. Also probieren, die rauszudrehen. Lief dann beschissen der Motor im Leerlauf erst einmal egal. Das geht dann über den Gashebel. Aber hinbekommen habe ich es nicht. Am Ende hatte ich fast gar keine Leistung mehr. Klassisch verschlimmbessert. Aber was erwartet man, wenn man dreht und nicht weiß, was man macht. Klassisches Fischen im Trüben. Ich bin studierter Grafiker, DJ, aber kein gelernter Automechaniker.

Es ist echt zum Haare ausraufen. Kennt keiner eine Werkstatt in der Umgebung von Mainz, der Erfahrungen mit alten Einspritzpumpen hat ODER kann selbst helfen?

Der Tacho nervt auch hart. Der ist inzwischen nur ein Schätzometer. Also dachte ich doch die Tachowelle? Ich habe getestet mit dem Akkuschrauber.

Absolut zitterfrei. Gewissenhaft wieder in das Getriebe eingesetzt. Und was macht der Tacho? Er zittert sich weiterhin einen ab. Bin ich echt so doof den Fehler nicht zu finden? Ritzel ist getauscht, Tacho ist getauscht und an der Tachowelle kann es doch auch nicht liegen nach dem Test, oder?

Gut. Andere Dinge kann ich. Ein Scheinwerfer war innen nass.

Könnte man jetzt trocknen, aber wer weiß, vielleicht sammelt sich wieder Wasser. Ich hatte Reserve im Fundus von Schlachtern, also gleich einen anderen reingeschraubt.

Die Verkleidungen der Faltdachschienen hatte ich vorläufig weggelassen. Sollte es weiterhin undicht sein, wollte ich sehen, wo das Wasser reinkommt. Aber glücklicherweise ist es jetzt wieder dicht, nachdem ich das Blech vom Twingo aufgenietet hatte. Bei der Montage der Verkleidungen sah ich, dass sich der Stoff gelöst hatte.

Da ich die eh abhatte, habe ich das mit Pattex nachgeklebt vor der Montage.

Apropos Verkleidungen. Die Verkleidung der B-Säule neben dem Fahrersitz ist wieder kaputt.

Das ist echt ein Verschleißteil bei mir. Aber eine Verkleidung habe ich noch.

Ich habe beschlossen: Nein, ich montiere die jetzt nicht einfach. Die bricht mir wieder. Das Problem ist wohl der tiefe, nach hinten versetzte Sitz. Und so stoße ich öfters beim Ein- und Aussteigen an diese Verkleidung. Und das führt dazu, dass die ständig bricht. Die Verkleidung ist nur aus Pappe mit Kunstleder bezogen. Deshalb werde ich die nächste Verkleidung mit Glasfasermatten von hinten verstärken und vielleicht sogar noch einen Blechstreifen mit einlaminieren. Vielleicht hält das dann länger.

7 thoughts on “Manchmal denke ich, ich bin einfach zu doof, um an Autos zu schrauben

  1. Nunja, das ist doch ein Turbodiesel?
    Qualmt der unter Last, oder im Leerlauf beim Gasgeben?
    vermutlich ist nicht die Grundmengenschraube das Problem, sondern die Ladedruckanreicherung.
    Vielleicht der Stift verklebt, oder beim Zusammenbau der Pumpe ist an der Stelle was schiefgelaufen.
    Federvorspannung der LDA Membran passt?

  2. Hi,

    Die Einspritzpumpe ist die VEP37, wenn du die Mengenschraube soweit raus drehst, das der Motor nicht mehr qualmt und der Leerlauf dann bescheiden ist, dann stell den Leerlauf mit der in Fahrtrichtung linken Schraube ein, die über der Gashebelwelle, quasi zwischen Pumpe und Motorblock. Die rechte Schraube ist für den Leerlauf bei kaltem Motor (gezogener Kaltstartbeschleuniger). Schraube raus drehen – weniger Drehzahl; Schraube rein drehen – mehr Drehzahl.

    Grüße und DAnk

  3. Ich hatte ja im Forum nun einiges dazu geschrieben was und wie du machen und berichten solltest. Das hatte schon gründe, nämlich herauszufinden was evtl. verstellt ist und ob überhaupt.

    Sofern du jetzt aber sagen kannst, du kannst die Feinstaubschraube so weit raus drehen, dass der Motor bei keiner Drehzahl mehr ausreichend Leistung hat dafür aber immernoch qualmt, dann stell wieder zurück auf Anfang, überhole die Einspritzdüsen und messe die Kompression.

  4. Hallo,
    Thema Tacho:
    Bei meinem TD war es damals das Geberritzel im Getriebe. War leider auch aus Kunststoff und somit genauso anfällig wie der Nehmerläufer, den man ja recht einfach wechseln kann.
    Für Geberritzel musste das Getriebe raus und zerlegt werden.

    Grüße,
    Bernd

  5. Wer sich mit alten Dieselpumpen auskennt sind in der Regel Landmaschinenwerkstätten. Da haben sie öfter mit solcher Technik zu tun.

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